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Silberfische bekämpfen: Effektive Hausmittel & Tipps

So werden Sie die flinken Insekten in Bad und Küche los.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Silberfische eigentlich?

Silberfischchen (Lepisma saccharina) sind flügellose, nachtaktive Insekten. Sie werden etwa einen Zentimeter lang. Ihr schuppiger Körper schimmert silbrig-metallisch. Sie bewegen sich schnell und schlängelnd fort.

Sie lieben Stärke, Zucker und Proteine. Dazu zählen Hautschuppen, Haare oder Papier. Silberfische sind kein Zeichen für mangelnde Hygiene. Sie zeigen ein Problem mit Feuchtigkeit an.

Silberfische: Harmlos, aber lästig

Die Tiere übertragen keine Krankheiten. Sie beißen oder stechen nicht. Dennoch empfinden viele Menschen sie als eklig. Ein starker Befall kann Bücher, Tapeten oder Textilien schädigen.

Silberfische sind Indikatororganismen. Ihr Auftreten zeigt fast immer eine zu hohe Luftfeuchtigkeit an.

Umweltbundesamt

Warum kommen Silberfische in die Wohnung?

Silberfische suchen zwei Dinge: Nahrung und ein feuchtwarmes Klima. Sie gelangen durch kleinste Ritzen ins Haus. Typische Eintrittspunkte sind undichte Fenster, Kabeldurchführungen oder Rohre.

Ihr bevorzugtes Revier sind feuchte Räume wie Bäder oder Küchen. Auch schlecht belüftete Kellerräume oder Waschküchen ziehen sie an. Eine relative Luftfeuchtigkeit über 80 Prozent ist ideal für sie.

Profi-Tipp

Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. In Wohnräumen sollte sie zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Im Bad kurz nach dem Duschen sind höhere Werte normal, die aber schnell absinken müssen.

Risikofaktoren im Überblick

  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Trocknen Sie Wäsche in der Wohnung? Duschen Sie oft ohne zu lüften?
  • Nahrungsquellen: Offene Lebensmittel, Staub, Papierstapel oder Textilien.
  • Verstecke: Lose Sockelleisten, hinterste Schrankwinkel, unter der Badewanne.

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Silberfische bekämpfen: Direkte Maßnahmen

Beseitigen Sie zuerst die Ursachen. Dann greifen Sie zu aktiven Bekämpfungsmethoden.

1. Hausmittel: Einfach und effektiv

Diese Mittel wirken oft überraschend gut.

  • Backpulver mit Zucker: Mischen Sie beide zu gleichen Teilen. Stellen Sie die Mischung auf einen flachen Teller. Die Tiere fressen das Gemisch. Das Backpulver quillt in ihrem Darm auf.
  • Honig-Falle: Bestreichen Sie die Innenseite eines Glases mit Honig. Stellen Sie es auf. Die Silberfische klettern hinein, finden aber nicht mehr heraus.
  • Lavendel oder Zedernholz: Die ätherischen Öle wirken abschreckend. Legen Sie Säcke in Schränke oder Schubladen.

Die Kombination aus Feuchtigkeitsreduzierung und mechanischen Fallen ist der nachhaltigste Ansatz. Chemie sollte immer das letzte Mittel sein.

Dr. Felix Fornoff, Schädlingsbiologe

2. Professionelle Fallen

Fallen sind insektizidfrei und sicher für Haushalt mit Kindern oder Haustieren. Die

ist ein Beispiel. Sie lockt Silberfische mit einem speziellen Lockstoff an. Die Tiere bleiben auf einer Klebefläche haften.

Stellen Sie Fallen an Laufwegen auf. Dazu zählen Fußleisten, unter Waschbecken oder hinter der Toilette. Überprüfen Sie die Fallen regelmäßig.

3. Chemische Bekämpfung als letzte Option

Bei starkem Befall können Insektensprays helfen.

wirkt gegen kriechendes Ungeziefer. Sprühen Sie es gezielt in Ritzen und Fugen. Lüften Sie danach gründlich.

