Tipps zur erfolgreichen Terrassenreinigung

Nach der wunderschöne Blütezeit der Terrassenpflanzen im Hochsommer werden Sie im Herbst häufig mit einem verschmutzten, fleckigen Terrassenboden konfrontiert: Moos und Algen haben sich an feuchten Stellen angesetzt, die Blumenkübel haben unschöne Verfärbungen hinterlassen und aus den Fugen sprießt das Unkraut. Hier gilt es zügig zu handeln, um keine dauerhaften Verfärbungen und Schäden zu riskieren. 

Der optimale Zeitpunkt zur Reinigung Ihrer Terrasse ist im Herbst – kurz vor dem ersten Wintereinbruch. Viele Gartenbesitzer schieben die Terrassenreinigung bis zum Frühling vor sich her, doch dann ist es häufig schon zu spät, um hartnäckige Verschmutzungen rückstandslos zu entfernen.

Nachdem Sie Ihre Gartenmöbel und Topfpflanzen wintersicher verstaut haben, können Sie damit beginnen, Ihre Terrasse von herabgefallenem Herbstlaub, Moos, Algen oder Blütenflor zu befreien und unschöne Topfabdrücke vom Terrassenboden zu entfernen. Eine gründliche Reinigung im Herbst beugt der Entstehung von Verfärbungen und Flecken auf dem Terrassenboden vor und bildet die perfekte Grundlage für den nächsten Frühling. 

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die richtige Reinigung und Pflege Ihrer Terrasse wissen müssen und finden Sie tolle Tipps zur Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen.

Unkrautentfernung vor der Terrassenreinigung

Bevor Sie mit der Reinigung Ihrer Terrasse beginnen, sollten Sie sämtliche Fugen und Zwischenräume von unerwünschtem Unkraut befreien, da es die Ergebnisse der anschließenden Reinigungsarbeiten beeinträchtigen könnte.

Unkraut, wie beispielsweise Löwenzahn, gedeiht selbst in den schmalen Fugen einer Steinterrasse.

Die bekannteste und gründlichste Methode zur Unkrautentfernung ist das manuelle Auskratzen der Fugen mit einem speziellen Fugenkratzer. Die Arbeit mit dem Fugenkratzer ist zwar zeitaufwändig und mühsam – allerdings deutlich gründlicher als beispielsweise die Reinigung mit einer elektrischen Fugenbürste, da nicht nur die oberirdischen Pflanzenteile, sondern auch die Wurzeln des Unkrauts entfernt werden und auf diese Weise ein unkontrolliertes Nachwachsen unterbunden wird.

Wenn Sie in Ihrem Garten einen unempfindlichen Terrassenboden aus Stein verlegt haben, empfiehlt sich zudem die Verwendung eines Abflammgerätes, mit dessen Hilfe das Unkraut oberirdisch verbrannt wird. Abflammgeräte arbeiten auf Basis von Gas, weshalb Sie bei der Anwendung idealerweise einen Mundschutz tragen sollen, um die Dämpfe während der Verbrennung nicht einzuatmen.

Es reicht, wenn Sie die Flamme für drei bis maximal fünf Sekunden auf die einzelnen Pflanzen halten, auch wenn Sie dann noch keine Brandschäden erkennen können. Die Pflanzen werden innerhalb weniger Tage eingehen und können dann problemlos mithilfe eines robusten Besens entfernt werden. 

Kehren Sie nach der Reinigung aller Fugen die gesamte Terrasse mit einem Besen ab. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass keinerlei organische Abfälle auf dem Terrassenboden zurückbleiben, etwa Laub oder Pflanzenreste, da diese Strukturen sich ansonsten in den Fugen absetzen und nach kurzer Zeit zu Humus zerfallen, der einen perfekten Untergrund für neues Unkrautwachstum darstellt. 

Tipp: Um einem erneuten Wachstum des Unkrauts vorzubeugen, können Sie im Anschluss an die Unkrautentfernung die Fugen mit Kartoffelwasser übergießen. Dazu kochen Sie einfach wie gewohnt Kartoffeln in Salzwasser und schütten das noch heiße Wasser über die zuvor behandelte Fläche. Das Kartoffelwasser wirkt wie ein natürlicher Unkrautbekämpfer, da sowohl das Salz und die Kartoffelstärke als auch das heiße Wasser mögliche Unkrautreste verkümmern lassen.


