Kurz erklärt: Ein gutes Bohrerschärfgerät wählen Sie nach den Bohrertypen und -größen aus, die Sie verwenden. Achten Sie auf einen einstellbaren Schleifwinkel (meist 118°) und eine hochwertige Schleifscheibe. Elektrische Geräte bieten die höchste Präzision und einfache Handhabung für HSS-Spiralbohrer.
Ein stumpfer Bohrer ist mehr als nur ein Ärgernis. Er verlangsamt Ihre Arbeit, erzeugt unsaubere Bohrlöcher und erhöht das Risiko von Materialschäden oder Verletzungen. Ständig neue Bohrer zu kaufen, geht schnell ins Geld und ist wenig nachhaltig. Die Lösung ist eine einmalige, kluge Investition: ein Bohrerschärfgerät. Damit bringen Sie Ihre stumpfen Bohrer schnell und präzise wieder in Topform.
Sie sparen bares Geld, arbeiten effizienter und haben stets das richtige, scharfe Werkzeug zur Hand. Für die meisten Werkstätten und Heimwerker ist ein elektrisches Standgerät die ideale Wahl. Es kombiniert einfache Bedienung mit präzisen Ergebnissen. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist das Elektro Spiralbohrer Schärfgerät 110W BSG110 (). Es schärft die gängigsten HSS-Spiralbohrer von 3 bis 13 mm Durchmesser im perfekten 118-Grad-Winkel – und das in unter einer Minute.
Warum lohnt sich ein Bohrerschärfgerät für Ihre Werkstatt?
Die Anschaffung eines Bohrerschärfers ist eine Investition, die sich auf mehreren Ebenen bezahlt macht. Der offensichtlichste Vorteil ist die Kostenersparnis. Ein hochwertiger HSS-Bohrer kann teuer sein. Statt nach wenigen Einsätzen einen neuen zu kaufen, schärfen Sie ihn einfach nach. Ein gutes Schärfgerät amortisiert sich oft schon nach 10 bis 15 geschärften Bohrern.
Daneben steigern Sie Ihre Effizienz. Sie verlieren keine Zeit mehr mit der Suche nach einem scharfen Bohrer oder dem Weg zum Baumarkt. Ein kurzer Gang zum Schärfgerät genügt und Sie können mit einem perfekt geschliffenen Werkzeug weiterarbeiten. Das Ergebnis sind saubere, präzise Bohrlöcher mit weniger Kraftaufwand. Ein scharfer Bohrer schneidet das Material, ein stumpfer quetscht und reibt es. Das schont nicht nur Ihr Material, sondern auch Ihre Bohrmaschine.
Ein scharfes Werkzeug ist die halbe Arbeit. Das gilt nirgendwo mehr als beim Bohren. Ein Bohrerschärfgerät gehört in jede gut sortierte Werkstatt, genau wie ein Schraubenschlüssel oder ein Hammer.
Schließlich leisten Sie einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Weniger entsorgte Bohrer bedeuten weniger Metallschrott und einen geringeren Ressourcenverbrauch. Sie verlängern die Lebensdauer Ihres Werkzeugs erheblich und handeln umweltbewusster.
Woran erkennen Sie einen stumpfen Bohrer?
Oft merken Sie erst während der Arbeit, dass etwas nicht stimmt. Es gibt jedoch klare Anzeichen, die Ihnen schon vorher verraten, dass ein Bohrer seine Schärfe verloren hat. Ein kurzer Blick und ein Gefühl für das Werkzeug helfen Ihnen, den richtigen Zeitpunkt zum Nachschärfen zu finden.
Achten Sie auf diese Signale:
- Erhöhter Kraftaufwand: Sie müssen die Bohrmaschine deutlich fester ins Material drücken, um voranzukommen. Ein scharfer Bohrer zieht sich fast von selbst ins Werkstück.
