Seifenkiste für kleine Rennfahrer

Keine PS, aber dafür umso mehr Leidenschaft: Die Seifenkiste lässt die Herzen kleiner Rennfahrer höher schlagen.
Es ist zwar „nur“ eine Seifenkiste, aber dafür ist sie mit einigen technischen Raffinessen ausgestattet. Anfänger sollten für dieses Projekt zwei Tage einplanen, Könner schaffen es in einem. Die Kosten liegen bei 200 bis 300 Euro.


Anleitung als Video

Projektdetails

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene Dauer: ca. 2 Tage
Verwendungsort: Kinderzimmer / sonst. Preis: 200 bis 300 €
Verwendungszweck: Spielzeug Konstruktionsplan als PDF

Was Sie benötigen

Bearbeitungshinweise:

Die folgende Bauanleitung ist auf Birke-Multiplexplatten in 18 mm, 24 mm und 9 mm Stärke ausgelegt. Lassen Sie sich die benötigten Platten im Baumarkt oder bei Ihrem Tischler zuschneiden. Wenn Sie andere Materialien oder Stärken verwenden, passen Sie die Stückliste entsprechend an.

Seilzüge sorgen dafür, dass sich die Seifenkiste auch lenken und bremsen lässt. Dafür muss die Vorderachse natürlich beweglich montiert werden. Und auch die Bremsstangen müssen beweglich sein.

Materialliste

Pos. Stk. Bezeichnung Länge (mm) Breite (mm) Stärke (mm) Material
Holz-Zuschnitte etc.
1 1 Bodenplatte 1350 350 18 Birke-Multiplex
2 2 Rahmen längs 1350 100 24 Birke-Multiplex
3 2 Rahmen quer 302 100 24 Birke-Multiplex
4 2 Seitenteile 1386 396 9 Birke-Multiplex
5 1 Heck 1 350 150 18 Birke-Multiplex
6 1 Heck 2 350 257 18 Birke-Multiplex
7 1 Spoiler 400 125 18 Birke-Multiplex
8 1 Kühler 350 150 18 Birke-Multiplex
9 1 Motorhaube 630 370 9 Birke-Multiplex
10 2 Lenkaufbau, Seiten 378 200 24 Birke-Multiplex
11 2 Lenkaufbau quer 302 80 24 Birke-Multiplex
12 2 Lenkaufbau, Verbindungslaschen 200 200 9 Birke-Multiplex
13 2 Sitzrahmen 300 356 24 Birke-Multiplex
14 1 Sitzplatte 300 250 18 Birke-Multiplex
15 1 Sitzlehne 400 300 18 Birke-Multiplex
16 1 Lenkrad 205 205 18 Birke-Multiplex
17 1 Lenkrad-Befestigung 65 65 24 Birke-Multiplex
18 2 Auflagenleisten für Radachsen 500 100 18 Birke-Multiplex
19 4 Distanzleisten für Radachsen 500 35 21 Birke-Multiplex
20 2 Befestigungsleisten für Radachse 500 95 18 Birke-Multiplex
21 1 Leiste für Lenkanschlag 200 35 21 Birke-Multiplex
22 2 Befestigungsleisten für Ringmuttern 200 35 21 Birke-Multiplex
23 2 Auflagenleisten für Bremsstangen 150 100 18 Birke-Multiplex
24 4 Distanzleisten für Bremsstangen 150 35 21 Birke-Multiplex
25 2 Befestigungsleisten für Bremsstangen 150 95 18 Birke-Multiplex
26 2 Seiten Bremspedal 150 150 24 Birke-Multiplex
27 1 Bremspedal 230 100 24 Birke-Multiplex
28 2 Stoßstangen 430 40 24
29 2 Metallstangen für Radachsen 700 8
30 1 Metallstange für Lenkachse 380 8
31 4 Räder 75
32 10 Stellringe
33 2 Metallstangen für Bremse 320 8
34 2 Gummi für Bremse 70
35 1 Gummi für Lenkung 100
36 2 Gleitschicht für Lenkung 100 Plexiglas
37 1 Schraube Lenkachse 10 x 60 mm 250 50 4
38 3 Unterlegscheiben Lenkachse 60 10 10
39 2 Muttern Lenkachse 40 3 6
40 10 Ringmuttern M6 9
41 6 Schlossschrauben M6 x 50 mm 50 6 10
42 4 Schlossschrauben M6 x 40 mm 40 6 10
43 1 Drahtseil für Lenkung 3 2020
44 2 Drahtseile für Bremse 3 610
45 3 Spannschlösser M6 200 6
46 12 Drahtseilklemmen 6
47 2 Rückholfedern 6 10
48 2 Schrauben SS 08/90 90 8 8
49 4 Muttern M8 8 8 8
50 2 Unterlegscheiben 40 8 6
51 2 Distanzringe für Rückholfeder 40 8 6
52 3 Karabiner 40 8 6

