Bauanleitung für ein Spiegel mit edlem Holzrahmen

Manche Spiegel können so schön sein wie ein Bild an der Wand. Genau solch ein Exemplar können Sie mit unserer Anleitung selbst ganz leicht nachbauen. Und wenn Sie den Spiegel noch ein wenig hübscher machen wollen: Schauen sie öfter mal hinein!

Unser Bauvorschlag ist einfach nachzuvollziehen: Der auf eine etwas überstehende Platte geklebte Spiegel wird von attraktiven Massivholzleisten gerahmt, die mit der Platte verschraubt werden. In der Wirkung interessant ist die Wandaufhängung, die den Spiegel scheinbar vor der Wand schweben lässt.

Projektdetails

Schwierigkeitsgrad: Anfänger Dauer: unter 1 Tag
Verwendungsort: Badezimmer / sonst. Preis: unter 50 €
Verwendungszweck: - Konstruktionsplan als PDF

Was Sie benötigen

Bearbeitungshinweise:

Die folgende Bauanleitung ist auf Buche-Leimholz in 20 mm Stärke ausgelegt. Sollten Sie andere Materialien oder Stärken verwenden, müssen Sie die Stückliste entsprechend anpassen.

Lassen Sie sich im Baumarkt oder bei Ihrem Tischler die benötigten Platten zuschneiden.

Materialliste

Pos. Stk. Bezeichnung Länge (mm) Breite (mm) Stärke (mm) Material
Holz-Zuschnitte etc.
1 1 Spiegelplatte 580 580 19 Mitteldichte Faserplatte (MDF)
2 3 Hängeleisten 500 60 19 Mitteldichte Faserplatte (MDF)
3 4 Rahmenleisten 550 50 20 Buche-Leimholz
4 1 Spiegel 498 498 4
5 2 Spiegelklebeband 500 19
6 ca. 26 Senkkopfschrauben4 x 35 mm

Benötigte Werkzeuge:

Werkzeugliste

Ausstattung Werkzeug /Maschine Verwendung Details
Elektrowerkzeuge, Werkzeugmaschinen und Zubehör dazu
minimal Schleifer Oberflächen schleifen im Shop ansehen
minimal Bohrmaschine Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal Akkuschrauber Montage im Shop ansehen
minimal Holz- & Steinbohrer Bohrungen / Montage im Shop ansehen
optional Feinsprühsystem Oberflächenbehandlung im Shop ansehen
minimal Senker Bohrungen / Montage im Shop ansehen
Handwerkzeuge, Meßgeräte, Hilfsmittel und Zubehör
minimal weicher Bleistift, Filzstift, Metermaß messen / markieren
minimal Schleifpapier, Körnungen 120 – 240 Holzoberflächen schleifen im Shop ansehen
minimal Wasserwaage Montage im Shop ansehen
minimal Spiegelklebeband / Spiegelkleber Spiegel verkleben im Shop ansehen

Die Arbeitsschritte zum Bau eines Spiegels mit edlem Holzrahmen

1. Schritt - Spiegelplatte für die Rahmenleisten vorbereiten

Legen Sie die Spiegelplatte mit der Rückseite nach unten auf Ihre Arbeitsfläche. Positionieren Sie nun den Spiegel mit Hilfe eines Zollstocks mittig auf der Platte, also so, dass der überstehende Rand ringsum gleich breit ist. Markieren Sie den Umriss des Spiegels mit Bleistift auf der Spiegelplatte und legen Sie den Spiegel wieder beiseite.

Bohren Sie jetzt die Löcher zur späteren Verschraubung der Rahmenleisten mit der Spiegelplatte mit Bohrmaschine und 4-mm-Holzbohrer vor. Bringen Sie jeweils drei Löcher pro Leiste mittig in die Fläche zwischen Bleistiftmarkierung und Außenkante der Spiegelplatte ein. Senken Sie die Löcher von hinten an.

2. Schritt - Hängeleisten und Distanzleiste bearbeiten und montieren

Schneiden Sie die beiden Hängeleisten aus einer 500 mm langen und 120 mm breiten Platte. Stellen Sie dazu das Sägeblatt der Tischkreissäge auf 45° ein und trennen Sie die Hängeleistenplatte der Länge nach auf. Damit der Schnitt gerade wird, sollten Sie dazu mit Zwingen eine Leiste als Parallelschlag aufspannen.

