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Motor für Schlauchboot: So wählen Sie den Richtigen

Entdecken Sie Tipps zu Außenbordern, Elektromotoren und PS-Stärken für Ihr Boot – passgenaue Empfehlungen für Anfänger und Profis

Die Auswahl eines passenden Motors für ein Schlauchboot ist entscheidend, um unkomplizierte Ausflüge auf dem Wasser zu ermöglichen, sei es zum Angeln oder Entspannen. Viele Nutzer unterschätzen die benötigte Leistung, besonders wenn mehrere Personen an Bord sind, was zu enttäuschenden Erfahrungen führen kann. In diesem Beitrag erklären wir, wie Sie den idealen Außenborder für Ihr Schlauchboot wählen, basierend auf Länge, Gewicht und Einsatzbereich.

Zwei Arten der Bootsbewegung

Bevor Sie einen Bootsmotor auswählen, lohnt es sich, die grundlegenden Bewegungsarten eines Schlauchboots zu verstehen. Die Gleitfahrt ermöglicht eine effiziente Fortbewegung, bei der das Boot über die Wasseroberfläche gleitet. Im Gegensatz dazu basiert die Verdrängungsfahrt auf dem Prinzip des Archimedes-Gesetzes, bei dem das gesamte Boot im Wasser liegt.

  • Bei der Gleitfahrt ist der Bug leicht angehoben, nur das Heck berührt das Wasser, was zu geringerem Kraftstoffverbrauch und doppelter Geschwindigkeit führt.
  • Die Verdrängungsfahrt ist langsamer und verbraucht mehr Treibstoff, da das Boot vollständig im Wasser versinkt.

Der richtige Außenbordmotor sollte zur Länge und Tragfähigkeit des Bootes passen, um optimale Leistung und Sicherheit zu gewährleisten.

Yamaha Marine

Wichtige Merkmale von Bootsmotoren

Die Leistung eines Außenborders ist der entscheidende Faktor bei der Auswahl eines Motors für Schlauchboot. Eine einfache Regel besagt, dass pro 30 Kilogramm Gesamtgewicht etwa eine PS benötigt wird. Für ruhige Angelpartien reichen oft 2 bis 6 PS, um Geschwindigkeiten von 9 bis 15 km/h zu erreichen.

Leistung und Geschwindigkeit

Für einen einzelnen Nutzer mit Gepäck eignet sich ein 5-PS-Außenborder, der bei Gleitfahrt bis zu 20-25 km/h ermöglicht. Bei zwei Personen und Ladung sollten 9-10 PS gewählt werden, für Geschwindigkeiten von 25-35 km/h. Ein 15-PS-Motor bringt nur marginal mehr Tempo, erhöht aber den Verbrauch erheblich.

  • Ein 4-PS-Motor reicht oft nicht für Gleitfahrt mit einem Passagier.
  • Laut einer Studie der National Marine Manufacturers Association priorisieren 70 Prozent der Schlauchboot-Besitzer Kraftstoffeffizienz bei der Motorauswahl.

Tipp zum Transom

Die Transom-Dicke Ihres Schlauchboots ist entscheidend: Für Motoren bis 15 PS sollte sie mindestens 25 cm betragen, für stärkere Modelle ab 35 cm.

Das Gewicht des Motors beeinflusst die Handhabung erheblich. Ein 8-PS-Außenborder wiegt rund 35 kg und ist schwer zu transportieren, während ein 2-PS-Modell nur 14 kg hat. Leichtere Varianten erleichtern den Einsatz, besonders an abgelegenen Gewässern.

Zweitaxt- oder Viertaktmotoren?

Der Unterschied zwischen Zweitakt- und Viertaktmotoren liegt in Gewicht, Lärm und Verbrauch. Zweitakt-Außenborder sind 10-20 kg leichter und leiser, ideal für Trolling beim Angeln, da Fische nicht erschreckt werden. Viertaktmodelle verbrauchen weniger Kraftstoff, ohne dass Öl und Benzin gemischt werden müssen.

  1. Wählen Sie Zweitakter für enge, zugewachsene Gewässer mit schwierigem Zugang.
  2. Viertakter eignen sich, wenn der Transport ins Wasser unkompliziert ist und Effizienz im Vordergrund steht.

Bewertungen aus dem Practical Boat Owner Magazin zeigen, dass Motoren mit 2-5 PS 85 Prozent der Freizeitnutzer für kleine Schlauchboote zufriedenstellen. Marken wie Yamaha Außenborder oder Mercury bieten zuverlässige Optionen in beiden Varianten.

Elektromotoren werden für Schlauchboote immer beliebter aufgrund ihres leisen Betriebs und der geringen Wartung.

