Basis-Ausstattung für Hobbygärtner: Nützliche Gartengeräte

Gartengeräte sind während der gesamten Saison bei der Rasen- und Bodenpflege, der Pflanzenbewässerung oder beim Pflanzenschnitt im Einsatz. Häufig kommt die gezielte Gerätepflege nach dem Gebrauch zu kurz, sodass viele Werkzeuge schon nach kurzer Zeit Materialschäden zeigen oder in ihrer Leistung nachlassen. Die Winterpause ist daher eine gute Gelegenheit, manch alt gedientes Gerät aufzubereiten und gegebenenfalls das eine oder andere nützliche Werkzeug neu anzuschaffen. Beim Kauf von Gartengeräten sollten Sie nicht am falschen Ende sparen: Billige Gartengeräte enttäuschen oft schon nach dem ersten Einsatz und machen manchmal schon nach einer Gartensaison schlapp. Daher lohnt es sich, für solide Qualitäts-Gartengeräte ein wenig mehr auszugeben, damit Sie viele Jahre Freude bei der Gartenarbeit haben.

Viele Hobbygärtner fragen sich, ob sie zum Benzinmodell oder doch dem Elektrogerät greifen sollten, oder suchen nach dem optimalen Bewässerungssystem für große Beete. Besonders praktisch sind zudem teleskopierbare Gartengeräte, die sich der individuellen Körpergröße anpassen lassen und so ein ermüdungsfreies Werkeln im Grünen ermöglichen.

Wir stellen Ihnen die nützlichsten Gartenhelfer vor, die in keinem Geräteschuppen fehlen dürfen.

Worauf sollte man beim Kauf von Gartengeräten achten?

Zur regelmäßigen Gartenpflege sind Hobbygärtner auf scharfe und funktionstüchtige Gartengeräte angewiesen, die sie bei den anfallenden Arbeiten optimal unterstützen.

Rostige Gartengeräte erhöhen das Unfallrisiko.

Hierbei sollten Sie in erster Linie auf eine qualitativ hochwertige Verarbeitung achten: Gartengeräte sind ständiger Feuchtigkeit und lehmigem Schmutz ausgesetzt. Im Idealfall sollten Metallteile daher aus einem Stück hergestellt sein und keine anfälligen Verbindungsstücke aufweisen, an denen sich besonders schnell Rost bildet und es zu Materialverschleiß kommt. Greifen Sie zu hochwertigen Edelstahlgeräten, die besonders robust sind und rostfrei bleiben.

Wenn Gartengeräte über Holzelemente verfügen, wie etwa Spaten, Äxte oder Besen, ist es von Vorteil, wenn sich diese problemlos ersetzen lassen. Besonders stabil ist beispielsweise Esche: Das harte Holz ist besonders robust und ist nach vielen Jahren bei angepasster Pflege noch ansprechend und splitterfrei. Motorbetriebene Gartengeräte müssen sich in der Hand gut anfühlen und dürfen Sie nicht in Ihrer Bewegungsfreiheit einschränken. Prüfen Sie vorab die Funktionalität des Startens, Abschaltens und Wechselns zwischen einzelnen Arbeitsprogrammen, um einen sicheren Umgang im Einsatz zu garantieren.

Tipp: Lassen Sie sich durch Fachpersonal die Betriebssicherheit erklären, um auch bei unerwarteten Problemen richtig reagieren zu können.

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass ein Sicherheitssiegel für das Gerät vorliegt und ob Ersatzteile schnell und unkompliziert nachbestellt werden können. Solche Qualitätsprodukte haben ihren Preis, überzeugen jedoch durch eine ausgesprochene Langlebigkeit sowie entsprechend lange Garantie.

Grundausstattung an Gartengeräten

Wie viele und welche Gartengeräte benötigt werden, hängt immer von der zu pflegenden Gartenfläche sowie der gewünschten Gartengestaltung ab: Lange Heckenanlagen müssen in Form geschnitten, Grünflächen gemäht und Blumen- sowie Nutzbeete bepflanzt werden. Dabei darf die Wasserversorgung nicht vergessen werden – besonders große Gärten können mit speziellen Bewässerungssystemen ausgestattet oder ein zentraler Brunnen gesetzt werden.

