Der Mai ist die Ouvertüre des Gartensommers. Die Natur explodiert in Farben und Wachstum, und für Sie beginnt die intensivste Zeit des Gartenjahres. Jetzt legen Sie den Grundstein für eine reiche Ernte, eine üppige Blütenpracht und einen robusten, grünen Rasen. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, doch die Gefahr von Spätfrösten ist noch nicht gebannt.
Dieser Gartenkalender für den Mai führt Sie durch alle wichtigen Aufgaben. Sie erfahren, welche Pflanzen Sie jetzt setzen, wie Sie Ihren Rasen optimal pflegen und worauf Sie bei der Arbeit im Zier- und Nutzgarten achten sollten. Mit der richtigen Planung und den passenden Werkzeugen wird Ihr Mai-Gartenprojekt zum vollen Erfolg. Entdecken Sie alles für Garten und Outdoor bei Westfalia.
Der Ziergarten im Mai: Blütenpracht vorbereiten
Im Ziergarten erwacht jetzt das volle Leben. Sie schaffen die Basis für monatelange Freude an Farben und Formen. Die richtige Pflege und Pflanzung im Mai entscheidet über den Erfolg Ihrer Blumenbeete und Staudenrabatten.
Die letzten Spätfröste abwarten: Die Eisheiligen
Die sogenannten Eisheiligen (11. bis 15. Mai) markieren einen wichtigen Wendepunkt im Gartenkalender. Traditionell sinken die Temperaturen in diesen Nächten noch einmal empfindlich. Schützen Sie frostempfindliche Pflanzen, die Sie bereits ins Freie gesetzt haben, unbedingt vor Kälteschäden. Decken Sie Kübelpflanzen und junge Setzlinge über Nacht mit Gartenvlies ab.
Wichtiger Hinweis
Stellen Sie frisch gekaufte oder vorgezogene Sommerblumen erst nach den Eisheiligen endgültig ins Freiland. Ein einziger Nachtfrost kann die empfindlichen Pflanzen irreparabel schädigen und die ganze Mühe der Anzucht zunichtemachen.
Sommerblumen und Stauden pflanzen
Nach Mitte Mai beginnt die Hauptpflanzzeit für Sommerblüher. Nun können Sie Knollen von Dahlien, Gladiolen und Begonien direkt in die Erde bringen. Auch einjährige Sommerblumen wie Tagetes, Zinnien oder Kosmeen finden jetzt ihren Platz im Beet. Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung tiefgründig auf und arbeiten Sie reifen Kompost ein, um den Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen.
Achten Sie auf die richtigen Pflanzabstände. Pflanzen, die zu dicht stehen, konkurrieren um Licht, Wasser und Nährstoffe. Das führt zu schwächerem Wachstum und höherer Anfälligkeit für Krankheiten. Die Angaben auf den Pflanzetiketten geben Ihnen hierzu verlässliche Hinweise.
Rosenpflege für eine reiche Blüte
Ihre Rosen bereiten sich auf den ersten Blütenflor vor. Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge, insbesondere auf Blattläuse an den jungen Trieben und Knospen. Bei einem leichten Befall spritzen Sie die Läuse einfach mit einem scharfen Wasserstrahl ab. Eine Düngung mit einem speziellen Rosendünger versorgt die Pflanzen jetzt mit allen nötigen Nährstoffen für kräftige Triebe und üppige Blüten.
Hecken und Sträucher in Form bringen
Viele frühblühende Sträucher wie die Forsythie können Sie nach der Blüte auslichten. Bei Hecken und immergrünen Gehölzen ist jetzt ein Formschnitt möglich. Gehen Sie dabei aber behutsam vor und prüfen Sie die Gehölze unbedingt auf Vogelnester. Ein radikaler Rückschnitt ist gesetzlich verboten.
Vom 1. März bis zum 30. September ist es laut Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) verboten, Hecken und Gehölze stark zurückzuschneiden oder zu entfernen. Erlaubt sind lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte, die den Zuwachs beseitigen, solange keine Vögel darin brüten.
Der Nutzgarten: Ernteglück im Mai säen
Für Gemüsegärtner ist der Mai der produktivste Monat. Die Beete füllen sich, und der Grundstein für eine reiche Ernte im Sommer und Herbst wird gelegt. Die richtige Bodenvorbereitung und die Einhaltung der Pflanztermine sind entscheidend.