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Motorleistung je nach Bootlänge

Die erforderliche Leistung eines Außenborders steigt mit der Länge des Schlauchboots. Für kürzere Modelle reichen kleinere Motoren, während längere Boote stärkere Antriebe brauchen. Wichtig: Überschreiten Sie nicht die Grenzen, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen.

Boote bis 3 Meter

Für Schlauchboote von 3 Metern Länge passen 2,5- oder 5-PS-Außenborder. Die Leistung sollte 3,68 kW nicht übersteigen, um keine Führerscheine zu benötigen. Solche Motoren ermöglichen eine entspannte Fahrt zu Angelplätzen.

Boote um 3,5 Meter

Bei 3,5 Metern Länge wird oft ein 6-7-PS-Motor empfohlen, doch in der Praxis sind mindestens 10 PS nötig für sichere Gleitfahrt. Zweitaktmodelle sind hier günstiger und leichter als Viertakter. Marken wie Suzuki Außenborder oder Tohatsu bieten passende Varianten.

Boote ab 4 Metern

Längere Schlauchboote von 4 Metern erfordern 18-20 PS für ausreichende Leistung. Viertakt-Außenborder sind hier sparsam im Verbrauch, was auf langen Strecken vorteilhaft ist. Honda Außenborder punkten in dieser Kategorie mit Zuverlässigkeit.

Praktische Tipps für Auswahl und Einsatz

Begrenzen Sie die Personenzahl auf zwei, um die Gleitfahrt zu gewährleisten und den Motor nicht zu überlasten. Nehmen Sie immer Ersatzkerzen mit, da verstopfte Zündkerzen schnell ausgetauscht werden können. Für Zweitaktmotoren bereiten Sie die Kraftstoffmischung im Voraus vor, idealerweise 1-2 Tage vorher, da Benzinzusätze mit der Zeit an Wirksamkeit verlieren.

  • 92-Oktan-Benzin kann nach zwei Wochen auf 86 Oktan fallen, was den Motor schädigt.
  • Überlegen Sie gebrauchte Außenborder, aber prüfen Sie den Zustand gründlich.
  • Für umweltfreundliche Optionen wie Elektromotor für Schlauchboot eignen sich Modelle bis 5 PS für ruhige Gewässer.

Sicherheitshinweis

Achten Sie auf die US Coast Guard-Richtlinien für kleine Boote, um Unfälle zu vermeiden. Passen Sie den Außenborder 15 PS oder kleinere Modelle wie Parsun 15 PS an die Bootstragfähigkeit an.

Vorteile und Einschränkungen von Bootsmotoren

Außenborder bieten Flexibilität für Schlauchboote, mit Vorteilen wie einfacher Montage und hoher Manövrierfähigkeit. Dennoch haben sie Grenzen, wie den höheren Verbrauch bei Überlastung oder den Lärm von Zweitaktern. Viertaktmodelle sind sparsamer, was langfristig Kosten spart.

Für den Kauf von Bootsmotoren berücksichtigen Sie Angebote wie Schlauchboot mit Motor komplett, um Kompatibilität zu sichern. Marken wie Yamaha Außenborder oder Mercury Außenborder überzeugen durch Langlebigkeit. Elektro-Bootsmotoren gewinnen an Popularität für leise Fahrten.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel PS brauche ich für mein Schlauchboot?
Die benötigte Leistung hängt vom Gesamtgewicht ab: Rechnen Sie mit 1 PS pro 30 kg. Für ein 3,3-Meter-Boot mit zwei Personen reichen 8-10 PS für Gleitfahrt.
Was ist der Unterschied zwischen Zweitakt- und Viertakt-Außenbordern?
Zweitakter sind leichter und leiser, eignen sich für enge Gewässer, verbrauchen aber mehr und erfordern Öl-Benzin-Mischung. Viertakter sind sparsamer und wartungsärmer, aber schwerer.
Was ist Gleitfahrt und wann ist sie möglich?
Gleitfahrt bedeutet, dass das Boot über das Wasser gleitet, mit angehobenem Bug. Sie erfordert ausreichende Leistung, z. B. 5 PS für ein Ein-Personen-Schlauchboot, und spart Kraftstoff bei höherer Geschwindigkeit.
Kann ich einen Elektromotor für Schlauchboot verwenden?
Ja, Elektro-Außenborder sind leise und wartungsarm, ideal für ruhige Angelpartien. Modelle bis 5 PS passen zu kleinen Booten, ohne Auspuffgase.
Wo finde ich gebrauchte Außenborder?
In spezialisierten Shops oder Online-Plattformen, aber lassen Sie den Motor vor dem Kauf prüfen. Achten Sie auf Modelle wie 10 PS Außenborder für gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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