Der Garten im August

Auch im August strahlt die Sonne viele Stunden intensiv auf die Nutz- und Zierpflanzen im Garten. Hier gilt es daher bereits präventiv für einen ausreichenden Sonnenschutz zu sorgen, um ein Verbrennen der empfindlichen Blätter zu verhindern. Zudem darf nur in der Dämmerung bewässert werden, da Wassertropfen wie kleine Lupen fungieren, die Sonnenstrahlen bündeln und den Blättern auf diese Weise schaden. Der Pflanzenschutz im Hochsommer ist daher im August besonders aktuell.

Zudem fliegen zu dieser Jahreszeit viele Nützlinge in den Garten – überall summt und brummt es, wenn fleißige Bienen die Blumen auf der Suche nach Blütenstaub anfliegen und Marienkäfer die Wärme an Hauswänden genießen. Doch wo nützliche Insekten sind, befinden sich häufig auch unliebsame Schädlinge. Wir erklären Ihnen, wie Sie Dickmaulrüssler gezielt bekämpfen und den Aufenthalt von Nützlingen in Ihrem Garten fördern können.

Neben allgemeinen Pflegemaßnahmen können im Spätsommer auch noch neue Zierpflanzen gesetzt werden, die im Folgejahr Blüten tragen werden. Weiterhin werden nun viele Blumensamen erntereif und können gezielt gesammelt und getrocknet werden.

Informieren Sie sich im Folgenden zu anstehenden Gartenarbeiten im Nutz- und Ziergarten im August.

Nützlinge und Schädlinge im Garten

Nützliche Gartenhelfer fördern

Sie gehen auf Blattlausjagd oder bestäuben Obstbäume und Beerensträucher: Nützliche Insekten, wie Wildbienen, Schmetterlinge, Marienkäfer oder Florfliegen, tragen dazu bei, dass Nutz- und Zierpflanzen bestäubt werden. Dies erhöht mittelfristig die Ernteerträge im Garten und sorgt für eine üppige Blütenpracht in der kommenden Saison. Zusätzlich bekämpfen Florfliegen, Schwebfliegen oder auch Marienkäfer lästige Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben, die im Hochsommer auf den Pflanzen besonders aktiv sind, und sollten daher in jedem Garten willkommene Gäste sein. Wenn Sie den Aufenthalt der fliegenden und krabbelnden Nützlinge in Ihrem Garten fördern möchten, können Sie den Insekten einen artgerechten Unterschlupf bereitstellen: Sogenannte Insektenhotels werden hoch im Baum oder an einer sonnenabgewandten Seite des Gartenhäuschens befestigt und bieten den Tieren Schutz vor Fressfeinden und Stürmen.

Tipp: Sind die Triebspitzen und Blätter zu stark von Schädlingen befallen, werden die Pflanzenteile großzügig abgeschnitten und im Hausmüll entsorgt.

Zum Schutz der Nützlinge sollten Sie zudem Regentonnen und Wassertanks sowie weitere steilwandige Behälter im Garten abdecken. Viele Insekten landen zum Trinken auf der Wasseroberfläche und ertrinken, da sie an den steilen Innenwänden abrutschen und durchnässt und ohne Halt nicht mehr wegfliegen können. Sogar wendige Eichhörnchen ertrinken oft in halb gefüllten Wassertanks.

Tiefe Wasserbehälter können zur Todesfalle vieler Tiere werden und gehören daher sicherheitshalber abgedeckt.

Ausgewachsene Dickmaulrüssler fressen Blätter von außen an. Die Larven hingegen zerstören die Wurzeln und schaden der Pflanze erheblich.

Dickmaulrüssler mit Nematoden bekämpfen

Nicht alle Käfer werden als Nützling eingestuft: Die Fraßschäden des ausgewachsenen Dickmaulrüsslers sind zwar rein optischer Natur, seine Larven leben hingegen im Erdreich und fressen die empfindlichen Wurzeln an. Dieses Verhalten kann zu einem erheblichen Ernteausfall oder sogar zum Absterben der Wirtspflanze führen. Daher zählt der Dickmaulrüssler auch zu den hartnäckigsten Schädlingen im Garten, weil er erst dann entdeckt wird, wenn die Pflanze schon stark geschwächt ist.

