Bauanleitung für ein Kinderbett

Kinder haben Spaß an phantasievollen Geschichten und an Abenteuern, bei denen sie selbst die Hauptrolle spielen. Ein Kinderbett in Form einer Ritterburg kommt da gerade richtig. So eine Burg kann man allerdings nicht fertig kaufen. Doch mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich der “Wohnsitz” auch in “Eigenleistung” mittels dieser Bauanleitung erstellen.

Projektdetails

Schwierigkeitsgrad: fortgeschritten Dauer:  
Verwendungsort: Kinderzimmer Preis:
Verwendungszweck: Unterhaltung Bauanleitung als PDF


Was Sie benötigen

Benötigte Werkzeuge: Bohrschrauber, Bohrmaschine, Stichsäge, Hobel, Winkel, Holzfeile, Oberfräse (für den Anbau einer Rutsche)

Benötigte Hilfsmittel: UHU HOLZ holzleim/ UHU HOLZ expressleim, Klemm- und Schraubzwingen, Dübelhilfe

Materialliste: Angegeben ist hier der Materialbedarf für den Bau eines Kinderbettes in der gezeigten Grundversion. Materialien für die Ausgestaltung sind nicht berücksichtigt.

Pos. Stk. Bezeichnung Länge (mm) Breite (mm) Stärke (mm) Material
Holz-Zuschnitte
1 1 Burgaußenseite links 1190 770 16 Spanplatte
2 1 Burgaußenseite rechts 1160 770 16 Spanplatte
3 1 Burgrückwand 1450 1160 16 Spanplatte
4 1 Burgfront, rechtes Teil 1014 90 16 Spanplatte
5 1 linkes Teil über der Tür 436 470 16 Spanplatte
6 1 Tür 433 457 16 Spanplatte
7 1 Burgbogen über Bett aus 2 Teilen 1450 738 16 Spanplatte
8 1 Boden als Deckel des Schrankfaches 436 738 16 Spanplatte
9 1 Schrankseite 428 738 16 Spanplatte
10 2 Treppenstufe 738 134 16 Spanplatte
11 1 Treppenstufe als Klappe 734 250 16 Spanplatte
12 1 vordere Zinne 484 200 16 Spanplatte
13 1 hintere Zinne 452 200 16 Spanplatte
14 2 Querzinne 770 200 16 Spanplatte
15 2 Bettkastenseiten lang 1440 240 19 MDF
16 2 Bettkastenseiten kurz 702 240 19 MDF
17 2 Bettkastenleisten lang 1402 - 25 Fichte
18 12 Bettkastenleisten quer 702 45 Höhe: 28 Fichte
19 2 Bettkufen 740 19 10 Buche
20 5 Scharnierteile, Burgeingangstür 120 45 28 Fichte
21 8 Böden 165 80 10 Sperrholz
22 8 Rückseiten 80 88 10 Sperrholz
weitere Materialien
23 2 als Scharnierzapfen - - 10 Holzdübel
24 - Dübel - - 10 -
25 - Holzschrauben 30 - 3,5 -
26 - Holzschrauben 40 - 3,5 -
27 2 Griffe - - - nach Wahl
27 1 Knöpf - - - nach Wahl
27 2 Türschnäpper - - - nach Wahl
28 1 Klavierband (Scharnier) 457 - - -
29 1 Klavierband (Scharnier) 734 - - -
Für die Rutsche
30 2 Rutschseiten 1900 150 19 MDF-Platte
31 1 Stützwand hinten 1360 452 13 Spanplatte
32 1 Zinne links quer 1108 200 13 Spanplatte
33 1 Boden (Rutschfläche) 1530 300 19 Spanplatte
34 1 Boden (Rutschfläche waagerecht) 452 335 19 Spanplatte, weiß beschichtet
35 1 Eckleiste mit 45°, als Verbindung der beiden Bodenteile 300 20 Massivholz
36 5 Sperrholzplatten, für gebogenes Bodenendstück 320 270 4 Sparrholz
37 1 Stütze aus:
1 Stück 330 100 19 MDF-Platte
1 Stück 330 81 19 MDF-Platte
38 1 Abstandhalter 319 45 28 Fichte


Konstruktionszeichnung und Kinderbett-Bauplan als PDF-Dokument

Die Bauanleitung für das Kinderbett besteht aus zwei Teilen. Die Konstruktionszeichnung des Kinderbettes mit detaillierten Maßblättern und mit exakter Materialliste und Werkzeugliste haben wir im PDF-Format vorbereitet, die Sie hier als Kinderbett-Bauplan downloaden und ausdrucken können. Diesen Bauplan benötigen Sie, um das entsprechende Material zu beschaffen und die Bauteile zuzuschneiden und zu bearbeiten.