Dabei kann man neben nützlichem Zubehör, wie Handschuhen, Schubkarren, Blumendraht oder Kletterhilfen, generell drei wichtige Gartenwerkzeuge-Gruppen betrachten:

  1. Geräte zur Rasen- und Bodenpflege

  2. Schnittwerkzeug

  3. Bewässerungszubehör

1. Gartengeräte zur Rasen- und Bodenpflege

Spaten, Grabegabel, Hacke und Rechen

Werden Pflanzen neu gesetzt oder müssen Bereiche von Blättern befreit werden, sind Hobbygärtner auf den Einsatz von Spaten und Rechen angewiesen. Auch das Abtragen von vorhandener Vegetation kann bei einer Neuanlage notwendig werden. Der Spaten sollte eine scharfe Kante zum Abstechen der Soden und ein robustes Schaufelblatt aus einem Stück besitzen. Zudem sollten Spatenblatt und Gabelzinken aus ölgehärtetem Stahl hergestellt sein. Im Anschluss muss das Erdreich im geplanten Beetbereich tiefengelockert und so für eine Aussaat optimal vorbereitet werden.

Harke, Rechen und Co. ermöglichen eine gezielte Bodenaufbereitung und befreien Beete und Rasen von Herbstlaub.
Mit einer Grabegabel kann der Boden belüftet werden, ohne dass Wurzelsysteme stark beschädigt werden.

Die Bodenaufbereitung kann bei schweren und harten Böden mit einer Hacke oder einer Grabegabel erfolgen, die obersten Erdschichten lockern und für eine weitere Bearbeitung feinkrümeliges Substrat erzeugen. Der Vorteil einer Grabegabel ist in der Tatsache zu finden, dass sie Wurzelreste für ein leichteres Entfernen lockert und das Umgraben des Erdreichs entfällt. Beim Umgraben einzelner Erdschichten werden Kleinstlebewesen und Mikroorganismen gestört oder sogar in andere Schichten befördert, in denen sie unter Sauerstoff- und Nährstoffmangel leiden, sodass der Stoffwechselvorgang im Boden zum Erliegen kommt. Welche weiteren Vor- und Nachteile das Umgraben von Beeten hat, können Sie in unserem Beratungsbeitrag "Boden umgraben – positiv oder negativ?" detailliert nachlesen.

Während der Bodenbearbeitung sollten Sie dem nun lockeren Substrat Zusätze beimengen, etwa Kompost, Sand, Hornspäne oder Gesteinsmehl. Diese Maßnahme fördert eine gute Wasserdurchlässigkeit und stellt den Pflanzen eine erste wichtige Nährstoffversorgung sicher. Eine kleine Schaufel sowie ein Rechen helfen beim Einarbeiten und abschließendem Platinieren der Nutzfläche.

Reinigung und Pflege
Spaten, Spatengabel, Hacke und Rechen werden nach jedem Einsatz und erneut vor der Winterruhe von Erdkrusten des Vorjahres befreit: Ein Hochdruckreiniger ist für die Befreiung von starken Verschmutzungen ideal geeignet. Spezielle Reinigungsmittel erleichtern die Entfernung von hartnäckigen Verkrustungen, Grasrückständen und Pflanzenharzen.

Anschließend die Gartengeräte, besonders einzelne Holzelemente, gut trocknen lassen und die Metallteile mit einer Drahtbürste oder dem Bürstenaufsatz der Bohrmaschine polieren. Falls nötig, kann das Spatenblatt an der Rückseite mit einer Metallschleifscheibe oder Feile geschärft und im Anschluss eingefettet werden – dies beugt Flugrost vor und pflegt das Material. Noch besser geeignet ist ein spezielles Pflegeöl, durch das die Oberfläche einen wasserabweisenden Film erhält und Rostbildung noch effektiver verhindert wird.

