Apfelbaum im eigenen Garten

Ein großer, alter Apfelbaum im eigenen Garten dient im heißen Sommer als Schattenspender, versorgt die ganze Familie im Herbst mit frischem Obst und wird mit seiner formschönen Krone ganzjährig zum Mittelpunkt der Gartengestaltung.

Wenn Sie die Pflanzung eines Apfelbaumes planen, gilt es bereits bei der Sortenauswahl einige wichtige Aspekte zu beachten. So sind etwa zahlreiche Apfelbäume nicht selbstbefruchtend, sodass ein zweiter, zeitgleich blühender Baum in einem bestimmten Abstand gesetzt werden muss. Doch auch bei begrenztem Platzangebot stehen Ihnen zahlreiche veredelte Neuzüchtungen zur Auswahl, die etwa flach am Spalier wachsen oder bereits zwei Apfelsorten tragen und somit auf keinen weiteren Befruchter angewiesen sind. So können heutzutage auch leckere Äpfel auf einem geräumigen Balkon geerntet werden.

Neben einem passenden Standort spielt auch der gezielte Rückschnitt eine entscheidende Rolle für ein gesundes Pflanzen- und Fruchtwachstum. Empfohlen werden ein starker Frühjahrsrückschnitt und ein mäßiges Auslichten im Sommer. Informieren Sie sich bitte vorab, ob es sich um einen Obstbaum handelt, der seine Früchte an zweijährigem Holz trägt. Wir nennen Ihnen Wissenswertes zur richtigen Apfelbaumpflanzung und -pflege sowie rückenschonenden Apfelernte und optimalen Lagerung.

Warum sind Äpfel so gesund?

Frische, knackige Äpfel mit ihrem süßlichen bis sauren Geschmack zählen zu den beliebtesten Obstsorten und sind dabei auch noch richtig gesund, da sie eine ausgewogene Menge an Spurenelementen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen enthalten. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen etwa die B-Vitamine, Niacin und Folsäure. Weiterhin hat Vitamin C einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und Quercetin hemmt die Umwandlung von Nitrit in Nitrosamin, wodurch einer Krebsentstehung vorgebeugt werden soll. Zudem enthält ein Apfel viele Flavonoide, die das Darmkrebsrisiko senken sollen.

Übrigens ist auch die Apfelschale gesund: Sie enthält Carotenoide, die die Haut vor schädlichen UV-Strahlen schützen und das Sehvermögen unterstützen sollen.

Worauf Sie beim Kauf eines Apfelbaumes achten sollten

Schon beim Kauf eines Apfelbaumes sollten Sie das im Garten zur Verfügung stehende Platzangebot beachten. Die klassische Hochstammform nimmt nach einigen Standjahren viel Platz ein und eignet sich daher vorwiegend für große Gärten. Zudem benötigt der Großteil der Apfelbaumsorten einen passenden Befruchter, der zur selben Zeit Blüten trägt und in einem bestimmten Abstand steht.

Viele Apfelbäume benötigen einen passenden Befruchter, der zeitgleich Blüten trägt.

Wenn Sie keine zwei Obstbäume pflanzen möchten, können Sie zu veredelten selbstbefruchtenden Baumsorten mit zwei Apfelsorten greifen. Weitere Alternativen sind moderne Züchtungen für kleine Gärten, etwa Zwergenobstbäume, Säulenobstbäume oder Apfelsorten, die flach am Spalier wachsen. Die Vorteile von Spaliergehölzen sind ein kontrollierter Wuchs, eine nicht so ausladend werdende Krone und eine leichtere Ernte dank bewusst angeordneter Äste. Diese sind bei jungen Bäume noch biegsam und lassen sich leicht in Form bringen, ohne dass das Holz verletzt wird. Nutzen Sie zur Befestigung am Spalier breite weiche Bänder, um die Rinde zu schonen und dennoch ein uneingeschränktes Wachstum zu ermöglichen.

Weiterhin sollten Sie auf folgende Kriterien achten, wenn Sie sich für einen Apfelbaum entscheiden:

  • Der Stamm des Jungbaumes sollte gerade sein.

  • Die Rinde darf keine Auffälligkeiten aufweisen und muss gesund sowie verletzungsfrei sein.

  • Seitenäste wachsen im Idealfall waagerecht und in unterschiedliche Richtungen strebend.