Benötigte Werkzeuge:

Werkzeugliste

Ausstattung Werkzeug /Maschine Verwendung Details
Elektrowerkzeuge, Werkzeugmaschinen und Zubehör dazu
minimal Handkreissäge Holzzuschnitt im Shop ansehen
minimal Stichsäge Holzzuschnitt im Shop ansehen
minimal Multischleifer Oberflächen schleifen im Shop ansehen
minimal Akkubohrschrauber Montage im Shop ansehen
optional Oberfräse Lenkrad ausfräsen im Shop ansehen
optional Feinsprühsystem Oberflächenbehandlung im Shop ansehen
Handwerkzeuge, Meßgeräte, Hilfsmittel und Zubehör
minimal 10 und 30 mm Bohrer Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal Gabelschlüssel Verschrauben einzelner Elemente im Shop ansehen
minimal Senker Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal Kleiner Schlitzschraubendreher Befestigung von Schrauben im Shop ansehen
minimal Flachrundzange (Telefonzange) im Shop ansehen
minimal Schnur und Bleistift oder Zirkel bis 200 mm Durchmesser im Shop ansehen
minimal Schleifpapier, Körnung 120 & 240 Oberflächenbehandlung im Shop ansehen
minimal Abdeckfolie oder alte Zeitungen Oberflächenbehandlung

Die Arbeitsschritte zum Bau der Seifenkiste

1. Schritt - Bodenwanne aus Bodenplatte und Rahmenleisten zusammenbauen
Zuerst bereiten Sie die Bodenplatte vor. Achten Sie dabei auf die Maßangaben der Konstruktionszeichnung. Zeichnen Sie mit dem Bleistift die Ausschnitte für die Seilzüge ein und sägen Sie diese anschließend mit der Stichsäge aus. Bohren Sie vor dem Sägen die vier Ecken mit dem 10-mm-Bohrer vor. So kommen Sie mit dem Sägeblatt gut um die Ecken.

Jetzt zeichnen Sie die Löcher ein, wo später die Bremsstangen und die Lenkachse befestigt werden sollen. Die beiden Löcher für die Bremsstangen benötigen auf der späteren Innenseite der Bodenplatte jeweils eine Vertiefung für die Schraubenköpfe. Bohren Sie daher zunächst mit dem 30-mm-Forstnerbohrer an den entsprechenden Stellen 5 mm tief in die Platte. Danach bohren Sie an gleicher Stelle zwei Löcher mit 8 mm Durchmesser für die Bremsstangen sowie vorne mittig ein Loch mit 10 mm für die Lenkachse.

Nachdem Sie die Position der Hinterachse auf der Unterseite der Bodenplatte eingezeichnet haben, montieren Sie die Längs- und Querrahmen mit der Bodenplatte zu einer Wanne. Dazu bohren Sie die Bodenplatte mit 4 mm Durchmesser vor und verschrauben die Bodenwanne mit 18 Holz-Senkkopfschrauben (3,5 x 50 mm).

So sägen Sie spielend die Kurve

Sie bauen eine Seifenkiste und müssen das Lenkrad in Form sägen. Oder Sie möchten in eine Holzkiste Aussparungen sägen, damit sie sich besser tragen lässt. Für solche und ähnliche Arbeiten, bei denen Sie um die Kurve sägen müssen, greifen Sie am besten zur Stichsäge.