- Quietschende Geräusche: Ein lautes, schrilles Quietschen ist ein klares Zeichen dafür, dass der Bohrer mehr reibt als schneidet.
- Rauchentwicklung: Besonders bei Holz, aber auch bei Metall, kann ein stumpfer Bohrer durch die hohe Reibungshitze Rauch erzeugen.
- Unsaubere Bohrlöcher: Die Ränder des Bohrlochs sind ausgefranst oder es bildet sich ein starker Grat am Austrittsloch.
- Verfärbung des Bohrers: Eine bläuliche oder angelaufene Spitze deutet auf Überhitzung hin – ein typisches Symptom für stumpfe Schneiden.
Bei einer visuellen Prüfung erkennen Sie einen stumpfen Bohrer an abgerundeten Hauptschneiden und einer verschlissenen Bohrerspitze. Die scharfen Kanten, die den Span abheben sollen, sind nicht mehr klar definiert. Spätestens dann ist es Zeit für das Schärfgerät.
Profi-Tipp
Bewahren Sie Ihre Bohrer nach dem Schärfen getrennt von den stumpfen auf. Eine einfache Beschriftung oder ein separates Fach in Ihrem Werkstattwagen hilft, immer sofort zum richtigen Werkzeug zu greifen und Verwechslungen zu vermeiden.
Welche Arten von Bohrerschärfgeräten gibt es?
Der Markt bietet verschiedene Systeme, um Bohrer zu schärfen. Die Wahl hängt von Ihrem Budget, der Häufigkeit der Nutzung und dem gewünschten Präzisionsgrad ab. Jede Variante hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile.
Elektrische Standgeräte
Diese Geräte sind die komfortabelste und präziseste Lösung für die meisten Anwender. Sie bestehen aus einem Gehäuse mit integriertem Motor und einer Schleifscheibe. Führungshülsen für verschiedene Bohrergrößen stellen sicher, dass der Bohrer im exakt richtigen Winkel an die Schleifscheibe geführt wird. Das macht die Bedienung kinderleicht und die Ergebnisse reproduzierbar.
Das bereits erwähnte Elektro Spiralbohrer Schärfgerät BSG110 () fällt genau in diese Kategorie. Es ist ideal für Heimwerker und kleine Werkstätten. Für den professionellen Dauereinsatz mit höchsten Ansprüchen an Präzision und Materialvielfalt gibt es Profigeräte wie das Bohrerschärfgerät BSG13PRO 230V (), das noch mehr Einstellmöglichkeiten und eine robustere Bauweise bietet.
Wichtiger Hinweis
Tragen Sie beim Schärfen von Bohrern immer eine Schutzbrille. Auch wenn moderne Geräte gekapselt sind, können feine Metallspäne oder Schleifpartikel umherfliegen. Sicherheit hat oberste Priorität bei allen Arbeiten mit Elektrowerkzeugen.
Schärfaufsätze für Bohrmaschinen
Eine extrem kostengünstige Alternative sind Schärfaufsätze. Diese kleinen Vorrichtungen werden vorne auf eine handelsübliche Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber gespannt. Im Inneren befindet sich ein kleiner Schleifstein, der durch die Rotation der Bohrmaschine angetrieben wird. Sie stecken den stumpfen Bohrer in die dafür vorgesehene Öffnung und schalten Ihre Bohrmaschine ein.
Ein Beispiel ist der Bohrerschärfgerät Aufsatz (). Solche Aufsätze sind platzsparend und unschlagbar günstig. Allerdings erfordern sie mehr Übung und Fingerspitzengefühl, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, da der Winkel und der Anpressdruck manuell kontrolliert werden müssen. Für gelegentliches Schärfen können sie aber eine ausreichende Lösung sein.