Alle Verbindungen zwischen Holz und Metall werden überprüft und, falls nötig, die Stiele erneuert. Raue Stellen an Holzstielen lassen sich mit feinem Sandpapier glatt schmirgeln. Damit die Stiele nicht splittern oder brechen, müssen sie geschmeidig bleiben: Zur Pflege eignen sich ein Holzwachs, ein Holz-Öl oder ein spezielles Holzpflegegel. Die Mühe lohnt sich, denn selbst alte Stiele liegen so auch nach langjähriger Benutzung noch angenehm glatt in der Hand.

Tipp: Falls ein Stiel abgebrochen ist, aber der Rest sich nicht aus der Tülle entfernen lässt, wird der Rest im offenen Feuer ausgebrannt, um einen neuen Stiel einsetzen zu können. Verbogene Zinken von Spatengabel und Rechen lassen sich mit einem Hammer vorsichtig wieder in Form bringen. Hacken werden, wie auch der Spaten, an der Unterseite angeschliffen.

Gartengeräte mit Teleskopstiel für ein ermüdungsfreies Arbeiten

Falls Sie neue Gartengeräte anschaffen möchten, können Sie über einen Spaten mit Teleskopstiel oder eine Teleskop-Heckenschere nachdenken, die ein ermüdungsfreies Arbeiten durch Anpassung an die Körpergröße ermöglichen. Auch eine Gartenkelle mit Teleskopstiel eignet sich gut für ein müheloses, rückenfreundliches An- und Umpflanzen im Nutz- und Ziergarten. Der Stiel der Blumenkelle lässt sich teleskopartig einschieben, sodass ein platzsparender Transport ermöglicht wird – somit ist dieses Gerät auch ideal für die Grabpflege geeignet.

Rollkultivator

Nicht fehlen bei der Gartenarbeit sollte ein vielfältig einsetzbarer Rollkultivator: Die sternförmigen Räder halten Beete unkrautfrei und zerkrümeln schonend den Oberboden, ohne dabei die feinen Wurzelsysteme zu beschädigen. Das Gerät eignet sich auch gut zur Lockerung von verkrusteten oder durchwurzelten Böden und zum Einarbeiten von Dünger in großen Flächen. Zudem kommt der Rollkultivator bei der Lockerung des Bodens unter Sträuchern, Büschen und in Baumscheiben zum Einsatz.

Rasenmäher

Für einen gepflegten Rasen ist das wöchentliche Rasenmähen von großer Bedeutung; im Sommer kann es mitunter sogar notwendig sein, mehrmals wöchentlich zum Rasenmäher zu greifen. Wer kein Risiko eingehen möchte, kauft einen Rasenmäher mit einem unabhängigen Sicherheitssiegel, wie dem GS-Zeichen oder VDE-Zeichen. Denn gerade beim Umgang mit Gartengeräten, die über scharfe Klingen verfügen, ist eine überzeugende Produktqualität lebenswichtig.

Ein Benzinrasenmäher muss vor der Winterpause gewartet werden.

Bei klassischen Rasenmähern haben Sie die Wahl zwischen Elektro- sowie Benzinrasenmähern. Beide Modelle haben individuelle Vor- als auch Nachteile, die es vor dem Kauf abzuwägen gilt. Bei Benzinrasenmähern besteht erhöhte Brandgefahr und die Umwelt wird unnötig durch Abgase belastet – dafür müssen Sie nicht auf das Stromkabel achten, wodurch ein besonders flexibler Arbeitsbereich ermöglicht wird. Elektrorasenmäher sind häufig leichter, aber aufgrund des erforderlichen Stromanschlusses unpraktischer in der Handhabung und nur für den Einsatz bei trockenem Wetter geeignet.