Vorgehen:

Damit beim Sägen von Kurven alles rund läuft, folgen Sie einfach diesen Ratschlägen:

Legen Sie ein Kurvensägeblatt in Ihre Stichsäge ein. Achten Sie bei der Auswahl des Sägeblatts auch auf die Beschaffenheit des Werkstücks – handelt es sich zum Beispiel um hartes Holz oder um Sperrholz, um ein Brett oder um eine Platte.

Zeichnen Sie die Schnittlinie exakt mit Bleistift, Zirkel und Lineal auf Ihrem Werkstück ein. Falls Sie eine Aussparung sägen, bohren Sie ein Loch, das die eingezeichnete Linie berührt und das groß genug ist, um das Sägeblatt Ihrer Stichsäge einführen und wenden zu können.

Kurven mit sehr kleinem Radius bohren Sie am besten mit einem Bohrer des entsprechenden Durchmessers vor. Sägen Sie nun mit der Stichsäge bis an den Rand des Lochs und von dort aus weiter immer entlang der vorher eingezeichneten Linie.

Achten Sie auf die richtige Führung der Säge. Je mehr Ihre Hand über dem Sägeblatt liegt, desto präziser und leichter können Sie Kurven und Geraden sägen.

2. Schritt - Unterseite Wanne

Schrauben Sie nun die Leiste für den Lenkanschlag gemäß der Konstruktionszeichnung mit 3,5-x-30-mm-Schrauben auf der Unterseite der Bodenplatte an.

Damit die Lenkachse besser gleitet, befestigen Sie dort außerdem zwei Acrylglasplatten als Gleitschicht. Achten Sie dabei darauf, dass die Köpfe der Senkkopfschrauben (3,5 x 35 mm) komplett in den Platten verschwinden.

Bohren Sie die beiden Befestigungsleisten mit dem 6-mm-Bohrer vor und montieren Sie je eine Ringmutter mit einer Schlossschraube (6 x 50 mm) an beiden Leisten. Durch die Ringmuttern führen später die Seilzüge für die Lenkung und die Bremsen. Jetzt montieren Sie die Befestigungsleisten mit Holzschrauben (3,5 x 30 mm) auf die Unterseite der Bodenplatte.

Tipp zum Verschrauben zweier Holzteile

Bohren Sie das Teil, durch das zuerst geschraubt wird, stets 0,5 bis 1 mm größer vor, als der Schraubendurchmesser ist; das Loch sollte für den Schraubenkopf so tief angesenkt werden, dass dieser ganz darin verschwindet. Das Teil, in das als Zweites gebohrt wird, sollten Sie hingegen stets 1 mm kleiner vorbohren, als der Schraubendurchmesser ist. So kann das Schraubengewinde noch gut greifen.

 

So haben Sie schnell den richtigen Dreh raus

Schraubverbindungen sind im Möbelbau eine schnelle und einfache Alternative zu Leimverbindungen. In Holz zu bohren ist allerdings anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick scheint. Hier erfahren Sie, worauf es beim Schrauben und Bohren in Holz ankommt.

Vorgehen:

So sorgen Sie für feste und schöne Schraubverbindungen:

1. Verwenden Sie einen Holzbohrer mit Zentrierspitze. Für normale Löcher von kleinem bis mittlerem Durchmesser können Sie einen Spiralbohrer benutzen. Für tiefe Bohrungen ab 8–10 mm Durchmesser empfiehlt sich ein Schlangenbohrer. Für flache Bohrungen bis 30 mm Durchmesser ist der Forstnerbohrer geeignet. Die Lochsäge ist ideal, um Durchgangslöcher ab 30 mm Durchmesser zu bohren.

2. Verwenden Sie immer Holzschrauben. Diese haben ein Gewinde mit großer Steigung und eine ausgeprägte Spitze. Der Schaft ist zylindrisch oder konisch.

3. (Akku-)Schrauber und (Akku-)Bohrschrauber sind zum Schrauben ideal. Bei nur gelegentlichem Bedarf kann auch auf Bohrmaschinen zurückgegriffen werden.

