Bauanleitung für eine Lounge-Leuchte

Dieser coole Kasten ist die perfekte Leuchte für eine loungige Atmosphäre. Und die wirkt umso besser, wenn Sie gleich mehrere bauen und in einer Reihe an der Wand installieren. Eine Leuchtstoffröhre schickt mit wenig Strom und Wärmeentwicklung angenehm indirektes Licht durch die Milchglasscheibe zwischen den edel gebeizten Frontblenden.

Lassen Sie den Zuschnitt am besten gleich beim Händler oder Schreiner erledigen.

Projektdetails

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene Dauer: 1 - 1 1/2 Tage
Verwendungsort: sonst. Preis: 50 - 100 €
Verwendungszweck: - Konstruktionsplan als PDF

Was Sie benötigen

Bearbeitungshinweise:

Die folgende Bauanleitung ist auf Buche-Leimholzplatte (Front) und mitteldichte Faserplatte (MDF; Halterung) in 19 mm Stärke ausgelegt. Sollten Sie andere Materialien oder Stärken verwenden, passen Sie die Stückliste einfach entsprechend an.

Die Leuchte besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus einer MDF Halterung in Form eines breiten U mit einer langen Rückwand und zwei kurzen Seiten. Zum anderen aus einer Frontblende aus zwei Buche-Leimholzwinkeln, die mit einer Acryl-Milchglasscheibe verbunden sind. Jeder Winkel besteht aus der Kopf-/Bodenplatte, die zur Belüftung mit Löchern versehen ist, und einem Frontpaneel.

Damit in den nussbaumfarbenen Frontpaneelen keine Schraubenlöcher zu sehen sind, haben wir den Winkel aus Paneel und Kopf-/Bodenplatte mit Holzdübeln verleimt.

Die Leuchtstoffröhre sitzt auf der Bodenplatte, verdeckt hinter dem unteren Frontpaneel. Ihr Licht wird von der weißen Rückwand gleichmäßig gegen die Acryl-Milchglasscheibe reflektiert. Die Stromzufuhr erfolgt durch die Rückwand über einen hinter der Leuchte liegenden Strom-Wandauslass.

Materialliste

Pos. Stk. Bezeichnung Länge (mm) Breite (mm) Stärke (mm) Material
Holz-Zuschnitte etc.
1 1 Rückwand 1200 262 19 MDF
2 2 Rückwandseiten 262 38 19 MDF
3 2 Front 1200 100 19 Leimholz Buche
4 2 Kopf- und Bodenplatten 1200 61 19 Leimholz Buche
5 1 Acrylglas 1200 262 4
6 ca. 10 Holzdübel Ø 8 mm
7 ca. 10 Linsenkopfschrauben 4 x 17 mm mit Unterlegscheiben
8 ca. 50 Senkkopfschrauben 4 x 35 mm
9 2 Schrauben mit passenden Dübeln zur Wandbefestigung
10 1 Leuchtstoffröhre mit Fassung, ca. 900 – 1100 mm
11 ca. 0,3 l Beize (nussbaumfarben)
12 ca. 0,3 l Klarlack + 10 % Wasser- oder Nitroverdünnung

Benötigte Werkzeuge:

Werkzeugliste

Ausstattung Werkzeug /Maschine Verwendung Details
Elektrowerkzeuge, Werkzeugmaschinen und Zubehör dazu
optional Handkreissäge Holzzuschnitt im Shop ansehen
minimal Stichsäge Holzzuschnitt im Shop ansehen
minimal Schleifer Oberflächen schleifen im Shop ansehen
minimal Bohrmaschine Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal Akkuschrauber Montage im Shop ansehen
optional Feinsprühsystem Oberflächenbehandlung im Shop ansehen
minimal Holz- & Metallbohrer Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal Senker Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal 20 mm Forstnerbohrer Bohrungen / Montage im Shop ansehen
Handwerkzeuge, Meßgeräte, Hilfsmittel und Zubehör
minimal Holzleim Verkleben der Einzelteile im Shop ansehen
minimal 68 mm Lochsäge Kabeldurchlass
im Shop ansehen
minimal Abdeckfolie Oberflächenbehandlung
optional Pinsel Oberflächenbehalndlung im Shop ansehen
minimal weicher Bleistift, Filzstift, Lineal messen / markieren
minimal Schleifpapier Körnungen 240, 180 und 150 Holzoberflächen schleifen im Shop ansehen
optional Arbeitsböcke Montage im Shop ansehen