Bohren Sie dann die Hängeleisten mit Bohrmaschine und 4-mm-Holzbohrer vor und senken Sie die Bohrlöcher jeweils auf der breiteren Leistenseite an. Auch die Distanzleiste bohren Sie zur Verschraubung an der Rückwand wie beschrieben vor und senken die Löcher entsprechend an.

Damit der Spiegel am Ende sicher und gerade hängt, müssen die Hängeleisten an der Spiegelplatte und an der Zimmerwand präzise montiert werden. Bei der Montage an der Zimmerwand hilft eine Wasserwaage.

Zur Verschraubung auf der Spiegelplatte legen Sie diese mit der Vorderseite nach unten auf Arbeitsböcke. Positionieren Sie die Hängeleiste nach der Höhenangabe in der Zeichnung auf der Rückseite und schrauben Sie die Leiste durch die vorgebohrten Löcher mit Akkuschrauber und Schrauben 4 x 35 mm fest. Verfahren Sie ebenso mit der Distanzleiste.

Tipp zum Verschrauben zweier Holzteile:
Bohren Sie das Teil, durch das zuerst geschraubt wird, stets 0,5 bis 1 mm größer vor, als der Schraubendurchmesser ist; das Loch sollte für den Schraubenkopf angesenkt werden. Das Teil, in das als Zweites gebohrt wird, bohren Sie stets 1 mm kleiner vor, als der Schraubendurchmesser ist.

3. Schritt - Spiegelrückwand bearbeiten und Spiegel aufkleben

Damit das Spiegelklebeband genügend Haftung entwickelt, lackieren Sie die in Arbeitsschritt eins mit Bleistift markierte Klebefläche. Schleifen Sie sie dazu mit 180er Schleifpapier in Maserungsrichtung an. Grundieren Sie die Fläche sparsam mit Sprüh-Klarlack. Ist der Lack durchgetrocknet, schleifen Sie sie nochmals an und lackieren Sie ein zweites Mal etwas weniger sparsam. Nachdem die Lackfläche durchgetrocknet ist, können Sie den Spiegel mit Spiegelklebeband anbringen.

Dazu legen Sie die Spiegelplatte mit der Vorderseite nach oben auf Arbeitsböcke. Der Spiegelumriss aus Arbeitsschritt eins ist noch sichtbar. Um den Spiegel exakt positionieren zu können, fixieren Sie nun mit Zwingen zwei Leisten im rechten Winkel an einer der markierten Ecken. Sie dienen beim Positionieren des Spiegels als Anschlag.

Versehen Sie die Rückseite des Spiegels mit einigen Streifen Spiegelklebeband, ziehen Sie die Schutzfolie ab und kleben Sie den Spiegel in dem markierten Winkel auf die Spiegelplatte.

4. Schritt - Rahmenleisten mit der Spiegelplatte verschrauben

Fixieren Sie die Rahmenleisten nacheinander mit Zwingen auf der Spiegelplatte um den Spiegel herum wie in unserer Zeichnung dargestellt. Montieren Sie sie mit Akkuschrauber und Schrauben 4 x 35 mm durch die in Arbeitsschritt eins vorgebohrten Löcher. Beachten Sie dabei auch die Hinweise unseres Tipps zum Verschrauben zweier Holzteile im Arbeitsschritt zwei.

5. Schritt - Spiegel aufhängen

Die zweite Hängeleiste verschrauben Sie je nach Wandbeschaffenheit mit Dübeln an der Zimmerwand. Markieren Sie die Positionen der Bohrlöcher durch die vorgebohrten Löcher der Leiste, die Sie dabei exakt waagerecht (Wasserwaage!) anhalten sollten.

Hinweis Dübel:
Die Bauweise von Wänden reicht heutzutage vom Trockenbau bis zu massivem Beton. Stellen Sie also zunächst fest, wie Ihre Zimmerwand beschaffen ist. Je nach Bauart sind nämlich unterschiedliche Dübel für die Befestigung der Hängeleiste nötig.