Akku-Bohrerschärfgeräte
Für maximale Flexibilität und den Einsatz auf der Baustelle oder im Garten, weit weg von einer Steckdose, gibt es Akku-Bohrerschärfgeräte. Sie vereinen die Präzision eines elektrischen Geräts mit der Mobilität eines kabellosen Werkzeugs. Modelle wie das Akku Bohrerschärfgerät 18 V Li-ion () bieten den Komfort, Bohrer direkt am Arbeitsort nachzuschärfen, ohne den Arbeitsplatz verlassen zu müssen. Sie sind ideal für Handwerker im mobilen Einsatz.
Die Präzision des Spitzenwinkels ist entscheidend. Ein falsch geschliffener Bohrer verläuft, bohrt zu große Löcher oder verschleißt sofort wieder. Ein gutes Schärfgerät nimmt dem Anwender diese Sorge ab.
Bohrerschärfgerät kaufen: Die wichtigsten Kriterien im Vergleich
Um den richtigen Bohrerschärfer für Ihre Bedürfnisse zu finden, sollten Sie einige technische Merkmale vergleichen. Diese entscheiden über die Vielseitigkeit, Präzision und Langlebigkeit des Geräts.
Bohrertypen und Durchmesser
Das wichtigste Kriterium ist, welche Bohrer Sie schärfen möchten. Die meisten günstigen Geräte sind auf Standard-HSS-Spiralbohrer (Hochleistungsschnellarbeitsstahl) ausgelegt. Prüfen Sie den Durchmesserbereich, den das Gerät abdeckt. Ein Bereich von 3 mm bis 10 oder 13 mm ist für den Hausgebrauch meist ausreichend. Für Holzbohrer mit Zentrierspitze oder Steinbohrer mit Hartmetallplatte sind diese Geräte ungeeignet.
Einstellbarer Schleifwinkel
Der Spitzenwinkel eines Bohrers bestimmt seine Eignung für verschiedene Materialien. Der Universalwinkel für Stahl und weichere Metalle beträgt 118°. Für sehr harte, spröde Materialien wie Edelstahl oder Gusseisen eignet sich ein flacherer Winkel von 135°, da er stabiler ist und besser zentriert. Einfache Geräte haben oft einen festen 118°-Winkel, was für die meisten Anwendungen genügt. Hochwertigere Modelle erlauben eine stufenlose Einstellung des Winkels.
Material der Schleifscheibe
Die Qualität der Schleifscheibe ist entscheidend für das Schärfergebnis und die Lebensdauer. In den meisten Bohrerschärfgeräten für HSS-Stahl sind Scheiben aus Edelkorund oder kubischem Bornitrid (CBN) verbaut. CBN ist nach Diamant das zweithärteste Material und ideal für HSS, da es eine hohe Abtragsleistung bei geringer Wärmeentwicklung bietet. Dadurch wird ein Ausglühen der Bohrerspitze verhindert. Achten Sie darauf, ob die Schleifscheibe als Ersatzteil erhältlich ist.
Zusätzlicher Rat
Ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz ist die Grundlage für jedes erfolgreiche Projekt. Neben dem Schärfgerät gehört auch eine solide Grundausstattung an Betriebsbedarf, wie Schraubstöcke, Zwingen und Messwerkzeuge, in jede Werkstatt.
Leistung und Handhabung
Bei elektrischen Geräten gibt die Motorleistung (in Watt) einen Hinweis auf die Durchzugskraft. Für das Schärfen von HSS-Bohrern sind Leistungen um 100 Watt, wie beim BSG110, völlig ausreichend. Wichtiger ist eine einfache und intuitive Handhabung. Klare Markierungen für die Bohrergrößen, ein stabiler Stand und eine verständliche Anleitung erleichtern die Arbeit erheblich und sorgen für konstant gute Ergebnisse.
Schritt-für-Schritt: So schärfen Sie Ihre Bohrer richtig
Mit einem elektrischen Bohrerschärfgerät ist der Prozess unkompliziert. Wir erklären die typischen Schritte am Beispiel eines Geräts wie dem BSG110.
- Vorbereitung und Sicherheit: Stellen Sie das Gerät auf eine stabile, ebene Fläche. Setzen Sie Ihre Schutzbrille auf.
