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Hummeln im Garten: Die fleißigen Bestäuber fördern und schützen

Wie Sie mit einfachen Mitteln den dicken Brummern einen perfekten Lebensraum bieten.

Hummeln im Garten: Die fleißigen Bestäuber fördern und schützen

Hummeln sind mehr als nur ein summender Hintergrundton. Sie zählen zu den wichtigsten Bestäubern in unserem Ökosystem. Im Gegensatz zu Honigbienen fliegen sie schon bei niedrigen Temperaturen und bestäuben so Pflanzen, die früh im Jahr blühen. Ein Garten ohne Hummeln ist ein Garten mit weniger Ernte.

Sie erkennen Hummeln an ihrem plumpen, pelzigen Körper und ihrem charakteristischen tiefen Brummen. Etwa 40 Arten leben in Deutschland, von der Dunklen Erdhummel bis zur seltenen Deichhummel. Jede Art hat spezielle Vorlieben für Nahrung und Nistplätze.

Warum Hummeln für Ihren Garten unverzichtbar sind

Hummeln sind effiziente Bestäuber. Ihre lange Zunge erreicht auch tiefe Blütenkelche. Durch ihre Fähigkeit zur Vibrationsbestäubung lösen sie Pollen aus Blüten, die für andere Insekten unzugänglich sind. Tomaten, Paprika und viele Beerensträucher profitieren enorm von ihrem Besuch.

Sie fliegen bis zu 18 Stunden am Tag, bei Wind und sogar leichtem Regen. Diese Robustheit macht sie zu verlässlichen Partnern von Frühling bis Herbst. Ohne ihre Bestäubungsleistung wäre die Vielfalt in unseren Gärten und in der Natur deutlich geringer.

Profi-Tipp

Lassen Sie im Herbst verblühte Stauden stehen. Die hohlen Stängel von Pflanzen wie Königskerzen oder Brombeeren bieten überwinternden Hummelköniginnen und anderen Insekten perfekten Schutz.

So locken Sie Hummeln in Ihren Garten

Der Schlüssel liegt im Nahrungsangebot. Pflanzen Sie nektar- und pollenreiche Blütenpflanzen. Hummeln bevorzugen dabei bestimmte Farben und Blütenformen. Sie fliegen besonders auf blaue, violette und gelbe Blüten.

Die richtigen Pflanzen auswählen

Wählen Sie Pflanzen mit ungefüllten Blüten. Gefüllte Züchtungen wie manche Rosen oder Dahlien produzieren oft keinen Pollen und Nektar mehr. Sie sind für Hummeln wertlos. Setzen Sie auf heimische Arten und langblühende Stauden.

Ein gutes Beet für Hummeln enthält Früh-, Mittel- und Spätblüher. So finden die Insekten vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst kontinuierlich Nahrung. Klassiker sind Krokusse, Lavendel, Salbei, Glockenblumen und Efeu als wichtige Spätjahresnahrung.

Für eine gezielte Anlockung können Sie auch spezielle Saatgutmischungen oder Pflanzen wie den

verwenden. Dieser Bienen- und Hummelmagnet ist ein Set, das speziell auf die Bedürfnisse dieser Bestäuber abgestimmt ist.

Struktur und Vielfalt schaffen

Ein monotones Beet lockt weniger Arten an als eine vielfältige Gestaltung. Integrieren Sie verschiedene Höhenstrukturen, von Bodendeckern über Stauden bis zu Sträuchern. Lassen Sie ruhig einige „wilde“ Ecken mit Brennnesseln oder anderen heimischen Kräutern zu. Diese dienen Raupen als Futter und tragen so indirekt zur Artenvielfalt bei.

In unserem Sortiment für Garten + Pflanzenzubehör finden Sie alles, um solche vielfältigen Strukturen anzulegen und zu pflegen.

„Die Hummel ist ein Schlüsseltier für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen. Ihr Schutz ist direkt mit unserer Ernährungssicherheit verbunden.“

Deutsche Wildtier Stiftung

Nisthilfen und Unterschlupf bieten

Neben Nahrung brauchen Hummeln Orte zum Nisten und Überwintern. Die meisten heimischen Hummelarten nisten unterirdisch in verlassenen Mäusenestern. Andere besiedeln oberirdische Hohlräume wie Totholz, Steinhaufen oder Vogelnistkästen.

Erfolgreiche Nisthilfen selbst bauen

Eine einfache Nisthilfe können Sie aus einem Tontopf und einem alten Mäusenest (aus der Zoohandlung) basteln. Vergraben Sie den Topf bis zum Rand an einem trockenen, geschützten Platz und füllen Sie das Nistmaterial ein. Ein langes Drainagerohr als Eingangstunnel schützt vor Räubern.

Wichtiger Hinweis

Stören Sie niemals ein aktives Hummelnest. Hummeln stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Beobachten Sie aus respektvoller Distanz. Bei einem Nest in kritischer Lage kontaktieren Sie einen Imker oder einen Hummelschutzverein.

Geeignete Gartenstrukturen fördern

Lassen Sie Laub- und Totholzhaufen in einer sonnigen Gartenecke liegen. Trockenmauern mit Hohlräumen oder ein Steinhaufen sind ideale Verstecke. Auch ein Komposthaufen bietet mit seiner Wärmeentwicklung attraktive Bedingungen für Königinnen auf Nestsuche.