Der braune Körper des nachtaktiven Rüsselkäfers ist gelb gefleckt und wird bis zu 14 Millimeter lang. Die flugunfähigen Käfer befallen besonders häufig Rhododendren, Eiben und sogar viele Zimmerpflanzen, da sie bereits im Blumentopf eingeschleppt werden.

Wird ein Larvenbefall festgestellt, sollten die Raupen des Dickmaulrüsslers mit sogenannten Fadenwürmern biologisch bekämpft werden. Diese mikroskopisch kleinen Erdbewohner kommen in einem nicht ausreichendem Maße im Boden vor, um die Larven ernsthaft zu gefährden. Daher lassen sie sich als natürliche Bekämpfungsmethode online erwerben. Über das Gießwasser gelangen die Nematoden in den Boden und von hier schließlich in den Körper der Larven, wo sie ein Bakterium ausscheiden, dass die Schädlinge abtötet. Die verendeten Dickmaulrüssler-Larven dienen den Fadenwürmern schließlich als Futter – sind alle Larven gefressen, sterben auch die überzähligen Nematoden ab und das natürliche Gleichgewicht ist wieder hergestellt.

Tipp: Der Dickmaulrüssler kann über zwei Jahre alt werden – wiederholen Sie die Anwendung daher auch in den Folgejahren erneut für einen endgültigen Erfolg.

Pflanzenschutz im Hochsommer

Auch Pflanzen können einen Sonnenbrand erleiden: Die Blätter sind trocken und verfärbt.

Sonnenbrand bei Pflanzen vermeiden

Nach besonders heißen und wolkenlosen Tagen können empfindliche Pflanzen, etwa Tomaten, Paprika oder Himbeeren, einen Sonnenbrand zeigen. Erkennen lässt sich dies an gelbbraunen Brandflecken oder weißlichen Verfärbungen. Liegt zudem ein starker Wassermangel vor, rollt die Pflanze ihre Blätter ein. Dies lässt sich besonders häufig am Rhododendron beobachten.

Durch eine ausreichende Blattmasse lässt sich das Verbrennen der Früchte von Gemüse- und Obstsorten teils verhindern. Vorbeugend sollte daher auf der Südseite weniger entblättert und niemals in der prallen Mittagssonne bewässert werden. Gießen Sie zudem stets nur den Wurzelbereich der Nutz- oder Zierpflanze – diese Maßnahme beugt einem Schimmelbefall und auch einer Pilzinfektion vor.

Erste-Hilfe-Programm für Topfpflanzen

Nach der Rückkehr aus dem Sommerurlaub sehen einige Zimmerpflanzen recht traurig aus: Viele der Blütenblätter sind bereits abgefallen, die fahlen Blätter sind eingerollt und die Triebspitzen unansehnlich und braun verfärbt. Prüfen Sie zunächst, ob die Erde zu nass oder zu trocken war.

Bei Schäden bedingt durch Staunässe nehmen Sie die Pflanzen vorsichtig aus den Übertöpfen und lassen sie gut abtropfen – etwa über der Spüle. Entsorgen Sie das alte, häufig auch schon übel riechende Wasser und gießen Sie die Pflanze erst dann wieder, wenn die Erde im Container gut abgetrocknet ist. So lassen sich bereits erste Wurzelschäden vermeiden. Sind die Pflanzen hingegen stark ausgetrocknet, werden sie in einen Eimer mit Wasser getaucht, bis der Wurzelballen vollgesogen ist und keine Luftblasen mehr aufsteigen – das kann bei großen Pflanzen bis zu 15 Minuten dauern. Große Töpfe, die nicht problemlos getaucht werden können, stellen Sie idealerweise in mit Wasser gefüllte Untersetzer und gießen von oben zusätzlich nach. Auf diese Weise kann die Erde wieder ausreichend Wasser aufnehmen und quellen.

