Haus und Keller vor Überschwemmungen schützen

Hochwasser und Überschwemmungen können ganze Städte und Gemeinden treffen

Überschwemmungen gehören zu den Naturkatastrophen mit den weitreichendsten Folgen. Immer wieder richten Starkregen, Hochwasser, Kanalrückstau, Grundhochwasser oder Sturmfluten immense Schäden an und bedrohen berufliche sowie private Existenzen.

Und die Gefahr wächst: Angesichts des voranschreitenden Klimawandels sind sich viele Experten sicher, dass Überschwemmungen und Hochwasser in vielen Regionen Deutschlands zukünftig noch häufiger auftreten werden. Umso wichtiger ist es, bereits heute die wichtigsten Maßnahmen zu ergreifen, um das eigene Zuhause vor dem nächsten Unwetter zu schützen.

Dieser Ratgeber verrät, welche vorbeugenden Schritte sinnvoll sind, wie man sich gegen Starkregen und Überschwemmungen wappnen kann und was bei der Beseitigung von Hochwasserschäden zu beachten ist.

Verschiedene Arten von Hochwasser und deren Entstehung

Starkregen ist immer häufiger die Ursache für Hochwasser und Überschwemmungen

Es gibt verschiedene Arten von Hochwasser, die Überschwemmungen verursachen können. Denn längst nicht nur über die Ufer tretende Flüsse führen zu Überflutungen. Um die richtigen Maßnahmen für den Hochwasserschutz ergreifen zu können, kommt es darauf an, die Entstehungsmechanismen zu kennen.

Hochwasser: Beschreibt einen (stark) erhöhten Wasserstand in Flüssen, Bächen und anderen Gewässern. Dieses Hochwasser ist oftmals auf starke Regenfälle und/oder Schneeschmelze zurückzuführen.

Starkregen: Ein intensives Wetterereignis mit enormen Niederschlagsmengen binnen kürzester Zeit.

Starkregen kann zu Hochwasser in Flüssen und Bächen führen und den dortigen Wasserstand rapide ansteigen lassen oder den Grundwasserpegel anheben.

Kanalrückstau: Bei einer zu großen Niederschlagsmenge kann es zu einem Versagen des Kanalsystems mit anschließendem Rückstau kommen. In diesem Fall fließt das Wasser nicht mehr ab, sondern wird durch die Leitungen zurück ins Haus gedrückt.

Grundhochwasser: Anhaltende Niederschläge in großen Mengen können das Grundwasser ansteigen lassen und dessen Fließrichtung ändern. Dadurch kann es sogar in großer Entfernung zu Gewässern noch zu einer Überflutung von Kellerräumen kommen – und das noch Wochen nach heftigen Unwettern mit hohen Niederschlagsmengen.

Eisstau: Eisgang auf Flüssen kann bewirken, dass sich größere Eisschollen verkanten und den Wasserlauf blockieren. Dadurch kann Hochwasser oberhalb des Eisstaus entstehen. Eine zusätzliche Gefahr geht von den Eisschollen selbst aus, wenn diese an Land gedrückt werden. Sturmflut: Hochwasserereignis an der Küste, das durch starken auflandigen Wind (teilweise in Kombination mit dem natürlichen Tidenhub) ausgelöst wird.

Vor der Flut: Vorüberlegungen und Maßnahmen zum Schutz vor Überschwemmungen

Vorsicht ist besser als Nachsicht. – Diese Devise gilt auch in puncto Hochwasserschutz. Denn mit den richtigen Schutzmaßnahmen können die Folgen einer Überschwemmung im eigenen Zuhause möglicherweise gemindert werden. Dafür gilt es zunächst herauszufinden, ob das Haus in einem sogenannten Gefahrengebiet liegt. Zahlreiche Bundesländer stellen diesbezüglich entsprechendes Kartenmaterial bereit, welches online im Internet abrufbar ist. Mithilfe von Hochwasserkarten bzw. Hochwassergefahren- und Hochwasserintensitätskarten können Sie schnell prüfen, ob Ihr Zuhause potenziell gefährdet ist oder nicht. Wichtig: Hochwasserkarten bieten eine erste Orientierung, sind aber nicht zu 100 % akkurat. Jüngste Hochwasserereignisse haben bereits mehrfach bewiesen, dass aufgrund von veränderten Klima- und Wetterlagen sowie anderen Einflüssen auch Gebiete, die bis dato als risikofrei gegolten haben, von Überschwemmungen betroffen sein können. Entsprechend lohnen sich Unwetter- und Hochwasserschutz auch in Regionen, die von derartigen Naturereignissen bisher verschont geblieben sind.