Beim Umgang mit einem Rasenmäher gibt es zwei wesentliche Aspekte zu beachten. Mähen Sie niemals rückwärts: Bei einem Sturz könnten Sie mit den Füßen in die rotierenden Schneidwerkzeuge kommen und sich schwer verletzen. Bei laufendem Motor dürfen festsitzende Grasbüschel oder andere Störfaktoren nicht entfernt werden: Nachdem Sie den Sicherheitsbügel loslassen, schaltet sich der Rasenmäher in der Regel automatisch innerhalb von drei Sekunden ab. Nach weiteren fünf Sekunden sind die rotierenden Klingen zum Stillstand gekommen, und das Problem kann gefahrlos beseitigt werden. Wer ganz sicher gehen möchte, zieht vorab den Stecker aus der Steckdose.

Achtung: Augen auf beim Rasenmähen – vor Mäharbeiten werden alle Kleinteile, Spielgeräte oder Accessoires von der Rasenfläche entfernt. Zudem verstecken sich viele Kleintiere im hohen Gras, etwa Kröten, Kaninchen oder Igel. Auch Schnecken können vorab eingesammelt und auf dem Kompost wieder ausgesetzt werden. Gehen Sie die Grünfläche vor dem Rasenmähen ab und vergewissern Sie sich, dass Sie gefahrenlos mähen können.

Reinigung und Pflege
Nach dem letzten Mäheinsatz wird der Rasenmäher gründlich gereinigt. Grasreste werden vorsichtig mithilfe einer Bürste und reichlich Wasser entfernt. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie den Wasserstrahl nicht auf das Lager, Dichtungen oder den Motor richten.

Bei Benzinmähern sollten Sie vor der Winterpause das Öl wechseln und den Tank entleeren, da Resttreibstoff über die lange Standzeit seine Zündfähigkeit verliert. Ist nach dem letzten Mähen noch Treibstoff im Tank, sollte der Benzinrasenmäher im Leergang so lange laufen, bis der Motor selbstständig ausgeht. Bei Bedarf werden auch die Zündkerzen und der Luftfilter gewechselt.

Falls der Motor nicht rund läuft oder sonstige Probleme auftreten, sollten Sie den Mäher sicherheitshalber in einer Fachwerkstatt überprüfen lassen. Auch das Messer des Rasenmähers lässt man am besten vom Fachmann schärfen und auswuchten. Eine solche jährliche Inspektion kann die Lebensdauer Ihres Rasenmähers deutlich verlängern.

Nachdem alle Wartungsarbeiten abgeschlossen sind, wird der Mäher trocken, staubfrei und frostsicher in Normallage gelagert. Bei Rasenmähern mit Starterbatterie ist auf eine frostfreie Umgebung zu achten.

2. Gartengeräte für Schnittmaßnahmen und die Laubentsorgung

Bei breiten Ästen kommen scharfe Astsägen zum Einsatz.

Das Gartenjahr geht allmählich zu Ende, doch zuvor gibt es noch alle Hände voll zu tun. Wer in der Nähe großer Bäume gärtnert, kennt das alljährliche Problem des herabfallenden Herbstlaubes. Auf Gemüsebeeten, zwischen Beerensträuchern, Stauden und Ziergehölzen kann das Laub in einer dünnen Schicht liegen bleiben: Es wirkt als wärmende Decke und verhindert, dass zu viele Nährstoffe ins Grundwasser gespült werden. Dennoch sollte das Laub auch hier vorab gehäckselt werden, um leichter zu wertvollem Humus zersetzt werden zu können.

Vom Rasen muss nasses Herbstlaub jedoch unbedingt abgerecht werden, denn nach Regen und Schneefall verkleben die Blätter und bilden eine nahezu luftdichte Schicht, unter der das Gras vergilbt und schließlich abstirbt. Zudem werden im Herbst Ziersträucher und andere Gehölze durch gezielte Schnittmaßnahmen auf die Winterruhe vorbereitet und so der Neuaustrieb im kommenden Frühjahr gefördert.