Zusätzlich werden alle kranken oder geschädigten Pflanzenteile entfernt. Allerdings sollten Sie mit radikalen Schnittmaßnahmen etwa zwei Wochen warten, um zu sehen, ob sich an den scheinbar toten Trieben doch noch neue Knospen entwickeln. Abgestorbene Zweige werden schließlich bis in das gesunde Gewebe zurückgeschnitten, um die Pflanzen auf diese Weise zum Neuaustrieb anzuregen.

Nutzgarten im August

Die violetten Blüten des Zierlauchs sind schön anzusehen und zudem noch essbar.
Kräuter enthalten kurz vor oder während der Blüte am meisten ätherische Öle. Salbei blüht besonders schön und lässt sich vielseitig weiterverarbeiten.

Feldsalat-Aussaat

Ende August bis Anfang September wird für die Feldsalaternte zum Winterbeginn ausgesät. Der Feldsalat keimt besonders gut, wenn der Boden nicht zu locker ist und sich bereits etwas gesetzt hat. Bei lockerer Erde wird der Boden vor der Aussaat einfach noch leicht angedrückt. Feldsalat gedeiht am besten, wenn er nicht zu dicht steht: Der Abstand zwischen den Saatreihen sollte etwa 12-15 cm betragen, denn bei zu engen Reihen besteht Fäulnisgefahr. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Saatbändern oder eine bewusst breitwürfige Aussaat.

Hobbygärtner setzen bei jungen Salatpflanzen zudem auf eine zusätzliche Vliesabdeckung, die den Samen feucht hält und die Keimung beschleunigt. Sind die Pflanzen größer geworden, werden sie auf etwa 1 cm Abstand vereinzelt. Eine Düngung ist in der Regel nicht nötig, da Feldsalat nur wenige Nährstoffe für ein gesundes Pflanzenwachstum benötigt.

Tipps für den Nutzgarten: Gesäte Gemüsepflanzen bilden tiefreichende Pfahlwurzeln und sind trockenresistenter als gepflanzte Jungpflanzen. Eine niedrige Hecke dient als natürlicher Windschutz am Rand der Gemüsefläche und kann Verdunstungsverluste verringern.

Zierlauch als Nutzpflanze

Wie der Name schon verrät, ist der Zierlauch eine großblütige Pflanze, die gerne als Blickfang in Gruppen im Ziergarten gepflanzt wird. Doch die dekorativen Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern schmecken auch angenehm frisch und werden auf einem sommerlichen Salat zum besonderen Highlight. Zudem lockt Allium viele Nützlinge in den sommerlichen Garten.

Wenn Sie den Zierlauch in Ihrem Garten anbauen möchten, sollten Sie einen ausreichend tiefes Pflanzloch ausheben: Die Zwiebel liegt schließlich gute 15 cm unter der Erdoberfläche. Ist der Boden sehr schwer und lehmig, erleichtert eine zusätzliche Drainageschicht aus feinem Sand im Pflanzloch ein schnelles Einwachsen und gesundes Wachstum. Zudem beugt sie einem Faulen der nässeempfindlichen Zwiebel vor.

Kräutertinkturen ansetzen

Viele Pflanzen enthalten kurz vor oder während der Blüte besonders viele gesunde Inhaltsstoffe, etwa ätherische Öle. Daher lassen sich beispielsweise Ringelblumen, Kamillenblüten, Johanniskraut, Salbei, Thymian und Lavendel jetzt besonders gut zu Tinkturen verarbeiten. Hierfür werden die Pflanzenteile mit einer sauberen Gartenschere abgeschnitten und in einem Schraubglas mit 50-prozentigem Alkohol aufgegossen. Stellen Sie die Mischung für zwei bis drei Wochen an einen dunklen Ort. Danach können die Pflanzenteile abgeseiht und die natürlichen Tinkturen in dunkle Flaschen umgefüllt werden.