Potenzielle Gefahrenquellen: Wie kann Hochwasser ins Haus eindringen?

Bevor Sie Ihr Zuhause hochwasserfest machen, empfiehlt es sich, kurz zu überlegen, wo und wie das Wasser in Ihr Haus eindringen kann. Hierdurch werden Sie auf mögliche Gefahren und Risiken aufmerksam und können vor dem nächsten Unwetter gezielt Schutzmaßnahmen ergreifen.

Am häufigsten tritt Hochwasser auf den folgenden Wegen ins Gebäude ein:

  • durch Kellerwände/Kellerboden und Bodenplatte

  • durch die Kanalisation/Leitungsrohre (Kanalrückstau)

  • durch Hausanschlüsse oder bereits vorhandene Undichtigkeiten

  • durch Kellerfenster

  • durch die Hauswand

  • durch Fenster und Türen

Je nachdem, wo das Wasser eintritt und welche Mengen an Wasser ins Gebäude eindringen, führt die Überschwemmung nicht nur zu Schäden am Haus und der Einrichtung – gegebenenfalls wird sogar die Standfestigkeit des Gebäudes beeinträchtigt. Das kann bis zu einem vollständigen Einsturz führen. Je besser Sie Ihr Zuhause schützen und je effektiver Sie das Wasser am Eindringen hindern, umso größer sind die Chancen, die Hochwasserschäden gering zu halten.

5 Tipps, um das Haus vor Hochwasser und Starkregen zu schützen

Abdeckplanen können vor eindringendem Hochwasser schützen.
Kann das Wasser auf dem Grundstück nicht abfließen, droht eine Überschwemmung.

Ganz gleich, ob eine Überschwemmung wegen Hochwassers droht oder der Grundwasserpegel aufgrund von einem Unwetter mit Starkregen steigt – wer das eigene Zuhause schützen will, bereitet sich am besten frühzeitig vor.

Die folgenden Maßnahmen können helfen:

1. Mobile Schutzelemente

Mobile Schutzelemente können Fenster, Türen oder Lichtschächte im Keller gegen eindringendes Wasser abdichten. Es existieren verschiedene Arten von mobilen Schutzelementen gegen Hochwasser: Wandelemente aus Aluminium, aufblasbare Abdichtungen für Fenster oder die typischen Sandsäcke können bei extremen Regenfällen helfen. Alternativ können Planen und Folien gute Dienste beim Unwetterschutz leisten. Achten Sie allerdings darauf, dass diese möglichst dicht und stabil fixiert werden müssen.


2. Rückstauventile gegen Kanalrückstau  
Ist das Kanalsystem überlastet, kann es bei hohen Niederschlagsmengen zu einem Kanalrückstau kommen, bei dem das (Ab-)Wasser durch die Leitungen zurück ins Haus gedrückt wird und daraufhin beispielsweise aus Abflüssen, der Toilette oder den Rohren selbst austritt. Durch den Einbau von Rückstauventilen lässt sich dieses Szenario vermeiden. Eine einfache Rückstauklappe, die den Wasserdurchfluss nur in eine Richtung ermöglicht, erweist sich bereits als effektive Maßnahme. Noch komfortabler sind Rückstauhebeanlagen.
 

Zusatztipp: Vor einem Unwetter mit extremen Regenfällen ist es empfehlenswert, die Abflüsse an Waschbecken und Co. zu verschließen. Wer Rückstauhebeanlagen in Benutzung hat, sollte diese zudem auch außerhalb der Hochwassersaison regelmäßig warten. Übrigens: Kommt es zu einem Rückstau, weil die öffentlichen Kanäle nicht mehr funktionieren bzw. diese die Wassermassen nicht mehr bewältigen können, ist die Gemeinde hierfür nicht verantwortlich. Sich vor einem möglichen Rückstau zu schützen, obliegt jedem Anschlussnehmer selbst. Demzufolge kann die Installation eines Rückstauschutzes auch dann lohnenswert sein, wenn Sie nicht in einem ausgewiesenen Hochwassergebiet oder in einer Region mit häufigen Unwettern und Starkregen wohnen.

 
3. Abflüsse und Dachrinnen warten
 
Abflüsse und Dachrinnen leisten bei Starkregen einen wichtigen Beitrag dazu, Wasserschäden am Haus zu vermeiden. Deshalb sollten Sie darauf achten, diese Elemente regelmäßig zu reinigen und zu warten. Überdies gilt es, Abflüsse und deren Zuläufe jederzeit freizuhalten: Wer hier Gegenstände abstellt oder die Abläufe anderweitig blockiert, riskiert, dass sich das Wasser staut und Schäden verursacht.


