Bauanleitung für einen trendigen Beistelltisch aus Buche

Jetzt zeigt sich, wer mehr ist als ein Hobby-Heimwerker: Denn mit seiner runden Tischplatte ist unser nächstes Projekt schon eine kleine Herausforderung. Aber wenn Sie ein wenig Erfahrung mit der Oberfräse haben, könnte Ihnen dieser kleine Beistelltisch aus Buche demnächst im Wohnzimmer oder auf der Terrasse zur Seite stehen. Also: Nehmen Sie die Herausforderung an?

Projektdetails

Schwierigkeitsgrad: Könner Dauer: 1 - 1 1/2 Tage
Verwendungsort: Wohnzimmer / Terasse / sonst. Preis: 50 € - 100 €
Verwendungszweck: - Konstruktionsplan als PDF

Was Sie benötigen

Bearbeitungshinweise:

Die folgende Bauanleitung ist auf Buche-Leimholzplatten von 20 mm Stärke ausgelegt. Sollten Sie andere Materialien oder Stärken verwenden, müssen Sie die Stückliste entsprechend anpassen.

Lassen Sie sich im Baumarkt oder bei Ihrem Tischler die benötigten Platten zuschneiden.

Materialliste

Pos. Stk. Bezeichnung Länge (mm) Breite (mm) Stärke (mm) Material
Holz-Zuschnitte etc.
1 1 Tischplatte 455 455 20 Leimholzplatte Buche
2 2 Beinplatten 468 380 20 Leimholzplatte Buche
3 1 Rahmenplatte 455 455 20 Leimholzplatte Buche
4 ca. 4 Senkkopfschrauben 4mm x 45mm
5 ca. 12 Senkkopfschrauben 4mm x 35mm

Benötigte Werkzeuge:

Werkzeugliste

Ausstattung Werkzeug /Maschine Verwendung Details
Elektrowerkzeuge, Werkzeugmaschinen und Zubehör dazu
minimal Oberfräse Tischplatte fräsen im Shop ansehen
minimal Fräszirkel mit extralangen Führungsstangen Tischplatte fräsen
minimal Stichsäge Holzzuschnitt im Shop ansehen
minimal Schleifer Oberflächen schleifen im Shop ansehen
minimal Bohrmaschine Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal Akkuschrauber Montage im Shop ansehen
minimal Holzbohrer Bohrungen / Montage im Shop ansehen
optional Feinsprühsystem Oberflächenbehandlung im Shop ansehen
minimal Forstnerbohrer Bohrungen / Montage im Shop ansehen
minimal Senker Bohrungen / Montage im Shop ansehen
Handwerkzeuge, Meßgeräte, Hilfsmittel und Zubehör
minimal weicher Bleistift, Filzstift, Metermaß messen / markieren
minimal Schleifpapier, Körnungen 120 – 240 Holzoberflächen schleifen im Shop ansehen
minimal Zwingen Fixierung einzelner Elemente im Shop ansehen
optional Abdeckfolie Oberflächenbehandlung
minimal Metallsäge Gewindestangen zuschneiden im Shop ansehen
minimal Holzwachs Oberflächenbehandlung im Shop ansehen
minimal Holzleim Verkleben einzelner Elemente im Shop ansehen

Die Arbeitsschritte zum Bau des Beistelltisches

1. Schritt - Runde Tischplatte schneiden und fräsen

Legen Sie die quadratisch zugeschnittene Platte mit der Sichtseite nach unten auf eine saubere Fläche. Ermitteln Sie mit Hilfe der beiden Diagonallinien durch die Plattenecken den Mittelpunkt. Dort schlagen Sie ein Nägelchen ein, um das herum Sie mit einem Schnurzirkel einen Kreis von 455 mm Durchmesser einzeichnen. (Dieser ist etwas größer gewählt als die später 450 mm durchmessende Tischplatte, da Sie die exakte Kreisform der Tischkante nur mit der Oberfräse hinbekommen und daher etwas „Fleisch“ zum Rundfräsen brauchen.) Ein Schnurzirkel besteht aus einer geknoteten Schlaufe in der Länge des Radius (= halber Durchmesser, also hier 227,5 mm). Diese spannen Sie zwischen Nagel und spitzem Bleistift, mit dem Sie die Kreislinie auf die Platte zeichnen.