  • Das Wurzelsystem sollte gesund und gut entwickelt sein. Dies erleichtert dem Baum die Akklimatisierung am neuen Standort.

Apfelbaum pflanzen

Junge Apfelbäume werden mit einem Stützpfahl stabilisiert. So wird einem Windwurf vorgebeugt und ein gerader Wuchs gefördert.

Bei der Pflanzung eines Apfelbaumes ist die optimale Standortwahl entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum und aromatische Früchte, denn ein sonniger Standort fördert das Fruchtaroma und ermöglicht eine optimale Fruchtfärbung. Der Boden sollte sich leicht erwärmen können, locker und humos sein, um den Obstbaum mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Die aufgelockerte Struktur beugt Staunässe und somit Wurzelkrankheiten vor. Achten Sie bei der Standortwahl auf schattenverträgliche Nachbarpflanzen, da die Baumkrone nach einigen Standjahren sehr ausladend werden kann.

Als pflanzenfreundlicher Pflanzzeitpunkt haben sich für wurzelnackte Jungbäume der Oktober oder November bewährt, da der Baum bei einer Herbstpflanzung vor der Winterpause noch ausreichend gut anwachsen kann, solange der Boden frostfrei ist. Containerware lässt sich hingegen ganzjährig einsetzen, solange kein Frost herrscht. Dennoch haben sich auch hier eine Herbst- oder Frühjahrspflanzung bewährt.

Das Pflanzloch sollte mindestens eineinhalbmal so tief und breit wie das Wurzelwerk der wurzelnackten Jungpflanze sein. Wenn Sie Containerware einpflanzen möchten, ist das Pflanzloch nicht viel größer als der Container auszuheben. Entfernen Sie kranke oder beschädigte Wurzeln vor der Pflanzung, um bestmögliche Startbedingungen zu erzielen.

Der Boden des Pflanzlochs wird mithilfe einer Grabegabel aufgelockert und der Aushub mit Kompost oder anderem organischen Dünger aufbereiten. Bei Jungbäumen ist es generell sinnvoll einen Stützpfahl einzusetzen. Dieser sorgt für einen geraden Wuchs und sicheren Stand. Hierbei ist es wichtig, dass die empfindliche Rinde nicht den Stützpfahl berührt, um Verletzungen und Druckstellen zu vermeiden.

Weiterhin ist die Pflanzhöhe entscheidend für ein gesundes Wachstum. Die Veredelungsstelle des Baumes, erkennbar an einer leichten Verdickung am unteren Stamm, sollte über der Erdoberfläche liegen, um einer ungewünschten Wurzelbildung entgegenzuwirken.

Tipp: Auch aus Apfelkernen können Bäume entstehen. Hier müssen Sie aber Geduld aufbringen, da es bis zu zehn Jahre dauern kann, bis ein fruchttragender Baum entstanden ist. Eine Erfolgsgarantie kann bei gewöhnlichen Apfelkernen jedoch nicht gegeben werden.

Warum kommt es oft zum Junifruchtfall?

Häufig kommt es zu einem frühzeitigen Fruchtfall im Sommer, wenn der Frühling sehr kalt und feucht war. Wurden die Blüten nur schlecht befruchtet, wurde auch das Obst infolgedessen unzureichend vom Baum versorgt: Die Früchte besitzen dann wenige Hormone und Regulatoren, wodurch sich schließlich eine Korkschicht bildet, die eine weitere Nährstoffversorgung unterbindet und den Apfel abfallen lässt.

Weiterhin fallen jetzt häufig schon Äpfel ab, die die Traglast des Astes übersteigen. Sollten zu viele Früchte an einem Ast wachsen, ist es hilfreich, wenn der Hobbygärtner bereits vorab überzählige Äpfel erntet. Hier gilt als Faustregel, dass ein handbreiter Abstand zwischen zwei Äpfeln bestehen sollte, um ein gesundes Fruchtwachstum zu fördern. Eine solche Nachlese wirkt sich weiterhin positiv auf die bestehenden Knospen aus, die sich nun deutlich besser entwickeln können.

Übrigens: Ein Fruchtfall bei Apfelbaumsorten mit kleinen Früchten bewirkt, dass die verbleibenden Äpfel größer werden. Typische Vertreter dieser Apfelsorten sind etwa Elstar, Rubinette und Pinova.