 4. Abflusssituation auf dem Grundstück optimieren

Um die Gefahr hoher Niederschlagsmengen zu entschärfen, sollte für einen möglichst guten Abfluss des Regens auf dem eigenen Grundstück gesorgt werden. Kann das Wasser hier nicht versickern oder wird es nicht entsprechend abgeleitet, kommt es insbesondere bei einem Gefälle auf dem Grundstück schnell zu Hochwasser. Achten Sie darauf, möglichst wenige versiegelte Flächen auf dem Grundstück anzulegen, planen Sie gegebenenfalls Flutmulden ein oder arbeiten Sie mit fest installierten Wassersperren wie Mauern, um Kellerfenster und Co. zu schützen.
 
5. Heizung schützen

Ob Öl- oder Gasheizung – vielerorts sind im Keller wichtige Versorgungseinrichtungen untergebracht, die auf Hochwasser und Überschwemmungen äußerst empfindlich reagieren. Dann droht schlimmstenfalls zusätzlicher Schaden. Bestes Beispiel: Aufschwimmende Öltanks, die Kellerwände und -decken beschädigen oder gar auslaufen. Entsprechend sollten insbesondere die im Sommer oft stark entleerten Tanks sorgfältig gesichert und möglicherweise beschwert werden. Dasselbe gilt für eventuell vorhandene Gastanks. 

Zusatztipp: Austretendes Öl aus ungesicherten Öltanks ist bei Überschwemmungen ein besonders großes Problem, da es Umweltschäden verursacht. Ähnliches gilt für Farben, Lacke oder Chemikalien – all dies gilt es demnach, vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. Entfernen Sie außerdem elektrische Geräte aus dem Keller, weil diese durch das Hochwasser unbrauchbar werden können. Ebenfalls nicht vergessen: Wichtige Gegenstände, wie Fotos oder Dokumente, sollten bei schweren Unwettern mit Starkregen nicht im Keller gelagert werden.

Während der Flut: Die richtigen Maßnahmen bei Starkregen und Überschwemmung

Ob heimtückisches Grundhochwasser, ein über die Ufer getretener Fluss oder andauernder Starkregen – wenn das Wasser steigt und ins Haus eindringt, gelten zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen. Die wichtigste Prämisse: Nichts ist wertvoller als die gesundheitliche Unversehrtheit – Menschenleben gehen deshalb immer vor Sachwerte. Darüber hinaus gelten die folgenden Regeln zum richtigen Verhalten bei Hochwasser.

1. Bleiben Sie während der Gefahrensituation immer auf dem Laufenden und informieren Sie sich über Radio, Internet und Co. über die Wetterlage und das Risiko.  

2. Seien Sie vorbereitet! Das betrifft nicht nur den Hochwasserschutz rund ums Haus, sondern auch die eigene Versorgung. Trinkwasser, Lebensmittel, Regenkleidung sowie funktioneller Kälte- und Nässeschutz, Batterien und Taschenlampen sollten vorhanden sein.

3. Steht Ihnen im Vorfeld genügend Zeit zur Verfügung, empfiehlt es sich Kinder, ältere und hilfebedürftige Personen sowie Haustiere aus der akuten Gefahrenzone zu bringen.

4. Schalten Sie elektrische Geräte in überschwemmungsgefährdeten Räumen ab. Um mögliche Gefährdungen durch Stromschläge zu verhindern, lohnt es sich, die komplette Hauselektrik auszuschalten und die Sicherungen aus dem Verteilerkasten zu nehmen. Stromaggregate können während der Zeit, in der der Strom abgeschaltet ist, für Abhilfe sorgen.

5. Betreten Sie während des Hochwassers nicht den Keller. Der Aufenthalt in einem überschwemmten Keller kann aufgrund der Wassermassen, aber auch angesichts eines möglichen Stromschlagrisikos lebensgefährlich sein.

Nach der Flut: Hochwasserschäden effektiv und sicher beseitigen

Hochwertige Kleidung schützt vor Verletzungen bei der Beseitigung von Hochwasserschäden.

Sobald die extremen Regenfälle nachlassen und die Wassermassen sich zurückziehen, wird es Zeit, die Schäden im, am und ums eigene Haus zu begutachten. Hier zeigt sich, wie viel der Unwetterschutz gebracht hat. Eine gründliche Bestandsaufnahme hilft dabei, die nun anstehenden Aufgaben zu koordinieren, um so die Hochwasserschäden möglichst schnell und effektiv zu beseitigen.