Gemüse direkt ins Freiland säen
Viele Gemüsesorten können Sie nun direkt ins vorbereitete Beet säen. Dazu gehören wärmeliebende Sorten wie Busch- und Stangenbohnen, aber auch Wurzelgemüse wie Karotten und Pastinaken. Auch Radieschen, verschiedene Salatsorten und Mangold wachsen bei den milden Temperaturen schnell und zuverlässig. Ziehen Sie gerade Saatrillen, um die spätere Pflege und Unkrautkontrolle zu erleichtern.
Für rückenschonendes Arbeiten bei der Anzucht und beim Umtopfen eignet sich ein stabiler Arbeitstisch. Der
bietet eine angenehme Arbeitshöhe und praktische Ablageflächen für Erde, Töpfe und Werkzeug.Vorgezogene Pflanzen ins Beet setzen
Wärmeliebende Gemüsesorten, die Sie im Haus vorgezogen haben, dürfen nach den Eisheiligen endlich ins Freie. Tomaten, Paprika, Zucchini, Kürbisse und Gurken warten sehnsüchtig auf ihren endgültigen Platz im Beet oder Gewächshaus. Geben Sie den Pflanzen genügend Raum zum Wachsen und versorgen Sie sie mit einem nährstoffreichen Boden.
Profi-Tipp
Gewöhnen Sie Ihre vorgezogenen Jungpflanzen schrittweise an die Bedingungen im Freien. Stellen Sie sie über eine Woche lang tagsüber an einen geschützten, halbschattigen Platz und holen Sie sie nachts wieder ins Haus. Dieser Prozess, auch „Abhärten“ genannt, reduziert den Pflanzschock und sorgt für ein kräftiges Anwachsen.
Unkrautmanagement und Bodenpflege
Wo Gemüse wächst, lässt auch das Unkraut nicht lange auf sich warten. Regelmäßiges Hacken und Jäten ist im Mai eine der wichtigsten Aufgaben. Sie halten nicht nur die Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe in Schach, sondern lockern gleichzeitig den Boden auf. Dadurch kann Wasser besser eindringen und die Bodendurchlüftung wird verbessert.
Eine dicke Schicht Mulch aus Rasenschnitt, Stroh oder angetrockneten Brennnesseln unterdrückt das Unkrautwachstum, hält die Feuchtigkeit im Boden und liefert wertvolle Nährstoffe. Für die Arbeit auf den Knien im Beet schont ein robustes Kniepolster Ihre Gelenke. Das
ist wasserabweisend und bietet eine komfortable Polsterung. Finden Sie weitere nützliche Gartenwerkzeuge, die Ihnen die Arbeit erleichtern.Rasenpflege im Mai: Das Fundament für sattes Grün
Ein dichter, gesunder Rasen ist der Stolz vieler Gartenbesitzer. Im Mai befindet sich das Gras in der stärksten Wachstumsphase. Mit der richtigen Pflege unterstützen Sie es dabei, strapazierfähig und widerstandsfähig gegen Trockenheit und Krankheiten zu werden.
Regelmäßiges Mähen
Mähen Sie Ihren Rasen im Mai mindestens einmal, bei starkem Wachstum auch zweimal pro Woche. Eine Schnitthöhe von vier bis fünf Zentimetern ist ideal. Kürzer sollten Sie nicht schneiden, da die Gräser sonst anfälliger für Trockenschäden werden. Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Bildung dichter Seitentriebe und sorgt für eine dichte Grasnarbe, in der Unkraut kaum eine Chance hat.
Die richtige Bewässerung
Bleibt der Regen aus, müssen Sie den Rasen wässern. Der beste Zeitpunkt dafür ist der frühe Morgen. Dann ist die Verdunstung am geringsten und das Wasser kann tief in den Boden eindringen. Vermeiden Sie es, den Rasen abends zu wässern, da die Feuchtigkeit über Nacht Pilzkrankheiten fördern kann. Effiziente Systeme zur Gartenbewässerung wie Rasensprenger helfen Ihnen, Wasser zu sparen und gleichmäßig zu verteilen.
Lieber seltener, aber dafür durchdringend wässern, damit das Wasser auch in tiefere Bodenschichten gelangt. Das regt die Pflanzen an, tiefere Wurzeln zu bilden, und macht sie widerstandsfähiger gegen Trockenperioden. Eine Faustregel sind 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter bei jedem Wässern.