Bereits vor dem Kauf sollten Sie auf entscheidende Qualitätsmerkmale achten: Die Klingen einer Gartenschere sollten sich zum Transport oder für eine sichere Lagerung arretieren lassen und die Schere zu Ihrer individuellen Handgröße passen sowie möglichst leicht sein, um einen erhöhten Schnittkomfort zu erzielen. Besonders bei elektrischen Heckenscheren sollte die Sicherheit im Fokus stehen: Ein Handschutz sowie eine Sicherheitsabstellung sollten für eine gefahrlose Nutzung vorhanden sein.

Scharfe Gartenscheren ermöglichen präzise Schnittmaßnahmen.

Gartenschere und Astsäge

Bei einem Spaziergang durch den Garten entdeckt man immer etwas, das entfernt werden sollte: Sei es ein trockener Trieb, ein abstehender Draht oder eine verblühte Blüte. So wollen neben Hecken auch Sträucher und Stauden, Nutz- und Zierpflanzen sowie Beet- und Kübelpflanzen regelmäßig von alten, vertrockneten oder verblühten Teilen befreit werden.

Diese Maßnahme fördert den Neuaustrieb und schützt die Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen. Dabei können Sie vertrauensvoll auf hochwertige Gartenscheren zurückgreifen, die sich für schmale Triebe und kleinere Äste eignen. Werden die Äste breiter, ist eine Astsäge die richtige Wahl.

Reinigung und Pflege
Vor jedem Einsatz werden die Klingen einer Gartenschere oder Astsäge gereinigt und im Idealfall sogar desinfiziert. Denn aufgrund der schöneren und glatteren Schnittfläche dringen bedeutend weniger pflanzenschädigende Pilze und Bakterien ein und die Schnittwunde wächst schneller zu. Ist die Schnittfläche groß, sollte ein zusätzliches Wundpflegemittel für Pflanzen aufgetragen werden, das die Wundheilung fördert und das Eindringen von Feuchtigkeit unterbindet.

Bei Garten- und größeren Astscheren können zudem die Gelenke im Laufe der Zeit durch Harz und Pflanzensaft verkleben. Als Folge dessen erhöht sich der Kraftaufwand beim Schneiden und die Messer verlieren ihre Schärfe. Qualitäts-Gartenscheren lassen sich leicht in ihre Einzelteile zerlegen und säubern. Die Rückstände werden mit einem Alkoholreiniger entfernt und alle Teile mit Silikonspray eingesprüht. Vor dem Zusammenbauen sollten Sie die Klinge auf ihre Schärfe prüfen und gegebenenfalls eine Ersatzklinge einsetzen.

Schneiden Sie Ihre Hecke trapezförmig für einen ausreichenden Sichtschutz und nicht zu wuchtigen Wuchs.

Kettensäge und Heckenschere

Für besonders grobe Arbeiten oder das Fällen von Bäumen und Abschneiden dicker Äste kommt die (Ketten-)Säge zum Einsatz. Auch Brennholz wird mit ihr grob in Form geschnitten, bevor es mit einer Spaltaxt in Scheite zerteilt wird. Hier können Sie auf Elektro-Kettensägen, Benzinmodelle oder Kettensägen mit Akku zurückgreifen. Dennoch gibt es bisher nur Kettensägen für Rechtshänder; ein ausreichender Schutz für Linkshänder ist daher zu empfehlen.

Für Kunst- und Formschnitte an Sträuchern und Hecken wird eine elektrische oder benzinbetriebene Heckenschere genutzt. Hierbei ist zu bedenken, dass Schnittmaßnahmen an Pflanzen niemals an regnerischen Tagen oder bei prallem Sonnenschein erfolgen sollten, da die frischen Schnittstellen deutlich empfindlicher für Verbrennungen und Feuchtigkeit sind. Für den ersten Formschnitt im Jahr sollten Sie einen bewölkten Tag Mitte Februar wählen – jetzt besteht noch kein Bestandsschutz. Laubabwerfende Gehölze werden dabei zweimal jährlich, im Februar und Oktober geschnitten, während immergrüne Gewächse nur im Herbst in Form gebracht werden.

