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Effizient mit Strom heizen: Moderne Lösungen im Vergleich

Von Infrarot bis Wärmepumpe – so finden Sie die richtige elektrische Heizung.

Inhaltsverzeichnis

Warum Sie mit Strom heizen sollten

Elektrische Heizsysteme punkten mit direkter Verfügbarkeit. Sie installieren die Geräte ohne Schornstein und ohne komplexe Rohrleitungen. Die Wärme entsteht genau dort, wo Sie sie benötigen.

Moderne Systeme wie Infrarotheizungen oder Wärmepumpen arbeiten präzise. Sie steuern die Temperatur raumweise und vermeiden Energieverschwendung. Für gut gedämmte Häuser oder einzelne Räume ist heizen mit Strom eine echte Alternative.

Die Anschaffungskosten liegen oft unter denen einer Gas- oder Ölzentralheizung. Sie sparen sich den Platz für einen Brennstofflagerraum. Die Wartung beschränkt sich auf wenige Handgriffe.

Die Elektrifizierung der Wärmeversorgung ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Moderne Stromheizungen können auch mit selbst erzeugtem Solarstrom betrieben werden und erhöhen so die Unabhängigkeit.

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Die richtige Wahl für Ihr Projekt

Nicht jede elektrische Heizung passt in jeden Raum. Entscheidend sind die Raumgröße, die Dämmung und Ihre Nutzungsgewohnheiten. Ein Badezimmer benötigt andere Wärme als eine Gartenlaube.

Überlegen Sie, ob Sie eine Grundwärme oder nur eine Zusatzheizung brauchen. Für die Beheizung eines gesamten Hauses über Jahre eignet sich eine Wärmepumpe besser als ein mobiles Heizgerät.

Profi-Tipp

Kombinieren Sie Ihre Heizung mit einer guten Isolierung für Heizungsrohre. So vermeiden Sie Wärmeverluste bereits auf dem Weg zum Heizkörper. Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Energie.

Drei Technologien für Ihre Wärme

Der Markt bietet verschiedene Systeme. Wir stellen die drei wichtigsten vor.

1. Die elektrische Direktheizung

Klassische Heizlüfter oder Radiatoren wandeln Strom direkt in Wärme um. Sie heizen die Luft im Raum auf. Diese Geräte sind günstig in der Anschaffung und sofort einsatzbereit.

ist ein Beispiel für eine flexible Lösung. Mit 1650 bis 3300 Watt Leistung und drei Schwenkpositionen heizen Sie gezielt einen Bereich. Solche Geräte eignen sich für Werkstätten, Garagen oder als Übergangslösung.

bietet mit 1-2 kW Leistung und einem Gebläse von 97 m³/h eine kompakte Heizoption für Räume bis etwa 20 m². Der IP21-Schutz macht sie unempfindlich gegen Spritzwasser.

Wichtiger Hinweis

Elektrische Direktheizungen haben einen Wirkungsgrad von nahezu 100 Prozent. Das bedeutet nicht, dass sie effizient sind. Sie wandeln teuren Strom 1:1 in Wärme um. Die Betriebskosten können hoch sein, wenn Sie sie als Dauerheizung nutzen. Setzen Sie sie gezielt und zeitlich begrenzt ein.

2. Die Infrarotheizung

Infrarotheizungen arbeiten anders. Sie erwärmen nicht die Luft, sondern feste Körper wie Wände, Fußböden und Menschen. Das Gefühl ähnelt der Wärme der Sonne. Sie spüren die Strahlungswärme sofort.

Diese Systeme eignen sich besonders für Räume mit hohen Decken oder schlechter Dämmung. Die Wärme geht nicht nach oben verloren. Sie heizen zielgerichtet den Bereich, in dem Sie sich aufhalten.

Infrarotpaneele lassen sich dezent an Wänden oder Decken montieren. Sie sind flach und unauffällig. Die Steuerung erfolgt oft per Thermostat oder sogar per Smartphone.

Infrarot-C-Heizstrahler sind die effizienteste Form der elektrischen Direktheizung. Sie übertragen bis zu 86 Prozent der Energie als Strahlungswärme, die vom Menschen direkt als behaglich empfunden wird, ohne die gesamte Raumluft aufheizen zu müssen.

Stiftung Warentest, Test elektrische Heizgeräte

3. Die Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist die Königsdisziplin des heizen mit Strom. Sie entzieht der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und „pumpt“ sie auf ein höheres Temperaturniveau. Für diese Arbeit benötigt sie Strom.

Das Verhältnis von eingesetzter elektrischer Energie zu gewonnener Wärmeenergie nennt sich Jahresarbeitszahl (JAZ). Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen eine JAZ von 3 bis 4. Das bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom machen sie drei bis vier Kilowattstunden Wärme.

