Rosenpflege: Rosen schneiden und düngen

Sobald die Forsythie blüht, dürfen die Rosen von ihrem Winterschutz befreit und auf den Frühling vorbereitet werden. Öfterblühende Sorten erhalten jetzt ihren Frühjahrsschnitt, bevor Sie die Rosen nach der ersten Blüte schneiden, um sie zu weiteren Blüten anzuregen. Ebenso unterscheiden sich die Schnittmaßnahmen bei Kletterrosen von der Häufigkeit der Blütenbildung, denn bei einmal blühenden Sorten wird nur ein kleiner Pflegeschnitt vorgenommen, während der richtige Rückschnitt nach der Blüte durchgeführt wird.

Damit die Rosen prachtvoll blühen und starke Triebe bilden, brauchen sie ausreichend Nährstoffe, die Sie ihnen mit Kompost und Dünger zuführen. Allerdings gilt es, beim Dünger auf die Wirkstoffe und den Zeitpunkt zu achten. Denn eine falsche Düngung macht die Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Außerdem erfahren Sie, welche Maßnahmen zur Bekämpfung der häufigsten Rosenkrankheiten helfen und wie Sie gefräßige Schädlinge bekämpfen.

Im Herbst werden die letzten Vorbereitungen getroffen, sodass die Rosen erfolgreich überwintern. Mit einem Schutz aus atmungsaktiven Materialien schützen Sie Wurzeln und Triebe vor Frostschäden.

Durch Feuchtigkeit auf Blüten und Trieben werden Rosen anfälliger für Krankheiten.

Allgemeine Pflegetipps im Garten

Rosen mögen einen lockeren Boden ohne Staunässe. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Boden regelmäßig, aber vorsichtig aufzulockern, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Außerdem raten Experten bei einer Neupflanzung einen Standort im Garten zu wählen, an dem zuvor keine Rosen gestanden haben.

Weiterhin vertragen Rosen keine Trockenheit. Bei trockenem Wetter gießen Sie sie direkt an der Basis. So vermeiden Sie, dass sich Feuchtigkeit auf Blättern und Pflanzenteilen sammelt, was die Rosen anfällig für Krankheiten und Pilzinfektionen macht. Bei kalkhaltigem Leitungswasser hat sich Regenwasser zum Gießen der Rosen und anderen Gartenpflanzen bewährt.

Tipp: Wer Rosen für die Vase oder einen Blumenstrauß schneiden möchte, sollte dies am besten in den Morgenstunden erledigen. Werden außerdem alle Blätter der geschnittenen Blumen entfernt und täglich das Wasser gewechselt, bleiben sie länger frisch.

Wann die Rosen düngen?

Komposterde versorgt die Rosen langfristig mit wichtigen Nährstoffen.

Für kräftige Neuaustriebe und prachtvolle Blüten brauchen Rosen neben den richtigen Schnittmaßnahmen eine gute Nährstoffversorgung. Zum ersten Mal düngen Sie die Pflanzen nach dem Frühjahrsschnitt im März mit einem Rosendünger oder einem organischen Düngemittel, wie Kompost, Torf oder Hornspäne, das in die Erde eingearbeitet wird.

Wenn im Frühjahr kein Langzeitdüngemittel verwendet wurde, erhalten sie im Mai einen mineralischen, stickstoffhaltigen Dünger, der ihre Blütenbildung kurzzeitig unterstützt. Beachten Sie dabei, die Menge des Düngers zu reduzieren, wenn im März Kompost in den Boden eingearbeitet wurde.

Das nächste Mal werden die Rosen nach der ersten Blüte gedüngt, um sie bei der Bildung weiterer Blüten ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Hier raten Experten zu der sparsamen Anwendung eines kaliumhaltigen, stickstoffarmen Düngers, sonst können sich bis in den Herbst hinein Neuaustriebe entwickeln, die im Winter erfrieren. Daher sollten Sie ab Mitte Juli vollständig auf das Düngen verzichten.

