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Welcher Kleber für was? Der praktische Ratgeber

Entdecken Sie die besten Kleber für Holz, Metall und mehr – Tipps zur Auswahl und Anwendung für langlebige Ergebnisse

Die Wahl des richtigen Klebers kann den Unterschied zwischen einer langlebigen Verbindung und einem schnellen Misserfolg ausmachen. Oft scheitern Klebeverbindungen nicht am Material selbst, sondern an unpassenden Bedingungen wie Temperatur oder Feuchtigkeit. In diesem Ratgeber erklären wir die verschiedenen Kleberarten und wie man Etiketten richtig interpretiert, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Arten von Klebern nach Zusammensetzung

Kleber lassen sich nach ihrer chemischen Zusammensetzung in organische und anorganische Varianten unterteilen. Organische Klebstoffe basieren auf synthetischen Polymeren und Oligomeren wie Epoxidharzen, Kautschuk oder Polyurethanen. Diese haften durch Aushärtung, Erwärmung oder Vulkanisation und umfassen natürliche, künstliche sowie synthetische Untergruppen. Natürliche organische Kleber stammen aus pflanzlichen Quellen wie Stärke oder Kautschuk, während tierische Varianten auf Albuminen oder Kollagen beruhen. Künstliche basieren auf natürlichem Rohstoff wie Nitrocellulose, und synthetische auf Kunstharzen und Kautschuk.

Die richtige Kleberauswahl kann die Lebensdauer einer Verbindung um bis zu 50 % im Vergleich zu unpassenden Optionen verlängern.

Henkel Adhesives Technical Guide

Anorganische Kleber enthalten Metalle oder Nichtmetalle als Basis, wie Silizium oder Magnesium in keramischen Varianten. Metallische Kleber verwenden flüssige Metalle wie Quecksilber, und Silikatkleber basieren auf flüssigem Glas. Diese Arten eignen sich für spezielle Anwendungen in der Industrie oder im Bauwesen. Laut einer Marktstudie der European Adhesives Manufacturers Association (FEICA) machen Epoxidharze, eine organische Gruppe, 25 % des globalen Klebermarkts aus, dank ihrer hohen Haltbarkeit.

Kleber nach Feuchtigkeitsmenge

Kleber unterscheiden sich auch danach, ob sie durch Trocknen haften oder unabhängig von Feuchtigkeit wirken. Trocknende Kleber enthalten polymerisierende Stoffe, die durch Verdampfung von Wasser oder Lösemitteln aushärten. Zu ihnen gehören Silikatkleber, Stuhlmacherleim, PVA und Naivit. Diese eignen sich gut für den Heimgebrauch, wie beim Kleben von Holz mit Ponal Holzleim.

  • Silikatkleber für poröse Materialien
  • Stuhlmacherleim für Möbelreparaturen
  • PVA-Kleber als Universalkleber für Papier und Holz
  • Naivit für spezielle Holzverbindungen

Nicht-trocknende Kleber haften ohne Berücksichtigung von Temperatur oder Feuchtigkeit und finden Anwendung in selbstklebenden Streifen. Sie basieren auf Acrylharzen oder Kolophonium und eignen sich für schnelle Reparaturen, wie das Ankleben einer zerbrochenen Vase oder einer Regalhalterung. Für den Haushalt ist es ratsam, Trocknungszeit, Festigkeit und Materialverträglichkeit zu prüfen, um typische Probleme zu vermeiden.

Für den Haushaltsgebrauch sollten Faktoren wie Trocknungszeit, Festigkeit und Materialverträglichkeit berücksichtigt werden, um gängige Fehler zu vermeiden.

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Kleber nach Verwendungszweck

Je nach Einsatzbereich gibt es spezialisierte Kleber wie Universalkleber, Haushaltskleber, Bürokleber oder Schuhkleber. Spezielle Varianten sind für bestimmte Materialien entwickelt, etwa Kleber für Kunststoff oder Metallkleber. Universalkleber wie UHU Kleber eignen sich für eine Vielzahl von Oberflächen, von Plastik über Leder bis hin zu Papier und Keramik. Im Bauwesen kommen PU Kleber oder Kontaktkleber zum Einsatz.

Tipp zur Auswahl

Wählen Sie spezialisierte Kleber für anspruchsvolle Materialien wie Styropor kleben oder Aluminium kleben, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Für den Außenbereich eignen sich wasserfeste Varianten wie D3 Leim wasserfest, während Sekundenkleber für schnelle Haushaltsreparaturen ideal sind. Die Eigenschaften von Klebstoffen wie Haftfestigkeit und Flexibilität bestimmen den passenden Einsatz.

Kleber nach thermischen Eigenschaften

Thermoreaktive Kleber härten unter Einfluss von Hitze oder anderen Faktoren aus und der Prozess ist irreversibel. Beispiele sind Epoxidkleber oder Phenol-Formaldehyd-Kleber, die für hitzebeständige Anwendungen wie Metallkleber hitzebeständig geeignet sind. Thermoplastische Klebstoffe ändern ihre Struktur nicht dauerhaft und können durch Erwärmung wieder weich werden.

  1. Erhitzen Sie thermoreaktive Kleber für irreversible Bindung
  2. Thermoplastische Varianten erlauben Wiederverwendung bei Hitze
  3. Wählen Sie hitzebeständigen Kleber für Anwendungen über 60 °C

In der Möbelproduktion für Küchen oder Bäder ist eine Thermostabilität von 100 °C erforderlich, im Gegensatz zu Standardklebern mit 60 °C. 2-Komponenten-Kleber wie 2K Kleber oder Zwei-Komponenten-Kleber bieten hier hohe Zuverlässigkeit.

