Die 8 besten Tipps zur porentiefen Autoinnenreinigung!

Hand aufs Herz: Hat das eigene Auto erstmal einige Jahre auf dem Buckel, wird die Innenreinigung immer mehr vernachlässigt. Während das neue Fahrzeug anfangs noch einmal wöchentlich gereinigt wurde, erfolgt die Reinigung jetzt mit Glück nur noch einmal im Monat.

Mit der Zeit verbreiten sich Staub und Flecken und trotz Lufterfrischer strömt ein unangenehmer Geruch aus allen Ecken. Höchste Zeit, den kompletten Innenraum wieder auf Hochglanz zu polieren!

Doch wo soll man anfangen und wie rückt man hartnäckigen Verschmutzungen zu Leibe?

Wir haben für Sie die besten Tipps und Tricks zur ultimativen Innenraum-Reinigung zusammengestellt! Also Gummihandschuhe anziehen und los geht's!

Bevor Sie mit der Grundreinigung beginnen, sollten Sie zunächst einige Schritte vorbereitend durchführen. Räumen Sie Ihr Auto komplett leer: Alle leeren Flaschen und Dosen, der gesamte Inhalt des Handschuhfaches sowie der Seitenfächer und des Kofferraums.

Entfernen Sie ebenfalls alle Fußmatten – diese werden in einem separaten Schritt behandelt.

Schnappen Sie sich Ihren Staubsauger und saugen Sie den Innenraum gründlich aus – Ist der grobe Schmutz erst einmal entfernt, ist die Grundlage für eine porentiefe Innenreinigung schon geschaffen!

Tipp 1: Fußmatten gründlich reinigen

Festsitzenden Schmutz lösen Sie am einfachsten, indem Sie die Matte mit einer dichten Bürste in eine Richtung hin bearbeiten.

In den Fußmatten verfängt sich bekanntermaßen der meiste Schmutz – schließlich sind sie auch in ständigem Kontakt mit den schmutzigen Straßenschuhen. Einfaches Staubsaugen reicht hier – zumindest bei den Teppich-Modellen – häufig nicht mehr aus. Doch wie bekommt man diese Matten wieder richtig sauber?

Klopfen Sie die Matten zunächst kräftig an der Haus- oder Garagenwand aus, um den gröbsten Dreck zu lösen und zu entfernen. Festsitzendem Schmutz rücken Sie anschließend mit einer groben Bürste zu Leibe – bearbeiten Sie die Matte in eine Richtung!

Um nun zurückgebliebene Flecken aus dem Material zu entfernen, sollten Sie die entsprechenden Stellen mit einem Teppichreinigungsmittel besprühen und dies für einige Minuten einwirken lassen. Bereiten Sie anschließend eine Wanne mit einer Mischung aus heißem Wasser und Allzweckreiniger vor und legen Sie die Matten für einige Stunden hinein.

Alternativ dazu können Sie die Matten auch einfach den Herstellerangaben entsprechend in der Waschmaschine waschen.

Gummi-Fußmatten sind deutlich pflegeleichter, werden jedoch mit der Zeit porös und es können unschöne Risse entstehen. Hier schafft spezieller Gummi-Reiniger Abhilfe, der die Fußmatten nicht nur gründlich reinigt, sondern auch nachhaltig pflegt und geschmeidig hält.


Tipp 2: Cockpit aus Leder oder Kunststoff gründlich reinigen

Zu Beginn sollten Sie das Cockpit gründlich absaugen, um den gröbsten Staub zu entfernen. Benutzen Sie anschließend einen dicken, weichen Pinsel zur Hilfe, um festsitzenden Staub von den Armaturen und Knöpfen zu beseitigen: Halten Sie das Staubsaugerrohr unter den Pinsel, um den aufgewirbelten Staub sofort einzusaugen.

Hartnäckigem Schmutz gehen Sie am einfachsten mit speziellem Cockpitspray an den Kragen – das Spray wirkt antistatisch, entfernt Flecken und beugt dem Ausbleichen der Oberfläche von Kunststoff- sowie Leder-Cockpits durch UV-Strahlen vor. 


Tipp 3: Cockpit-Pflege

Hat Ihr Auto ein Cockpit aus Kunststoff, so reicht es aus, wenn Sie spezielle Kunststoffpflege mit einem weichen Tuch auftragen.

Nach der Reinigung gilt es, das Cockpit zu pflegen, um es vor neuen Verunreinigungen und Umwelteinflüssen zu schützen. 