Apfelernte im August

Ab Ende Juli, spätestens aber im August werden die frühen Apfelsorten reif. Wenn der Sommer besonders heiß ist, kann die Reife auch zeitiger eintreten. Oftmals werden die Früchte nach heißen, trockenen Sommern auch nicht so groß wie üblich.

Frühe Apfelsorten und ihre Reifezeit
SorteReifezeit
RetinaEnde August
Weißer KlarapfelEnde Juli und Anfang August
Paradis KatkaEnde Juli bis Mitte August
GalmacEnde Juli
GravensteinerEnde August

Reife Früchte erkennen - die Kipp-Probe

Den Reifegrad eines Apfels können Sie mittels der Kipp-Probe herausfinden. Dazu sollten sie einen Apfel greifen und ihn vorsichtig um 90 Grad nach oben kippen. Löst sich der Apfel problemlos vom Stiel, sind die Früchte reif.  Löst sich der Apfel nicht vom Stiel, muss man sich noch etwas gedulden. Neben den üblichen Verarbeitungsmethoden wie Apfelmus oder -gelees, kann man sich auch an einer gesunden Snackvariante versuchen: den Apfelchips. Schneiden Sie dazu einfach dünne Apfelscheiben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und trocknen Sie diese bei 70°C über drei Stunden im Ofen. Sobald die Scheiben knusprig sind, können Sie diese auskühlen lassen und genießen.

Pflanzen- und Blumenpflege im Sommer

Die Clematis gibt es in vielen Neuzüchtungen zu erwerben.

Herbstkrokusse und Clematis pflanzen

Herbstkrokusse sollten bis Ende August in den Garten gepflanzt werden, denn sie blühen – im Gegensatz zu den meisten anderen Krokus-Arten – bereits im Oktober. Pflanzen Sie die Knollen als kleine Gruppen aus sechs bis zehn Exemplaren etwa acht Zentimeter tief in humusreiche, nicht zu trockene Gartenerde. Besonders schön kommen die Herbstblüher unter Ahorn und anderen herbstfärbenden Gehölzen zur Geltung.

Die Clematis (Waldrebe) lässt sich an vielen Stellen im Garten sehr schön zur Bepflanzung von Wänden, Lauben und Spalieren verwenden. Die ideale Pflanzzeit ist im August, da jetzt optimale Voraussetzungen für ein gesundes Pflanzenwachstum vorherrschen. Hobbygärtner können zwischen verschiedenen Clematissorten mit unterschiedlicher Wuchsstärke und Blütezeit wählen. Entsprechend fällt der Anspruch an den Boden und die tägliche Sonneneinstrahlung aus.

Besonders kräftig wachsen die Frühlingsblüher, wie die Alpenwaldrebe (Clematis alpina) und die Berg- oder Anemonen-Waldrebe (Clematis montana). Die größten Blüten tragen jedoch speziell gezüchtete Clematis-Hybriden, einige dieser Sorten blühen sogar zweimal im Jahr. Clematis-Hybriden wachsen am schwächsten und erreichen selten mehr als drei Meter Wuchshöhe, zudem sind sie etwas empfindlicher als die übrigen Gruppen. Als besonders robust gelten die Sorten der Italienischen Waldrebe (Clematis viticella). Sie sind, wie alle Wildarten, weitestgehend resistent gegen Wurzelpilze, welche die gefürchtete Clematis-Welke verursachen. Italienische Waldreben blühen ausschließlich am neuen Austrieb und zeigen die ersten Blüten daher meist erst ab Ende Juni im Folgejahr.

