Der richtige Standort und Boden
Tomaten lieben Sonne und Wärme. Wählen Sie einen Platz, der mindestens sechs Stunden volle Sonne pro Tag erhält. Ein windgeschützter Bereich an einer Südwand ist ideal. Der Boden sollte tiefgründig, locker und nährstoffreich sein.
Schwere Lehmböden lockern Sie mit Sand oder feinem Kies auf. Sandige Böden verbessern Sie mit reifem Kompost. Arbeiten Sie diesen einige Wochen vor dem Pflanzen tiefgründig ein. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7 ist optimal für die Nährstoffaufnahme.
Zusätzlicher Rat
Bauen Sie Tomaten nicht mehrere Jahre hintereinander am selben Standort an. Eine Anbaupause von drei bis vier Jahren beugt Bodenmüdigkeit und der Ausbreitung von bodenbürtigen Krankheiten wie der Tomatenwelke vor.
Für die optimale Nährstoffversorgung ist eine Grunddüngung wichtig. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen einen organischen Langzeitdünger oder gut verrotteten Stallmist in den Boden ein. Dies versorgt die Pflanzen während der gesamten Wachstumsphase. Ergänzendes Pflanzendünger & Blumendünger finden Sie in unserem Sortiment.
Bodenverbesserung mit Urgesteinsmehl
Urgesteinsmehl ist ein natürliches Mineralpulver. Es reichert den Boden mit Spurenelementen wie Kieselsäure an. Diese stärken die Zellwände der Pflanzen und machen sie widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten und Schädlinge.
Streuen Sie das Mehl einfach vor der Pflanzung auf die Erde und arbeiten Sie es leicht ein. Es verbessert die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben. Unser Urgesteinsmehl ist dafür bestens geeignet.
Ein sonniger, warmer und luftiger Standort ist die halbe Miete für gesunde Tomaten. Die andere Hälfte ist ein gut vorbereiteter, nährstoffreicher Boden.
Der optimale Pflanzzeitpunkt
Tomaten sind frostempfindlich. Pflanzen Sie sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie. Die Bodentemperatur sollte konstant über 10°C liegen. Zu frühes Setzen stresst die Pflanzen und stoppt das Wachstum.
Sie können die Saison verlängern, indem Sie die Pflanzen abdecken. Verwenden Sie Vlies, Folientunnel oder ein kleines Gewächshaus. Dies schützt in kühlen Nächten und beschleunigt das Anwachsen. Ein stabiles Aluminium-Gewächshaus bietet Tomaten den perfekten Schutz.
Wichtiger Hinweis
Achten Sie beim Kauf von Jungpflanzen auf Qualität. Gesunde Pflanzen haben kräftige, dunkelgrüne Blätter und einen kurzen, stabilen Wurzelhals. Vermeiden Sie Pflanzen mit gelben Blättern, langen, dünnen Trieben oder bereits sichtbaren Flecken.
Vorkultur im Haus oder Kauf
Sie ziehen Tomaten ab März auf der Fensterbank vor. Dafür benötigen Sie Anzuchterde, Wärme und Licht. Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Sämlingen, damit sie nicht vergeilen. Ab April gewöhnen Sie die Pflanzen tagsüber langsam an die Außentemperaturen.
Für die Anzucht oder das spätere Umpflanzen kräftiger Jungpflanzen sind spezielle Töpfe ideal. Unsere Anzuchttöpfe für Tomaten bieten den Wurzeln genug Raum. Der
hat einen Durchmesser von 295 mm, der größere misst 392 mm. Beide sind aus stabilem, langlebigem Material.Jungpflanzen vorbereiten
Bevor Sie Tomaten ins Beet setzen, härten Sie sie ab. Stellen Sie die Pflanzen für eine Woche tagsüber an einen geschützten Platz im Freien. Nachts holen Sie sie wieder ins Haus. So gewöhnen sie sich an Sonne, Wind und Temperaturschwankungen.
Wässern Sie die Pflanzen im Topf einige Stunden vor dem Auspflanzen gründlich. Ein durchfeuchteter Wurzelballen lässt sich leichter austopfen und verhindert Wurzelschäden. Achten Sie darauf, die zarten Wurzeln nicht zu verletzen.
Das Abhärten ist kein optionaler Schritt, sondern entscheidend für den Start. Eine nicht abgehärtete Pflanze erleidet einen Wachstumsschock, von dem sie sich wochenlang nicht erholt.
Seitentriebe ausbrechen
Bei Stabtomaten entfernen Sie vor dem Pflanzen die unteren Blätter. Schneiden Sie alle Blätter ab, die später im Pflanzloch vergraben werden. Das fördert die Wurzelbildung am Stamm. Entfernen Sie auch erste Geiztriebe in den Blattachseln.
Diese Triebe wachsen später schnell und entziehen der Hauptpflanze Energie. Ein regelmäßiges Ausgeizen ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Alles notwendige Garten + Pflanzenzubehör finden Sie bei Westfalia.
Tomaten ins Beet setzen
Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so tief und breit ist wie der Wurzelballen. Die Tiefe ist entscheidend. Tomaten bilden entlang des eingegrabenen Stammes zusätzliche Wurzeln. Diese sorgen für mehr Stabilität und eine bessere Nährstoffaufnahme.
Setzen Sie die Pflanze tief ein, bis nur noch der obere Teil mit den ersten Blättern aus der Erde ragt. Füllen Sie das Loch mit der ausgehobenen Erde und drücken Sie sie vorsichtig an. Bilden Sie einen kleinen Gießrand um die Pflanze.