- Bohrergröße wählen: Suchen Sie die passende Führung am Gerät für den Durchmesser Ihres Bohrers. Die Öffnungen sind meist klar beschriftet.
- Bohrer einsetzen: Stecken Sie den stumpfen Bohrer in die gewählte Führung, bis er an der Schleifscheibe anliegt.
- Gerät einschalten: Schalten Sie das Bohrerschärfgerät ein. Die Schleifscheibe beginnt sich zu drehen.
- Schleifvorgang: Üben Sie leichten, gleichmäßigen Druck aus. Drehen Sie den Bohrer langsam von einer Seite zur anderen, wie in der Anleitung des Geräts beschrieben. Meist sind das nur wenige Hin- und Her-Bewegungen pro Schneide. So wird die Schneide gleichmäßig über die gesamte Fläche geschliffen.
- Ergebnis prüfen: Schalten Sie das Gerät aus und entnehmen Sie den Bohrer. Prüfen Sie die Spitze: Beide Hauptschneiden müssen exakt gleich lang und symmetrisch sein. Die Spitze muss genau in der Mitte liegen.
Nach wenigen Versuchen entwickeln Sie ein Gefühl für den richtigen Druck und die Dauer. Das Ergebnis ist ein Bohrer, der wieder so scharf ist wie am ersten Tag und bereit für den nächsten Einsatz in Ihrer Werkstatt.
Ein Bohrerschärfgerät ist kein Luxus, sondern ein cleveres Werkzeug, das in keiner Werkstatt fehlen sollte. Es spart langfristig Geld, schont die Umwelt und sorgt dafür, dass Ihre Projekte reibungslos und mit professionellen Ergebnissen gelingen. Eine kleine Investition, die sich schnell bezahlt macht.
Häufige Fragen
- Welcher Winkel ist der richtige zum Bohrer schärfen?
- Der Standardwinkel für die meisten Metallbohrer (HSS) beträgt 118°. Für härtere Materialien wie Edelstahl verwenden Sie einen flacheren Winkel von 135°. Gute Bohrerschärfgeräte lassen Sie den Winkel präzise einstellen, um optimale Ergebnisse für jedes Material zu erzielen.
- Kann ich jeden Bohrer mit einem Bohrerschärfgerät schärfen?
- Nein, die meisten Geräte sind auf HSS-Spiralbohrer spezialisiert. Für Holz- oder Steinbohrer mit speziellen Schneidplatten benötigen Sie andere Schleifwerkzeuge. Prüfen Sie immer die Produktbeschreibung des Schärfgeräts, um sicherzustellen, dass es für Ihre Bohrertypen geeignet ist.
- Wie oft sollte ich einen Bohrer schärfen?
- Schärfen Sie einen Bohrer, sobald Sie merken, dass Sie mehr Druck ausüben müssen, der Bohrer "quietscht" oder unsaubere Löcher hinterlässt. Regelmäßiges Nachschärfen bei den ersten Anzeichen von Verschleiß ist besser als das Warten, bis der Bohrer komplett stumpf ist.
- Lohnt sich ein Bohrerschärfgerät für Heimwerker?
- Ja, absolut. Schon nach wenigen geschärften Bohrern amortisiert sich ein Einsteigergerät im Vergleich zum Neukauf. Sie sparen nicht nur Geld, sondern haben auch immer einen perfekt scharfen Bohrer zur Hand und arbeiten effizienter und sicherer.
- Was ist der Unterschied zwischen einer Diamant- und einer CBN-Schleifscheibe?
- Diamantscheiben sind extrem hart und eignen sich zum Schärfen von Hartmetall-Bohrern (HM/VHM). CBN-Scheiben (Kubisches Bornitrid) sind die zweithärteste Substanz und ideal für das Schleifen von HSS-Stahl, da sie weniger Wärme entwickeln und den Stahl nicht ausglühen.