Die Wärmepumpe Kosten sind höher als bei anderen Systemen. Dafür sind die Betriebskosten deutlich niedriger. Sie ist die einzige elektrische Heizung, die als vollwertige Zentralheizung ein ganzes Haus beheizen kann.

Zusätzlicher Rat

Bevor Sie in eine Wärmepumpe investieren, prüfen Sie den Zustand Ihrer Gebäudehülle. Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit Fußbodenheizung oder großen Heizkörpern, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommen. Eine Energieberatung gibt hier Sicherheit.

Kosten und Verbrauch realistisch einschätzen

Die Frage nach den Wärmepumpe Kosten oder den Stromkosten einer Infrarotheizung lässt sich nicht pauschal beantworten. Wir geben Ihnen eine realistische Einschätzung.

Anschaffungskosten im Vergleich

Eine mobile elektrische Heizung wie

bekommen Sie bereits für einen niedrigen dreistelligen Betrag. Sie ist sofort betriebsbereit.

Infrarotheizungen als komplette Raumlösung kosten je nach Raumgröße und Ausstattung zwischen 500 und 2.000 Euro. Die Investition gilt für ein einzelnes Paneel oder eine komplette Steuerung.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet inklusive Installation zwischen 20.000 und 35.000 Euro. Staatliche Förderungen können einen Teil tragen.

Stromverbrauch und Betriebskosten

Der Verbrauch hängt von drei Faktoren ab: der Heizleistung, der Nutzungsdauer und Ihrem Stromtarif. Ein einfaches Rechenbeispiel für eine Direktheizung:

hat 3000 Watt (3 kW). Heizen Sie damit zwei Stunden am Tag, verbrauchen Sie 6 kWh. Bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh kosten diese zwei Stunden 2,40 Euro. Über einen Monat summiert sich das auf etwa 72 Euro – nur für dieses eine Gerät.

Eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 benötigt für die gleiche Wärmemenge nur etwa 1,7 kWh Strom. Die Kosten liegen bei gleichem Tarif bei etwa 68 Cent für zwei Stunden.

Die Wahl des Stromtarifs ist entscheidend. Prüfen Sie Heizstromtarife oder Tarife für Wärmepumpen. Oft sind diese günstiger als der normale Haushaltsstrom.

Praktischer Einsatz im Haus und Garten

Elektrische Heizungen sind vielseitig. Wir zeigen typische Anwendungsfälle.

Zusatzwärme im Wohnbereich

Im Badezimmer sorgt ein Heizlüfter oder eine Infrarotheizung an der Decke für schnelle Wärme nach dem Duschen. Im Arbeitszimmer unter dem Schreibtisch kann ein kleiner Radiator die Füße wärmen, ohne dass Sie die ganze Raumtemperatur erhöhen müssen.

Für die Übergangszeit im Herbst und Frühling sind mobile Geräte ideal. Sie heizen das wenig genutzte Gästezimmer nur bei Bedarf. So sparen Sie Heizkosten für das gesamte Haus.

Heizen in Werkstatt, Garage und Gartenhaus

Hier sind robuste elektrische Heizungen erste Wahl. Sie müssen nicht dauerhaft laufen, sondern nur während der Nutzungszeit. Ein Gerät wie mit hoher Leistung bringt eine kalte Garage schnell auf eine angenehme Arbeitstemperatur.

Achten Sie auf die Sicherheit. In der Werkstatt sollten Sie Geräte mit einem stabilen Standfuß und Überhitzungsschutz wählen. Verlegen Sie die Stromkabel so, dass niemand darüber stolpert. Praktische Helfer für den Transport von Heizgeräten und anderen Utensilien finden Sie in unserer Kategorie Etagenwagen mit Rahmen.

Für das Gartenhaus ist eine Infrarotheizung oft die bessere Wahl. Sie trocknet die Luft weniger aus als ein Heizlüfter und verhindert so Schimmel. Die Strahlungswärme fühlt sich auf der Haut direkt angenehm an.

Schutz vor Frost

Elektrische Heizungen verhindern das Einfrieren von Wasserleitungen in unbeheizten Räumen. Spezielle Frostwächter mit Thermostat schalten sich automatisch ein, wenn die Temperatur unter einen bestimmten Punkt fällt.

In der Übergangszeit schützen sie auch empfindliche Pflanzen im Wintergarten oder Gewächshaus. Die gleichmäßige Wärme einer Infrarotlampe kann hier vorteilhaft sein.

Planung, Installation und Sicherheit

Mit der richtigen Vorbereitung heizen Sie sicher und effizient.

Leistung und Stromanschluss prüfen

Kalkulieren Sie den Leistungsbedarf grob: Für gut gedämmte Räume rechnen Sie mit etwa 50 Watt pro Quadratmeter. Für einen 20 m² großen Raum benötigen Sie also eine Heizleistung von etwa 1000 Watt.