Nun fixieren Sie die Platte mit Zwingen auf einer stabilen Arbeitsunterlage; verwenden Sie dabei Restholzzulagen, um Druckstellen auf dem Werkstück zu vermeiden. Schneiden Sie die Platte mit der Stichsäge entlang der Linie aus. Bringen Sie die Tischplatte anschließend mit der Oberfräse am Fräszirkel und dem Nutfräser auf ihren endgültigen Durchmesser von 450 mm.

2. Schritt - Tischplattenkante abschrägen

Um dem Tisch eine elegantere Silhouette zu geben, erhält die Tischplatte eine breite 45°-Fase, wird also nach unten in diesem Winkel abgeschrägt. Fixieren Sie die Platte, Sichtseite nach unten, dazu wieder mit Zwingen (Zulagen nicht vergessen!) und erledigen Sie das mit der Oberfräse am Fräszirkel und dem entsprechenden Fasenfräser mit Anlaufring.

3. Schritt - Tischbeine anzeichnen und ausschneiden

Zeichnen Sie mit dem Bleistift nach den Maßangaben unserer Zeichnung die Umrisse der Tischbeine auf die Beinplatten. Danach bohren Sie mit der Bohrmaschine und dem 8-mm-Holzbohrer sowie mit dem 20mm-Forstnerbohrer in alle Innenecken Löcher, um das saubere Ausschneiden der Ecken mit der Stichsäge zu ermöglichen. Achten Sie darauf, dass die Bohrlöcher die Bleistiftlinien nicht durchschneiden, dass also die Linien die Tangenten der Bohrlöcher bilden! Nun können Sie die Tischbeine mit der Stichsäge ausschneiden.

Zu guter Letzt stecken Sie die Tischbeine unter Angabe von Holzleim auf die Innenseiten der Steckverbindung zusammen und pressen diese, bis der Leim getrocknet ist.

Kleiner Tipp:
Für exakt gerade Schnitte mit der Stichsäge spannen Sie mit Zwingen eine passende Leiste als Parallelanschlag auf die Beinplatte auf.

4. Schritt - Tischplatte und Tischgestell verbinden

Legen Sie die Tischplatte mit der Oberseite nach unten auf eine saubere Fläche, in die Sie hineinbohren können. Richten Sie das Fußgestell – die Beine zeigen dabei nach oben – mittig auf der Unterseite der Tischplatte aus. Nun zeichnen Sie mit Bleistift den kreuzförmigen Umriss der Gestelloberseite auf die Tischplatte und nehmen das Gestell wieder ab.

Bohren Sie mit der Bohrmaschine und dem 4-mm-Holzbohrer jeweils mittig in jeden der vier angezeichneten Kreuzarme ein Loch durch die Tischplatte. Jetzt drehen Sie diese um, sodass die Oberseite oben liegt, um die Löcher dort mit Bohrmaschine und Senker (das ist ein konisch zulaufender Bohrer) passend zur Schraubenkopfgröße anzusenken.

Stellen Sie das Fußgestell auf den Boden und richten Sie die Platte – die Sichtseite mit den angesenkten Löchern nach oben – darauf aus. Nun verschrauben Sie sie mit dem Akkuschrauber und Senkkopfschrauben 4 x 45 mm auf dem Gestell. Der eigentliche Tisch ist nun fertig.

5. Schritt - Runden Rahmen fräsen

Für die Außenkante der Rahmenplatte gehen Sie genauso vor wie in Schritt 1 weiter oben für die Tischplatte beschrieben.

Haben Sie den Außenrand auf seinen exakten Durchmesser von 450 mm gefräst, zeichnen Sie die Innenkante des Rahmens mit dem Durchmesser 340 mm (das bedeutet einen Radius von 170 mm) ebenfalls mit dem Schnurzirkel auf der Rahmenplatte ein.

Die Rahmen-Innenkante arbeiten Sie komplett mit der Oberfräse heraus. Dazu müssen Sie die Rahmenplatte auf einer Restplatte von etwa 550 x 550 mm mittig verschrauben.