Alternanz – was versteht man darunter?

Unter dem Begriff Alternanz verstehen Botaniker die Schwankung des Fruchtertrags einzelner Apfelbäume. Wenn in einem Jahr der Ernteertrag hoch ausfällt, ist dies kein Garant für eine erfolgreiche Ernte im Folgejahr. Häufig hat sich der Obstbaum mit der Produktion vieler Früchte so stark verausgabt, dass er im Folgejahr Kräfte sammeln muss und nur wenige Äpfel bildet. Diese Schwankung ist bei einigen Apfelbaumsorten stärker ausgeprägt als bei anderen. Informieren Sie sich daher bereits vor dem Kauf, ob die gewählte Sorte anfällig für die Alternanz ist – besonders betroffen sind übrigens die Sorten Elstar und Boskoop.

Rückschnitt beim Apfelbaum

Obstbäume müssen regelmäßig in Form geschnitten werden, um stets neues Obstgehölz zu entwickeln und von Altholz befreit zu werden. Wir der Apfelbaum zu spät im Jahr geschnitten, treibt er womöglich nicht mehr richtig aus und trägt deutlich weniger Früchte. Der erste Schnitt erfolgt daher im Frühjahr an einem milden Tag ohne Regen, da jetzt die Äste nicht mehr zu brüchig sind und noch nicht viele Knospen ausgetrieben sind. Wichtig ist bei einem Frühjahrsrückschnitt darauf zu achten, dass die Temperaturen auch nachts über -5 °C liegen, um die Wundheilung zu fördern.

Rückschnittmaßnahmen erfolgen erst bei milden Temperaturen im Frühjahr. Am Baum verbleibende Früchte dienen Vögeln als winterliche Nahrungsquelle.

Der Schnitt erfolgt dabei schräg über einer nach außen wachsenden Knospe, um einen gesunden Austrieb Richtung Sonne zu ermöglichen. Sollte ein gesamter Ast entfernt werden, wird der Schnitt unmittelbar an der Stammbasis angesetzt. Bei allen Schnittmaßnahmen ist darauf zu achten, dass keine neuen Astgabeln entstehen, in denen sich Feuchtigkeit sammelt und zu Rindenproblemen führt. Äste mit einer Dicke von 1,5 cm werden mit einer scharfen und sauberen Gartenschere geschnitten. Dickere Äste werden mit speziellen Astscheren oder einer Stichsäge eingekürzt.

Achtung: Informieren Sie sich vorab, ob der gepflanzte Obstbaum seine Früchte an zweijährigem Holz trägt. Hier erfolgt kein jährlicher Rückschnitt. Junge Äste sind deutlich heller als Altholz und lassen sich daher leicht identifizieren.

Folgende Äste sind vom Frühjahrsrückschnitt betroffen:

  • Wasserschosse, also senkrecht nach oben wachsende Äste, werden astnah komplett entfernt.

  • Nach innen wachsende Äste sind besonders blütenarm und werden entfernt, um zeitgleich eine gesteigerte Luftzirkulation in der Krone zu erzielen.

  • Totholz und kranke Äste werden vollständig abgeschnitten.

  • Sich überkreuzende Äste können schnell zu Rindenverletzungen führen, die Krankheitserregern als Pforte dienen. Auch kreuzweise wachsende Äste werden daher im Frühjahr vollständig zurückgeschnitten.

Vorteile eines zusätzlichen Sommerschnittes

Im Sommer bietet sich die Möglichkeit, alle überzähligen Äste auszulichten, um die Luftzirkulation in der Baumkrone zu erhöhen. Diese Maßnahme beugt einem Pilzbefall vor, da die Blätter schneller und besser trocknen können und fliegenden Pilzsporen keine Angriffsfläche bieten. Entfernen Sie zudem alle nach oben wachsenden Triebe, da Obst vorwiegend an waagerecht wachsenden Ästen gedeiht.

Pflücken Sie weiterhin auffällig kleine Äpfel bereits jetzt ab – großen Früchten stehen dann mehr Nährstoffe zur Verfügung, was sich positiv auf den Geschmack und die Größe auswirkt. Gehen Sie im Gegensatz zum Frühjahrsschnitt bei einem Sommerschnitt bewusst behutsamer vor. Werden im Übermut zu viele Triebe entfernt, kann das negative Auswirkungen auf die Nährstoffversorgung haben, was sich in besonders kleinen und geschmacksarmen Äpfeln zeigt.

