Gartenteich anlegen und pflegen

Ein Gartenteich lässt den Garten zu einem ruhigen und beschaulichen Ort werden, an dem jeder gerne seine Zeit verbringt. Besonders entspannend wirkt dabei das Plätschern eines Wasserspiels. Aber auch für die Tierwelt birgt ein Teich neue Wohnräume und zusätzliche Nahrungs- sowie Wasserquellen.

Damit sich ein gesundes Ökosystem in Ihrem Garten entwickelt, bedarf es einer regelmäßigen Pflege, sonst trüben Algen das klare Wasser und Schlamm lagert sich am Boden ab, sodass der Teich nach und nach flacher wird. Zudem entstehen bei der Zersetzung von Pflanzenresten und Laub Faulgase, die Fischen schaden.

Im Frühling wird der Teich auf die neue Garten-Saison vorbereitet. Dabei entfernen Sie die Schlammschichten, die sich während des Winters gebildet haben, teilen Wasserpflanzen und schneiden sie zurück, um ein kräftiges Austreiben zu fördern. Außerdem erwachen die Fische aus ihrer Winterruhe. In heißen Sommern sollten die Wasserwerte regelmäßig kontrolliert werden, um einem Sauerstoffmangel und Umkippen des Wassers vorzubeugen. Schließlich gilt es im Herbst, den Gartenteich winterfest zu machen und im Winter Maßnahmen gegen ein Zufrieren der Oberfläche zu treffen.

Außerdem breiten sich bei mangelnder Pflege schnell Algen im Teich aus, die sich jedoch effektiv bekämpfen lassen.

Gartenteich anlegen

In einem gepflegten Teich mit Wasserpflanzen reguliert sich das Ökosystem selbst.

Bevor Sie einen Gartenteich anlegen, sollten Sie sich Gedanken über den Standort und die Bepflanzung machen, da sich diese Faktoren später auf die Wasserqualität und die Pfelgeintensivität auswirken. In Frage kommt ein halbschattiger Ort, der sich möglichst nicht in unmittelbarer Nähe zu starkwurzelnden Gehölzen befindet. Bei hügeligem oder abschüssigem Gelände sollte der Standort an einer möglichst tiefen Stelle im Garten liegen. In einem größeren Teich kann sich das kleine Ökosystem besser von selbst regulieren als in kleinen Teichen. Damit möglichst keine zusätzlichen Nährstoffe in den Teich gelangen und die Algenbildung fördern, sollte sich in unmittelbarer Nähe keine nährstoffreiche Erde befinden, da sie Kalk, Phosphor und Nitrat enthält. Idealer ist lehmige Erde aus den unteren Tiefenzonen, um das Ufer zu gestalten. Zwischen Teichrand und Rasen sollten die Übergänge flach angelegt werden und können mit Kies oder Bruchsteinen gestaltet werden.

Tipp: Je nach Größe und Fassungsvermögen wird in manchen Bundesländern eine Baugenehmigung für den Teich benötigt. Erkundigen Sie sich deshalb vor Beginn beim zuständigen Amt. Außerdem sollten Sie zuvor sicherstellen, dass keine unterirdischen Leitungen beschädigt werden.

Folienteich anlegen

Die Teichfolie mit ca. 10 cm Kies bedecken.
Ein Folienteich mit Wasserpflanzen und einem kleinen Bachlauf.

Zunächst stechen Sie den Umriss des Teichs mit einem Spaten ab. – Bei größeren Teichen oder besonderen Formen empfiehlt sich das Abstecken mit Latten und einer Schnur. Ein Gartenteich sollte aus mehreren Tiefenzonen bestehen, um für verschiedene Wasserpflanzen und Fische gute Bedingungen zu bieten. Am Ufer befindet sich die ca. 10 bis 20 cm tiefe Sumpfzone, an die die ca. 40 bis 65 cm tiefe Flachwasserzone anschließt. Die Tiefwasserzone sollte zwischen 80 und 150 cm tief sein. Achten Sie darauf, die Übergange der Wasserzonen in einem 30°-Gefälle anzulegen. Beachten Sie, alle Wurzeln und Steine gründlich zu entfernen.

