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Geranien Pflege: Tipps für prächtige Blüten auf Balkon & Garten

So blühen Ihre Pelargonien den ganzen Sommer über üppig und gesund. Ein Leitfaden für Anfänger und Fortgeschrittene.

Geranien, botanisch korrekt Pelargonien, sind der Inbegriff des Sommers. Mit ihrer leuchtenden Farbenpracht schmücken sie unzählige Balkone, Terrassen und Gärten. Sie sind robust, pflegeleicht und belohnen Sie bei richtiger Behandlung mit einer schier endlosen Blütenfülle von Mai bis zum ersten Frost. Doch wie entlocken Sie Ihren Schützlingen das Maximum an Vitalität? Mit den richtigen Handgriffen verwandeln Sie Ihre Geranien in wahre Blühwunder. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Geranien richtig pflegen.

Der richtige Standort: Wo sich Geranien am wohlsten fühlen

Der Grundstein für eine üppige Blütenpracht wird mit der Wahl des Standorts gelegt. Pelargonien sind Sonnenanbeterinnen aus Südafrika. Sie benötigen daher einen vollsonnigen, warmen und luftigen Platz, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Ein nach Süden oder Südwesten ausgerichteter Balkon ist ideal.

Je mehr Sonnenstunden Ihre Geranien erhalten, desto mehr Blütenknospen bilden sie. Im Halbschatten wachsen sie zwar auch, doch die Blüte fällt deutlich spärlicher aus. Achten Sie zudem auf einen Schutz vor starkem Wind und Dauerregen. Anhaltende Nässe von oben kann die empfindlichen Blüten beschädigen und die Ausbreitung von Pilzkrankheiten fördern.

Zusätzlicher Rat

Wählen Sie die Topfgröße mit Bedacht. Geranien mögen es nicht, wenn ihre Wurzeln zu viel Platz haben. Ein zu großer Topf führt oft zu mehr Blattwachstum und weniger Blüten. Geben Sie der Pflanze in einem neuen Gefäß rundum etwa zwei bis drei Zentimeter Platz zum Wachsen.

Gießen und Düngen: Die Grundlage für üppige Blütenpracht

Eine konstante Versorgung mit Wasser und Nährstoffen ist für Starkzehrer wie die Geranie unerlässlich. Hierbei kommt es auf das richtige Maß und den passenden Zeitpunkt an. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihre Pflanzen kräftig wachsen und unermüdlich neue Blüten schieben.

Richtiges Gießen: Weniger ist oft mehr

Staunässe ist der größte Feind der Geranie und führt schnell zu Wurzelfäule. Gießen Sie Ihre Pelargonien daher nach der Devise: durchdringend, aber selten. Der Wurzelballen darf zwischen den Wassergaben an der Oberfläche gut abtrocknen. Führen Sie die Fingerprobe durch: Fühlt sich die Erde in zwei bis drei Zentimetern Tiefe trocken an, ist es Zeit zu gießen.

Gießen Sie am besten morgens oder in den Abendstunden direkt auf die Erde und nicht über Blätter und Blüten. So vermeiden Sie unschöne Wasserflecken und beugen Pilzbefall vor. Wasserspeicherkästen können Ihnen die Arbeit erleichtern, erfordern aber ein wenig Übung, um ein Übergießen zu vermeiden. Entdecken Sie passendes Zubehör für Ihre Gartenbewässerung, um die Versorgung Ihrer Pflanzen zu optimieren.

Nährstoff-Nachschub: Das richtige Düngerkonzept

Um die enorme Leistung der Blütenbildung über Monate aufrechtzuerhalten, benötigen Geranien viele Nährstoffe. Beginnen Sie etwa vier bis sechs Wochen nach dem Einpflanzen in frische Erde mit der regelmäßigen Düngung. Verwenden Sie einen hochwertigen Flüssigdünger für Blühpflanzen, den Sie dem Gießwasser beimischen.

Während der Hauptwachstumsphase von Mai bis September düngen Sie Ihre Geranien einmal pro Woche. Achten Sie auf eine kaliumbetonte Zusammensetzung des Düngers. Kalium fördert die Blütenbildung und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanze.

Kalium ist der entscheidende Nährstoff, der die Zellwände stärkt und die Blütenbildung bei Pelargonien maßgeblich fördert. Ein Mangel führt unweigerlich zu einer spärlichen Blüte und gelblichen Blatträndern.

Bayerische Gartenakademie
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Der perfekte Schnitt: Ausputzen für neue Blüten

Das regelmäßige Entfernen von Verblühtem, auch Ausputzen genannt, ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Es sieht nicht nur schöner aus, sondern signalisiert der Pflanze, ihre Energie in die Bildung neuer Knospen statt in die Samenproduktion zu stecken. So verlängern Sie die Blütezeit erheblich.

Brechen Sie den kompletten Blütenstiel mit den verwelkten Blüten direkt am Ansatz an der Blattachsel aus. Ein einfaches Abknipsen nur der Blüte genügt nicht, da der Stiel sonst stehen bleibt und faulen kann. Entfernen Sie im gleichen Zug auch gelbe oder vertrocknete Blätter. Dies sorgt für eine bessere Luftzirkulation und beugt Krankheiten vor.