Wichtiger Hinweis

Befolgen Sie stets die Gebrauchsanleitung auf der Verpackung. Bewahren Sie Insektizide für Kinder und Haustiere unzugänglich auf. Achten Sie auf die angegebenen Wartezeiten für behandelte Räume.

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Vorbeugen statt bekämpfen

Die beste Strategie macht Silberfischen das Leben unmöglich.

Feuchtigkeit regulieren

Das ist der wichtigste Schritt.

  • Richtig Lüften: Stoßlüften Sie mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten. Kipplüftung ist im Winter ineffizient und kühlt Wände aus.
  • Nach dem Duschen: Wischen Sie nasse Fliesen und die Wanne trocken. Nutzen Sie einen Abzieher.
  • Wäschetrocknen: Trocknen Sie Wäsche möglichst nicht in der Wohnung. Nutzen Sie einen Trockner oder gut belüftete Räume.
  • Heizen: Halten Sie auch wenig genutzte Räume leicht beheizt. Kalte Wände kondensieren Feuchtigkeit.

Nahrungsquellen entziehen

Halten Sie Ihre Räume sauber und ordentlich.

  • Regelmäßig staubsaugen: Besonders unter Betten, Sofas und in Ecken.
  • Lebensmittel verschließen: Bewahren Sie Zucker, Mehl und Haferflocken in dichten Behältern auf.
  • Papier reduzieren: Entrümpeln Sie alte Zeitungsstapel, Pappkartons oder Bücherstapel im Keller.

Zugänge versperren

Dichten Sie Fugen und Ritzen ab. Nutzen Sie Silikon für Nassbereiche. Für Fußleisten eignet sich Acryl.

Kontrollieren Sie auch den Bereich um Rohrdurchführungen. Hier helfen spezielle Dichtungsmanschetten.

Zusätzlicher Rat

Für langfristigen Schutz kombinieren Sie die Methoden. Eine Falle zeigt an, ob noch Tiere aktiv sind. Die Reduzierung der Feuchtigkeit verhindert neuen Nachwuchs. So durchbrechen Sie den Kreislauf.

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Spezialfall: Silberfische im Bad

Das Bad ist der häufigste Ort. Hier wirken spezielle Maßnahmen.

Entfernen Sie stehendes Wasser in Ablaufgittern oder Duschwannen. Prüfen Sie die Dichtungen von WC, Dusche und Waschbecken. Ein defekter Siphon kann Feuchtigkeit abgeben.

Lagern Sie feuchte Handtücher und Schwämme nicht im Raum. Hängen Sie Duschvorhänge ausgezogen auf, damit sie trocknen.

FAQ: Häufige Fragen zu Silberfischen

Sind Silberfische gefährlich für meine Gesundheit?
Nein. Sie gelten nicht als Krankheitsüberträger. Ihr Kot kann in seltenen Fällen bei Allergikern Reaktionen auslösen.
Ich habe alles versucht, aber sie kommen immer wieder. Was nun?
Dann liegt die Ursache oft versteckt. Prüfen Sie Hohlräume unter der Badewanne, kaputte Fliesenfugen oder undichte Leitungen in Nachbarwohnungen. Eventuell benötigen Sie einen Kammerjäger.
Können Silberfische fliegen?
Nein. Sie besitzen keine Flügel. Sie krabbeln und können flache, glatte Wände hinaufklettern.
Hilft auch gegen Silberfische?
Dieses Produkt ist speziell gegen Kleidermotten entwickelt. Die Lockstoffe wirken nicht auf Silberfische. Verwenden Sie gezielte Fallen wie .
Wie lange leben Silberfische?
Sie können bis zu acht Jahre alt werden. Das erklärt, warum eine einmalige Bekämpfung oft nicht ausreicht. Sie müssen die Lebensbedingungen dauerhaft verschlechtern.
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