Die Arbeitsschritte zum Bau der Lounge-Leuchte

1. Schritt - Teile beschriften
Da Sie die Platten einzeln und nacheinander bearbeiten, müssen Sie jede eindeutig beschriften. So können Sie diese nach dem Lackieren, Beizen, Vorbohren und zur Montage wieder richtig zusammenstellen.
2. Schritt - Rückwand vorbohren

Markieren Sie zunächst die Bohrpositionen auf der Vorderseite der Rückwand.

Stellen Sie dazu die Seiten so auf die Rückwand, wie sie später verschraubt werden. Markieren Sie die Kanten der Seiten auf der Innenfläche der Rückwand.

Zeichnen Sie nun die Positionen der zwei Bohrlöcher eine halbe Plattenstärke (=9,5 mm) von den Außenkanten und etwa 30 bis 40 mm von den Längsseiten entfernt ein. Bohren Sie die Löcher mit einem 4,5-mm-Holzbohrer vor und senken Sie diese auf der Rückseite so tief an, dass die Schraubenköpfe nicht mehr hervorstehen.

3. Schritt - Rückwand und Seiten verschrauben

Spannen Sie die Seiten in ihrer exakten Position mit je zwei Schraubzwingen auf die Rückwand. Damit das MDF beim Verschrauben nicht reißt, bohren Sie die Schraubenlöcher auch in den Seiten vor. Bohren Sie durch die Löcher der Rückwand die Kanten der Seiten mit dem 3,5-mm-Holzbohrer. Nun können Sie Rückwand und Seiten mit dem Akkuschrauber und den Holzschrauben 4 x 35 mm zur Unterkonstruktion verbinden.

Tipp zum Verschrauben zweier Holzteile:
Bohren Sie das Teil, durch das zuerst geschraubt wird, stets 0,5 bis 1 mm größer als der Schraubendurchmesser vor; das Loch sollte für den Schraubenkopf so tief angesenkt werden, dass dieser darin ganz verschwindet. Das Teil, in das als zweites gebohrt wird, bohren Sie stets 1 mm kleiner vor als der Schraubendurchmesser. So kann das Schraubengewinde noch gut greifen.

4. Schritt - Dübellöcher bohren

Bei unserer Leuchtenlänge von 1200 mm sind vier bis fünf Dübellöcher sinnvoll. Für die Eckverbindung empfehlen wir Ihnen eine Dübelschablone, sogenannte Dübelfixe oder Markierungsspitzen, so genannte Dübelfixe oder Markierungsspitzen. Allein mit Messen und Anzeichnen lassen sich die Dübellöcher nicht so genau positionieren, dass sie später exakt übereinander liegen!

Bohren Sie mit der Bohrmaschine und einem 8-mm-Holzbohrer in die Stirnkanten der Kopf- und der Bodenplatte je fünf Dübellöcher, deren Positionen Sie mit Dübelfixen auf die Rückseiten der Frontplatten übertragen. Ein Dübelfix ist ein Metallstift mit einer Markierungsspitze. Sie stecken ihn in die Bohrungen der Stirnseite, deren Positionen Sie übertragen möchten. Dazu drücken sie das vorgebohrte Werkstück exakt kantenbündig an seiner Position auf die Fläche des Gegenstücks.

5. Schritt - Lüftungslöcher bohren

Auch Leuchtstoffröhren entwickeln Wärme. Daher sollten Sie in die Kopf-/Bodenplatten je fünf Löcher von 20 mm Durchmesser bohren. Zeichnen Sie die Lochpositionen mittig auf den Platten ein. Spannen Sie dabei die Platten auf ein Reststück oder auf Kanthölzer, damit die Arbeitsfläche nicht beschädigt wird, wenn der Forstnerbohrer unten austritt.