Zeichnen Sie auf der einen Seite der Restplatte den Rahmen komplett mit Außen- und Innenkante, auf der anderen Seite nur die Rahmen-Außenkante ein – wieder mit Hilfe Ihres Schnurzirkels jeweils um den Plattenmittelpunkt herum. Fixieren Sie die Rahmenplatte mit der aufgezeichneten Innenkante nach oben auf der Restplatte, und zwar auf der Seite, die nur den Außenumfang zeigt.

Nun verschrauben Sie die Rahmenplatte von unten durch die andere Seite der Restplatte hindurch mit dem Akkuschrauber; so sieht man später keine Schraubenlöcher in der Rahmen-Oberseite. Setzen Sie die Schrauben so weit außen in die eingezeichnete Rahmenfläche, dass sie später beim Fräsen nicht in der Bahn des Fräskopfs sitzen. Auch den Rahmen-Innenteil müssen Sie verschrauben, da der Fräszirkel in seinem Mittelpunkt angesetzt wird und daher auch am Ende des letzten Fräsvorgangs fixiert sein muss.

Ist alles sicher mit Schrauben fixiert, arbeiten Sie mit der Oberfräse am Fräszirkel mittels Nutfräser den Innenteil heraus. Fräsen Sie nicht in einem Schritt, sondern in mehreren, nur jeweils etwa 4 mm tiefen Arbeitsgängen. Haben Sie das erledigt, lösen Sie den fertigen Rahmen mit dem Akkuschrauber von der Restplatte.

6. Schritt - Rahmen auf der Tischplatte montieren

Mit der Bohrmaschine und dem 3,5-mm-Holzbohrer bringen Sie von unten sechs Löcher im Abstand von 20 mm zur unteren Tischkante ein und senken diese an. Legen Sie nun den Rahmen ringsum bündig auf die Tischplatte und fixieren Sie ihn in dieser Position mit Zwingen (auch dort wieder an die Zulagen denken!). Mit dem Akkuschrauber und Schrauben 4 x 35 mm montieren Sie den Rahmen durch die vorgebohrten Löcher.

7. Schritt - Holzoberflächen schleifen

Brechen Sie zunächst alle Kanten, indem Sie sie mit 120er oder 180er Schleifpapier im 45°-Winkel bearbeiten, sodass eine kleine Fase entsteht. Die Sichtflächen schleifen Sie stets in Richtung der Maserung, zunächst mit gröberem (180er), dann mit feinerem (bis 240er) Schleifpapier.

Danach werden die Flächen mit einem Schwamm gewässert, also feucht abgerieben. Beim Trocknen stellen sich vereinzelt lose Holzfasern auf, die Sie dann mit 180er Schleifpapier sachte entfernen. Danach ist das Holz bereit zur Oberflächenbehandlung. Kleiner Tipp: Achten Sie darauf, dass das Schleifpapier nicht zu stumpf ist, damit die Holzfasern abgeschnitten und nicht nur angedrückt werden.

8. Schritt - Oberflächenbehandlung

Lesen Sie zunächst die Verarbeitungs- und Sicherheitsratschläge des Wachsherstellers sorgfältig durch. Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Raum und vermeiden Sie dort Rauchen, Essen und Trinken.

Tragen Sie das Holzwachs mit Feinsprühsystem satt auf und nehmen Sie überschüssiges Wachs mit einem Lappen ab. Beachten Sie die vom Wachshersteller angegebenen Trocknungszeiten.

Möchten Sie eine zweite Wachsschicht aufbringen, ist ein Zwischenschliff mit 240er Schleifpapier fällig. Schleifen Sie auch diesmal stets in Richtung der Maserung. Wiederholen Sie dann den Auftrag wie im vorigen Absatz beschrieben. Nach dem Trocknen bearbeiten Sie die Fläche mit einer weichen Bürste, bis die Oberfläche schimmert.

Sicherheitshinweis:
Lassen Sie den Wachslappen nach dem Auftrag ausgebreitet und gut belüftet trocknen. Zusammengeknüllt kann er sich sonst beim Trocknen bis zur Selbstentzündung erwärmen!



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uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von bosch-do-it.de.

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