Wichtig: Seien Sie bei der Überprüfung des Ist-Zustands stets vorsichtig – nach dem Hochwasser können Gebäude einsturzgefährdet sein, Dachziegel können sich lösen und herumliegende Trümmer bergen große Verletzungsgefahren. Das Tragen von Arbeitshosen, Sicherheitsschuhen und Sicherheitsstiefeln sowie Arbeitsjacken ist auch wegen der möglichen Infektionsgefahr angeraten. Zusätzlich empfiehlt es sich, auf mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit zu setzen.

Ob Überschwemmung, Grundwassereinbruch oder hohe Niederschlagsmengen – wenn der Keller unter Wasser steht, ist schnelles Handeln gefragt. Denn je länger Wasser in einem Gebäude steht, umso größer sind die Schäden an der Bausubstanz. Bevor Sie jedoch mit dem Leerpumpen des Hauses bzw. der Kellerräume beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass das Hochwasser wirklich vorbei ist. Das hat einen einfachen Grund: Befindet sich rund ums Haus noch Hochwasser oder ist der Grundwasserpegel noch immer erhöht, üben diese Wassermassen einen enormen Druck auf die Haus- und Kellerwände aus. Pumpen Sie den Keller nun bereits leer, kann das dem Gebäude ernsthaften Schaden zuführen, weil die übermäßig beanspruchten Wände dem Druck nicht standhalten können.

Vorsicht: Wenn Sie es vor dem Starkregen bzw. vor dem Hochwasser nicht mehr geschafft haben, den Strom abzuschalten und sich der Verteilerkasten womöglich im Keller befindet, sollten Sie auf keinen Fall das Wasser sofort betreten. Es besteht akute Lebensgefahr aufgrund eines möglichen Stromschlags. Informieren Sie am besten direkt die Feuerwehr und warten Sie ab, bis Hilfe kommt. Gleiches gilt, falls der Öltank im Keller ausgelaufen oder andere gefährliche Flüssigkeiten ausgetreten sind und sich nun im Wasser befinden.  

Abdeckplanen können vor eindringendem Hochwasser schützen.

Schritt 1: Dokumentation der Schäden

Bevor Sie damit beginnen, den überschwemmten Keller leer zu pumpen, sollten Sie zunächst den Ist-Zustand direkt nach dem Hochwasser dokumentieren. Das kann später dafür ausschlaggebend sein, was und wie viel die Versicherung bezahlt. Nutzen Sie am besten einen Zollstock, um auf Fotos festzuhalten, wie hoch das Wasser im Keller steht. Kontaktieren Sie Ihre Versicherung möglichst sofort bzw. zeitnah, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Schritt 2: Keller leerpumpen

Das Hochwasser ist zurückgegangen und auch das Grundwasser ist wieder gesunken – nun wird es höchste Zeit, den vollgelaufenen Keller leer zu pumpen. Hierfür stehen verschiedene Pumpen zur Verfügung: Insbesondere die Schmutzwasser-Tauchpumpen sind bestens geeignet, selbst stark verschmutztes Wasser schnell und effektiv abzupumpen. Ebenso hilfreich können sogenannte Flachsaugerpumpen sein, die das Absaugen bis zu einem besonders niedrigen Wasserstand ermöglichen. 

Schritt 3: Schlamm und Schmutz entfernen

Sobald der Wasserstand im Keller sinkt, werden teilweise enorme Massen an Schlamm und Schmutz freigelegt. Auch hier ist schnelles Handeln gefragt. Denn wenn die mit dem Hochwasser eingespülten Schlammmassen erst einmal trocknen, lassen sie sich nur noch mit größter Mühe entfernen. Darüber hinaus ist der Schlamm gesundheitsgefährdend, da er viele Mikroorganismen, Fäkalien und sogar Ungeziefer enthalten kann. Mit der richtigen Reinigungstechnik und Werkzeugen wie Schaufeln und Eimern lässt sich der Schlamm mit reiner Muskelkraft entfernen. Funktionieren die Abläufe im Keller wieder einwandfrei, ist es gegebenenfalls möglich, den Schlamm einfach über den Abfluss wegzuspülen.