Tipp: Wenn Sie als Schnittform ein Trapez wählen, erhalten Sie einen ausreichenden Sichtschutz und die Hecke wirkt zeitgleich nicht zu wuchtig.

3. Gartengeräte zur Pflanzenbewässerung oder Reinigung

Ein großer Garten mit zahlreichen Pflanzen und unterschiedlichen Beeten bedeutet besonders während der Sommermonate viel Arbeit: Jetzt müssen die Zier- und Nutzpflanzen täglich morgens und abends ausgiebig bewässert werden, um die Pflanzengesundheit zu erhalten. Wer sich diese Arbeit erleichtern möchte, installiert unterirdische Bewässerungssysteme oder stellt in der Dämmerung einen Rasenberegner auf, der große Flächen gleichmäßig befeuchtet.

Beim Gartenschlauch macht sich Qualität bezahlt

Mit einer praktischen Gartenschlauchhalterung beugen Sie materialschädigenden Knicken und druckbedingten Rasenschäden vor.
Mit einem Rasensprenger werden große Flächen gleichmäßig beregnet.

Lange Gartenschläuche gibt es erstaunlich preiswert, doch davon sollten Sie sich nicht blenden lassen, denn bei einem Gartenschlauch sind die inneren Werte entscheidend: Ein Qualitätsgartenschlauch darf nicht abknicken, ist schmutzabweisend sowie kälte- und hitzebeständig von -20 bis +60 °C. Das bedeutet, ein Schlauch muss bei Minustemperaturen geschmeidig bleiben und darf bei Hitze nicht spröde und rissig werden. Zudem sollte ein hochwertiger Gartenschlauch für UV-Strahlung undurchlässig sein, damit sich im Inneren keine Algen bilden, die den Sprenger oder angeschlossene Düsen verstopfen könnten.

Vor allem muss der Gartenschlauch einen Wasserdruck von mindestens 20 Bar aushalten, auch wenn der Leitungsdruck in der Regel nur fünf Bar beträgt. Doch bei pulsierender Wasserentnahme, etwa bei einer Gartenspritze oder einem Beregnungssystem, können Druckstöße von mehr als 20 Bar entstehen. Bei einem Qualitätsschlauch sorgt eine aus Polyester oder Nylon bestehende Gewebeeinlage für die Druckbeständigkeit. Wichtig ist darauf zu achten, dass diese Gewebeeinlage cadmium-, barium- und bleifrei ist. Weiterhin muss der Gartenschlauch unter Druck stehend glatt am Boden liegen, und darf sich nicht verdrehen und winden. Dabei besteht die Gefahr, dass empfindliche Pflanzen ruiniert werden oder der Rasensprenger kippt.

Tipp: Um nicht mehr Wasser als nötig zu verbrauchen, sollte ein Wasser-Timer oder eine Bewässerungsuhr zum Einsatz kommen. Mit ihnen lässt sich der Zeitraum für das Wässern vorprogrammieren.

Wassersparend sind auch Perlschläuche, die vor allem im Gemüsebeet zum Einsatz kommen, da sie sich besonders gut zur Oberflächen- oder Untergrundbewässerung von Pflanzreihen eignen. Die poröse Struktur ermöglicht eine einheitliche und flächendeckende Bewässerung, womit der Wasserverbrauch um bis zu 70 Prozent gesenkt werden kann.

Achtung: Vor der Winterpause werden Wasserleitungen, die im Außenbereich nicht frostfrei verlegt sind, entleert und die Wasserzufuhr abgestellt. Soll eine Nutzung bei Schnee und Frost weiterhin möglich sein, können Frostschutzkabel mithilfe von Kabelbindern an den Leitungen befestigt werden. Der Wasserhahn kann für einen zusätzlichen Schutz mit Jute umwickelt werden. Schläuche, Gießkannen, Wasserspeicher und Regenfässer werden vor dem ersten Frost entleert.