Tipp: Vermeiden Sie eine Überdüngung der Rosen, sonst werden sie anfälliger für den Echten Mehltau. Spezieller Rosendünger ist auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt und enthält oftmals Wirkstoffe, die die Blumen widerstandsfähiger gegen Pflanzenschädlinge werden lassen.

Rosen schneiden

Schwache, dünne Rosentriebe werden kurz über einem nach außen zeigenden Auge geschnitten.

Ein regelmäßiger Schnitt verbessert die Belüftung der Pflanzen und lässt Feuchtigkeit schneller abtrocknen. Bei den meisten Sorten erfolgt der erste Schnitt im Frühjahr, während sie im Sommer geschnitten werden, um sie zu einer zweiten Blüte anzuregen. Wie stark die Pflanzen dabei ausgelichtet und gekürzt werden, hängt von der Rosenart ab, z. B. benötigen Kletterrosen andere Schnittmaßnahmen als Beet- oder Strauchrosen. – Schneiden Sie Rosen grundsätzlich nur mit Gartenhandschuhen, um Verletzungen zu vermeiden.

Tipp: Schneiden Sie einige Millimeter über dem nächsten Auge ab und achten Sie darauf, dass das verbliebene Auge nach außen zeigt, damit der neue Trieb nach außen wächst und die Belüftung der Pflanze nicht beeinträchtigt.

Kontrollieren Sie Ihre Rosen im Laufe des Jahres auf Wildtriebe. Diese lassen sich an ihrer anderen Blattform und Farbe erkennen. Experten raten, Wildtriebe vorsichtig bis zur Wurzel auszugraben und zu entfernen. Werden sie nur abgeschnitten, können sie erneut wachsen.

Wann ist es Zeit für den Rosenschnitt?

Damit die Pflanzen keine Schäden davontragen, darf weder Frost noch ein drastischer Kälteeinbruch in der Nacht zu erwarten sein. Eine gute Orientierung für den richtigen Zeitpunkt des Frühjahrsschnitts der Rosen gibt die Forsythien-Blüte. Stehen Forsythien – je nach Witterung – im März oder April in voller Pracht, können Sie den Winterschutz Ihrer Rosen entfernen und diese zurückschneiden.

Bei Kletterrosen auf die Blüte achten

Je nach Blühfreudigkeit werden Kletterrosen im Frühjahr oder erst im Sommer nach der Blüte zurückgeschnitten.

Welcher Schnitt bei Ihren Rosen richtig ist, hängt von der Häufigkeit der Blütenbildung ab. Grundsätzlich sollten Sie den Rückschnitt nicht in Bodennähe durchführen, um die Veredelungsstelle nicht zu verletzen, was zur Bildung blütenloser Wildtriebe führen könnte.

Tipp: Schneiden Sie Kletterrosen immer schräg mit einer Garten- oder Rosenschere ab, damit das Regenwasser von den Schnittkanten abläuft. Zusätzlich ist auf saubere, scharfe Gartengeräte zu achten, um unnötige Verletzungen zu vermeiden, durch die Rosen anfälliger für Krankheiten und Pilze werden.

Kontrollieren Sie regelmäßig die Bindung der Kletterrosen und ersetzen Sie zu eng gewordene Schnürungen. So verhindern Sie Quetschungen und Verletzungen der Pflanze.

Einmalblühende Kletterrrosen bilden zwischen Mai und Ende Juli ihre Blüten. Je nach Sorte blühen sie an den Trieben des Vorjahres, weshalb ein Pflegeschnitt im Frühling zu einer verminderten Blüte oder sogar zum Ausbleiben der Blüten führen würde. Im Frühjahr werden die Triebe am Rankgitter oder der Kletterhilfe entsprechend in Form gebracht und vorsichtig festgebunden, ohne sie zu drücken und die Pflanze zu verletzen. Außerdem sollten Sie sich kreuzende Äste sowie totes und morsches Holz abschneiden.