Tipp: Wer frühzeitig Leimringe anbringt, schützt seine Früchte vor Ameisen, Blattläusen und anderen krabbelnden Schädlingen.

Ein gezielter Rückschnitt steigert die Vitalität von Bäumen und Sträuchern, da sie von alten Trieben befreit und zu einem Neuaustrieb junger Zweige angeregt werden. Solche Schnittmaßnahmen erfolgen bei unterschiedlichen Gewächsen zu abweichenden Jahreszeiten. Wir nennen Ihnen wissenswerte Informationen zum richtigen Baumschnitt im Garten.

Apfelernte im Herbst

Sehr hohe Apfelbäume müssen mithilfe einer Leiter abgeerntet werden.

Woran erkennt man reife Äpfel? Reife Äpfel lösen sich besonders leicht vom Stamm, verursachen beim Aufschneiden ein knackiges Geräusch und verfügen über braune Kerne, die locker im Gehäuse liegen. Um die Knospen nicht zu beschädigen, werden Äpfel nicht vom Ast abgezogen, sondern behutsam abgedreht. Drücken Sie hierzu den Apfel vorsichtig nach oben in Richtung Ast und drehen ihn langsam gegen den Uhrzeigersinn.

Übrigens: Lässt man bereits pflückreife Äpfel zu lange am Baum hängen, wirkt sich das negativ auf die Haltbarkeit aus – die Äpfel bekommen dann braune Stellen und faulen schneller.

Mit einer hochwertigen Ernteausstattung erfolgt die Apfelernte rückenschonend und ist zudem deutlich risikoarmer, da alle Arbeitsschritte vom Boden aus erfolgen und keine wackelige Leiter zum Einsatz kommt. Im Idealfall setzen Sie auf einen teleskopierbaren Obstpflücker, der die Frucht in einen Stoffbeutel oder einen kleinen Korb aufnimmt und so sicher zum Boden befördert – unappetitliche Druckstellen, bedingt durch einen tiefen Sturz zum Boden, werden so verhindert und die Äpfel sind länger lagerfähig.

Bei einem Apfelpflücker sollten Sie darauf achten, dass die zum Abtrennen des Apfels notwendigen Zacken nicht zu scharf sind, da sie schnell auch die Frucht beschädigen. Um ungewollten Schnitten in Äpfeln vorzubeugen, sollten zu scharfe Zacken mit Klebeband abgerundet werden.

Tipp: Auf dem Boden liegende Äpfel müssen nicht in gebückter Haltung aufgesammelt werden. Greifen Sie stattdessen zu einem Auflesegeräte, das mühelos über den Boden geschoben wird und kleine als auch große Früchte schonend in einem Korb aufsammelt. Über einen Handgriff kann der Korb schließlich über einer Lagerkiste geleert werden.

Nicht erntereife Äpfel lassen sich nur schlecht vom Ast lösen und sind wenig farbintensiv und klein.
Reife Äpfel oder andere Früchte werden schließlich mithilfe eines Apfelpflückers rückenschonend geerntet.

Lagerung im Winter

Nach der Ernte werden Äpfel im Idealfall nebeneinander gelagert.

Nach der Ernte setzt der natürliche Alterungsprozess ein, da Äpfel im Gegensatz zu einigen anderen Früchten nachreifen: Enthaltende Stärke wandelt sich im Laufe der Zeit in Glukose um, wodurch der Apfel insgesamt süßer wird. Parallel sinkt der Vitamingehalt und der Apfel wird mehlig. Mit einer angepassten Lagerung können Sie diesen Prozess verlangsamen.

Übrigens: Es muss zwischen Pflückreife und Genussreife unterschieden werden. Viele Äpfel müssen nach dem Pflücken noch nachreifen, um ihren sortenspezifischen Geschmack zu entwickeln und sind erst entsprechend später wirklich aromatisch und schmackhaft.

Natürlich sind nur unbeschädigte und schädlingsfreie Exemplare lagerungsfähig, ebenso sollen überreife und verformte Früchte nach der Ernte entsorgt werden. Dabei gilt zu beachten, dass stiellose Äpfel schneller faulen als Früchte mit Stiel. Dennoch sollten Sie die Früchte nach einigen Tagen erneut auf Druckstellen oder Fäulnis hin kontrollieren und gegebenenfalls aussortieren.