Überprüfen Sie sowohl bei einem Folienteich als auch bei einem Fertigteich mit einer Wasserwaage, ob die Uferränder waagerecht sind. Danach folgt eine 10 cm hohe Schicht Bausand in den Tiefen- und Uferzonen. Legen Sie nun ein Teichvlies aus, das die Teichfolie vor Beschädigungen, z. B. bei einem steinigen Untergrund, schützen soll.

Tipp: Besteht die Teichfolie aus mehreren Bahnen, sollten sich die einzelnen Folien um ca. 30 cm überlappen und fest miteinander verschweist sein. Am Rand sollte die Folie zwischen 30 und 50 cm überstehen, damit sie sich am Ende fester am Teichrand befestigen lässt.

Breiten Sie die Folie über der Sandschicht und dem Vlies aus und streichen Sie sie glatt, bevor die Ränder mit Erde oder flachen Steinen bedeckt werden, um ein Verrutschen zu vermeiden. Anschließend wird in der Tiefwasserzone eine Kiesschicht ausgelegt und der Bereich mit Wasser gefüllt.

Schließlich können die Wasserpflanzen eingesetzt und der Folienteich mit Wasser gefüllt werden. Pflanzkörbe und praktische Taschen für Teichpflanzen verhindern bei stark wuchernden Pflanzen eine Ausbreitung im gesamten Teich. Denken Sie ebenfalls daran, den Teichfilter und die Teichpumpe zu installieren.

Tipp: Warten Sie mit der Ufergestaltung ein paar Tage, bis sich die Teichfolie endgültig in Form gezogen hat. Danach bepflanzen Sie die Sumpfzone und gestalten den Teichrand mit einer Kiesschicht.

Fertigteich anlegen

Teichbecken haben den Vorteil, dass bei der Teichanlage das Ausbreiten der Folie und das Teichvlies entfallen. Fertige Becken sind darüber hinaus bruch- und verschleißfest, zudem zeichnen sie sich durch eine hohe Widerstandskraft und Biegsamkeit aus.

Der Bau eines Fertigbaus erfolgt nach ähnlichen Schritten wie ein Folienteich. Hier orientieren sich die Tiefenzonen jedoch an den Maßen des Beckens. Der Aushub sollte ca. 10 cm breiter und tiefer sein, zudem sollten die Uferränder gleich hoch sein. Beachten Sie außerdem, ob ein Schacht für das Pumpensystem erforderlich ist, der ebenfalls eingeplant werden muss. Nach der 10 cm hohen Schicht aus Bausand, wird das Teichbecken eingesetzt und die waagerechte Ausrichtung erneut mit einer Wasserwaage geprüft. Füllen Sie den unteren Bereich mit Wasser, bevor der Randbereich abwechselnd mit Sand gefüllt und mit Wasser eingeschlämmt wird. Nun werden die Pumpe und der Teichfilter fachgerecht installiert. Zum Schluss wird das Becken gefüllt und lehmreiche Erde aus dem Aushub entlang des Teichrandes verteilt sowie mit einer Kiesschicht überdeckt. Im letzten Schritt können Sie die Wasserpflanzen in Pflanzkörben oder -taschen einsetzen.

Teich reinigen und pflegen im Frühling

Durch eine mangelnde Pflege verschlammt der Teichgrund immer stärker.
Leichte Ablagerungen mit einem Schlammsauger entfernen, ohne das Wasser abzupumpen.

Ab März und April wird es Zeit für den Frühlingsputz, wenn die Wassertemperatur mindestens 12 °C beträgt und die Lebewesen bei einem Fischteich aus der Ruhephase erwachen. Kontrollieren Sie die Funktionstüchtigkeit von Teichfilter und Pumpe sowie von Springbrunnen und Wasserspielen und nehmen Sie sie wieder in Betrieb.

Schlamm am Teichgrund entfernen

Im Herbst und Winter ist organisches Material von Bäumen und Pflanzen auf den Grund gesunken und bildet dort eine Schlammschicht. Bei vernachlässigter Teichpflege entstehen Faulgase, die Wassertemperatur steigt und das Wasser verfärbt sich braun. Die Giftstoffe, die auf diese Weise freigesetzt werden, und der mangelnde Sauerstoff schaden den Fischen und anderen Teichbewohnern.