Tipp: Versuchen Sie möglichst wenig zu schneiden und falsch wachsende oder lange Triebe so an den Rosenbogen zu binden, dass sie in die gewünschte Richtung wachsen.

Erst nach der ersten Blüte im Juli oder August werden einmalblühende Kletterrosen geschnitten. Hierbei entfernen Sie alle Seitentriebe, die nur wenige Blüten getragen haben, und lichten bei einem dichten Wuchs aus, indem Sie die Seitentriebe, die geblüht haben, auf 3 bis 4 Augen zurückschneiden. Bei stark wachsenden Sorten kann auf 3 bis 5 Augen über der Veredelungsstelle gekürzt werden. Daneben werden dünne und schwache Triebe entfernt, um die Rose zu schonen.

Tipp: Binden Sie Seitentriebe in waagerechter Richtung an die Rankhilfe, bilden sich mehr Blüten als beim senkrechten Aufbinden.

Mehrmals blühende Sorten erfreuen von Juni bis Juli mit ihrer Hauptblüte und können mit dem richtigen Rückschnitt bis in den Oktober blühen. Je nach Witterung ab März, spätestens Anfang April, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, schneiden Sie die Seitentriebe auf 3 bis 5 Augen zurück, indem die Gartenschere ungefähr einen Zentimeter über der Knospe angesetzt wird. Zusätzlich werden morsche sowie tote Äste herausgenommen. Daneben kann die Kletterrose in ihrer Höhe gekürzt werden. Hierzu schneiden Sie die Spitzen der oberen Triebe schräg ab.

Wachsen junge Triebe in die falsche Richtung, sollten sie in die gewünschte Form an das Rankgitter gebunden werden. Ebenso raten Experten, senkrecht wachsende Seitentriebe waagerecht aufzubinden, damit sie Blüten bilden. Zur Verjüngung können bei älteren Kletterrosen, die eine dunklere Rinde haben, bis zu zwei Haupttriebe entfernt werden. Als Ersatz wird ein alter Trieb, aus dem ein langer neuer Trieb gewachsen ist, direkt an der Astgabel abgeschnitten, sodass nur der junge, senkrecht wachsende Langtrieb erhalten bleibt.

Nach der ersten Blüte im Sommer steht der zweite Rosenschnitt an: Dabei werden die abgeblühten Triebe (das ist der obere Teil der Triebe mit dem Blütenkopf) bis zum nächsten fünfteiligen Blatt am langen Trieb abgeschnitten. Bei Rosen mit Blütendolden werden nur die einzelnen verblüten Triebe herausgeschnitten.

Wie schneide ich Strauchrosen?

Befinden sich bei Strauchrosen mehrere Blüten und Knospen an einer Dolde, werden nur die verwelkten Blüten entfernt.
Auch bei mehrmals blühenden Beetrosen schneiden Sie nur die verblühte Blüte ab.

Bei einmalblühenden Strauchrosen werden zur Forsythienblüte dünne, schwache Triebe sowie morsche Äste und nach innen wachsende Triebe entfernt. Mit den restlichen Schnittmaßnahmen warten Sie bis nach der Blüte.

Dagegen werden mehrmals blühende Strauchrosen kräftiger im Frühjahr geschnitten: Neben den Pflegemaßnahmen, bei denen tote oder falsch wachsende Äste herausgeschnitten werden, werden die Vorjahrstriebe um ca. ein Drittel ein kleines Stück über dem Auge gekürzt. Die anderen Triebe werden auf 3 bis 5 Augen gekürzt, damit sich neue Triebe mit Blüten bilden. Nach drei Jahren können Sie bei einem Verjüngungsschnitt ältere Äste herausschneiden, um die mehrjährigen, jüngeren Triebe zu stärken. Die Strauchrose sollte nach dem Schnitt noch drei bis fünf starke Haupttriebe haben, die dem Strauch seine Form geben. Im Sommer werden nur die verblühten Blütenstände auf seitliche oder äußere Augen zurückgeschnitten.