Die winterliche Lagerung erfolgt in einem dunklen, kühlen Raum, der gelegentlich gelüftet werden kann und im Idealfall etwa 4 °C kühl ist. Hier werden die Äpfel auf einem dünnen Papier nebeneinander gelagert, sodass keine ungewollten Druckstellen entstehen. Ebenso ist trockene als auch zu feuchte Luft zu vermeiden: Lüften Sie regelmäßig oder stellen Sie bei anhaltend trockener Luft kleine mit Wasser gefüllte Schalen auf. Auch eine durchlöcherte Plastiktüte eignet sich hervorragend für eine Apfellagerung, da eine sauerstoffarme Atmosphäre vorherrscht.

Tipp: Aufgrund der entstehenden Reifegase sollten Äpfel niemals zusammen mit anderen Früchten gelagert werden.

Beliebte Apfelsorten

Durch zahlreiche Kreuzungen und Neuzüchtungen steht dem Hobbygärtner ein breites Sortiment an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zur Auswahl: Neben säuerlichen Äpfeln können Sie auch zu ausgesprochen süßen Früchten greifen, die sich jeweils zu unterschiedlichen Gerichten, Konfitüren oder Säften weiterverarbeiten lassen. Mittlerweile schätzen Pomologen, wie Apfelforscher offiziell bezeichnet werden, dass es weltweit rund 1.500 Apfelsorten gibt.

Viele Sorten, die wir aus dem Handel kennen, sind für einen Anbau im Obstgarten weniger geeignet, da sie sehr anfällig für Krankheiten sind. In der folgenden Tabelle finden Sie wissenswerte Informationen zu einzelnen Apfelsorten.

Apfelsorte Geschmack Pflückreife Genussreife
Blutapfel süß bis sauer, rotes Fruchtfleisch Oktober Ende Oktober bis Dezember
Boskoop (rot) fruchtig erfrischend, säuerlich, sehr saftiges Fruchtfleisch Ende September bis Mitte Oktober November bis April
Braeburn süß, festes Fruchtfleisch Mitte Oktober November bis Mai
Cox Orange süßsäuerlich, feines Fruchtfleisch Mitte September Ende September bis März
Elstar feinsäuerlich, saftiges Fruchtfleisch (sehr hell) September bis Anfang Oktober Ende September bis Mai
Gala süßfruchtig, feinaromatisch, festes Fruchtfleisch Mitte September Ende September bis März
Golden Delicious süß mit feiner Säure, knackiges Fruchtfleisch September bis Oktober Oktober bis Juli
Holsteiner Cox feinsäuerlich bis würzig, grobzelliges Fruchtfleisch (gelb bis cremefarben) Ende September Oktober bis März
Idared feinsäuerlich, festes Fruchtfleisch (weiß bis rosafarben) Ende Oktober Dezember bis Juli
Jonagold süßlich bis säuerlich, festes Fruchtfleisch Ende September bis Mitte Oktober Oktober bis Juli
Pinova süß bis würzig, feinzelliges Fruchtfleisch Oktober November bis Mai

Krankheiten am Apfelbaum

Der Apfelschrot ist eine Pilzerkrankung, die sich in verfärbten Blättern und Früchten zeigt.

Apfelbäume zählen zum beliebtesten Obstgehölz, das in vielen privaten Gärten gepflanzt und gezogen wird. Dies hat häufig zur Folge, dass sortenspezifische Schädlinge bereits im Nachbarsgarten warten und den eigenen Baum befallen. Hierzu zählen vorwiegend Insekten, die sich von Blättern, den Früchten, Knospen oder dem Baumsaft ernähren, wie Blattläuse, der Apfelwickler, Apfelblütenstecher oder die Apfelrostmilbe. Häufig sind die kleinen Schädlinge mit dem bloßen Auge kaum auszumachen und werden erst anhand des charakteristischen Schadbildes entdeckt.

Vor krabbelnden Insekten helfen Kleberinge, die frühzeitig an Ästen fixiert werden und die Früchte schützen. Weiterhin bietet eine ausgelichtete Baumkrone vielen Vögeln einen Landeplatz – sollten an Ihrem Baum Schädlinge sitzen, werden diese von vielen Vogelarten mit Vorliebe verspeist.

