Beim Kauf eines Rasenmähers spielen die technischen Merkmale eine entscheidende Rolle, um das passende Gerät für Ihren Garten zu finden. Von der Leistung über die Schnittbreite bis hin zum Material des Gehäuses – diese Parameter beeinflussen den Komfort und die Effizienz der Pflege. In diesem Ratgeber erklären wir, worauf Sie bei Rasenmähern, Mährobotern und ähnlichen Modellen achten sollten, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Leistung des Rasenmähers
Die Leistung eines Rasenmähers bestimmt, wie effizient er anspruchsvolle Aufgaben bewältigt. Bei hohem Gras oder großen Flächen benötigen Sie mehr Power, um Verstopfungen oder Überlastungen zu vermeiden. Für gepflegte Parterregasone reicht eine geringere Leistung aus, die sich an der Größe des Grundstücks orientiert. Laut einer Statista-Marktanalyse aus dem Jahr 2022 macht der europäische Rasenmäher-Markt rund 2,5 Milliarden Euro aus, wobei Elektromodelle 40 Prozent der Verkäufe stellen.
Der Schlüssel zur Auswahl des richtigen Rasenmähers liegt darin, die Schnittbreite und Leistung an die Größe und das Gelände des Rasens anzupassen.
Schnittbreite beim Rasenmäher
Die Schnittbreite, definiert durch die Länge des Messers, wirkt sich direkt auf die Produktivität aus und hängt eng mit der Leistung zusammen. Breitere Modelle erfordern höhere Drehzahlen, um saubere Schnitte zu gewährleisten. Bei Benzin-Rasenmähern erreicht sie bis zu 58 cm, bei Frontmähern sogar 87 cm, während der Minimalwert bei 30 cm liegt. Für quadratische, ebene Flächen eignen sich längere Klingen optimal, doch bei Hindernissen wie Büschen oder Bäumen ist ein schmaleres Gerät manövrierfähiger.
Um die Passung zu prüfen, messen Sie Ihren Rasenbereich mit einem Maßband in der gewünschten Schnittbreite ab. So stellen Sie sich vor, wie gut der Rasenmäher navigieren kann. Besonders bei unebenem Gelände oder Hanglagen lohnt es sich, Modelle mit variabler Schnittbreite zu betrachten.
Tipp zur Auswahl
Wählen Sie eine Schnittbreite, die zu Ihrer Flächengröße passt – zu breit kann bei Kurven problematisch sein.
Schnitthöhe einstellen am Rasenmäher
Die Schnitthöhe wird je nach Rasentyp angepasst, um ein gesundes Wachstum zu fördern. Für Parterregasone, die zweimal wöchentlich gemäht werden, eignet sich 10 bis 30 mm. Dekorative Rasen profitieren von 30 bis 50 mm, während Wiesenrasen eine Höhe von 55 bis 80 mm benötigen. Wichtig ist die Art der Einstellung, da sie den Aufwand bei der Pflege beeinflusst.
- Verschieben der Achsen relativ zum Gehäuse durch andere Löcher.
- Rythmen an den Rädern bedienen.
- Zentrale Regulierung mit einem Hebel neben dem Griff, der alle Räder gleichzeitig anhebt.
Die zentrale Methode ist am bequemsten, erfordert aber einen höheren Preis. Bei unregelmäßigem Mähen vermeiden Sie so unnötige Pausen, da Gras nur ein Drittel seiner Höhe pro Schnitt verlieren sollte. Für wöchentliche Pflege reichen die einfacheren Varianten aus.
Material des Gehäuses bei Rasenmähern
Das Gehäuse ist der aggressiven Umwelt aus Gras und Feuchtigkeit ausgesetzt, was Korrosion fördert. Regelmäßige Reinigung nach der Nutzung schützt vor Rost. Mechanische Beschädigungen durch unvorsichtigen Umgang sind ebenfalls möglich, weshalb das Material eine hohe Haltbarkeit bieten sollte.
Vergleich von Kunststoff und Metall
Kunststoffgehäuse aus Polyporpylen oder verstärktem Material bieten Vorteile in Preis, Gewicht und Lärmreduktion. Sie sind leicht zu reinigen und korrosionsbeständig. Metallgehäuse aus Stahl oder Aluminium widerstehen Stößen besser, wobei Aluminium rostfrei ist.
- Kunststoff: Hohe Korrosionsresistenz, aber begrenzte Stoßfestigkeit bei Standardvarianten; Vorteile: Günstig, leicht, leise.
- Metall: Hohe Stoßfestigkeit; Stahl rostet leicht, Aluminium nicht; Pulverbeschichtung erhöht die Langlebigkeit, Lack kann reißen.
Betriebsmodus des Rasenmähers
Der Betriebsmodus bestimmt, was mit dem gemähten Gras passiert, und kann in Kombinationen wie 3-in-1-Modellen vorkommen. Er beeinflusst den Lärmpegel und die Nachbearbeitung. Für seltene Mähvorgänge eignet sich der Seitenauswurf, der in Parks oder Gärten üblich ist.
Seitenauswurf oder Mulchfunktion
Beim Seitenauswurf wird das Gras nach hinten oder seitlich abgeworfen und später mit einem Rechen gesammelt. Die Mulchfunktion verwendet einen speziellen Mulchmesser, der das Gras fein hackt. Der Luftstrom zirkuliert es im geschlossenen Gehäuse, bis es als nährstoffreiche Mulchschicht den Boden bedeckt und Trockenheit verhindert.