Immergrüne Gehölze im Spätsommer pflanzen

Sommerblühende Laubgehölze benötigen die Zeit bis zum Winter, um gut einzuwurzeln und eine ausreichende Standfestigkeit zu entwickeln. Pflanzen Sie die Gehölze daher im August an einem windgeschützten Standort mit durchlässigem und nährstoffreichem Boden. Heben Sie ein Pflanzloch aus, in dem der gesamte Wurzelballen ausreichend Platz findet. Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, hölzerne Stützhilfen – nach Westen ausgerichtet – in die Erde zu setzen, um die zarten Wurzeln nicht nachträglich noch zu beschädigen. An diesem Pfahl können größere Sträucher mit weichen Bändern befestigt und somit gegen einen Windwurf durch spätsommerliche Stürme gesichert werden. Nach dem Einsetzen der Pflanze wird der Wurzelballen wieder mit dem Aushub bedeckt und abschließend gut bewässert.

Steppenkerzen sind ein beliebter natürlicher Sichtschutz. Wählen Sie einen vollsonnigen Standort.
Phlox-Triebe werden vor der Samenreife geschnitten. So vermeiden Sie ein Verwildern der Zierpflanze.

Steppenkerzen pflanzen

Steppenkerzen sind hochwachsende, dekorative Pflanzen mit auffälligen Blütensäulen und werden daher auch gerne als natürlicher Sichtschutz im Garten gepflanzt. Der ideale Pflanzzeitpunkt ist der späte August, die Blüten zeigen sich dann rund neun Monate später im Mai. Doch auch nach der Blüte bleibt die Zierpflanze mit ihren hohen Samenständen noch ein wahrer Blickfang im herbstlichen Garten.

Die Steppenkerze, Botaniker sprechen von Eremurus, gedeiht besonders gut an einem vollsonnigen Standort mit trockenem bis sandigem Boden. Die Pflanztiefe beträgt rund 20-30 cm. Für ein optimales Pflanzenwachstum sorgt eine zusätzliche Drainageschicht am Boden des Pflanzlochs: Häufeln Sie zu diesem Zweck einen kleinen Sandhügel auf und legen Sie die sternförmige Knolle oben drauf. Abschließend wird das Pflanzloch mit lockerer Erde aufgefüllt und gut bewässert.

Tipp: Steppenkerzen sollten windgeschützt und in Gruppen gepflanzt werden.

Blumensamen ernten und Sommerblüher zurückschneiden

Im Hochsommer setzen viele Stauden und sommerblühende Zierblumen allmählich Samen an. Wenn Sie eine Selbstaussaat vermeiden und die Blumen im Folgejahr gezielt aussäen möchten, wird es nun Zeit, mit der Blumensamenernte zu beginnen. Den optimalen Erntezeitpunkt erkennen Sie an bräunlich verfärbten Fruchtständen. Jetzt werden die Blütenstiele abgeschnitten und in eine Schale gelegt, wo die Samenkörner nach einigen Tagen schließlich leicht ausgeschüttelt werden können.

Ein beliebtes Beispiel in diesem Zusammenhang ist der Phlox, auch Flammenblume genannt, der zu den schönsten und auffälligsten Stauden des Sommergartens gehört. Er gedeiht ideal auf einem humosen, frischen bis feuchten und durchlässigen Boden an einer sonnigen Stelle. Die Phlox-Samen keimen sehr gut, jedoch haben Sämlinge nicht die gleichen Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Damit der Phlox-Bestand nicht verwildert, sollten Sie die Triebe bereits vor der Samenreife zurückschneiden und die Samen gezielt ernten.

Gleichzeitig können Sie die Sommerblüher ausputzen. Verblühte Pflanzenteile werden gezielt entfernt: Steinrich, Elfenspiegel, Männertreu, einjährige Schleifenblume und viele Petunienarten werden auf die Hälfte zurückgeschnitten. Dagegen wird Rittersporn auf 10 bis 15 cm eingekürzt, sodass sich Anfang Oktober ein Nachflor bildet. Auch Feinstrahlastern und Trollblumen zeigen nach den Schnittmaßnahmen einen zweiten Blütenflor.