Um mit einem Schlammsauger die Schicht zu entfernen, pumpen Sie zuvor den Großteil des Wassers ab. – Ist das Wasser bereits umgekippt, hilft nur die vollständige Entleerung. Bringen Sie Fische und andere Teichbewohner in einem offenen Behältnis mit Wasser in Sicherheit und stellen Sie auch die Pflanzen samt Pflanzkorb in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Verbleibt in der tiefsten Zone ausreichend Wasser, können die Fische unter Umständen im Teich bleiben. Anschließend wird die Schlammschicht mit einem Schlammsauger entfernt, dabei beachten, dass keine Lebewesen eingesaugt werden. Eine gründliche Entschlammung sollte im Abstand von ca. drei bis vier Jahren durchgeführt werden, um die Mikroorganismen und Lebewesen nicht zu gravierend zu stören.

Tipp: Besser ist jedoch eine ganzjährliche Reinigung, bei der abgestorbene Pflanzenreste und Zweige umgehend abgefischt werden. Ein feinmaschiges, stabiles Netz über der Wasserfläche fängt zudem Laub auf, sodass es nicht in das Wasser gelangt. Auf diese Weise verhindern Sie ein Überangebot an Nährstoffen, das die Algenbildung verstärken würde, und Senken die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer fauligen Schlammschicht.

Nutzen Sie die Gelegenheit zur Reinigung der Teichfolie und Kieselsteine. Beschädigte Stellen lassen sich mit einem speziellen, wasserfesten Klebeband für Teichfolie reparieren. Nach der Entfernung des Schlamms wird der Teich langsam wieder mit Wasser befüllt. Der Zusatz von Mikroorganismen unterstützt die Bildung eines neuen Ökosystems. Setzen Sie vorsichtig die Fische und Pflanzen wieder ein.

Wasserpflanzen schneiden

Außerdem sollten Sie stark wuchernde Wasserpflanzen teilen und in einen größeren Pflanzkorb setzen. Frei schwimmende Arten lassen sich mit einem Rechen auslichten. Außerdem werden Pflanzen der Sumpf- und Uferzone geschnitten und verwelkte Pflanzenteile entfernt. Daneben sollten Ziergräser, die im Herbst stehen geblieben sind, im Frühling geschnitten werden. Beispielsweise schneiden Sie bei Schilf oder Rohrkolben die vertrockneten Blätter dicht am Boden mit einer scharfen Teichschere oder -zange ab. Junge Schilftriebe sollten Sie dagegen nicht abschneiden, da sie sonst braune Spitzen bilden. Dagegen können Sie den Rohrkolben auch an den üppig wuchernden Trieben zurückschneiden, um seine Ausbreitung zu verlangsamen.

Tipp: Lassen Sie das Schnittgut zwei Tage in Teichnähe liegen, damit Kleinlebewesen zurück in das Wasser gelangen können.

Sind nach dem Schneiden der Teichpflanzen Lücken entstanden oder haben einzelne Exemplare den Winter nicht überstanden, werden neue Wasserpflanzen eingesetzt. Je nach Pflanzenart sollten Sie hier auf die ideale Wassertiefe achten.

Fisch finden normalerweise ihre Nahrung im Teich. Nur bei großen Populationen empfiehlt sich eine regelmäßige Fütterung.

Wann die Fische füttern?

Die Frage, ob Fische im Teich regelmäßig gefüttert werden müssen, hängt sowohl von der Größe des Gartenteichs als auch von der Bepflanzung und der Fischpopulation ab. In einem großen Teich mit einem funktionierenden Ökosystem brauchen die Fische in der Regel kein zusätzliches Futter. In kleinen Teichen und bei vielen Tieren reicht das Nahrungsangebot möglicherweise nicht aus, sodass die Fische an der Oberfläche fischen und nach Futter suchen. In diesem Fall empfehlen sich ab einer Wassertemperatur von 15 °C kleine Fütterungen im Abstand von einer bis zwei Wochen. Beachten Sie jedoch, dass durch das Füttern mehr Nährstoffe in das Wasser gelangen und dies das Algenwachstum fördert.