Profi-Tipp
Geben Sie eine Handvoll Hornspäne oder einen speziellen Tomatendünger direkt ins Pflanzloch. Decken Sie die Nährstoffe mit einer dünnen Schicht Erde ab, bevor Sie die Pflanze einsetzen. So verbrennen die Wurzeln nicht und die Pflanze hat von Anfang an Energie.
Pflanzabstand und Rankhilfe
Halten Sie ausreichend Abstand ein. Bei Stabtomaten sind 60 bis 80 Zentimeter zwischen den Pflanzen und 100 Zentimeter zwischen den Reihen ideal. Buschtomaten benötigen etwas mehr Platz, etwa 100 x 100 Zentimeter.
Setzen Sie die Rankhilfe gleich mit ein. Ein Stab, Spiralstab oder Tomatengerüst gibt der Pflanze Halt. Binden Sie den Haupttrieb locker mit weichem Bindematerial an. So verhindern Sie, dass die Pflanze bei Wind oder unter der Last der Früchte umknickt.
Pflege nach der Pflanzung
Gießen Sie die frisch gesetzten Tomaten sofort und durchdringend an. Verwenden Sie abgestandenes, zimmerwarmes Wasser. Gießen Sie direkt auf die Erde, nicht über die Blätter. Nasse Blätter fördern Pilzkrankheiten wie die Braunfäule.
In den ersten Tagen nach dem Pflanzen brauchen die Tomaten regelmäßig Wasser, bis sie angewachsen sind. Später gießen Sie seltener, aber dafür tiefgründig. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden.
Düngen für eine reiche Ernte
Tomaten sind Starkzehrer. Düngen Sie regelmäßig, sobald sich die ersten Früchte bilden. Verwenden Sie einen kalibetonten Tomatendünger. Dieser fördert die Fruchtbildung und verhindert die Blütenendfäule, eine Kalziummangelerscheinung.
Organische Dünger wie Brennnesseljauche oder Komposttee wirken langsam und schonend. Geben Sie alle ein bis zwei Wochen Flüssigdünger mit ins Gießwasser. Achten Sie auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung.
Für gesunde Pflanzen von Anfang an ist eine gute Grundversorgung mit Mineralien wichtig. Unser
, das Urgesteinsmehl in der 10 kg-Packung, ist ein idealer Bodenzusatz. Es liefert wichtige Spurenelemente und verbessert nachhaltig die Bodenqualität.Vor Krankheiten schützen
Die Kraut- und Braunfäule ist die gefürchtetste Tomatenkrankheit. Sie tritt bei feucht-warmer Witterung auf. Ein Pflanzenschutz-Dach oder das Pflanzen unter einem Vordach schützt wirksam.
Entfernen Sie regelmäßig die unteren Blätter bis zur ersten Fruchtrispe. So verbessern Sie die Luftzirkulation und verringern die Spritzwasser-Infektionsgefahr vom Boden. Gießen Sie stets am Morgen, damit die Pflanzen bis zum Abend abtrocknen.
Stärken Sie die Pflanzen mit selbst gemachten Brühen aus Schachtelhalm oder Beinwell. Diese enthalten Kieselsäure und stärken das Pflanzengewebe. Bei akutem Befall helfen zugelassene Fungizide aus dem Fachhandel. Informieren Sie sich in unserer Kategorie für Ungeziefer- + Pflanzenschutz.
Nützlinge fördern
Laden Sie natürliche Helfer in den Garten ein. Insektenhotels bieten Marienkäfern, Florfliegen und Schlupfwespen ein Zuhause. Diese Nützlinge bekämpfen Blattläuse und andere Schädlinge auf natürliche Weise.
Pflanzen Sie Basilikum, Tagetes oder Kapuzinerkresse zwischen die Tomaten. Diese Mischkulturpartner vertreiben Schädlinge und fördern die Gesundheit der Tomaten.
Häufige Fragen
- Wie tief pflanze ich Tomaten?
- Setzen Sie Tomaten so tief, dass der Wurzelballen und ein Großteil des Stammes mit Erde bedeckt sind. Nur der obere Teil mit den ersten echten Blättern sollte herausschauen. Der vergrabene Stamm bildet neue Wurzeln.
- Wann ist der beste Zeitpunkt zum Tomaten pflanzen?
- Mitte Mai, nach den Eisheiligen, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Die Bodentemperatur sollte mindestens 10°C betragen. Bei geschützter Kultur im Gewächshaus können Sie früher starten.
- Welcher Dünger ist für Tomaten geeignet?
- Verwenden Sie einen kalibetonten Tomatendünger oder organischen Langzeitdünger. Eine Grunddüngung mit Kompost und Hornspänen beim Pflanzen ist ideal. Später düngen Sie regelmäßig mit Flüssigdünger.
- Wie oft muss ich Tomaten gießen?
- Gießen Sie durchdringend, aber nicht täglich. Der Boden sollte zwischen dem Gießen leicht antrocknen. Vermeiden Sie Staunässe. Eine Mulchschicht reduziert den Gießaufwand erheblich.
- Warum werden die Blätter meiner Tomaten gelb?
- Gelbe Blätter können viele Ursachen haben: Stickstoffmangel, zu viel Nässe, Wurzelfäule oder die beginnende Braunfäule. Prüfen Sie den Standort, das Gießverhalten und die Nährstoffversorgung.