Profi-Tipp

Junge Geranienpflanzen können Sie „entspitzen“. Brechen Sie die oberste Triebspitze heraus, wenn die Pflanze etwa 15 cm hoch ist. Dies regt die Verzweigung an und führt zu einem buschigeren, kompakteren Wuchs mit noch mehr Blütentrieben.

Geranien erfolgreich überwintern: So klappt es

Pelargonien sind nicht winterhart und müssen vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden. Mit der richtigen Vorbereitung können Sie Ihre Lieblingssorten problemlos über die kalte Jahreszeit bringen und sich im nächsten Jahr erneut an ihnen erfreuen.

Die Vorbereitung im Herbst

Bevor die Geranien ins Winterquartier ziehen, benötigen sie einen kräftigen Rückschnitt. Kürzen Sie alle Triebe auf etwa zehn bis 15 Zentimeter, also ungefähr auf ein Drittel ihrer Länge. Entfernen Sie alle verbliebenen Blätter, Blüten und Knospen. Dies reduziert die Verdunstungsfläche und minimiert das Risiko für Schädlingsbefall im Winter.

Das ideale Winterquartier

Der perfekte Ort zum Überwintern ist hell und kühl bei Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius. Geeignet sind beispielsweise ein unbeheiztes Treppenhaus, ein heller Kellerraum oder eine frostfreie Garage mit Fenster. Je wärmer der Standort, desto mehr Licht benötigt die Pflanze.

Während der Winterruhe gießen Sie nur äußerst sparsam. Der Wurzelballen sollte nicht komplett austrocknen, aber auch auf keinen Fall nass sein. Eine kleine Wassergabe alle drei bis vier Wochen genügt in der Regel. Gedüngt wird im Winter überhaupt nicht.

Wichtiger Hinweis

Ein zu warmer und dunkler Überwinterungsstandort, wie ein beheiztes Wohnzimmer, ist ungeeignet. Die Pflanzen treiben dort lange, dünne und kraftlose „Geiltriebe“ aus. Diese sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge und kosten die Pflanze unnötig Kraft.

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Krankheiten und Schädlinge bei Geranien

Auch bei bester Pflege können gelegentlich Probleme auftreten. Die gute Nachricht: Die meisten lassen sich gut in den Griff bekommen. Häufige Krankheiten sind der Geranienrost, erkennbar an rotbraunen Pusteln auf der Blattunterseite, oder der Grauschimmel, der oft bei zu feuchter Witterung auftritt.

Vorbeugung ist der beste Schutz. Sorgen Sie für einen luftigen Standort und vermeiden Sie es, die Blätter beim Gießen zu benetzen. Bei den Schädlingen sind vor allem Blattläuse und die Weiße Fliege anzutreffen. Ein erster Befall lässt sich oft mit einem scharfen Wasserstrahl oder einer Sprühlösung aus Wasser und Schmierseife bekämpfen. Stöbern Sie in unserem Sortiment für Garten und Pflanzenzubehör, um die passenden Hilfsmittel zu finden.

Vielfalt im Balkonkasten: Mehr als nur Geranien

Obwohl Geranien die Stars auf dem Balkon sind, entfaltet sich die wahre Magie oft im Zusammenspiel verschiedener Pflanzen. Eine bunte Mischkultur sieht nicht nur fantastisch aus, sondern fördert auch die Pflanzengesundheit und die lokale Insektenwelt. Kombinieren Sie Ihre Pelargonien mit anderen sonnenliebenden Sommerblumen.

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Naturschutzbund Deutschland (NABU)

FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Geranien Pflege

Warum werden die Blätter meiner Geranien gelb?
Gelbe Blätter können mehrere Ursachen haben. Am häufigsten ist Staunässe durch zu viel Gießen. Es kann aber auch ein Zeichen für Nährstoffmangel, insbesondere Stickstoffmangel, sein. Überprüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit und passen Sie Ihr Düngeverhalten an.
Wie oft muss ich meine Geranien düngen?
Während der Hauptblütezeit von Mai bis September sollten Sie Ihre Geranien einmal pro Woche mit einem flüssigen Blühpflanzendünger versorgen. In der Ruhephase im Winter wird die Düngung komplett eingestellt.
Kann ich Geranien auch ins Gartenbeet pflanzen?
Ja, das ist problemlos möglich. Behandeln Sie sie dort wie einjährige Sommerblumen, da sie den Winter im Freien nicht überstehen. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden.
Was ist der Unterschied zwischen Geranien und Pelargonien?
Umgangssprachlich verwenden wir den Namen „Geranie“ für die beliebten Balkonblumen. Botanisch korrekt handelt es sich dabei jedoch um Pelargonien (Pelargonium). Die echten Geranien (Geranium), auch Storchschnabel genannt, sind meist winterharte Stauden für den Garten.
Meine Geranien blühen nicht. Was kann ich tun?
Fehlende Blüten sind meist auf drei Hauptursachen zurückzuführen: zu wenig Sonne, zu wenig Dünger oder fehlendes Ausputzen. Stellen Sie die Pflanze an einen sonnigeren Ort, düngen Sie regelmäßig mit einem kaliumbetonten Dünger und entfernen Sie Verblühtes konsequent.
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