In einem großen Garten kann es gerade im Sommer nötig sein, jeden Tag mehrere Stunden zu wässern, um Verbrennungen und Vertrocknungen vorzubeugen. Wir erklären, wie Sie Bewässerungsysteme installieren, wann Sie wässern sollten und welches Wasser besonders pflanzenverträglich ist. Wissenswertes zur Gartenbewässerung

Hochdruckreiniger

Wer sein Werkzeug jahrelang nutzen möchte, pflegt es ordentlich und regelmäßig. Das lohnt sich nicht nur aus finanziellen Gesichtspunkten: Altgediente Gartengeräte liegen nach langer Benutzung optimal in der Hand, die Arbeit macht mehr Spaß und bereitet weniger Mühe. Daher lohnt es, sich schon jetzt ein wenig Zeit für die Gerätepflege zu nehmen. Erdreste werden mit einer Drahtbürste entfernt. Ideal zum Säubern stark verschmutzter Gartengeräte ist ein Hochdruckreiniger, der sich auch sonst vielfach rund ums Haus und im Garten für die effektive, wassersparende und bequeme Reinigung einsetzen lässt.

Mit einem Hochdruckreiniger werden unterschiedlichste Flächen wassersparend gereinigt.

Ob die vermooste Terasse, der verkrautete Plattenweg, Einfahrten, Treppen, Mauern, Hausfassaden, Fensterläden, Dächer, Wintergärten und Gewächshäuser, Zäune, Gartenmöbel oder verschmutzte Gartengeräte, aber auch Autos, Fahrräder und vieles mehr: Die Einsatzmöglichkeiten für einen Hochdruckreiniger sind groß. Was früher mit Schrubber und Wasserschlauch mühsam und langwierig war, geht mit einem Hochdruckreiniger wie von selbst und so gründlich wie nie zuvor.

Ein solches Gerät schießt Wasser unter einem Druck auf die zu reinigende Fläche, der 20 bis 30 Mal kräftiger ist als der Strahl aus einem Wasserschlauch. Der Druck kann an einer Düse reguliert werden: vom scharfen Nadelstrahl, der sogar Kaugummireste löst, bis zum Flachstrahl oder weichen Schwall, wobei die Reinigungswirkung durch eine rotierende Waschbürste verstärkt wird. Ganz im Gegenteil zur weit verbreiteten Meinung wird dabei rund 80 Prozent weniger Wasser verbraucht, als beim Einsatz eines Gartenschlauches.

Bei Hochdruckreinigern arbeitet eine elektrisch betriebene Hochdruckpumpe: Das Wasser wird aus der Leitung über einen gewöhnlichen Schlauch zugeführt und auf einen Druck von etwa 100 bar gebracht. Sollen stark verschmutzte Flächen gereinigt werden, empfiehlt es sich, ein fettlösendes, reinigungsaktives Hochdruckreiniger-Konzentrat beizumischen.

Zum sicheren Arbeiten mit Ihrem Hochdruckreiniger sollten Sie beachten: Die Spritzlanze wird immer mit beiden Händen gehalten und eine optimale Reinigungswirkung wird erzielt, wenn der Strahl im Winkel von 45 Grad oder flacher auftrifft. Richten Sie den scharfen Strahl niemals gegen Personen oder Tiere, da dies zu Verletzungen führen kann. Auch ein verschmutzter PKW samt Felgen und Reifen kann mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden, keinesfalls jedoch der Motorraum und Unterboden.

Reinigung und Pflege von Gartengeräten

Eigentlich sollte man seine Gartengeräte nach jedem Arbeitsgang säubern. Doch während der Saison ist die Zeit oft knapp und die Motivation für eine gründliche Reinigung fehlt, da das Gerät am nächsten Tag wieder beschmutzt wird – so reicht es oft nur für eine oberflächliche Reinigung. Nutzen Sie die ruhige Zeit im Winter für eine gründliche Inspektion und eventuelle Neuanschaffungen, damit Sie zu Beginn der nächsten Gartensaison mit perfektem Gerät loslegen können.