Mulchen glättet Unebenheiten, birgt aber das Risiko von Schimmelbildung. Es ist oft als Option mit Messer und Stopfen erhältlich und der leiseste Modus.
Grasfangkorb
Der Grasfangkorb sammelt das Material direkt während des Mähens. Plastikkörbe sind einfach zu reinigen und komprimieren das Gras gut, mit Füllstandsanzeige auf vielen Modellen. Textil varianten sind leichter, platzsparender und vibrierärmer, ideal für visuelle Kontrolle.
- Plastikkörbe füllen sich nach 10-40 m² und eignen sich für Elektro-Rasenmäher.
- Textilkörbe haben größeres Volumen und werden bei Benzinmodellen verwendet, da sie seltener geleert werden müssen.
Räder am Rasenmäher
Die Räder bestehen aus Kunststoff, Stahl oder Aluminium, wobei Metallversionen langlebiger sind. Profiliertes Gummi auf den Reifen verbessert den Grip. Die Breite variiert von 12 bis 23 cm und beeinflusst die Bodenhaftung – breitere Räder minimieren Abdrücke und erhöhen die Manövrierbarkeit.
Modelle mit größeren Hinterrädern bieten guten Kompromiss für unebenes Gelände. Kugellager in den Rädern sorgen für reibungslosen Lauf, im Gegensatz zu Stiftbefestigungen bei günstigen Varianten. Für Rasenmäher mit Radantrieb sind robuste Räder essenziell.
Achtung bei unebenem Untergrund
Wählen Sie breite Räder, um Spuren auf dem Rasen zu vermeiden, besonders bei feuchtem Boden.
Griffe und Handhabung des Rasenmähers
Klappbare Griffe sparen Platz bei Lagerung und Transport. Höhenverstellbare Modelle passen sich dem Körperbau an, für ergonomischen Komfort. Gummierte Überzüge verhindern Abrutschen und reduzieren Vibrationen während der Arbeit.
Antrieb auf die Räder beim Rasenmäher
Selbstfahrende Rasenmäher mit Radantrieb erleichtern die Pflege großer Flächen ab 1200 m² oder bei Steigungen. Die Geschwindigkeit liegt typisch unter 5 km/h, passend zum Gehtempo. Variable Geschwindigkeit erlaubt Anpassung an den Nutzer – von entspanntem Spaziergang bis zu flotterem Vorankommen.
Kabellose Elektromäher bieten das beste Gleichgewicht aus Bequemlichkeit und Umweltschutz für die meisten Hausnutzer.
Selbst bei kleineren Gärten mit Hanglagen spart der Antrieb Kraft. Stiftung Warentest bewertete in ihrer 2023er Prüfung Modelle von Bosch und Gardena als Spitzenreiter für Leistung und Akkulaufzeit bei Akku-Rasenmähern.
Motoren für Benzin-Rasenmäher
Bei Benzin-Rasenmähern zählt die Motorenmarke für Zuverlässigkeit. Bekannte Hersteller wie Honda und Briggs & Stratton bieten Serien mit unterschiedlichen Features. Günstigere Modelle nutzen andere Marken, um Preise zu senken, ohne grundlegende Qualität zu opfern.
Honda-Motoren
- GC/GCV: Einstiegsserie mit horizontalem/vertikalem Wellen, OHC-System, Aluminiumzylinder und elektronischer Zündung.
- GS/GSV: Semiprofessionell mit OHV, Gusseisenbuchse für höhere Belastbarkeit.
Briggs & Stratton-Motoren
- Serie 400-500: Aluminiumbuchse für Basisanwendungen.
- Serie 600: Aluminiumbuchse mit Readystart für leichten Start.
- Serie 700: Wie 600, plus Elektrostarter.
- Serie 800: OHV, elektronischer Starter, Ölfilter für Profis.
Diese Motoren gewährleisten langlebigen Betrieb, wie in Leitfäden von Stihl und Bosch empfohlen. Für Elektro- oder Akku-Rasenmäher gelten ähnliche Kriterien bezüglich Zuverlässigkeit und Umweltverträglichkeit.
Häufig gestellte Fragen
- Welchen Rasenmäher kaufen für große Flächen?
- Für Flächen ab 1200 m² eignen sich selbstfahrende Benzin-Rasenmäher oder Rasentraktoren mit hoher Leistung und breiter Schnittbreite. Berücksichtigen Sie den Antrieb für Hanglagen und unebenes Gelände.
- Was ist Mulchen bei einem Rasenmäher?
- Mulchen hackt das Gras fein und verteilt es als Dünger auf dem Rasen. Es schützt vor Trockenheit, birgt aber Schimmelrisiken und ist oft als Option mit speziellem Messer verfügbar.
- Schnitthöhe Rasenmäher einstellen – wie funktioniert das?
- Es gibt Achsenverschieben, Radrythmen oder zentrale Hebel. Die zentrale Variante ist am bequemsten für schnelle Anpassungen an unterschiedliche Rasentypen.
- Rasenmäher Test: Welche Marken sind empfehlenswert?
- Stiftung Warentest hebt Bosch und Gardena für Akku-Modelle hervor. Für Benzin-Varianten gelten Honda- und Briggs & Stratton-Motoren als zuverlässig, wie in TÜV-Richtlinien bestätigt.
- Rasenmäher für hohes Gras – worauf achten?
- Wählen Sie hohe Schnitthöhen bis 80 mm, starke Leistung und Modelle mit Seitenauswurf oder Mulchfunktion. Große Räder mit Kugellagern verbessern die Handhabung auf unebenem Untergrund.