Bei einem Armaturenbrett aus Kunststoff empfiehlt sich der Einsatz von professioneller Kunststoffpflege. Die Produkte reinigen das Armaturenbrett perfekt, ohne den Kunststoff zu schädigen und unschöne Flecken hervorzurufen.

Ein Leder-Cockpit hingegen bedarf einer besonders abgestimmten Pflege: Greifen Sie auf eine zu Ihrem Fahrzeug passende Lederpflege zurück. Hausmittel wie z. B. Olivenöl haben auf dem Armaturenbrett nichts verloren, da sie lediglich kurzfristige Verbesserungen hervorrufen. Verwenden Sie solche Mittel über eine längere Zeit hinweg, so kann das Leder trocken und brüchig werden und unschöne Flecken und Risse hervorrufen. 

Ein weiterer Geheimtipp für ein glänzendes Armaturenbrett ist ein spezieller Cockpit-Schwamm. Der Schwamm ist mit Pflegemitteln imprägniert und sorgt sowohl nass, als auch trocken in einem Wisch für perfekte Sauberkeit und neuen Glanz.


Tipp 4: Klebriges Lenkrad – was tun?

Lenkräder aus Kunststoff lassen sich einfach mit wenigen Tropfen Kunststoffreiniger säubern.

Besonders Leder-Lenkräder können sich nach einiger Zeit klebrig und speckig anfühlen, was das Fahren nicht besonders angenehm macht. Vor allem im Sommer können schwitzige Hände ein klebriges Lenkrad auslösen – aber auch Lebensmittelreste an den Fingern oder Kosmetikprodukte wie z. B. Handcreme können die Ursache sein.

Um den Fahrspaß wieder herzustellen, sollten Sie einfach etwas Lederreinigung mit einer weichen Reinigungsbürste auf das Lenkrad auftragen und sanft einmassieren. Nehmen Sie die Reste anschließend mit einem angefeuchteten Lappen ab.

Sollte das klebrige Gefühl nach wie vor bestehen, so empfiehlt sich die Verwendung von Reinigungsbenzin, welches dem Leder überschüssiges Fett entzieht. Diese Methode sollte allerdings wirklich nur im äußersten Notfall angewandt werden, da das Leder bei zu häufiger Verwendung trocken und brüchig werden kann.

Besitzt Ihr Wagen ein Kunststoff-Lenkrad, so können Sie das Kleben einfach mit etwas Kunststoffreiniger vermeiden. 


Tipp 5: Tierhaare restlos entfernen

Ihr kleiner pelziger Freund fährt häufiger mit Ihnen im Auto? Dann kennen Sie bestimmt die Problematik von Tierhaaren im Auto: Egal, wie sehr Sie Ihr Haustier auch lieben – Tierhaare lassen den Wagen ungepflegt aussehen und sollten bei der Autopflege restlos entfernt werden.

Doch einfacher gesagt als getan: Einfaches Staubsaugen mit dem Saugrohr reicht nämlich häufig nicht aus. Bevor Sie die Haare absammeln bzw. absaugen können, müssen Sie sie zunächst aus dem Gewebe lösen. Hierfür gibt es zwei einfache Methoden:

1. Verwenden Sie haushaltsübliche Gummihandschuhe und rubbeln Sie in kreisenden Bewegungen über die betroffenen Stellen. Die festsitzenden Haare werden dadurch gelockert.

2. Greifen Sie zu einem nassen Tuch oder einer nassen Bürste mit harten Borsten und bearbeiten Sie die Stelle kräftig in eine Richtung. 

Verwenden Sie im Anschluss Ihren Staubsauger mit spezieller Tierhaardüse oder eine Kleiderrolle, um alle hinterlassenen Haare restlos zu entfernen. Grundsätzlich gilt: Vorbeugung ist die halbe Miete. Legen Sie sich für Ihren pelzigen Freund eine passende Hundematte zu, die das Putzen von vorne herein auf ein Minimum beschränkt.


Tipp 6: Lüftungsschlitze säubern

Q-Tips eignen sich perfekt, um in die schmalen Ritzen zu gelangen.

Die Lüftungsschlitze erweisen sich in den meisten Fahrzeugen als wahre Dreckschleudern – werden sie nicht regelmäßig gereinigt, können sie Staub und Bakterien direkt in die Atemwege der Fahrer pusten. Sie sollten daher besonders darauf achten, sie sauber zu halten.

Um zwischen die schmalen Sprossen zu gelangen, eignet sich am besten die Verwendung von handelsüblichen Q-Tips.