6. Schritt - Winkel der Frontblende verleimen

Geben Sie Leim in die Dübellöcher und auf die Leimflächen der Kopf-/Bodenplatten und stecken Sie die Holzdübel ein. Nachdem Sie auch etwas Leim in die Löcher der Frontblende gegeben haben, stecken Sie beides zusammen. Pressen Sie die Verbindungen mit Zwingen zusammen bis der Leim trocken ist. Beachten Sie hierfür die Angaben des Herstellers.

Verwenden Sie beim Pressen Zulagen aus Restholz, um den Druck zu verteilen und hässliche Druckspuren auf den Werkstücken zu vermeiden. Entfernen Sie austretenden Leim immer sofort mit einem feuchten Lappen.

7. Schritt - Kabelauslass und Wandbefestigungslöcher bohren

Der Normdurchmesser für eine Steckdosenbohrung beträgt 68 mm. Da wir bei unserer Konstruktion davon ausgehen, dass die Leuchte direkt auf einem Strom-Wandauslass sitzt, haben wir mit Bohrmaschine und Lochsäge eine Öffnung entsprechender Größe in die Rückwand gebohrt.

Bei dieser Gelegenheit sollten Sie ebenfalls zwei Löcher zur Wandmontage in das obere Drittel der Rückwand bohren. Benutzen Sie dazu einen 6-mm-Holzbohrer und senken Sie die Löcher an.

Spannen Sie die Rückwand zum Bohren auf zwei Kanthölzer oder eine Restplatte, damit die Arbeitsfläche nicht beschädigt wird, wenn Lochsäge oder Holzbohrer unten austreten.

8. Schritt - Holzoberflächen schleifen

Brechen Sie zunächst die Vorderkanten der Frontblenden, indem Sie sie mit 150er oder 180er Schleifpapier im 45°-Winkel bearbeiten, so dass eine kleine Fase entsteht. Die Sichtflächen schleifen Sie mit Ihrem Schleifer stets in Richtung der Holzmaserung zunächst mit gröberem (150er, 180er), dann mit feinerem (bis 240er) Schleifpapier.

Danach werden die Flächen mit einem Schwamm gewässert, also nebelfeucht abgerieben. Beim Trocknen stellen sich vereinzelt lose Holzfasern auf, die Sie dann mit 180er Schleifpapier sachte entfernen. Danach ist das Holz bereit zur Oberflächenbehandlung. Tipp: Achten Sie darauf, dass das Schleifpapier nicht zu stumpf ist, damit die Holzfasern abgeschnitten und nicht nur angedrückt werden.

9. Schritt - Oberflächen beizen

Als Beizen bezeichnet man das Färben von Holz. Beize können Sie mit einem Beizepinsel oder mit der Spritzpistole aufgetragen. Beachten Sie dabei die Angaben des Herstellers. Achtung: Das Holz hat nach dem Auftrag der Beize noch keinen Oberflächenschutz – den erhält es erst durch Lackieren.

Zum Beizen mit der Spritzpistole decken Sie Ihre Arbeitsfläche sorgfältig mit Folie oder alten Zeitungen ab. Wir empfehlen auch mit Mundschutz, Schutzbrille und Handschuhen in einem gut belüfteten Raum zu arbeiten. Legen Sie den jeweils zu bearbeitenden Winkel auf zwei Kanthölzer oder Böcke, so dass er quasi „schwebt“. Auf einem Probestück können Sie das Beizen auch einfach einmal ausprobieren.

Sprühen Sie die Beize in gleichmäßigen, parallel verlaufenden und etwa vier Zentimeter überlappenden Bahnen auf, bis die Sichtseite des Winkels gleichmäßig gefärbt ist. Dazu müssen Sie die Position des Winkels während des Beizens leicht verändern, damit auch die Kanten genug Farbe abbekommen. Legen Sie die Teile vorsichtig beiseite, bis die Flächen vollständig getrocknet sind.