4. Achten Sie darauf, den exakt zur Schraube passenden Bit (Schraubereinsatz) in Ihr Werkzeug einzusetzen. Sonst kann es passieren, dass Sie beim Schrauben abrutschen. „Torx“-Schrauben bieten den besten Halt, „Kreuz“-Schrauben (Fachbegriff Pozidriv oder Philips) sind generell besser geeignet als Schlitz-Schrauben.

5. Das beste Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie längs zum Verlauf der Holzfasern bohren. Stellen Sie die Drehzahl richtig ein. Ist die Drehzahl zu gering, wird die Bohrung unsauber. Bei zu hoher Drehzahl besteht die Gefahr, dass das Werkstück überhitzt und Brandflecken entstehen. Setzen Sie den Bohrer sauber an.

6. Befestigen Sie das Werkstück mit Zwingen, damit es beim Bohren nicht verrutscht. Um Ihre Arbeitsplatte nicht zu beschädigen, legen Sie eine Resteplatte unter, in die Sie hineinbohren können. Dies verhindert zudem das Ausreißen von Fasern beim Durchbohren.

7. Um zwei Holzteile mit Schrauben zu verbinden, bohren Sie das Teil, durch das zuerst geschraubt wird, stets 0,5 bis 1 mm größer vor als der Schraubendurchmesser ist. Das Teil, in das hineingeschraubt wird, sollten Sie hingegen stets 1 mm kleiner vorbohren. So kann das Gewinde gut greifen.

8. Falls Sie Senkkopfschrauben benutzen, senken Sie das Bohrloch so tief an, dass der Schraubenkopf ganz darin verschwindet.
3. Schritt - Herstellung der Radachsen und Bremsstangen

Die Radachsen und die Lenkstangen bestehen aus jeweils vier Holzleisten, die eine Metallstange umgeben: einer Auflagenleiste, zwei Distanzleisten und einer Befestigungsleiste.

Damit man die Seifenkiste lenken kann, ist die vordere Achse natürlich beweglich. Sie wird später durch einen Seilzug gesteuert. Auch die beiden Bremsstangen werden beweglich angebracht. Die hintere Radachse dagegen ist starr.

Bohren Sie in die Distanzleiste der Vorderachse jeweils 35 mm von der Kante eingerückt zwei Löcher mit 6 mm Durchmesser. Darin befestigen Sie mit je einer Schlossschraube (6 x 50 mm) die beiden Ringmuttern für den Seilzug.

Damit Sie die Vorderachse später beweglich an die Bodenplatte montieren können, bohren Sie mittig in die Auflagenleiste ein Loch mit 10 mm Durchmesser für die Schlossschraube (10 x 60 mm). Der Kopf der Schlossschraube muss komplett darin verschwinden. Bohren Sie daher mit dem 30-mm-Forstnerbohrer eine ca. 5 mm tiefe Versenkung.

Vorder- und Hinterachse werden auf gleiche Weise zusammengebaut: Richten Sie die Metallstange mittig auf der Auflagenleiste aus und positionieren Sie die Distanzleisten ohne Abstand rechts und links davon. Dann legen Sie die Befestigungsleiste obenauf und schrauben Sie die Leisten von oben auf beiden Seiten zusammen (Vorbohren nicht vergessen). Damit die Metallstange nicht verrutschen kann, bohren Sie mittig durch das Holz bis in die Metallstange hinein ein Loch mit 4,5 mm Durchmesser. Anschließend drehen Sie eine Schraube (4 x 25 mm) als Arretierung hinein.

Die beiden Bremsstangen sind nach demselben Prinzip konstruiert wie die Radachsen. Da die Bremsstangen genau wie die Lenkachse beweglich sind, befestigen Sie auch hier wieder Ringmuttern für die Seilzüge und führen die Bohrungen für die spätere bewegliche Befestigung an der Bodenplatte mit der Schlossschraube (8 x 90 mm) durch. Vergessen Sie nicht, die beiden Metallstangen mit einer Schraube zu fixieren, damit sie nicht aus den Holzblöcken rutschen. Damit die Bremsen richtig gut wirken, wird jeweils ein Stück Gummischlauch über die Metallenden gestülpt.