Die Arbeitsschritte zum Bau des Kinderbettes

1. Schritt
Aus vier MDF-Platten entsteht der Kinderbett-Rahmen.
2. Schritt
Mit einer hochtourig laufenden Bosch-Stichsäge lassen sich die Fenster- und Türausschnitte wie in der Bauanleitung beschrieben exakt ausarbeiten.
3. Schritt
Im Inneren der Burg befindet sich ein Schrankfach sowie eine kleine Treppe. Die Einzelteile werden miteinander verleimt und verschraubt. Beim Eindrehen der Holzschrauben ist eine drehzahlregulierbare Bohrmaschine oder ein kabelloser Akku-Bohrschrauber hilfreich.
4. Schritt
Die Front der Burg besteht aus zwei einzelnen Platten, die nach Bauanleitung aneinandergesetzt auf den Burgkorpus aufgeleimt werden.
5. Schritt
In die rechte Burgseitenwand ist die Tür eingearbeitet.
6. Schritt
Das Kinderbett-Element besteht aus stumpf zusammengeleimten MDF-Platten. Damit es einwandfrei in den Sockel-Ausschnitt der Burg passt, kann mit einem Hobel nachgearbeitet werden.
7. Schritt
Wenn die Rutschbahn gleich in die Spiellandschaft integriert werden soll, muss das Rutschen-Ende rund geformt werden. Um diese Form aus Holz herstellen zu können, lassen sich Sperrholzbrettchen unter Zugabe von UHU HOLZ expressleim über eine Modell-Lehre biegen.
8. Schritt
Die weiß beschichtete Rutschbahnfläche wird mit Holzleim zwischen die beiden Rutschenseiten geleimt.
9. Schritt
Capamix-Acryl-Seidenglanzlacke eignen sich besonders gut für die Farbgebung einer solchen Spiellandschaft, weil sie keine Tendenz zum Vergilben und Verspröden besitzen.
10. Schritt
Die Spielburg sieht zwar relativ groß und kompliziert aus, aber sie besteht aus einer einfach nachvollziehbaren Konstruktion, wie man in der Bauanleitung erkennen kann. Um sie herzustellen, sind nur wenige Materialien und Werkzeuge notwendig, wie sie in der Heimwerkstatt ohnehin vorhanden sind.
Bauanleitung der Rutsche
11. Schritt
Eine Spiel-Burg im Kinderzimmer ist besonders originell und zugleich praktisch, wenn in ihrem Inneren ein bequemes Kinderbett integriert ist. Ein begehbarer Innenraum dient den Kleinen beim Spielen als Höhle zum Verstecken; und wenn die Spiellandschaft „Burg“ gleichzeitig noch mit einer Rutschbahn versehen ist, erhöht das die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich.

Version ohne Rutschbahn

Zunächst einmal muss eine besonders stabile Grundplatte entstehen, was sich durch Aufdoppeln der beiden 16 mm dicken Bodenplatten (à 145,0 x 73,8 cm) erreichen lässt. Dazu werden beide Spanplatten flächig mit lösemittelfreiem UHU HOLZ expressleim eingestrichen, wozu sich ein Zahnspachtel empfiehlt. Während der Leim abbindet, sorgen Lux-Schraub- und Klemmzwingen für den notwendigen Pressdruck.

Der Rohbau der Burg entsteht dadurch, dass die linke Burgseite (119,0 x 77,0 cm) auf die Kante der Burgrückwand (145,0 x 116,0 cm) geleimt wird. Hier müssen Holzschrauben der Größe 3,5 x 40 mm laut Bauanleitung eingesetzt werden. Von der Unterkante 26 cm entfernt, wird in den so entstandenen Winkel der aufgedoppelte Burgboden eingesetzt. Er muß der Stabilität wegen wieder geleimt und zusätzlich noch mit Schrauben gesichert werden.

Im Inneren der Burg befindet sich ein Schrankfach, das später von der Vorderseite her zu erreichen sein wird. Es lässt sich einfach aus einem Schrankfach-Deckel (43,6 x 73,8 cm) und einer Schrankseite (42,8 x 73,8 cm) zusammensetzen und in den linken, unteren Winkel des Burg-Inneren einbauen. Nach der gleichen Vorgehensweise können auch die beiden Trittstufen zusammengesetzt werden, wobei jedoch die oberste Stufe klappbar geplant ist, um den so entstandenen Hohlraum nutzbar zu machen. Das Treppen-Bauelement kann nun ebenfalls unter Zugabe von lösemittelfreiem UHU HOLZ expressleim und Schrauben rechts am Schrankfach befestigt werden.