Beetrosen im Frühjahr und Sommer schneiden

Auch hier hängt der Rosenschnitt von der Blütenbildung und der Wuchsfreudigkeit ab. Bei Pflanzen, die nur wenige Triebe bilden, raten Experten zu einem drastischen Schnitt auf eine Höhe von 20 cm, damit sie stärker austreiben. Stark austreibende Beetrosen sollten Sie ebenfalls im Frühjahr zurückschneiden. Beim Rückschnitt sollte grundsätzlich beachtet werden, dass das Auge nach außen zeigt und die Triebe schräg abgeschnitten werden, sodass das Wasser besser abfließen kann. Außerdem werden Wildtriebe und totes Holz direkt an der Veredelungsstelle entfernt.

Im Sommer schneiden Sie bei Beetrosen, die nur eine Blüte pro Trieb bilden, den verblühten Teil oberhalb des ersten fünfteiligen Blattes ab. Je nach Wuchs kann dies eine Kürzung von bis zu zwei Drittel sein. Bei mehreren Blüten pro Trieb wird nur die verblühte Blüte vorsichtig mit einer scharfen Schere an den Blütendolden entfernt. Auf diese Weise bleiben die anderen Knospen und Blüten unversehrt.

Rosenkrankheiten

Rosenkrankheit Botanischer Name Ursache und Witterung Merkmale
Echter Mehltau Sphaeroteca pannosa var. rosae Hohe Luftfeuchtigkeit, warm und trocken, ab 20 °C in Verbindungen mit kalten Nächten Weißlicher bis grauer Pilzbelag an Triebspitzen und auf Blattoberseiten, später auf Blattunterseiten
Falscher Mehltau Peronospora sparsa Feuchtwarmes Wetter, besonders im Spätsommer Weiß-gräulicher bis violett-, gelb- oder braun-grauer Pilzbelag auf Blattunterseiten, der auf der Oberseite sichtbar ist.
Sternrußtau Diplocarpon rosae Feuchtes, kühles Wetter, häufige Tau-Bildung Schwarz- bis gelbbraune Flecken mit ausgefransten Rändern auf Blattoberseite
Rosenrost Phragmidium mucronatum Feuchtigkeit auf Pflanzenteilen, durch feuchte und kühle Witterung mit wenig Luftzirkulation Gelborange bis rostrote Flecken auf Blattoberseiten, Sporennester mit gelben bis dunklen Sporen auf Unterseiten

Was hilft gegen Rosenkrankheiten?

Bei den vier genannten Pilzerkrankungen ist es unbedingt notwendig, das befallene oder abgeworfene Laub zu entfernen und im Hausmüll zu entsorgen, andernfalls überdauern die Sporen die Wintermonate und lösen im nächsten Jahr eine erneute Infektion der Rosen aus. Außerdem raten Experten, mehrere Pflanzen in einem angemessenen Abstand zu setzen, um eine gute Luftzirkulation sicherzustellen. Zusammen mit regelmäßigen Schnittmaßnahmen wird die Luftzirkulation gefördert und Feuchtigkeit kann besser abtrocknen.

Tipp: Gießen Sie die Rosen immer unten an der Basis, statt sie von oben zu wässern. So vermeiden Sie, dass sich Wasser auf Blättern und Stängeln sammelt und das Wachstum der Pilze fördert.

Echten und falschen Mehltau bekämpfen

Beim Echten Mehltau zeigen sich weiße Flecken auf den Rosenblättern.