Das richtige Reinigungsmittel

Bei der Wahl des Putzmittels sollten Sie in erster Linie auf die Umweltverträglichkeit und die Inhaltsstoffe achten, da die Reiniger meist über das Wasser in Wiesen und Beete gespült werden und somit direkt in das Grundwasser gelangen. Neben der Umweltverträglichkeit sollten Sie zudem darauf achten, die Reinigungsmittel möglichst sparsam zu verwenden – schon eine kleine Menge verfügt über eine immense Putzkraft. Achten Sie für eine abgestimmte Dosierung auf die Herstellerangaben am Produkt.

Von chemischen Reinigungsmittel – wie Pestiziden, Herbiziden oder Pflanzenschutzmitteln – sollten Sie generell Abstand nehmen, da diese auf befestigten Flächen verboten sind und zudem die Lebensräume diverser Organismen zerstören.

Hausmittel zur Terrassenreinigung

Zitrusfrüchte können zur umweltschonenden Terrassenreinigung eingesetzt werden. Lediglich bei empfindlichen Steinböden sollten Sie auf den Einsatz von Zitronensäure verzichten.

Der Einsatz von säurehaltigen Hausmitteln, wie Zitronensäure oder Essig, ist nicht auf allen Terrassenböden empfehlenswert, da die Substanzen auf einigen Untergründen Verfärbungen hervorrufen oder sogar Schäden verursachen können. Besonders auf empfindlichen Steinböden ist von einer Verwendung dringend abzuraten, da Essig und Zitronensäure den Kalk aus den Steinen herauslösen und den Boden nachhaltig schädien könnent. 

Bei unempfindlichen Böden, wie beispielsweise Betonböden, können Sie hingegen diverse Hausmittel zur günstigen, einfachen und zudem umweltfreundlichen Reinigung Ihrer Terrasse verwenden. Zur allgemeinen Grundreinigung empfiehlt sich der Einsatz einer Essig-Wasser-Mischung mit einem Mischverhältnis von 1:10. Die Mischung wird einfach mit der Gießkanne aufgetragen und nach einer kurzen Einwirkzeit mit dem Wasserschlauch (alternativ auch einfach mit dem nächsten Regenguss) abgespült.

Haben Sie eine Holzterrasse, so können Sie einen sanften Reiniger aus Waschsoda, Speisestärke und Wasser anmischen. Dieser hausgemachte Reiniger ist deutlich schonender als chemische Alternativen aus dem Baumarkt und erzielt zur grundlegenden Reinigung denselben Effekt. Vermischen Sie hierfür zunächst einige Esslöffel Speisestärke in lauwarmen Wasser, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Geben Sie diese Mischung anschließend mit ca. 100 Gramm Waschsoda in 5 Liter kochendes Wasser. Die daraus entstehende Paste können Sie anschließend einfach auf den verschmutzten Stellen verteilen und, sobald sie sich grün verfärbt hat, mit Wasser abspülen.

Sollten Sie Rostflecken von Zinnkübeln auf Ihrer Terrasse entdecken, so lassen sich die Verfärbungen einfach mit einer Mischung aus heißem Wasser und Zitronensaft entfernen.


Terrassenreinigung mit dem Hochdruckreiniger

Mithilfe eines Hochdruckreinigers können Sie nahezu alle Verschmutzungen von Ihrem Terrassenboden rückenschonend und wassersparend entfernen. Günstige Hochdruck-Reinigungsgeräte können Sie bereits ab ca. 60,00 € erhalten – die Geräte können jedoch auch im Baumarkt gemietet werden.

Holzböden lassen sich mithilfe eines Hochdruckreinigers schonend von Ablagerungen befreien.
Steinböden werden durch den harten Wasserstrahl schnell und einfach wieder sauber.

Im Vergleich zum gewöhnlichen Gartenschlauch überzeugt der Hochdruckreiniger neben dem deutlich höheren Druck auch durch den deutlich niedrigeren Wasserverbrauch, der bis zu achtmal geringer ausfallen kann. Auf diese Weise arbeiten Sie zugleich umweltfreundlich und preisgünstig, da Sie kostbare Ressourcen optimal einsetzen und zeitgleich schonen.