Kleines Detail, große Wirkung

Möbel wirken oft gefälliger, wenn die Ecken und Kanten gebrochen, also im 45-Grad-Winkel geschliffen werden. Diese Aufgabe ist wie geschaffen für den handlichen und vielseitigen Multischleifer oder die Spezialisten für schwer zugängliche Stellen: Deltaschleifer und Varioschleifer.

Vorgehen:

So schleifen Sie Ecken, Kanten und Winkel ohne Mühe:

1. Zum Brechen von Holzkanten wählen Sie ein Schleifpapier mit Körnung 120 bis 180.

2. Schalten Sie das Schleifgerät ein, setzen Sie es im 45-Gradwinkel an und ziehen Sie es langsam über die Kante des Werkstücks.

3. Um in schwer zugänglichen Winkeln zu schleifen, sind Deltaschleifer und Varioschleifer ideal. Mit dem richtigen Aufsatz können Sie für diese Aufgabe auch den Multischleifer verwenden.

4. Schritt - Radachsen und Bremsstangen an der Bodenwanne montieren

Die Hinterachse schrauben Sie einfach von der Innenseite der Bodenwanne her mit 4 Schrauben (5 x 60 mm) an die Bodenplatte.

Zur Befestigung der Radachse und der Bremsstangen legen Sie die Bodenwanne mit dem Boden nach oben auf die Arbeitsplatte.

Jetzt wird die Lenkachse durch eine Schlossschraube beweglich mit der Bodenplatte verbunden. Stecken Sie die Schraube durch die Lenkachse, ziehen Sie die zwei Unterlegscheiben auf und führen Sie die Schraube durch das vorgebohrte Loch in der Bodenplatte. Auf der Innenseite der Bodenplatte ziehen Sie eine weitere Unterlegscheibe auf und befestigen die Schraube mit zwei Kontermuttern.

Die beiden Bremsstangen werden ähnlich wie die Lenkachse mit je einer Schlossschraube (8 x 90 mm), je einer Unterlegscheibe und zwei Kontermuttern auf der Unterseite beweglich verschraubt. Die Köpfe der Schlossschrauben werden dabei in den bereits gebohrten Vertiefungen in der Bodenplatte versenkt. So können Sie dort später problemlos den Sitz platzieren.

So läuft beim Schleifen alles glatt

Für Heimwerker gehört das Schleifen von Holzoberflächen zu den häufigsten Arbeiten. Zum Beispiel, um Unebenheiten und Farbreste zu entfernen oder um das Holz für weitergehende Oberflächenbehandlungen vorzubereiten.

Vorgehen:

Hier lesen Sie, wie Sie insbesondere gewölbten Flächen den richtigen Schliff verleihen.

1. Der Einsatz des richtigen Geräts entscheidet auch über das Arbeitsergebnis. Der Exzenterschleifer eignet sich aufgrund seiner runden Schleifplatte besonders gut für gewölbte Flächen.

2. Führen Sie das Schleifgerät langsam, und ohne Druck auszuüben, über die Holzoberfläche.

3. Bei Naturholz sollten Sie die Sichtflächen stets in Richtung der Holzmaserung schleifen. So erzielen Sie das beste Ergebnis.

4. Schleifen Sie zunächst mit gröberem (150er, 180er), dann mit feinerem (bis 240er) Schleifpapier. Wechseln Sie verbrauchtes Schleifpapier rechtzeitig aus.

5. Tragen Sie sicherheitshalber eine Schutzbrille.

5. Schritt - Lenkrad in Form sägen

Zeichnen Sie die Kontur des Lenkrads mit dem Zirkel auf der Platte ein: erst den äußeren Kreis mit 200 mm Durchmesser, dann den inneren mit 170 mm. Anschließend zeichnen Sie die Dreiecke für die Aussparungen ein.

Damit Sie diese gut mit der Stichsäge aussägen können, bohren Sie zuvor an den Innenecken Löcher mit 10 mm Durchmesser. Fixieren Sie die Platte dazu mit Zwingen auf einer Restplatte, in die Sie hineinbohren können. Bohren Sie außerdem vier Löcher vor (4 mm Durchmesser), durch die Sie später das Lenkrad mit der Lenkradbefestigung verschrauben.