Eine weiterhin nicht zu unterschätzende Gefahr ist ein akuter Pilzbefall, der nicht nur zu ungenießbaren Früchten führt, sondern auch die Vitalität des Baumes akut schwächen oder dauerhaft schädigen kann. Als beste vorbeugende Maßnahme gilt ein gezieltes Auslichten der Baumkrone, sodass Blätter schneller abtrocknen und somit weniger anfällig für umherfliegende Pilzsporen sind. Besonders anfällig sind Apfelbäume für den Apfelmehltau, die Rußfleckenkrankheit, Monilia Fruchtfäule oder den Apfelschorf.

Wird ein Pilzbefall festgestellt, muss schnell gehandelt werden, um eine Ausbreitung – auch in anliegende Gärten – zu unterbinden. Befallene Früchte werden abgesammelt und zusammen mit erkrankten Trieben im Hausmüll entsorgt. Vermeiden Sie, wenn möglich, einen Kontakt zwischen Boden und erkrankten Pflanzenteilen, da Sporen auch im Boden oder auf dem Kompost überdauern können.

Übrigens: Wenn Sie vermehrt wässrig durchscheinendes Fruchtfleisch feststellen, könnte eine sogenannte Glasigkeit vorliegen. Hierbei handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, die auf ein zu starkes Triebwachstum bedingt durch eine übermäßige Düngung zurückzuführen ist.

Rezept für weihnachtlichen Bratapfel mit Vanillesauce

Ein heißer Bratapfel mit Vanillesauce passt perfekt zu kalten Wintertagen.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 Äpfel (gerne Boskoop)

  • 50 g Mandelsplitter

  • 50 g Rosinen

  • 4 TL Honig (alternativ: Aprikosenkonfitüre)

  • 4 TL Margarine

  • 1 Prise Zimt

  • 1 EL Speisestärke

  • 1 Eigelb

  • 500 ml Milch

  • 20 g Zucker

  • 1 TL Vanillezucker

Zubereitung:

In einem ersten Schritt werden die Äpfel gründlich gewaschen und das Kerngehäuse ausgestochen. Vermischen Sie nun die Mandeln und Rosinen mit dem Honig und Zimt und geben Sie die Mischung mithilfe eines Teelöffels in die ausgehöhlten Äpfel. Hier kann es hilfreich sein, wenn Sie die Masse mit einem Kochlöffelstiel hineindrücken. Setzen Sie die Äpfel in eine gefettete Auflaufform und geben Sie auf jeden Apfel ein Margarineflöckchen. Im vorgeheizten Backofen werden die Bratäpfel bei 200 °C (Umluft 175 °C) gegart.

Für die Vanillesauce werden die Speisestärke und das Eigelb in 2 EL kalter Milch angerührt. Bringen Sie in einem kleinen Topf die restliche Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen und geben Sie schließlich die angerührte Speisestärke unter ständigem Rühren hinzu. Lassen Sie alles noch einmal aufkochen und servieren Sie die knusprig-saftigen Bratäpfel mit heißer Vanillesauce.

Serviertipp: Zu heißen Bratäpfeln passt kaltes Vanilleeis besonders gut.

Guten Appetit!

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Bildnachweis
  1. "Apfelbaum" (Originalbild): Klaus (keywest3), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  2. "Apfelblüte" (Originalbild): Ferenc Barna (barnafe), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  3. "Apfelbäume mit Stützpfahl" (Originalbild): Susanne Pälmer (PaelmerPhotoArts), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  4. "Apfelbaum im Schnee" (Originalbild): Miriam Müller (erA_Blackout), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  5. "Heckenschnitt" (Originalbild): Alexandra (Alexas_Fotos), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

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  7. "Junger Apfel am Ast" (Originalbild): Iris Hamelmann (Regenwolke0), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  8. "Apfelpflücker" (Originalbild): Maret Hosemann (MIH83), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  9. "Apfelernte" (Originalbild): Jan Temmel (JanTemmel), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  10. "Blattschaden durch Apfelschorf" (Venturia inaequalis 01) von AfroBrazilian, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  11. "Bratapfel" (Originalbild): roegger, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

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