Mit einer Bosch-Stichsäge und dem entsprechden Holzsägeblatt lassen sich die Zinnen-Formen exakt zuschneiden. Auch die Fenster-Ausschnitte in den beiden Front-Platten können mit der Stichsäge ausgeformt werden. Dabei ist dabei eine hochtourig laufende Bosch-Stichsäge nützlich, weil so die Schnittlinie direkt von oben in die Spanplatten eingeführt werden kann. Die zwei auf diese Weise vorbereiteten Platten der Burgfront werden so mit lösemittelfreiem UHU HOLZ expressleim verbunden, dass das linke und kleinere Teil nach oben drei Zentimeter übersteht. Das ist notwendig, um auf dem Überstand später die Zinnen vorn und seitlich links aufleimen zu können. Das Schrankfach wird später von der 43,3 x 45,7 cm großen Tür verschlossen.

Die gesamte Frontplatte läßt sich nun aufsetzen. Sie wird mit UHU HOLZ expressleim verleimt und in die Eckverbindungen hinein noch mit Schrauben fixiert. Lux-Schraub- und Klemmzwingen fixieren die Einzelteile so lange, bis der UHU-Leim abgebunden hat.

Zwischenzeitlich kann aus der rechten Burg-Seitenwand (116,0 x 77,0 cm) die Türöffnung geschnitten werden. Wer hier exakt arbeitet, verwendet den Ausschnitt gleich als Türblatt. Befestigt wird die Tür mit Hilfe von vier Holzscharnierteilen, die sich leicht aus Reststücken der Bettleisten herstellen lassen. Sie werden an einem Ende abgerundet, und in ihrem Mittelpunkt sitzt ein 10 mm-Loch. In ein Scharnierteil wird der Dübel eingeleimt, während in dem Gegenstück der Dübel sich drehen kann. So entsteht quasi eine hölzerne Tür-Angel. Von der Rundung aus sind die Einzelteile der Tür-Angel zudem abgeschrägt, damit sie optisch nicht zu schwer wirken. Sie werden allesamt so auf die Burgseitenwand und das Türblatt geleimt, dass der Dübel genau mittig über der Fuge sitzt. Das fünfte Tür-Angel-Element dient als Griff, in den ein Einbohrschnäpper eingesetzt werden kann. Es wird ebenfalls mit lösemittelfreiem UHU HOLZ expressleim nach Bauanleitung aufgeleimt. Die rechte Burg-Seitenwand kann mit dem Burg-Korpus verleimt und verschraubt werden.

Bevor alle Schraubenköpfe versenkt, verschliffen und verspachtelt werden können, müssen zuvor noch die „Turm-Zinnen“ angesetzt werden. Während der Spachtel trocknet, ist es möglich, alle Ecken und Kanten der Spanplatte kinderfreundlich mit einer Holzfeile und Handschleifpapier abzurunden.

Um die herausziehbare Kinderbett-Fläche herzustellen, werden die vier Bettkastenseiten stumpf miteinander verleimt. Es ist jedoch wichtig, dass hier exakte rechte Winkel entstehen, so dass es sich empfiehlt, zuvor verdeckte Holzdübel einzuarbeiten. Die 10 mm-Holzdübel können mit UHU HOLZ expressleim eingeleimt werden. Lux-Schraub- und Klemmzwingen pressen die vier Einzelteile zusammen. Ebenfalls mit Leim können nun auch die zwei Bettkastenleisten längs angesetzt werden. Sie werden jedoch an den Unterkanten der Seitenwände zusätzlich noch mit Holzschrauben befestigt. Unter die gesamte Konstruktion lassen sich jetzt auch die beiden an den Enden abgeschrägten Hartholzleisten leimen, die als Kufen dienen. Rollen sind unter der Bettfläche vom Kinderbett nicht empfehlenswert, weil gerade Betten einen sicheren Stand haben müssen.

Als Lattenrost dienen zwölf Bettkastenleisten quer, die mit UHU HOLZ expressleim nach Bauanleitung in die Bett-Konstruktion eingeleimt werden. Jetzt fehlen noch Bohrungen, um die beiden Bettgriffe anschrauben zu können. Sie lassen sich bequem mit einer Bosch-Bohrmaschine einarbeiten.