Zum Aussägen der Aussparungen verwenden Sie am besten ein dünnes Kurvensägeblatt. Um anschließend die kreisrunde Kontur des Lenkrads zu sägen, stellen Sie den Radius an der Führungsschiene ein und fixieren diese als Zirkel mit einem Pin im Mittelpunkt.

Zuletzt noch alle Kanten brechen und glattschmirgeln. Alternativ können Sie auch eine Oberfräse benutzen, um das Lenkrad sauber auszufräsen und die Kanten mit einem 5-mm-Radiusfräser abzurunden.

6. Schritt - Lenkaufbau erstellen und Lenkrad befestigen

Zeichnen Sie die beiden Seitenteile des Lenkaufbaus gemäß Konstruktionszeichnung auf und sägen Sie diese mit der Stichsäge aus. Bohren Sie in beide Seitenteile seitlich versetzt je ein Loch mit 6 mm Durchmesser für die Befestigung der Ringmutter mit der Schlossschraube (6 x 40 mm) und bringen Sie diese an. Durch die Ringmuttern wird später das Lenkseil geführt.

In die Querleisten des Lenkaufbaus bohren Sie mittig je ein 20 mm großes Loch für die Lenkachse. Montieren Sie die Seitenteile und die Querleisten mit Schrauben (3,5 x 50 mm).

In die Lenkradbefestigung bohren Sie ebenfalls mittig ein Loch mit 20 mm Durchmesser. Für die Arretierung bohren Sie außerdem an einer Seite ein Loch mit 4 mm Durchmesser vor. Jetzt stecken Sie die Befestigung auf die Lenkstange auf, bohren mit dem 3-mm-Bohrer vor und arretieren die Lenkradbefestigung mit einer Schraube (3 x 60 mm). Danach schrauben Sie das Lenkrad mit vier Schrauben (3,5 x 40 mm) an die Befestigung.

Jetzt wird die Lenkstange in die entsprechenden Löcher des Lenkaufbaus eingeschoben und mit Stellringen und Madeschrauben justiert. Damit das Lenkseil später nicht rutscht, wird die Lenkstange mit einem aufgeschlitzten Stück Gummischlauch ummantelt.

7. Schritt - Bremspedal bauen

Längen Sie drei Aluminium-Rohre mit der Metallsäge und drei Dübelstangen mit der Handsäge von 320 mm Länge ab.

8. Schritt - Verkleidungen zuschneiden

Um die genaue Position des Lenkaufbaus zu bestimmen, sägen Sie vorab die Seitenteile in Form. Übertragen Sie die Kontur auf die Platten und sägen Sie diese mit der Stichsäge oder Handkreissäge aus. Die Innenradien sollten Sie zuvor jeweils mit 10 mm vorbohren, damit Sie das Sägeblatt gut drehen können.

Da Sie gerade dabei sind, können Sie auch gleich die weiteren Teile der Verkleidung zuschneiden. Mit der Motorhaube verfahren Sie dabei genauso wie mit den Seitenteilen.

Das zweite Heck stellt etwas höhere Anforderungen. Da es schräg ist, müssen oben und unten jeweils Gehrungsschnitte im 25-Grad-Winkel mit der Stichsäge oder der Kreissäge durchgeführt werden.

9. Schritt - Lenkaufbau und Bremspedale einbauen

Befestigen Sie den Seilzug für die Lenkung beim rechten Vorderrad mit einer Simplexklemme an der Ringmutter. Ziehen Sie das Seil durch die Ringmutter der rechten Bodenplatte und durch die Aussparung in der Bodenplatte hoch über die Ringmutter rechts am Lenkaufsatz zur Lenkachse.

Dort wickeln Sie das Seil dreimal um die Gummiummantelung und führen es weiter über die Ringmutter links am Lenkaufsatz hinunter zur linken Bodenplatte und dort wieder durch die Ringmutter Richtung linkes Vorderrad. Unter der Bodenplatte befestigen Sie mit einer weiteren Simplexklemme das Spannschloss. Das andere Ende des Spannschlosses verbinden Sie mit einem Karabiner mit der Ringmutter an der linken Seite der Vorderachse. Jetzt können Sie mit dem Spannschloss Spannung auf das Seil bringen.