Schritt 4: Keller trocknen

Sind Wasser und Schlamm nach dem Grundwassereinbruch wieder aus dem Keller entfernt, sollte den Räumlichkeiten so schnell wie möglich die Feuchtigkeit entzogen werden. Verbleibt diese im Mauerwerk, nimmt nämlich nicht nur die Bausubstanz Schaden, auch Schimmelpilze könnten sich breitmachen. Um den Keller nach dem Hochwasser schnell wieder trocken zu bekommen, gilt es, alle nassen Möbel und Gegenstände zu entfernen. Dazu gehören gegebenenfalls auch Tapeten, Bodenbeläge oder Rigipsplatten. Stellen Sie außerdem Trockengeräte auf, die dem Keller die Feuchtigkeit entziehen. Vergessen Sie nicht, alle Schäden für die Versicherung zu dokumentieren und schmeißen Sie nach Möglichkeit nichts weg, was für die Versicherung von Relevanz sein könnte.

Schritt 5: Fachexperten kontaktieren

Um sicherzugehen, dass im Keller oder in der Bausubstanz des Hauses keine durch das Hochwasser verursachten Schäden lauern, die sich erst langfristig zeigen, empfiehlt es sich, einen Fachexperten mit der Überprüfung zu beauftragen. Das gilt für die Baustatik des Gebäudes genauso wie für die Elektrik oder die Heizungsanlage. Auch für die Versicherung können entsprechende Gutachten gegebenenfalls relevant werden. Setzen Sie sich am besten mit Ihrem Ansprechpartner in Verbindung, um das konkrete Vorgehen abzusprechen.

In der Zwischenzeit lohnt es sich, mit den Aufräumarbeiten rund ums Haus zu beginnen. Vermutlich haben die Wassermassen auch hier einigen Schaden angerichtet. Vergessen Sie nicht die entsprechende Arbeits- und Schutzkleidung zu tragen, da auch draußen Gesundheitsgefahren durch Überschwemmungswasser sowie Schlammreste lauern. Mit stabilen Transportlösungen lassen sich Schutt, kaputter Hausrat und Co. leicht transportieren – sogar dort, wo Autos aufgrund hochwassergeschädigter Straßen noch nicht wieder fahren können.

Gesundheitsgefahr nach dem Hochwasser

Nach Hochwasser und Überschwemmungen besteht ein Risiko für die Übertragung sogenannter Überschwemmungs-assoziierter Infektionskrankheiten. Das ist unter anderem auf das möglicherweise keimbelastete Wasser sowie den Schlamm zurückzuführen. Kontaminierte Lebensmittel sollten deshalb weder verzehrt noch einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Dasselbe gilt für Möbel und Haushaltsgegenstände, die mit Wasser und Schlamm in Berührung gekommen sind. Wenden Sie sich diesbezüglich am besten an den kommunalen Entsorgungsbetrieb. Auch bei der Versorgung von Blumen oder Gemüsepflanzen im Garten sollten Sie nicht auf das mit der Überschwemmung eingespülte Wasser setzen. Selbst wenn dieses sauber aussieht, kann es eine hohe Keimbelastung aufweisen. Mögliche Gesundheitsrisiken bestehen auch bei der Nutzung von Brunnen auf dem eigenen Grundstück. Diese sollten durch einen Experten untersucht werden, bevor das hier entnommene Wasser wieder verwendet wird.

Fazit: Vorsorglicher Unwetterschutz hilft, Schäden am Haus zu verhindern

Unwetter mit Starkregen, tückisches Grundhochwasser oder Überschwemmungen von Flüssen und Bächen – Hochwasser tritt meist plötzlich auf und nicht immer erreicht die offizielle Warnung die betroffene Bevölkerung rechtzeitig. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich Schäden durch Überflutung und Grundwassereinbruch jedoch sowohl lang- als auch kurz- und mittelfristig verhindern. Wer vorausschauend plant und beispielsweise mobile Schutzelemente vorrätig hat, Rückstauventile einbaut und die Abflusssituation auf dem eigenen Grundstück optimiert, kann sein Zuhause so effektiv wie möglich gegen Schäden durch Hochwasser schützen.

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Bildnachweis
  1. "Hochwasser und Überschwemmungen in der Stadt" (Originalbild): LucyKaef, Lizenz: CC0 Public Domain / pixabay.com

  2. "Überschwemmte Straße" (Originalbild): WikiImages, Lizenz: CC0 Public Domain / pixabay.com

  3. "Hochwasserschutz-Set": Westfalia / Westfalia Planengewebe Set mit COB LEDsund 6 Gummispanner / westfalia.de

  4. "Bank bei Hochwasser" (Originalbild): rkit, Lizenz: CC0 Public Domain / pixabay.com

  5. "Arbeitschutzhose": Westfalia / Westfalia Schnittschutz Latzhosen, schwarz, in verschiedenen Größen / westfalia.de

  6. "Hochwasserschutz-Set": Westfalia / Westfalia Planengewebe Set mit COB LEDsund 6 Gummispanner / westfalia.de

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