Der Gartenteich im Sommer

Im Sommer gilt es ein besonderes Augenmerk auf die Wasserqualität zu haben, denn durch die steigenden Temperaturen und das Sonnenlicht wuchern Algen im Teich, zudem kann das Wasser schnell umkippen. Damit dies nicht passiert, wird eine regelmäßige Reinigung umso wichtiger. Entfernen Sie organische Reste, wie Blätter, Zweige, Pflanzenteile, aber auch Pollen, damit sie sich nicht im Wasser ablagern und es mit überschüssigen Nährstoffen anreichern. Achten Sie auf eine gute Sauerstoffversorgung. Dies gelingt Ihnen über sauerstoffproduzierende Wasserpflanzen als auch über effektive Pumpen und Teichfilter. Letztere sollten Sie ebenfalls im Sommer gründlich reinigen.

Darüber hinaus lässt sich eine Ausbreitung der Algen reduzieren, indem die Algenblüte größtenteils verhindert wird. Ein UVC-Klärer tötet Mikroalgen ab und wirkt besonders effektiv gegen Schwebealgen. Ebenso ist es hilfreich, wenn sich der Teich im Halbschatten statt mitten in der Sonne befindet.

Tipp: Durch eine Kontrolle der Wasserwerte und des pH-Werts lässt sich eine negative Veränderung frühzeitig erkennen.

Algen im Teich bekämpfen

Schwebealgen färben das Teichwasser grün.
Wasserpflanzen, wie das Raue Hornblatt (Ceratophyllum demersum), produzieren Sauerstoff und unterstützen eine natürliche Algenbekämpfung.

Sogar in einem gesunden Gartenteich wachsen Algen. Als Faustregel gilt: Je nährstoffreicher, kalkhaltiger und alkalischer er ist, desto idealer sind ihre Wachstumsbedingungen. Während Fadenalgen vor allem ab April stark wuchern und an der Oberfläche treiben, sind Mikroalgen, die das Wasser trüben, schwieriger zu bekämpfen. Vor allem ab Ende Mai und Anfang Juni steigert sich das Algenwachstum, weshalb sie sich im Wasser ausbreiten und es grün oder braun verfärben. Schnell überziehen Algenfäden die Teichoberfläche oder grüne Teppiche erstrecken sich über den Boden. Für eine erfolgreiche Bekämpfung werden an der Oberfläche schwimmende Algen in regelmäßigen Abständen mit einem Käscher entfernt. So entziehen Sie dem Wasser zusätzliche Nährstoffe, die die Algen wiederum aufnehmen würden.

Tipp: Fadenalgen lassen sich mit einer Holzlatte einfach aus dem Wasser fischen. Hierzu wird sie über den Teich gezogen und die Fäden werden um sie herumgewickelt.

Eine andere Methode ist eine gut durchdachte Bepflanzung des Teiches. Bestimmte Wasserpflanzen, wie Raues Hornblatt, Laichkraut, Tausendblatt oder Wasserpest, produzieren Sauerstoff. Dagegen breiten sich Schwimmblattpflanzen an der Wasseroberfläche aus und nehmen den Schwebealgen, die das Wasser grün färben, das notwendige Sonnenlicht. Zu ihnen gehören beispielsweise Froschbiss, Seekanne oder Seerosen. Außerdem benötigen Kleinlebewesen den im Wasser gelösten Sauerstoff zum Überleben und fressen wiederum Algen, sodass ein biologisches Gleichgewicht entsteht.

Allerdings reichen Pflanzen in einem Fischteich oft nicht aus, um sie erfolgreich zu bekämpfen. Denn durch den Kot und Fischfutter gelangt ein kontinuierliches Überangebot an Nährstoffen in das Wasser. Abhilfe schafft eine gute Teichfilteranlage, die sowohl überschüssige Nährstoffe als auch kleine Pflanzenreste und Algen herausfiltert.

Tipp: Vor allem in kleinen Teichen führen Pflanzenreste schnell zu einem Nährstoffüberangebot und einer Überwucherung durch Algen. Für eine dauerhafte und effektive Algenbekämpfung empfehlen Experten einen leistungsfähigen Teichfilter mit einem UV-Algenklärer. Er bestrahlt sie mit UV-Licht, dämmt so das Wachstum von Schwebealgen ein, klärt das Wasser und sorgt auf diese Weise für kristallklares Wasser.

Schließlich hilft bei einer großen Fischpopulation die Reduzierung der Tiere, da Fische unter anderem von Wasserflöhen sowie weiteren Kleinlebewesen leben, die sich von Algen ernähren. Zudem stärkt eine Verbesserung der Wasserqualität das Wachstum der Teichpflanzen und schwächt gleichzeitig die Algen.

