Bauanleitung für ein Esstisch-Klassiker aus Eiche

Reichlich Platz für sechs Personen bietet Ihnen unser klassisch-schlichter Esstisch aus Eiche-Leimholz. Er ist dank eines speziellen Beschlags auch ohne handwerklich knifflige Zargenverbindungen stabil. Aber das Beste: Während andere im Möbelhaus für so ein Prachtstück viel Geld hinblättern, können Sie mit unserem Projekt richtig sparen – und das gesparte Geld lieber in ein kleines Festessen investieren.

Projektdetails

Schwierigkeitsgrad: Könner Dauer: 1 1/2 - 2 Tage
Verwendungsort: Küche / Garten / Terasse Preis: 350 - 400 €
Verwendungszweck: - Konstruktionsplan als PDF

Was Sie benötigen

Die folgende Bauanleitung ist auf Eiche-Leimholzplatten von 27 mm Stärke und die beschriebenen Tischwinkel ausgelegt. Sollten Sie andere Materialien, Stärken oder Beschläge verwenden, müssen Sie die Stückliste entsprechend anpassen. Lassen Sie sich die benötigten Teile möglichst im Baumarkt oder bei Ihrem Tischler zuschneiden.

Materialliste

Pos. Stk. Bezeichnung Länge (mm) Breite (mm) Stärke (mm) Material
Holz-Zuschnitte
1 1 Tischplatte 1400 900 27 Eiche-Leimholzplatten
2 8 Beinplatten, breit 723 100 27 Eiche-Leimholzplatten
3 8 Beinplatten, schmal 723 46 27 Eiche-Leimholzplatten
4 16 Verbindungsfedern 723 20 4 MDF
5 2 Zargen, lang 1200 60 27 Eiche-Leimholzplatten
6 2 Zargen, kurz 700 60 27 Eiche-Leimholzplatten
7 4 Tischwinkel 125 x 125 mm 150 150
8 ca. 48 Rundkopfschrauben 4 x 20 mm

Benötigte Werkzeuge:

Werkzeugliste

Ausstattung Werkzeug /Maschine Verwendung Details
Elektrowerkzeuge, Werkzeugmaschinen und Zubehör dazu
minimal Stichsäge Montage im Shop ansehen
optional Schleifer Holzoberflächen schleifen im Shop ansehen
optional Akkuschrauber Montage im Shop ansehen
minimal Bohrmaschine Montage im Shop ansehen
minimal Set Bohrer Montage im Shop ansehen
minimal Oberfräse mit 4 mm Nutfräser und Parallelanschlag Tsichbeine verkleben im Shop ansehen
Handwerkzeuge, Messgeräte, Hilfsmittel und Zubehör
minimal Schleifpapier, Körnungen 120 – 240 Holzoberflächen schleifen im Shop ansehen
minimal Holzleim Tsichbeine verkleben im Shop ansehen
minimal Zwingen Tsichbeine verkleben im Shop ansehen
minimal Holzwachs und Pinsel, Lappen, Bürste Oberflächen versiegeln im Shop ansehen
minimal Klebeband im Shop ansehen
minimal Restplatte 600 x 600 mm (z. B. MDF)

Die Arbeitsschritte zum Bau des Esstisches

1. Schritt - Beine verleimen
Jedes Tischbein besteht aus zwei breiten und zwei schmalen Platten, die mittels Nut-Feder-Verbindungen verleimt werden. Kennzeichnen Sie alle Teile so, dass Sie bei der weiteren Bearbeitung immer wissen, welches Teil zu welchem Tischbein gehört. Kennzeichnen Sie außerdem alle Teile eines Tischbeins mit dem Dreieckssymbol. Durch das Dreieckssymbol wissen Sie bei der weiteren Bearbeitung immer, wie und wo die Teile zusammengehören. Die Nuten werden passend zu den Federn 4 mm breit und 11 mm tief. Zum Fräsen der Nuten zwingen Sie die jeweilige Platte auf Ihrem Arbeitsplatz fest; verwenden Sie dabei unbedingt Zulagen aus Restholz, um das Werkstück vor hässlichen Druckspuren zu schützen.

Beginnen Sie mit den breiten Beinplatten, stellen Sie die Oberfräse mit dem 4-mm-Nutfräser auf die Frästiefe 11 mm ein und fräsen mit Hilfe des Parallelanschlags die Nuten jeweils im Abstand von 15 mm zu den Längskanten in die Innenfläche; in die schmalen Beinplatten bringen Sie die Nuten mittig in die Stirnseiten ein (siehe Zeichnung, Detail Tischbeine).