Die kleinen Wattestäbchen sind nämlich flexibel genug, um selbst in die kleinsten Ritzen zu gelangen.

Befeuchten Sie einen Q-Tip mit einer Mischung aus klarem Wasser und Allzweckreiniger und wickeln Sie ein Kosmetiktuch herum.

Staub und Schmutz bleiben an der Watte hängen und Bakterien werden durch den Essig effektiv und schnell beseitigt.


Tipp 7: Autositze richtig reinigen

Gegen muffigen Geruch aus den Sitzen hilft eine Essig-Wasser-Mischung.

Zu der gründlichen Autoinnenreinigung gehört natürlich auch die Polsterreinigung der Autositze. Im Laufe der Zeit entstehen durch Lebensmittel, Kosmetika und Getränke unschöne und teilweise starke Verschmutzungen auf den Autositzen, die es zeitnah zu Entfernen gilt.

Zu Beginn sollten Sie die Sitze mit einem speziellen Polster-Aufsatz absaugen, um Krümel, Haare und den gröbsten Schmutz zu entfernen. Greifen Sie sich danach eine Bürste, mit deren Hilfe Sie einen Polsterreiniger auf die Sitze auftragen. Um hartnäckige Flecken leicht loszuwerden, empfiehlt sich der Griff zu einer alten Zahnbürste, mit der Sie den Reiniger kräftig aber dennoch schonend einarbeiten. 

Nach der Fleckenentfernung, sollten Sie unangenehme Gerüche wie etwa Schweiß oder Rauch, die sich in den Polstern festgesetzt haben, an den Kragen gehen. Die günstige Variante wäre die Verwendung einer Essig-Wasser-Mischung. Vermengen Sie einige Esslöffel des Hausmittels in einem kleinen Eimer mit warmem Wasser und tragen Sie die Mischung mit einem Lappen auf. 

Alternativ empfiehlt sich die Verwendung eines Dampfreinigers. Der heiße Dampf bekämpft nämlich die geruchsbildenden Bakterien und Keime und sorgt für frischen Geruch im Autoinnenraum. 

Verfügt Ihr Wagen über hochwertige Ledersitze, so sollten Sie in jedem Fall auf professionelle Lederreinigungs- und Pflegeprodukte zurückgreifen, um das Leder durch die besondere Pflege weich und geschmeidig zu halten. 


Tipp 8: Scheiben schlierenfrei reinigen

Eine klare Sicht auf die Außenwelt ist beim Autofahren das A und O: Im Zuge der Innenraumreinigung sollten Sie deshalb die gründliche Reinigung der Scheiben und Spiegel keinesfalls vernachlässigen. Ist Ihre Sicht aufgrund von Schlieren und starkem Schmutz eingeschränkt, stellen Sie ein Sicherheitsrisiko für den mitfahrenden Verkehr dar. 

Reinigen Sie die Scheiben zunächst mit einem feuchten Lappen und lassen Sie sie anschließend bei geöffneten Türen trocknen, damit die Feuchtigkeit nach außen entweichen kann. 

Im zweiten Schritt greifen Sie zu Glas- bzw. Fensterreiniger und Putztüchern – hierbei können Schliere entstehen. Wiederholen Sie den Vorgang einfach so lange, bis alle Verschmutzungen verschwunden sind. 

Zu guter Letzt formen Sie aus Zeitungspapier eine Kugel und bearbeiten die Fenster damit. Hiermit lassen sich Schlieren kinderleicht entfernen und neuen vorbeugen. 

Befolgen Sie dieselbe Anleitung zur Profi-Reinigung Ihrer Spiegel.

Schlieren an der Frontscheibe können Sie mit einfachem Glasreiniger beseitigen.
Auch der Rückspiegel sollte für eine freie Sicht regelmäßig gereinigt werden.

Neben der regelmäßigen Autoinnenreinigung, gehört auch die gründliche Außenreinigung zur richtigen Autopflege. Für diejenigen, die dafür nicht jedes Mal in die Waschstraße fahren wollen, haben wir in diesem Ratgeber die besten Tipps zum Auto selber waschen zusammengestellt.

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Bildnachweis
  1. "Autoinnenreinigung": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  2. "Fußmatten reinigen": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  3. "Cockpit pflegen": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  4. "Klebriges Lenkrad reinigen": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  5. "Lüftungsschlitze reinigen": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  6. "Autositze reinigen": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  7. "Scheiben reinigen": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  8. "Spiegel reinigen": © Luisa Faßbender - Westfalia-Redaktion

  9. "Auto selber waschen" (Originalbild): Dariusz Sankowski, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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