Vor allem in den Monaten April bis einschließlich Juli tritt der Echte Mehltau auf, der auch "Schönwetterpilz" genannt wird. Im Gegensatz zu anderen Pilzen breitet er sich bei warmen Temperaturen und einer schwülen Witterung in Verbindung mit kühlen Nächten aus. Um die Pflanzen im Vorfeld zu stärken, raten Experten zu einer stickstoffarmen Düngung mit einem hohen Kalium-Anteil, der ihre Zellen festigt und die Pflanzenteile robuster werden lässt. Eine ähnliche Wirkung erzielen Sie mit Schachtelhalm-Brühe, die beim Echten Mehltau über die Rosen und die Erde, beim Falschen Mehltau nur auf die Erde gegossen wird.

Stellen Sie dennoch einen Mehltau-Befall fest, sollten alle befallenen Blätter, Triebe und Stängel umgehend entfernt werden. Zur Vermeidung einer Ausbreitung des Pilzes werden die Pflanzen im Abstand von 1 bis 2 Wochen mit speziellen Mitteln gegen Pilzkrankheiten behandelt. Auf diese Weise lässt sich der Mehltau auf den Rosen effektiv bekämpfen.

Tipp: Unkraut kann ebenfalls die Pilzsporen übertragen, wenn infizierte Pflanzenteile auf der Erde liegen bleiben. Deshalb raten Experten, nicht nur das abgeworfene Laub abzusammeln, sondern auch das Unkraut zu jäten.

Sternrußtau bei Rosen bekämpfen

Beim Sternrußtau breiten sich schwarze bis braune Flecken auf den Blättern aus.

Wie beim Mehltau raten Experten nach einem Befall mit dem hartnäckigen Sternrußtau, im nächsten Jahr einer erneuten Pilzerkrankung vorzubeugen, indem die Pflanze mit Kalium gestärkt und auf eine Überdüngung mit stickstoffhaltigen Präparaten verzichtet wird. Zusätzlich können Sie mit Schachtelhalm-, Knoblauch- oder Beinwell-Brühe die Pflanze kräftigen.

Meist tritt der Sternrußtau zuerst auf den unteren Rosenblättern auf. Daher ist es ratsam, beim Wässern die Rosen regelmäßig auf erste Anzeichen von Krankheiten und Pilzen zu kontrollieren. Sobald ein Befall festgestellt wird, sind alle betroffenen Stellen umgehend zu entfernen und abgeworfenes Laub im Hausmüll zu entsorgen. Spezielle Fungizide werden gemäß der Dosierungsangaben aufgetragen und die Behandlung – je nach Stärke des Befalls – nach 10 bis 14 Tagen wiederholt. Auch hier sind die Angaben des Herstellers zu beachten.

Rosenrost bekämpfen

Beim Rosenrost liegen auf den Blattunterseiten die Sporennester.

Neben einer schlechten Luftzirkulation begünstigen Staunässe und ein kühler Sommer die Ausbreitung von Rosenrost. Diese Rosenkrankheit schwächt die Pflanzen und kann sie über mehrere Jahre hinweg befallen. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Vorbeugung, indem die Pflanzen regelmäßig ausgelichtet werden, ausreichend Licht erhalten und nicht zu dicht im Blumenbeet stehen.

Finden Sie trotzdem gelborange bis rostrote Flecken, die sich über die Blattoberseiten ausbreiten, schneiden Sie die befallenen Pflanzenteile großzügig ab und behandeln die Rosen mit geeigneten Pflanzenschutzmitteln gegen Pilzkrankheiten.

Tipp: Der Handel bietet spezielle Mittel für Rosen, die gleichzeitig die Pflanze stärken und vor anderen typischen Rosenkrankheiten schützen.

Schädlinge bekämpfen

Der Gefurchte Dickmaulrüssler hinterlässt halbmondförmige Fraßstellen an den Blätterrändern.
Die Große Rosenblattlaus kann in rosa, weißer und grüner Färbung auftreten.

Im Garten können Schädlinge an oberirdischen Pflanzenteilen großen Schaden anrichten oder in der Erde die Wurzeln schädigen. In der Folge wird die Nährstoffversorgung und Fähigkeit zur Fotosynthese beeinträchtigt, sodass die Rose schlimmstenfalls eingeht.