Die Spielburg kann mit Capamix-Acryl-Seidenglanzlacken farbig besonders attraktiv gestaltet werden. Es gibt sie in vielen leuchtenden Farbtönen fix und fertig ausgemischt, und das sogar in Kleingebinden von 375 ml, so dass einer mehrfarbigen Lackierung nichts im Wege steht. Die Capamix-Acryl-Seidenglanzlacke besitzen keine Tendenz zum Vergilben und Verspröden.

Sind die Lackoberflächen trocken, können die Scharniere sowie die Schnäpper montiert werden.


Version mit Rutschbahn

Aus den Fensterausschnitten der Burg läßt sich eine Lehre mit zwei bis drei Bögen zuschneiden, die einen Radius von 25 cm hat. Auf eine Grundplatte von 32 x 27 cm können die Bögen geleimt, genagelt oder geschraubt werden. Diese Lehre soll dazu dienen, die fünf Sperrholzbrettchen zu einem Bogen zu biegen, der als Endstück der Rutschbahn verwendet wird.

Lösemittelfreier UHU HOLZ expressleim wird dazu auf alle Flächen der fünf Sperrholzbrettchen flächig mit einem Zahnspachtel aufgetragen. Lux-Schraub- und Klemmzwingen arretieren das „Päckchen“ auf der Lehre, bis der Leim getrocknet ist. Erst dann sollte man die gebogenen Brettchen lösen, um sie auf die erforderliche Länge zu kürzen.

Die Enden der Rutschenseiten müssen um 45° abgeschrägt und gemäß der Bauanleitung unten abgerundet werden. Auch die oberen Griffkanten der Rutschenseiten sollen rund ausgearbeitet werden. Das geht am einfachsten mit einer Bosch-Oberfräse, in die ein Viertelstabfräser mit Anlaufring eingespannt ist.

Am oberen Ende des Rutschenbodens (153 cm lang) wird eine Leiste angeleimt, die bereits zuvor mit einem 45°-Winkel versehen worden ist. Das gleiche Winkelmaß muss auch an den beiden Stützenteilen angearbeitet werden, die im unteren Bereich untergeleimt werden sollen.

Den so bearbeitete Boden auf eine Rutschenseite an der unteren Kante winklig aufleimen und mit Zwingen verpressen. Gleichzeitig das gebogene Element mit Boden und Seite verbinden. Nach dem Trocknen des Holzleims die zweite Rutschenseite aufleimen und verpressen. Danach durch die Rutschenseiten in den Boden schrauben oder Dübel einbohren.

Um der Verbindung von Rutschenboden und dem gebogenen Rutschen-Ende ausreichend Stabilität zu geben, werden die beiden bereits abgeschrägten Stütz-Elemente nach Bauanleitung exakt unter die Fuge geleimt.

Wer die Rutschbahn nachträglich anbaut, nimmt zunächst die hintere sowie die Querzinne links ab. Derjenige, der die Rutschbahn sofort mitgebaut hat, hätte die beiden Teile erst gar nicht angesetzt.

Die Rutsche zunächst mit Zwingen dort hinter der Burgrückwand befestigen, wo sie später festgeschraubt sein wird. Jetzt die hintere Stützwand, die oben keine Ausnehmungen hat, mit der hinteren Rutschenseite verdübeln - die 8 mm-Dübel sind gestrichelt eingezeichnet - und zusammenleimen. Den oberen Rutschenboden an die Massivholzleiste des jetzt schrägliegenden Rutschenbodens leimen. Der Boden steht zur Burg hin 16 mm über, so dass er auf der Burgrückwand aufliegen kann.

Die vordere Rutschenseite liegt hinter der rechten, erhalten gebliebenen Querzinne und wird jetzt mit dieser laut Bauanleitung verleimt und verschraubt. Die vordere Zinne bleibt ebenfalls erhalten. Was jetzt noch fehlt, ist die neue Querzinne links (110,8 cm lang), die ebenfalls angeleimt und mit Schrauben befestigt wird, sowie ein Abstandhalter zwischen Rückwand und Stützwand.

Die Rutschbahn selbst besteht aus weiß beschichteten Spanplatten, die nicht lackiert werden. Um die Seiten in Farbe zu setzen, wird deshalb an den Verbindungsstellen mit tesakrepp abgeklebt.


diese Bauanleitung wurde bereitgestellt von UHU


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