Bei einem starken Algenbefall helfen kurzfristig chemische Mittel zur Algenbekämpfung. Diese hemmen unter anderem das Wachstum und bekämpfen erfolgreich die Blüte der Mikroalgen. Bei einem akuten Sauerstoffmangel hat sich ein sogenannter Sauerstoff-Aktivator bewährt.

Im Herbst den Gartenteich winterfest machen

Mit einem Käscher lassen sich die meisen Pflanzenreste und Blätter abfischen.

Damit die Fische und Pflanzen die kalten Monate gut überstehen, sollten Sie den Gartenteich winterfest machen. Zuerst werden verwelkte und abgestorbene Teile der Wasserpflanzen abgeschnitten. Wuchernde Pflanzen, wie winterharte Seerosenarten, lassen sich ebenfalls zurückschneiden, indem Sie die Blätter so tief wie möglich vor dem ersten Frost abknipsen.

Wenn sich am Teichgrund eine faulige Schlammschicht bildet, zersetzen Bakterien das Material und bilden giftige Faulgase, wie Methangas. Dabei verbrauchen sie Sauerstoff, der den Organismen im Teich fehlt – das biologische Gleichgewicht droht zu kippen. Daher werden während der Herbstmonate das Laub, Pflanzenbestandteile und Zweige herausgefischt. Außerdem sollte der Schlamm oberflächlich vom Teichgrund abgesaugt werden, bevor sich die Fische in die Winterruhe begeben.

Bedenken Sie, je weniger organisches Material sich im Wasser absetzt, desto besser wirkt es sich auf die Wasserqualität und die Gesundheit der Fische und Wasserlebewesen aus.

Teichnetze gegen Blätter im Wasser

Befindet sich der Teich unter Bäumen, gelangen vor allem im Herbst zahlreiche Blätter in das Wasser. Folglich steigt der Nährstoffgehalt im Wasser, sodass sich Algen ausbreiten und die Wasserqualität abnimmt. Gleichzeitig lagert sich das organische Material jedoch auch am Boden ab und führt im Laufe der Zeit zu einer Verschlammung des Teichs. Daher ist es ratsam, ein Laubschutznetz über ihn zu spannen. Achten Sie auf eine UV-stabilisierte Ausführung, die sich sicher am Uferrand befestigen lässt. Je nach Ausführung lässt sich der Netzrand mit einer durchgezogenen Schnur verstärken, um ein Einreißen des Randes zu verhindern. Damit das es nicht ins Wasser hängt, lassen sich bestimmte Netz mit Bambusstangen oder Latten unterlegen. Außerdem schützen Teichnetze Ihre wertvollen Kois vor Räubern, wie Reiher oder Katzen.

Tipp: Denken Sie beim Laubschutz auch an Tiere, die vom Garten in den Teich gelangen. Schneiden Sie kleine Schlupflöcher, um ihnen Zugang zu gewähren, und kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich Vögel in den Maschen verfangen haben. Nach dem Laubwurf zum Winter hin können Sie das Netz wieder abnehmen.

So wird der Teich winterfest

Eisfreihalter und Teichheizer verhindern ein Zufrieren der Wasseroberfläche.

Im Oktober, spätestens im November sollten Sie den Gartenteich winterfest machen. Reinigen Sie die Filteranlage und Pumpe und lagern Sie letztere in einem mit Wasser gefüllten Eimer, damit sich weder abgelagerte Verschmutzungen noch Kalk an der Welle verhärten.

Winterharte Seerosen werden jetzt so tief wie möglich zurückgeschnitten. Kälteempfindliche Wasserpflanzen, wie Wasserhyazinthen, Schwimmfarne oder Muschelblumen, überwintern in einem Eimer oder im Aquarium.

Tipp: Lassen Sie nur sehr gut gewachsene Exemplare dieser Pflanzen überwintern, treiben diese im Frühling rasch aus und vermehren sich. Verbliebene Pflanzen, die den Winter nicht überstanden haben, werden beim Frühjahrsputz des Teiches entfernt.