Für die Pflege solcher natürlicher Strukturen sind scharfe und vielseitige Werkzeuge wie die

unverzichtbar. Die „Wunderschere“ hilft beim präzisen Schnitt von Stauden und Gehölzen, ohne den Garten zu stören.

Gefahren für Hummeln im Garten minimieren

Die größten Bedrohungen sind der Verlust von Lebensraum, Pestizide und der Mangel an passenden Blüten. In einem naturnahen Garten können Sie gezielt gegensteuern.

Verzicht auf chemische Pestizide

Verzichten Sie konsequent auf Insektizide, Herbizide und Fungizide aus der chemischen Keule. Diese Gifte töten nicht nur Schädlinge, sondern schädigen auch Hummeln und andere Nützlinge direkt oder vergiften ihre Nahrungsquellen. Setzen Sie auf biologische Alternativen und fördern Sie natürliche Gegenspieler wie Schlupfwespen oder Marienkäfer.

Im Bereich Gartenwerkzeuge finden Sie mechanische Hilfsmittel zur schonenden Schädlingsbekämpfung, wie spezielle Schneckenbarrieren oder Unkrautstecher.

Zusätzlicher Rat

Mähen Sie Ihren Rasen seltener und lassen Sie insektenfreundliche Blühinseln wie Klee oder Gänseblümchen stehen. Jede blühende Fläche zählt als Tankstelle für Hummeln.

Sichere Wasserquellen anbieten

Hummeln brauchen Wasser. Eine flache Schale mit ausreichend großen, rauen Landeplätzen (Kieselsteine, Moos) und einem konstanten Wasserstand verhindert, dass die Tiere ertrinken. Platzieren Sie diese Tränke in der Nähe von Blütenpflanzen.

Für die Bewässerung Ihres Gartens und das Auffüllen von Insektentränken ist eine passende Gartenbewässerung praktisch. Sie sorgt für die nötige Feuchtigkeit, die auch viele blühende Pflanzen brauchen.

„Die Bestäubungsleistung einer einzigen Hummelkolonie entspricht der von mehreren hundert Honigbienen. Ihr Schutz lohnt sich ökologisch und ökonomisch.“

NABU Bundesverband

Hummeln und Bienen: Ein starkes Team

Honigbienen und Hummeln sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich. Während Honigbienen oft massenhaft eine ergiebige Trachtquelle befliegen, sind Hummeln Generalisten und besuchen viele verschiedene Blüten. Ein Garten, der beide fördert, ist besonders resilient.

Ergänzen Sie Hummelpflanzen mit klassischen Bienenweiden wie Katzenminze, Thymian oder Sonnenblumen. Ein Bienenhotel bietet zusätzlich Nistplätze für solitär lebende Wildbienen, die ebenfalls wichtige Bestäuber sind.

FAQ – Häufige Fragen zu Hummeln im Garten

Stechen Hummeln?
Hummeln können stechen, tun dies aber äußerst selten und nur, wenn sie sich bedroht fühlen, etwa wenn man ihr Nest attackiert oder sie festhält. Im Vergleich zu Wespen sind sie sehr friedfertig.
Was mache ich mit einem Hummelnest am Haus?
Lassen Sie es in Ruhe, wenn möglich. Hummelnester sind einjährig und werden im Herbst verlassen. Die Königin überwintert anderswo. Versuchen Sie niemals, ein Nest selbst umzusiedeln.
Wie überwintern Hummeln?
Nur die begatteten Jungköniginnen überleben den Winter. Sie suchen sich ein geschütztes Versteck im Boden, in Totholz oder in Mauerspalten. Die übrigen Tiere des Volks sterben im Herbst.
Kann ich Hummeln füttern?
Im Notfall, etwa bei einer geschwächten Königin im Frühjahr, können Sie eine Mischung aus halb Wasser, halb Zucker anbieten. Die dauerhafte Fütterung ist aber kein Ersatz für einen blütenreichen Garten.
Welche Pflanzen locken Hummeln am besten?
Ungefüllte Blüten von heimischen Stauden und Kräutern sind ideal. Dazu zählen Taubnesseln, Glockenblumen, Wiesensalbei, Lavendel, Dost und Kleearten. Auch viele Gemüseblüten wie die von Bohnen und Kürbis werden gerne besucht.

Ihr Beitrag zum Hummelschutz

Jeder Garten, jeder Balkon kann ein Refugium für Hummeln sein. Beginnen Sie mit einer kleinen, pestizidfreien Blühfläche. Erlauben Sie etwas Unordnung in einer Gartenecke. Beobachten Sie, welche Pflanzen besonders gut angenommen werden.

Mit dem richtigen Werkzeug, wie der für die schonende Pflege, und gezielten Pflanzen wie dem legen Sie den Grundstein. Ein Garten, in dem Hummeln brummen, ist ein gesunder, lebendiger und produktiver Garten. Sie tun nicht nur den Hummeln etwas Gutes, sondern sichern auch Ihre eigene Ernte und die biologische Vielfalt vor Ihrer Haustür.

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