Hochdruckreiniger eignen sich ideal für unempfindliche, stabile Terrassenböden, wie beispielsweise Steinböden. Befolgen Sie in jedem Fall die Reinigungsempfehlungen des Herstellers, um Schäden auf Holz-, Stein- oder Waschbetonböden zu vermeiden. Bei falscher Anwendung können die Hochdruckreiniger Schäden an der Oberfläche verursachen und die Materialien porös machen – etwa wenn Sie die Düse zu nah an die Oberfläche halten.

Achtung: Richten Sie den Strahl eines Hochdruckreinigers niemals gegen Personen oder Tiere, da der hohe Wasserdruck schnell zu Verletzungen führen kann.

Stellen Sie den Reinigungsstrahl so ein, dass die Hauswand und Fensterscheiben nicht vollgespritzt werden. Hochgeschleuderte Schmutzpartikel könnten hier sonst zu ungewollten Felcken führen. Auch der gewählte Druck sollte nicht höher als nötig sein, da die meisten Verunreinigungen mit den Geräten sehr leicht entfernt werden können.

Wenn Sie eine größere Fläche oder Gehwegplatten säubern möchten, so sollten Sie auf einen speziellen Flächenaufsatz zurückgreifen, dessen kreisende Düsen die Verschmutzungen gezielt lösen.

Spezielle Steinreiniger

Stark verschmutze Stellen, wie Algenbeläge durch Blumentöpfe, lassen sich oft nicht nur mithilfe eines Hochdruckreinigers entfernen. Bei rauen Steinplatten empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen – auf die Steinart ausgerichteten – Steinreinigers, der mit einer kräftigen Wurzelbürste auf die Verunreinigung aufgetragen wird. Handelt es sich um sehr starke Verfärbungen, so lassen Sie die Reinigungslauge für einige Stunden einwirken, bevor Sie zur Bürste greifen

Besonders bei offenporigen Natursteinbelägen, wie Sandstein, sollten Sie vor der Anwendung die Eignung des Reinigers überprüfen, da ansonsten unschöne Verfärbungen entstehen können.


Oberflächenpflege nach der Reinigung

Nach einer gründlichen Reinigung schützt eine pflegende Oberflächenbehandlung vor erneuten Ablagerungen.

Besonders Holzterrassen sollten Sie nach der gründlichen Reinigung und Trocknung mit einem speziellen umweltfreundlichen Pflegeöl behandeln. Dies schützt nicht nur vor Fäulnispilzen und der Ansammlung neuer Verschmutzungen, sondern sorgt auch für einen schönen, einheitlichen Holzfarbton. Sie sollten das Holz jedoch nicht versiegeln – das Holz muss atmen können, um gesund zu bleiben. Verschmutzungen und Moosbefall lassen sich mit einer Versiegelung nicht vorbeugen. 

Bei gepflasterten Steinterrassen sollten Sie nach der gründlichen Reinigung alle Fugen überprüfen und gegebenenfalls wieder mit Sand oder Erde auffüllen. Besonders bei der Verwendung eines Hochdruckreinigers kann die Füllung der Fugen teilweise herausgespült werden. Das nachträgliche Auffüllen der Fugen verhindert nicht nur das Eindringen neuer Unkrautsamen, sondern auch das Verschieben der Terrassenplatten.

Achtung: Richten Sie den Strahl des Hochdruckreinigers nicht auf Sandfugen!

Natursteinterrassen können nach der gründlichen Reinigung mit speziellen Versiegelungen und Beschichtungen vor Schäden und Verschmutzungen geschützt werden. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Natursteinlieferanten über die geplante Verwendung solcher Mittel.

In jedem Fall sollten die Mittel speziell auf den verwendeten Untergrund abgestimmt werden, damit es nicht zu unschönen Verfärbungen oder Schäden kommt. 


So finden Sie Ihre perfekten Terrassenmöbel

Passend zur individuellen Gartengestaltung und zum gewählten Terrassenbelag können Sie mit schönen Gartenmöbeln Akzente setzen.