Rohrkolben, Schilf, Lampenputzergras oder Chinaschilf sollten jedoch erst im Frühling zurückgeschnitten werden. Für die Winterzeit werden die Gräser zusammengebunden. Auf diese Weise schützen die äußeren alten Gräser die jüngere neuen Triebe im Inneren. Wie Sie dekoratives Pampasgras im Winter schützen, erfahren Sie im Beitrag Schutz für Ziergräser im Winter. Darüber hinaus bilden manche Wasserpflanzen, wie Froschlöffel, und Ziergräser, die am Teichrand wachsen, Fruchtbestände, die gerne von Vögeln angenommen werden.

Dagegen brauchen Gartenteiche mit einer Tiefe von mindestens 1,50 m keinen zusätzlichen Frostschutz, da er im Normalfall nicht vollständig durchfriert. Fische ziehen sich in die Tiefwasserzone zurück und begeben sich in eine Ruhephase. Achten Sie darauf, dass die Wasseroberfläche nicht vollständig zufriert, damit die Fische nicht unter Sauerstoffmangel leiden. Installierte Eisfreihalter in Kombination mit einer Belüftungspumpe sorgen für einen offenen Bereich und versorgen das Wasser zugleich mit Sauerstoff. Bei strengen Wintern raten Experten zu einem Teichheizer und einem Frostwächter, der bei niedrigen Temperaturen automatisch den Heizer aktiviert und bei steigenden Temperaturen ausschaltet. – Keinesfalls sollten Sie die Eisdecke aufhacken, da die Druckwelle der Schwimmblase der Fische schadet. Ist der Teich komplett zugefroren, kann mit heißem Wasser ein Loch erzeugt werden.

Bei flacheren Teichen besteht die Gefahr, dass sie vollständig zufrieren. In diesem Fall sollten die Fische in einem Aquarium überwintern.

Tipp: Ab einer Temperatur von 10 °C sollten Sie Teichfische nicht mehr füttern, da die Verdauung langsamer abläuft und die Tiere das Futter nicht richtig verdauen können.

Teichpflege im Winter

Auch im Winter fallen kleinere Arbeiten am Gartenteich an. Dabei ist zu beachten, dass die Fische nicht in ihrer Winterruhe gestört werden dürfen. Bei einer teils zugefrorenen Oberfläche und Schneefall wird die Schneedecke regelmäßig entfernt, damit Licht in den Teich fallen kann. Kontrollieren Sie zwischendurch, ob die Lüftungskanäle des Eisfreihalters verunreinigt oder verstopft sind und säubern Sie diese bei Bedarf.

Weiterhin sollte organisches Material, das sich in Ufernähe und in der flachen Wasserzone befindet, vorsichtig herausgefischt werden. Von einem Abkäschern in den tieferen Wasserzonen raten Experten ab, da dies die Fische unter Stress setzen und in der Winterruhe stören würde.

Wer keinen Platz für einen großen Gartenteich hat, kann sich mit einem Miniteich im Fass ein kleines Biotop auf dem Balkon oder der Terrasse realisieren. Neben einem wasserdichten Gefäß benötigen Sie noch Teichsubstrat und unterschiedliche Wasserpflanzen zur natürlichen Teichbegrünung. Wir erklären, wie Sie einen Miniteich im Fass anlegen und bepflanzen.

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  1. "Gartenteich anlegen" (Originalbild): Sojournstar Media (sojournstar), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  2. "Teich mit Wasserpflanzen" (Gartenteich) von a.froese, Flickr, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  3. "Kiesschicht im Folienteich" (IMG_3301) von eLLen (eLLenTY), Flickr, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  4. "Folienteich mit Wasserpflanzen" (IMG_3310) von eLLen (eLLenTY), Flickr, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten

  5. "Verschlammter Teich" (P3117022) von Crosa (crosathorian), Flickr, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten

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  7. "Goldfische füttern" (Originalbild): Peter Timmerhues (peter67), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  8. "Grünes Wasser im Teich" (Backyard Pond) von CJ Sorg, Flickr, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten

  9. "Raues Hornblatt (Ceratophyllum demersum)" (Ceratophyllum demersum var.demersum.) von S.Tanaka, Wikimedia Commons, Lizenz: gemeinfrei, zugeschnitten

  10. "GartenMeister Teichreiniger mit Käscher bei Westfalia.de kaufen": GartenMeister (Westfalia) / www.westfalia.de / Westfalia

  11. "Zugefrorener Teich" (Eisfinger im Teich) von Cora Burger, Flickr, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  12. "Miniteich im Fass" (Desert Island) von John Norris (john-norris), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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