Der Blütenflor des Lavendels ist Ende August allmählich verblüht und die Pflanzen brauchen einen leichten Rückschnitt. Damit verhindern Sie, dass die Zwergsträucher unnötig Energie in die Samenbildung investieren. Schneiden Sie einfach alle Triebe mit einer scharfen und sauberen Gartenschere um etwa ein Drittel zurück.

Sternrußtau befällt Rosen und breitet sich besonders schnell über die gesamte Pflanze aus.
Sonnenblumen blühen im Hochsommer und drehen ihren Kopf passend zum Sonnenverlauf. Die hochwachsenden Zierblumen sollten schließlich locker an Stützstäben befestigt werden.

Rosenrost und Sternrußtau – kranke Rosen behandeln

Rosenrost und Sternrußtau sind häufig auftretende Rosenkrankheiten und sollten schon bei kleinsten Anzeichen eines Befalls behandelt werden. Rosenrost erkennen Sie an anfangs gelblichen Flecken auf der Blattoberseite, die schließlich von orangenfarbenen Pusteln auf der Blattunterseite begleitet werden. Typisch für Sternrußtau sind dunkelbraune, nahezu sternförmige Flecken mit gelblichem Rand. Die Krankheit breitet sich besonders schnell aus und führt zu einem verfrühten Laubabfall. Setzen Sie bei ersten Anzeichen geeignete Rosen-Pflanzenschutzmittel ein, um die Rose zu retten. Alternativ können bereits präventiv resistente Rosensorten gepflanzt werden.

Da die Krankheitserreger den Winter auf abgestorbenem Laub überdauern können, sollten bereits befallene Blätter stets vom Boden abgesammelt und im Hausmüll entsorgt werden. Im Frühjahr könnten die Sporen ansonsten durch Spritzwasser, krabbelnde Insekten oder den Wind wieder auf das junge Grün gelangen und die Pflanze erneut infizieren.

Sonnenblumen stützen und Sonnenblumenkerne trocknen

Sonnenblumen folgen mit ihren großen Köpfen dem Lauf der Sonne und erfreuen Gärtner im Sommer mit leuchtenden Blüten. Richtet sich die Sonnenblume nicht mehr nach der Sonne, ist sie für die Drehung zu schwer geworden und das Pflanzengewebe hat sich gefestigt. Da Sonnenblumen im Garten häufig 3 m und größer werden, sollten Sie die Zierblumen ausreichend stützen. Befestigen Sie die Blumenstiele weit oben mit weichen, breiten Bändern oder speziellen Pflanzenbindern an einem Stützstab aus Bambus oder Holz. So übersteht die Sonnenanbeterin auch stärkere Sommerstürme unbeschadet.

Zudem beginnen nun allmählich die Sonnenblumensamen zu reifen. Um zu verhindern, dass sie von Vögeln verzehrt werden, schneidet man die verblühten Blumenköpfe schließlich Ende des Monats ab und hängt sie in einer geschützten Ecke verkehrt herum wieder auf. So können die Samen luftig trocknen und nachreifen, bevor sie bis zur Pflanzung trocken gelagert oder in der Küche verwertet werden.

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Bildnachweis
  1. "Biene auf Blume" (Spring Bee) von tdlucas5000, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  2. "Dickmaulrüssler" (Sitona? or Polydrusus? (Curculionidae)) von gbohne, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  3. "Sonnenbrand auf Blättern" (Sunburned) von Randy Read (Randy), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  4. "Zierlauch" (Allium in the Peony Garden.) von F. D. Richards, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  5. "Blühender Salbei" (sage in amber mist) von Brandon (BPPrice), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  6. "Clematis" (Evening Clematis) von Colin (Colin-47), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  7. "Steppenkerzen" (Originalbild) von Mike Peel, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  8. "Phlox" (羊山公園) von Kuruman, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  9. "Sternrußtau" (Roos sterroetdauw (Diplocarpon rosae)) von Zéphirine Drouin (Rasbak), Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  10. "Sonnenblume" (Sunflower) von tsaiproject, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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