Elektrische Gartengeräte reinigen
Auch die elektrische Heckenschere, der elektrischer Rasenmäher und die Kabeltrommel sollten sorgfältig gecheckt werden, denn gerade hier steht die Sicherheit an erster Stelle. Stecker, Kabel und Schalter werden auf Beschädigungen untersucht und gegebenenfalls erneuert. Damit die Kabel nicht porös werden, reinigt man sie mit einem feuchten Lappen und Seifenlauge. Schalter und Stecker müssen von Schmutz und Pflanzenresten befreit werden. Den Winter über lagert man elektrische Gartengeräte am besten in den dazugehörigen Verpackungen in einem Raum mit geringer Luftfeuchtigkeit, um die Oxidation von Spulen und Lötstellen im Geräteinneren zu verhindern.

Ordnung im Geräteschuppen

In einem gut sortierten Geräteschuppen werden Gartengeräte über den Winter gelagert.

Es ist besonders ärgerlich, wenn man ein Gerät erst suchen muss, wenn man es gerade braucht. Dabei ist es so einfach, die Gartengeräte übersichtlich, griffbereit und platzsparend aufzubewahren.

Eine prima Ordnungshilfe sind Geräteleisten mit S-förmigen Klemmhaken, die an der Wand im Schuppen, in der Garage oder im Keller mit wenig Aufwand montiert werden. Die Haken lassen sich verschieben und damit der Abstand nach Bedarf einstellen: So können auch breite Geräte, wie Rechen oder Besen, an den Haken eingeklemmt werden.

Tipp: Mit einer Stiefelleiste, die sich ganz einfach an jeder Wand befestigen lässt, sind zudem schmutzige Gummistiefel nach erfolgter Gartenarbeit ordentlich untergebracht.

Die Inspektion ist eine gute Gelegenheit, um defekte Geräte, die sich nicht mehr reparieren lassen, rechtzeitig für das kommende Gartenjahr zu ersetzen. Bei der Anschaffung von Gartengeräten sollten Sie bedenken: Gutes Werkzeug ist langfristig preiswerter als Billigware aus dem Supermarkt. Eine Präzisions-Gartenschere oder ein solider Gärtnerspaten beispielsweise leisten viele Gartenjahre lang ihren Dienst.

Schneefräsen sind leistungsstarke Räummaschinen, die auf großen Flächen und langen Gehwegen zum Einsatz kommen. Die Frässchnecke arbeitet sich mühelos durch die Schneemassen und räumt den Weg frei. Vor dem Kauf sollten Sie sich wichtige Fragen beantworten, um für Ihre Einsatzzwecke das perfekte Gerät zu finden. Erfahren Sie mehr zu Schneefräsen.

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Bildnachweis
  1. "Gartengeräte auf Tisch" (Originalbild): Jill Wellington (jill111), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  2. "Rostiger Spaten" (Originalbild): Amber Avalona (AmberAvalona), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  3. "Geräte zur Bodenbearbeitung" (Originalbild): Ben_Kerckx, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  4. "Rasen regelmäßig belüften" (Originalbild): Eugene Brennan (EugenesDIYDen), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  5. "Benzinrasenmäher" (Originalbild): Alexandra (Alexandra), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  6. "Astsäge im Einsatz" (Originalbild): Jerzy Górecki (JerzyGorecki), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  7. "Handgeräte und Handschuhe für Schnittmaßnahmen" (Originalbild): Stefan Schweihofer (stux), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  8. "Heckenschere" (Originalbild): Alexandra (Alexas_Fotos), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  9. "Gartenschlauchhalterung" (Originalbild): Mike (MikeBirdy), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  10. "Rasensprenger" (Originalbild): Esther Merbt (EME), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  11. "Gießkanne" (Originalbild): Karolina Grabowska (kaboompics), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  12. "Hochdruckreiniger" (Процесс чистки шифера1) von Voda4u, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  13. "Geräteschuppen" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  14. "Mann nutzt Schneefräse zum Schneeräumen" (Originalbild): Jill Wellington (jill111), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

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