Düngen für Nährstoffnachschub
Nach dem Vertikutieren im Frühling und durch das starke Wachstum benötigt der Rasen im Mai eine gute Nährstoffversorgung. Ein Langzeit-Rasendünger liefert kontinuierlich Stickstoff für kräftiges Wachstum, Phosphor für starke Wurzeln und Kalium für eine hohe Widerstandskraft. Bringen Sie den Dünger am besten auf trockenem Rasen vor einem erwarteten Regenschauer aus.
Balkon und Terrasse: Die grüne Oase gestalten
Auch ohne großen Garten können Sie im Mai eine blühende und ertragreiche Oase schaffen. Balkonkästen und Pflanzkübel warten darauf, bepflanzt zu werden. Jetzt ist die perfekte Zeit, um sich den Traum vom eigenen kleinen Paradies zu erfüllen.
Kübelpflanzen umtopfen und pflegen
Überwinterte Kübelpflanzen wie Oleander oder Zitrusbäumchen brauchen jetzt frische Erde. Wenn der Topf komplett durchwurzelt ist, sollten Sie die Pflanze in ein größeres Gefäß umtopfen. Verwenden Sie hochwertige Kübelpflanzenerde, die strukturstabil ist und Wasser gut speichern kann. Ein Rückschnitt fördert einen buschigen Wuchs und eine reiche Blüte.
Bepflanzung von Balkonkästen
Nach den Eisheiligen können Sie Ihre Balkonkästen mit Sommerblumen bepflanzen. Beliebte Klassiker sind Geranien, Petunien, Fuchsien und Verbenen. Kombinieren Sie stehende mit hängenden Sorten für ein abwechslungsreiches Bild. Auch Kräuter oder Naschgemüse wie Pflücksalat und Cocktailtomaten gedeihen hervorragend in Kästen und Kübeln.
Achten Sie auf eine gute Drainage, damit keine Staunässe entsteht. Eine Schicht Blähton am Boden des Kastens ist ideal. Für eine langanhaltende Nährstoffversorgung mischen Sie einen speziellen Dünger unter die Erde. Der organische
ist speziell auf die Bedürfnisse von Balkon- und Kübelpflanzen abgestimmt. Weiteres hochwertiges Pflanzenzubehör finden Sie in unserem Sortiment.Zusätzlicher Rat
Verwenden Sie für Ihre Balkonkästen und Kübel immer frische, hochwertige Blumenerde. Alte Erde aus dem Vorjahr ist oft ausgelaugt, in der Struktur verdichtet und kann Krankheitserreger enthalten. Eine Investition in gutes Substrat zahlt sich durch gesündere Pflanzen und eine üppigere Blüte aus.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Was kann man im Mai alles pflanzen?
- Im Mai können Sie fast alles pflanzen. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) kommen alle wärmeliebenden Gemüse- und Blumensorten ins Freiland: Tomaten, Zucchini, Gurken, Bohnen, Dahlien, Gladiolen und einjährige Sommerblumen. Davor können Sie bereits robustere Sorten wie Karotten, Radieschen, Salate und Kohlrabi direkt säen.
- Wann sind die Eisheiligen und was muss ich beachten?
- Die Eisheiligen finden vom 11. bis 15. Mai statt. In dieser Zeit besteht die letzte große Gefahr von Nachtfrösten. Empfindliche Pflanzen, die bereits im Freien stehen, sollten Sie nachts mit Vlies oder Folie schützen. Das endgültige Auspflanzen von Sommerblumen und frostempfindlichem Gemüse sollten Sie auf die Zeit nach dem 15. Mai verschieben.
- Wie oft sollte ich im Mai den Rasen mähen?
- In der Hauptwachstumsphase im Mai sollten Sie Ihren Rasen ein- bis zweimal pro Woche mähen. Eine Schnitthöhe von etwa 4 cm ist ideal. Regelmäßiges Mähen fördert eine dichte Grasnarbe und unterdrückt die Ausbreitung von Unkraut.
- Kann ich im Mai noch Obstbäume pflanzen?
- Ja, Sie können im Mai noch Obstbäume pflanzen, sofern es sich um Containerware handelt (Bäume, die im Topf verkauft werden). Diese können ganzjährig gepflanzt werden. Achten Sie nach der Pflanzung auf eine sehr gute und regelmäßige Bewässerung, damit der Baum gut anwächst.