Prüfen Sie, ob Ihre Steckdose und die dahinterliegende Leitung die Last tragen können. Ein 3000-Watt-Gerät zieht bei 230 Volt etwa 13 Ampere. Eine herkömmliche Haushaltssteckdose ist für Dauerlasten nur bis 16 Ampere (etwa 3680 Watt) ausgelegt. Bei Unsicherheit ziehen Sie einen Elektriker hinzu.

Für fest installierte Heizungen wie Infrarotpaneele oder Wärmepumpen ist ein eigener Stromkreis mit Sicherungsautomat Pflicht. Planen Sie diese Arbeiten frühzeitig ein.

Sicherheit geht vor

Stellen Sie mobile Heizgeräte immer auf einen festen, ebenen und nicht brennbaren Untergrund. Halten Sie einen Mindestabstand von einem Meter zu brennbaren Materialien wie Vorhängen, Möbeln oder LKW-Planen mit Ösen ein.

Verwenden Sie keine Verlängerungskabel im Dauerbetrieb. Sie können überlasten und überhitzen. Stecken Sie die Heizung direkt in eine Wandsteckdose.

Geräte mit Kippschutz und Überhitzungsschutz bieten zusätzliche Sicherheit. Besonders in Haushalten mit Kindern oder Haustieren sind diese Features wichtig.

Steuerung und Automatisierung

Ein programmierbares Thermostat spart Geld. Sie stellen ein, wann die Heizung laufen soll. So heizen Sie das Gästezimmer nur zwei Stunden vor der Ankunft der Gäste.

Smarte Steuerungen per App erlauben noch mehr Flexibilität. Sie schalten die Heizung im Gartenhaus per Smartphone ein, bevor Sie dorthin gehen. Einige Systeme lernen Ihr Nutzungsverhalten und optimieren den Betrieb automatisch.

Für die Werkstatt oder Garage kann eine Zeitschaltuhr praktisch sein. Sie startet die Heizung eine Stunde vor Arbeitsbeginn.

Häufige Fragen zum Heizen mit Strom

Ist heizen mit Strom nicht viel zu teuer?
Das kommt auf die Technologie an. Eine einfache elektrische Direktheizung ist im Dauerbetrieb tatsächlich teuer. Eine moderne Wärmepumpe oder eine gezielt eingesetzte Infrarotheizung kann dagegen kostengünstig sein, besonders in gut gedämmten Gebäuden oder als Zusatzheizung.
Kann ich mit einer elektrischen Heizung mein ganzes Haus beheizen?
Für die Vollbeheizung eines Hauses über Jahre ist eine Wärmepumpe die einzig sinnvolle elektrische Lösung. Einzelne elektrische Direktheizungen oder Infrarotpaneele eignen sich dafür nicht, da die Stromkosten zu hoch wären. Sie sind ideal für einzelne Räume, die Übergangszeit oder gut gedämmte Neubauten mit niedrigem Energiebedarf.
Was ist der Unterschied zwischen Infrarot und einer normalen Elektroheizung?
Eine normale Elektroheizung (Konvektor, Heizlüfter) erwärmt die Luft. Die warme Luft steigt auf, zirkuliert und heizt so den Raum. Eine Infrarotheizung strahlt Wärme ab wie die Sonne. Diese Strahlen erwärmen feste Körper (Wände, Möbel, Menschen), nicht primär die Luft. Die Wärme wird oft als direkter und angenehmer empfunden.
Lohnt sich eine Wärmepumpe finanziell?
Die Amortisation hängt von vielen Faktoren ab: den Wärmepumpe Kosten, den Fördergeldern, den Stromkosten und den Kosten der alten Heizung. Bei einem Öl- oder Gasaltbau mit hohen Brennstoffkosten kann sich die Investition innerhalb von 10-15 Jahren rechnen. Rechnen Sie eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung oder lassen Sie diese von einem Energieberater durchführen.
Kann ich meine elektrische Heizung mit Solarstrom betreiben?
Ja, das ist ein großer Vorteil. Sie können Ihre mobile Heizung oder Ihre Infrarotpaneele mit Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage betreiben. So nutzen Sie selbst erzeugten, günstigen Strom für die Wärme. Für eine Wärmepumpe ist der Eigenverbrauch von Solarstrom ebenfalls möglich, aber aufgrund des hohen Leistungsbedarfs komplexer. Ein Batteriespeicher kann hier helfen.

Die Entscheidung für eine strom heizung ist heute vielfältiger denn je. Sie reicht von der mobilen Sofortlösung bis zur hoch effizienten Wärmepumpe. Analysieren Sie Ihren Bedarf, vergleichen Sie die Technologien und wählen Sie das System, das zu Ihrem Raum, Ihrer Nutzung und Ihrem Budget passt. Mit der richtigen Planung heizen Sie effizient, komfortabel und kostengünstig.

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