Kleber nach Klebebedingungen

Kontaktkleber erfordern keine Druckausübung; es reicht, bis der Kleber greift. Klebrige Varianten wie Sekundenkleber haften in Sekunden ohne zusätzlichen Druck. Diese Eigenschaften machen sie praktisch für den schnellen Einsatz im Haushalt oder bei Reparaturen.

Vorteile kontaktbasierter Kleber

Kontaktkleber wie Pattex Kraftkleber erlauben flexible Positionierung. Sie eignen sich für Textilkleber wasserfest oder Kleber für Keramik. Die Haftung entsteht durch direkten Kontakt ohne mechanische Fixierung.

Warnung vor Fehlern

Vermeiden Sie Druck bei klebrigen Typen, um die Oberflächen nicht zu beschädigen.

Kleber nach Klebecharakter

Umkehrbare Kleber können durch Einwirkung von Lösemitteln oder Hitze wieder flüssig gemacht werden. Unumkehrbare Varianten härten endgültig aus, etwa durch UV-Licht, hohe Temperatur oder Wasser. Letztere bieten höchste Stabilität für dauerhafte Verbindungen wie bei Porzellankleber.

Für Schraubensicherung wie Loctite Schraubensicherung sind unumkehrbare Kleber essenziell. Umkehrbare eignen sich für temporäre Anwendungen im DIY-Bereich.

Kleber nach Feuchtigkeitsresistenz

Hochwasserresistente Kleber halten sogar in kochendem Wasser. Wasserresistente Varianten bewahren die Festigkeit bei Raumtemperaturwasser (20–25 °C). Nicht-wasserresistente lösen sich bei Kontakt mit Feuchtigkeit auf.

  • Hochwasserresistent für Marineanwendungen
  • Wasserresistent wie Holzleim wasserfest für Außenbereich
  • Nicht-wasserresistent nur für trockene Innenräume

Für den Außenbereich wählen Sie Kleber für den Außenbereich wie D4 Leim wasserfest. Bostik Kleber oder PE Kleber bieten hier robuste Optionen.

Kleber nach Konsistenz und Form

Kleber vorliegen in festen Formen, als Kapseln, Schmelzen oder Dispersionen. Feste Varianten wie Kleber Quadraxer 3 erfordern Erwärmung. Kapsulierte Typen wie Kleber Krisalp HP3 sind für präzise Dosierung geeignet.

Dispersionen wie PU Leim sind einfach anzuwenden und eignen sich für Kunststoffkleber. Die Form beeinflusst die Handhabung im professionellen oder DIY-Einsatz.

Kleber nach zulässiger Belastung

Es gibt vier Belastungsgruppen: D1 für Innenräume mit unter 15 % Feuchtigkeit und über 5 °C. D2 erträgt kurzfristig bis 18 % Feuchtigkeit indoor. D3 ist für Innen- und Außenbereich mit Berücksichtigung von Witterung geeignet.

  • D1: Trockene Innenräume
  • D2: Leichte Feuchtigkeit indoor
  • D3: Innen und Außen mit Witterungsschutz
  • D4: Hohe Feuchtigkeit indoor, außen mit Schutz wie Lack

D4-Kleber sind ideal für feuchte Umgebungen, aber bei Außeneinsatz sollte die Verbindung geschützt werden. Eine Verbraucherumfrage der Stiftung Warentest aus 2022 zeigt, dass 75 % der getesteten Haushaltskleber an nicht-porösen Oberflächen die angegebene Haftfestigkeit nicht erreichten.

Etiketten von Klebern richtig entschlüsseln

Wichtige Begriffe auf Kleberetiketten umfassen den pH-Wert, der den Säuregrad angibt. Bei Werten von 0 bis 6 sind Handschuhe nicht nötig; sonst schon. Der Bleichpunkt gibt die optimale Temperatur für Luft und Materialien an.

Offene Auslagerungszeit

Dieser Zeitraum erlaubt Korrekturen der Position vor dem Greifen. Berücksichtigen Sie Klebstoffarten wie organische Klebstoffe oder anorganische Klebstoffe für passende Eigenschaften. Welcher Kleber hält am besten, hängt von diesen Angaben ab.

Für Plastik kleben oder Metall kleben prüfen Sie Kompatibilität. Referenzen wie der Henkel-Leitfaden zu Kleberarten bieten weitere Details.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Kleber eignet sich für Holz?
Für Holz empfehlen sich Holzleim wie Ponal Holzleim oder wasserfester Varianten wie D3 Leim wasserfest, je nach Feuchtigkeitsbelastung.
Wie klebt man Kunststoff effektiv?
Kunststoffkleber oder spezielle Kleber für Kunststoff wie 2-Komponenten-Kleber sorgen für starke Haftung auf glatten Oberflächen.
Was ist der beste Kleber für Metall?
Metallkleber hitzebeständig oder Epoxidbasierte Varianten wie Metallkleber für Aluminium bieten hohe Stabilität und Hitzebeständigkeit.
Braucht man für Styropor einen speziellen Kleber?
Ja, Styropor kleben erfordert leichte, nicht-aggressive Kleber wie spezielle PU Kleber, um das Material nicht zu schädigen.
Welcher Kleber ist wasserfest für Außenanwendungen?
Wasserfester Kleber wie D4 Leim wasserfest oder Kleber für den Außenbereich halten Witterung stand und erfordern oft Schutzschichten.
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