Terrassenmöbel gibt es heutzutage in nehezu allen Farben und Formen – egal ob aus Plastik, Aluminium, Holz oder modernem Polyrattan. Neben einer gemütlichen, einladenden Sitzgelegenheit sollten Sie auch die Anschaffung eines geräumigen Terrassenschrankes oder einer wetterbeständigen Outdoorkiste zur Aufbewahrung von Sitzauflagen und Co. in Betracht ziehen. Bevor Sie sich Ihre perfekten Terrassenmöbel zulegen, sollten Sie sich zuerst über einige Dinge Gedanken machen:

  1. Platzangebot: Messen Sie den für die Möbel zur Verfügung stehenden Platz gründlich aus, um Terrassenmöbel in den richtigen Ausmaßen zu kaufen, die sich schön in das Gesamtbild Ihres Gartens einfügen. Nichts wäre ärgerlicher, als eine deutlich zu große Sitzecke, die beinahe die komplette Terrasse einnimmt oder ein zu kleiner, nutzloser Geräteschrank.

  2. Zweck und Funktion: Überlegen Sie sich, welche Rolle die Terrassenmöbel in Ihrem Garten spielen sollen. Sollen Sie sich unauffällig in das natürliche Umfeld einfügen oder sollen Sie einen knallig-bunten Blickfang darstellen? Ein Gang in den Fachhandel erleichtert hier oft die Entscheidung, da man die verschiedenen Modelle und Kombinationen in Beispiel-Umgebungen betrachten kann.

  3. Finanzierung: Legen Sie Ihren Budgetrahmen fest – ein kleineres Budget bedeutet nicht automatisch, dass Sie auf dekorative Terrassenmöbel verzichten müssen! Insbesondere Plastik- und Aluminiummöbel sind kostengünstig und können durchaus einen hübschen Blickfang auf Ihrer Terrasse bilden. Bei einem größeren Budget empfiehlt es sich, auf langlebige, hochwertigere Materialien wie Holz oder Polyrattan zu setzen.

  4. Materialwünsche: Zur Frage nache dem idealen Material, sollten Sie vorab einige Fragen klären, etwa ob Sie die Möglichkeit haben, Ihre Terrassenmöbel an regnerischen Tagen und während des Winters wetterfest zu verstauen oder ob die Möbel Wind und Wetter standhalten können müssen? Besprechen Sie Ihre Möglichkeiten am besten direkt im Fachhandel mit einem Spezialisten und lassen sich vor Ort kompetent beraten.

Unkraut sprießt nicht nur auf Rasenflächen, sondern auch in den Fugen gepflasterter Terrassen und sollte regelmäßig entfernt werden, um Schäden zu vermeiden. Wichtig ist es, nicht nur den sichtbaren Teil der Pflanzen, sondern das gesamte Wurzelwerk zu entfernen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Unkraut ohne starke Chemikalien am einfachsten loswerden. Unkraut erkennen, vorbeugen und entfernen

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Bildnachweis
  1. "Terrassenreinigung" (Pressure Washer Service Peachtree Corners GA) von Peachtree Pressure Washing (ppressurewash), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, Farbkorrektur und Zuschnitt

  2. "Löwenzahn in Steinfuge" (Originalbild): sannalotta, Lizenz: CC0 1.0 Public Domain / Pixabay

  3. "Natürliche Terrassenpflege": Orange and lemon slices pile by freestocks.org / https://www.flickr.com, Lizenz: CC0 1.0, Farbkorrektur und Zuschnitt.

  4. "Holzboden wird gereinigt" (The Deck, before and after) von Rich Bowen (RichardBowen), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, Farbkorrektur und Zuschnitt

  5. "Steinboden reinigen" (Front Sidewalk Sealer - OH) von Decorative Concrete Kingdom, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, Farbkorrektur und Zuschnitt

  6. "Holzlasur" (Staining Concrete Wood Planks Gray) von Decorative Concrete Kingdom, Lizenz: CC BY 2.0, Farbkorrektur, Zuschnitt

  7. "Terrassenmöbel" (Originalbild): Anja (cocoparisienne), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  8. "Pusteblume" (Originalbild): yarachan, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

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