Für die Bremse verläuft jeweils ein Seilzug von den Pedalseiten durch die Bodenöffnung und die Ringmutter zur Bremsstange. An den Ringmuttern des Bremspedals befestigen Sie die Seile mit Simplexklemmen. Hinten fügen Sie wiederum ein Spannschloss ein und befestigen es mit einem Karabiner an der Ringmutter der Bremsstange.

Damit sich die Bremse immer wieder löst, schrauben Sie von unten zwischen den Bremsstangen und der Hinterachse jeweils eine Rückholfeder mit Distanzringen und Unterlegscheiben an.

Wenn alles verbunden ist, drehen Sie das Spannschloss, um genügend Spannung auf das Bremsseil zu bringen.

10. Schritt - Seilzüge für die Lenkung und Bremse anbringen

Lackieren Sie zuerst die Innenflächen und Unterseiten: Legen Sie die Platte auf zwei Kanthölzer, so dass sie quasi „schwebt“. So lassen sich die Kanten später besser lackieren.

Stellen Sie an einer Versuchsplatte den Sprühstrahl an der Düse und die Farbmenge am Stellrad ein. Stellen Sie, je nach Sprührichtung, den Sprühstrahl bei Flächen horizontal bzw. vertikal und bei Kanten kegelförmig ein.

Sprühen Sie den Lack in gleichmäßigen, parallel verlaufenden und etwa vier Zentimeter überlappenden Bahnen auf. Legen Sie die Teile vorsichtig beiseite, bis die Flächen vollständig getrocknet sind.

Dann folgen Außenfläche, Oberseiten und Kanten. Beginnen Sie diesmal mit letzteren. Dazu müssen Sie die Pistole im richtigen Winkel halten, so dass zwar die Kanten mit Lack bedeckt werden, aber die (bereits lackierte) Innenfläche oder Unterseite trocken bleibt. Stellen Sie gleich anschließend die Düse der Spritzpistole um und arbeiten Sie ohne Pause auf der Außenfläche weiter.

11. Schritt - Verkleidungen anbringen

Jetzt fehlt noch die Karosserie der Seifenkiste. Schrauben Sie zuerst den Kühler und das erste Heck an. Dann befestigen Sie die Seitenteile. Jetzt können Sie die Motorhaube auf den Seitenteilen und dem Kühler montieren. Danach schrauben Sie das zweite Heck zwischen den Seitenteilen fest (jeweils mit 3,5-x-30-mm-Schrauben). Zuletzt montieren Sie noch den Spoiler und die Stoßstangen mit Schrauben (3,5 x 40 mm).

12. Schritt - Räder montieren und Sitz einbauen

Bevor Sie damit Gas geben können, braucht die Seifenkiste natürlich noch einen Sitz und Räder. Jedes Rad wird von zwei Stellringen in Position gehalten. Einfach den ersten Stellring auf die Achse schieben, dann das Rad und dann den zweiten Stellring. Die Stellringe werden mit Madeschrauben arretiert.

Der Sitz setzt sich aus dem Sitzrahmen, der Sitzlehne und der Sitzfläche zusammen. Zeichnen Sie die Kontur vor und sägen Sie die Bauteile mit der Stichsäge in Form. Bohren Sie Löcher durch den Sitzrahmen vor (5 mm Durchmesser), um den Sitz später an der Seifenkiste montieren zu können, und verschrauben Sie die Sitzlehne mit dem Sitzrahmen. Danach können Sie den Sitz in der Seifenkiste platzieren. Ist die richtige Position gefunden, schrauben Sie ihn fest. Zuletzt befestigen Sie noch die Sitzfläche.

Jetzt sicherheitshalber noch einmal alle Verbindungen kontrollieren, dann ist Ihre Seifenkiste startklar.

Fertig

Schön, wenn Ihnen das Projekt Spaß gemacht hat. Aber richtig lustig wird’s erst jetzt. Ab auf die Piste mit der flotten Kiste!



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