Gefurchter Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus)

Zu den Pflanzen- und Wurzelschädlingen gehört der Dickmaulrüssler. Die Larven dieses Käfers fressen die kleinen Wurzeln, während die adulten Insekten die Blätter fressen und so im Nutz- und Ziergarten großen Schaden anrichten. Wie Sie den Rosenschädling ohne chemische Mittel effektiv bekämpfen, erfahren Sie in unseren Bekämpfungstipps für Pflanzenschädlinge.

Große Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae)

Die Große Rosenblattlaus gehört zu den Röhrenblattläusen und befällt von Spätsommer bis in den Herbst verschiedene Rosengewächse. Die rosa oder grünen Blattläuse erreichen eine Größe von ca. 3 bis 4 mm und weisen zwei schwarze Röhren am Körperende auf. Sie sitzen bevorzugt an den Triebspitzen der Rosen und ernähren sich von dem Pflanzensaft.

Tipp: Lavendel in unmittelbarer Nähe zu Rosen gepflanzt, hält die Große Rosenblattlaus fern.

Vor allem bei den grün gefärbten Rosenblattläusen fällt eine Abgrenzung zur Grünen Blattlaus schwer, die wiederum die Stängel der Rosen sowie weitere Zier- und Nutzpflanzen befällt. Um die Schädlinge zu bekämpfen, helfen gründliche Duschen der Rosen mit dem Gartenschlauch. Hierbei ist der Strahl so einzustellen, dass die Pflanze keinen Schaden nimmt. Auch das Abwischen mit einem feuchten Tuch kann bei wenigen Schädlingen helfen. Ebenso fressen einige Nützlinge, wie Marienkäfer und Florfliegen, die Läuse.

Schließlich stellt das Besprühen befallener Pflanzenteile mit Brennesselsud eine gute Alternative zu chemischen Mitteln dar. Sind große Teile der Rosen befallen, sollten diese entfernt werden, bevor die Blattläuse auf benachbarte Pflanzen wandern.

Rosenblattwespe (Caliroa aethiops)

Im Mai schlüpfen die 3 bis 5 mm kleinen Rosenblattwespen aus ihren Puppen, in denen sie im Boden überwintert haben, und legen ihre Eier an Blätter und Blattstiele, aus denen später die 13 mm großen Larven schlüpfen. Diese haben eine gelb-grüne Färbung, einen rotbraunen Kopf und fressen von der Unterseite aus Löcher mitten in die Blätter. Später treten Fraßstellen auch an den Rändern auf. Eine zweite Generation schlüpft im Juli, sodass die Larven der Rosenblattwespe bis in den September hinein Fraßschäden anrichten, bevor sie sich verpuppen und im Boden überwintern. Auf diese Weise wird der Schädlingsbefall im nächsten Jahr fortgeführt.

Befallene Triebe sollten umgehend entfernt werden, zudem hilft es, die Larven bei einem leichten Befall abzusammeln. Wurde der Großteil der Rosen befallen, haben sich Pflanzenschutzmittel gegen saugende und beißende Insekten bewährt.

Tipp: Mit einem starken Rückschnitt im Frühjahr und einem weniger drastischen Sommerschnitt lässt sich der Befall dieses Schädlings nach der Eiablage eindämmen. Außerdem hilft ein Sud aus Ackerschachtelhalmen, mit dem die Rosen besprüht weren.

Winterschutz für Rosen

Vlieshauben und Jutematten schützen Rosenstämmchen vor Frostschäden.