Bohren Sie je nach Wandbeschaffenheit mit Bohrmaschine oder Bohrhammer und Steinbohrer die Löcher in die Wand, saugen Sie den Staub heraus und stecken die Dübel ein. Nun können Sie die Hängeleiste mit Akkuschrauber und den passenden Schrauben montieren und den Spiegel aufhängen.

6. Schritt - Holzoberflächen schleifen

Um die Oberfläche so gut wie möglich hinzubekommen, sollten Sie sich ihr vor der Montage des Rahmens widmen.

Brechen Sie zunächst alle Kanten der Rahmenleisten, indem Sie sie mit 120er oder 180er Schleifpapier im 45°-Winkel bearbeiten, sodass eine kleine Fase entsteht. Die Sichtflächen schleifen Sie mit Ihrem Schleifer stets in Richtung der Holzmaserung zunächst mit gröberem (120er, 180er), dann mit feinerem (bis 240er) Schleifpapier.

Danach werden die Flächen mit einem Schwamm gewässert, also feucht abgerieben. Beim Trocknen stellen sich vereinzelt lose Holzfasern auf, die Sie dann mit 180er Schleifpapier sachte entfernen. Danach ist das Holz bereit zur Oberflächenbehandlung. Kleiner Tipp: Achten Sie darauf, dass das Schleifpapier nicht zu stumpf ist, damit die Holzfasern abgeschnitten und nicht nur angedrückt werden.

7. Schritt - Oberflächen beizen

Mit Beizen bezeichnet man das Färben von Holz. Beize kann mit einem Feinsprühsystem aufgetragen werden. Das Holz hat nach dem Auftrag der Beize noch keinen Oberflächenschutz; den erhält es erst durch Wachsen oder Lackieren.

Lesen Sie zunächst die Verarbeitungs- und Sicherheitsratschläge des Herstellers sorgfältig durch. Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Raum und vermeiden Sie dort Rauchen, Essen und Trinken.

Wenn Sie im nächsten Schritt mit Ihrem Feinsprühsystem ein anderes Material auftragen wollen, sollten Sie den Farbbehälter wechseln.

Tipp Beizen:
Arbeiten Sie auf senkrechten Flächen stets von unten nach oben. Da Beize dünnflüssig ist und die Holzoberfläche stark saugt, kann die Beize sonst nach unten laufen und so genannte Nasen bilden, die sichtbar bleiben.

8. Schritt - Rahmenleisten lackieren

Lacke sind in vielen Varianten und Preislagen erhältlich. Ausschlaggebend für die Auswahl sind Verarbeitbarkeit, Ihre technische Ausstattung daheim und der Anspruch an Qualität und Haltbarkeit der Oberfläche. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Und wenn Sie keine größere Erfahrung mit dem Lackieren haben, empfiehlt es sich, auf einem Probestück ein wenig zu üben.

Das schnellste und beste Ergebnis erreichen Sie mit Acryllacken. Besonders einfach und schnell lassen sich diese wasserverdünnbaren Lacke mit einem Feinsprühsystem auftragen.

Füllen Sie den Lack in den Farbbehälter und verdünnen Sie ggfs. mit etwas Wasser. Stellen Sie an einer Versuchsplatte den Sprühstrahl an der Düse und die Farbmenge am Stellrad ein. Der Sprühstrahl kann für Flächen horizontal bzw. vertikal und für Kanten kegelförmig eingestellt werden.

Tragen Sie nun die erste Lackschicht dünn auf. Beginnen Sie mit den Kanten und lackieren Sie danach die Flächen; diese in gleichmäßigen, parallel verlaufenden Bahnen.

Auch dabei können sich – wie schon beim Wässern – nochmals Holzfasern aufstellen, die Sie nach Trocknung des Lacks in Maserungsrichtung mit 220er oder 240 Schleifpapier sachte entfernen.

Verwenden Sie für die zweite Lackschicht den gleichen Klarlack wie bei der Grundierung. Diesmal können Sie den Lack etwas satter auftragen. Beginnen Sie wieder mit den Kanten und widmen Sie sich dann in gleichmäßigen, parallel verlaufenden Bahnen den Flächen.



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uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von bosch-do-it.de.

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