Möglicherweise wird es schwierig, die schmalen Federn beim Händler zuschneiden zu lassen. In diesem Fall erledigen Sie das zu Hause mit der Stichsäge. Dann verleimen Sie zuerst die Federn mit den breiten Beinplatten. Geben Sie dazu einseitig Holzleim an und stecken Sie die Federn in die Nuten.

Sind alle breiten Beinplatten mit je zwei Federn versehen, bestreichen Sie jeweils die eine Längsseite und Nut der schmalen Beinplatten mit Holzleim. Stecken Sie diese schmalen Beinplatten nun mit ihren Leimseiten auf die Federn der breiten. Zu guter Letzt geben Sie Leim auf die anderen Längsseiten der schmalen Beinplatten und stecken die mit Federn versehenen restlichen breiten Beinplatten auf.

Wichtiger Hinweis
Pressen Sie jede Leimverbindung sorgfältig mit Zwingen, bis der Leim getrocknet ist; beachten Sie dazu die Angaben des Herstellers. Verwenden Sie beim Pressen Zulagen aus Restholz, um den Druck zu verteilen und hässliche Druckspuren auf den Werkstücken zu vermeiden. Entfernen Sie austretenden Leim sofort mit einem feuchten Lappen.

2. Schritt - Beine, Zargen und Tischplatte zusammenbauen

Zargen nennt man im Möbelbau die unter der Tischplatte und zwischen den Beinen horizontal verlaufenden Verbindungsplatten. Sie sorgen für die Aussteifung der Konstruktion. Bei unserem Tisch besorgt ein spezieller Beschlag die feste Verbindung dieser Zargen mit den Beinen und der Tischplatte.

Schrauben Sie die Tischwinkel zunächst oben bündig mit dem Akkuschrauber und Rundkopfschrauben 4 x 20 mm an die Innenecken der Tischbeine.

Als nächstes verbinden Sie die Beine mit den Zargen durch die Tischwinkel zum Gestell: wieder mit dem Akkuschrauber und Rundkopfschrauben 4 x 20 mm.

Legen Sie nun die Tischplatte mit der Oberseite nach unten auf eine saubere glatte Fläche (damit vermeiden Sie Flecke und Macken). Richten Sie das Gestell – die Beine zeigen nach oben – so auf der Platte aus, dass die Beine jeweils bündig mit den Ecken abschließen. Mit dem Akkuschrauber und Rundkopfschrauben 4 x 20 mm können Sie nun das Gestell einfach unter die Tischplatte montieren.

Tipp
Eiche ist besonders hart. Es empfiehlt sich daher, vor dem Verschrauben der Tischwinkel das Holz 1 mm kleiner als der Schraubendurchmesser vorzubohren.

3. Schritt - Holzoberflächen schleifen
Brechen Sie zunächst alle Kanten, indem Sie sie mit 120er oder 180er Schleifpapier im 45°-Winkel bearbeiten, sodass eine kleine Fase entsteht. Die Sichtflächen schleifen Sie mit Ihrem Schleifer stets in Richtung der Holzmaserung zunächst mit gröberem (120er), dann mit feinerem (bis 240er) Schleifpapier. Danach werden die Flächen mit einem Schwamm gewässert, also feucht abgerieben. Beim Trocknen stellen sich vereinzelt lose Holzfasern auf, die Sie dann mit 180er Schleifpapier sachte entfernen. Danach ist das Holz bereit zur Oberflächenbehandlung.

Tipp
Achten Sie darauf, dass das Schleifpapier nicht zu stumpf ist, damit die Holzfasern abgeschnitten und nicht nur angedrückt werden.

4. Schritt - Oberflächenbehandlung

Lesen Sie zunächst die Verarbeitungs- und Sicherheitsratschläge des Wachsherstellers sorgfältig durch. Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Raum und vermeiden Sie dort Rauchen, Essen und Trinken.

Tragen Sie das Holzwachs mit Feinsprühsystem satt auf und nehmen Sie überschüssiges Wachs mit einem Lappen ab. Beachten Sie die vom Wachshersteller angegebenen Trocknungszeiten.

Möchten Sie eine zweite Wachsschicht aufbringen, ist ein Zwischenschliff mit 240er Schleifpapier fällig. Schleifen Sie auch diesmal stets in Richtung der Maserung. Wiederholen Sie dann den Auftrag wie im vorigen Absatz beschrieben. Nach dem Trocknen bearbeiten Sie die Fläche mit einer weichen Bürste, bis die Oberfläche schimmert.

Sicherheitshinweis
Lassen Sie den Wachslappen nach dem Auftrag ausgebreitet und gut belüftet trocknen. Zusammengeknüllt kann er sich sonst beim Trocknen bis zur Selbstentzündung erwärmen!



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