Damit die Rosen den Winter gut überstehen, sollten Sie im Oktober einige Vorbereitungen treffen. Entfernen Sie abgestorbene Äste und abgeworfene Blätter. Gleiches gilt für kranke Pflanzenteile. Zum Schutz der empfindlichen Wurzeln werden sie an der Triebbasis ca. 15 bis 25 cm hoch mit Erde angehäufelt. Dies gilt sowohl für Beet- und Strauchrosen als auch für Stamm- und Kletterrosen. Der Boden kann zusätzlich mit Laub, Tannenreisig und Kokosmatten abgedeckt werden. Um ein frühzeitiges Austreiben zu vermeiden, wird ein Vlies über die Rosensträucher gezogen.

Neben dem Anhäufeln überwintern Beetrosen mit einem Schutz aus Tannenreisig, der zwischen die Triebe gesteckt wird, und einer Vlieshaube, die über die Pflanze gestülpt wird. Bei Strauchrosen raten Experten zu einer Vlieshaube, die die empfindliche Krone vor Erfrierungen und den Stamm vor Frostrissen schützt. Alternativ hilft auch ein Wickel aus Schilfmatten, der mit Laub gefüllt wird. Dagegen werden bei Kletterrosen, die am Rosenbogen oder einer Rankhilfe wachsen, die mittigen Haupttriebe mit Jute oder Vlies bedeckt. Im Frühling, ab März oder April, können Sie den Winterschutz vor dem Frühjahrsschnitt entfernen.

Tipp: Verwenden Sie als Winterschutz nur atmungsaktive Materialien, wie Jute, Gartenvliese, Kokos- und Schilfmatten oder Vlieshauben. Kunstoffe und Tüten sind ungeeignet.

Bei Rosen im Kübel sollte die Erde mit Reisig oder einer Kokosmatte bedeckt und der Topf mit einem dicken Schutz aus Jute oder Vlies, das mit trockenem Laub gefüllt wird, umgeben werden. Außerdem werden die Krone und Veredelungsstelle mit einer Jute- oder Vlieshaube geschützt. Gegen Frostrisse im Stamm helfen Jutebänder. Stellen Sie den Kübel, falls möglich, zudem auf eine breite Styroporplatte: Auf diese Weise sind die Wurzeln noch besser vor schädigenden Frösten geschützt.

Ein Ziergarten lebt von seiner Vielfältigkeit: Unterschiedliche Wachstumsformen, Blütenfarben und Düfte beleben den Garten und locken zahlreiche Nützlinge an. Mit der optimalen Bodenaufbereitung und Pflanzstrategie können auch Sie sich über einen gedeihenden Ziergarten freuen. Hier finden Sie Wissenswertes zur Aussaat und Pflanzenpflege im Ziergarten.

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Bildnachweis
  1. "Rosenpflege" (Originalbild): Hannah Edgman (hannahlouise123), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  2. "Feuchte Rosenblüten und Knospen" (Originalbild): Kerstin Riemer (KRiemer), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  3. "Rosen mit Komposterde düngen" (Originalbild): Jing, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  4. "Schwache Rosentriebe schneiden" (Originalbild): jacqueline macou (jackmac34), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  5. "Kletterrosen am Spalier" (Originalbild): Karin Lissi Obendorfer (KarinLiss), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  6. "Blühende Strauchrosen" (Originalbild): skeeze, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  7. "Beetrosen schneiden" (Originalbild): jacqueline macou (jackmac34), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  8. "Echter Mehltau auf Rosenblättern" (DSC01656 rose powdery mildew) von Scot Nelson, Flickr, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  9. "Sternrußtau auf Rosenstrauch" (Originalbild): PublicDomainPictures, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  10. "Rosenrost bekämpfen" (Rose rust disease) von Malcolm Manners (mmmavocado), Flickr, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

  11. "Gefurchter Dickmaulrüssler" (Lapsnuitkever) von Berend Jan Stijf, Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain, zugeschnitten

  12. "Große Rosenblattlaus" (Originalbild): Foto-RaBe, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  13. "Winterschutz für Rosenstämmchen" (Originalbild): jacqueline macou (jackmac34), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

  14. "Bunte Bodendecker" (Originalbild): Hans Braxmeier (Hans), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

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