Auch dabei können sich – wie schon beim Wässern – nochmals Holzfasern aufstellen, die Sie nach Trocknen des Lacks in Maserungsrichtung mit 220er oder 240 Schleifpapier sachte entfernen.

Tipp zum Beizen:
Arbeiten Sie auf senkrechten Flächen mit dem Pinsel stets von unten nach oben. Da Beize dünnflüssig ist und die Holzoberfläche stark saugt, kann sie sonst nach unten laufen und sogenannte Nasen bilden, die sich nicht mehr überstreichen lassen und damit sichtbar bleiben.

10. Schritt - Frontwinkel lackieren

Lacke sind in vielen Varianten und Preislagen erhältlich. Ausschlaggebend für die Auswahl sind Verarbeitbarkeit, Ihre technische Ausstattung daheim und der Anspruch an die Qualität sowie Haltbarkeit der Oberfläche. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Decken Sie auch beim Lackieren die Arbeitsfläche sorgfältig ab und arbeiten Sie mit Mundschutz, Schutzbrille und Handschuhen.

Die nussbaumfarben gebeizten Frontwinkel werden mit einem hochwertigen, aus zwei Komponenten bestehenden Polyurethanlack behandelt, der mit der Spritzpistole aufgetragen wird. Dazu mischen Sie Klarlack und Härter nach Herstellerangaben und füllen die Mischung in die Spritzpistole. Dann stellen Sie am besten an einer Versuchsplatte den Sprühstrahl an der Düse und die Lackmenge am Stellrad ein. Stellen Sie, je nach Sprührichtung, den Sprühstrahl bei Flächen horizontal bzw. vertikal und bei kanten kegelförmig ein.

Tragen Sie nun die erste Lackschicht dünn auf. Beginnen Sie mit den Kanten (dazu den Winkel wieder leicht anheben). Danach lackieren Sie die Flächen in gleichmäßigen, parallel verlaufenden Bahnen.

Nach einem Zwischenschliff mit 240er Schleifpapier verwenden Sie für die zweite Lackschicht den gleichen Klarlack wie bei der Grundierung. Diesmal können Sie den Lack etwas satter auftragen. Beginnen Sie wieder mit den Kanten und widmen sich dann den Flächen in gleichmäßigen, parallel verlaufenden Bahnen.

11. Schritt - Acrylglas mit Frontwinkel zur Frontblende verschrauben

Bohren Sie die zugeschnittene Acryl-Milchglasplatte mit dem 4,5-mm- Stahlbohrer oben und unten an jeweils fünf Verschraubungspunkten vor.

Legen Sie dann die beiden Frontwinkel auf ihre Vorderseiten, richten Sie die Acrylglasscheibe darin aus und verschrauben Sie diese mit Linsenkopfschrauben 4 x 17 mm. Um eine größere Druckverteilung zu erreichen, verwenden Sie Unterlegscheiben.

12. Schritt - Leuchtstoffröhre installieren

Montieren Sie mit Senkkopfschrauben 4 x 35 mm die Leuchtstoffröhre auf die Rückwand.

13. Schritt - Unterkonstruktion an Wand montieren und Frontblende aufschrauben

Dübeln Sie die Unterkonstruktion an Ihre Wunschwand. Markieren Sie dazu die Bohrlöcher analog zur Position der Rückwandlöcher an der Wand. Stellen Sie mit Hilfe eines Leitungssuchers sicher, dass an den gewünschten Stellen weder Strom- noch Wasserleitungen verlaufen.

Bohren Sie die Löcher – je nach Wandbeschaffenheit mit Bohrmaschine oder Bohrhammer und 6-mm-Stein-/Betonbohrer – in die Wand, saugen Sie den Staub heraus und stecken die Dübel ein. Nun drehen Sie die zur Aufhängung passenden Schrauben mit dem Akkuschrauber ein.

Zu guter Letzt schieben Sie die Frontblende auf die Unterkonstruktion und fixieren sie dort von oben mit zwei Senkkopfschrauben 4 x 35 mm. Beachten Sie auch dabei wieder unseren Tipp zum Verschrauben zweier Holzteile.



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uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von bosch-do-it.de.

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