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Hardy Balcony Plants: Winter Colour for Pots

These resilient plants bring structure and colour to your balcony, even through frost, wind and winter sun.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 11.09.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Winterharte Balkonpflanzen überstehen Frost, wenn Art, Topf und Standort zusammenpassen. Für sonnige Balkone eignen sich etwa Zwergkiefer, Sedum und robuste Ziergräser, für halbschattige Plätze Buchsbaum, Bergenie oder Skimmie. Ein gut drainierter Topf, isolierte Wurzeln und frostfreie Wassergaben halten die Bepflanzung bis zum Frühjahr stabil.

Winterharte Balkonpflanzen bringen auch in der kalten Jahreszeit Struktur auf den Balkon. Immergrüne Blätter, trockene Gräser, farbige Beeren und winterblühende Pflanzen ersetzen kahle Kästen und leere Töpfe. Die passende Auswahl richtet sich nach Licht, Wind, Topfgröße und Feuchtigkeit.

Eine Pflanze kann im Garten vollständig winterhart sein und im kleinen Topf trotzdem Frostschäden bekommen. Der Grund: Der Wurzelballen ist im Gefäß von mehreren Seiten der Kälte ausgesetzt. Mit einem geeigneten Topf, einem guten Wasserabzug und etwas Schutz bleiben viele Arten auch auf einem offenen Balkon vital.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Arten sich für Sonne, Halbschatten und wechselhafte Standorte eignen. Sie erfahren außerdem, wie Sie Kübelpflanzen winterfest machen, welche exotischen Kübelpflanzen besondere Behandlung brauchen und wie Sie die Bepflanzung bis zum Frühjahr pflegen.

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Robuste Gehölze, Gräser und Stauden geben dem Balkon auch bei Frost Struktur.

Was macht winterharte Balkonpflanzen auf dem Balkon robust?

Winterhärte beschreibt die Fähigkeit einer Pflanze, niedrige Temperaturen zu überstehen. Die Angabe bezieht sich jedoch meist auf ausgepflanzte Exemplare im Gartenboden. Dort schützt die umgebende Erde die Wurzeln besser als ein dünner Topf aus Kunststoff oder Keramik.

Auf dem Balkon wirken zusätzlich Wind, trockene Wintersonne und schnelle Temperaturwechsel. Ein Topf kann tagsüber stark aufheizen und nachts wieder vollständig durchfrieren. Immergrüne Pflanzen verlieren an sonnigen Tagen Wasser, obwohl ihre Wurzeln kein gefrorenes Wasser aufnehmen können.

Winterhart ist nicht gleich frostsicher

Winterharte Arten vertragen Frost, aber nicht automatisch jede Situation. Entscheidend sind die Pflanzenart, das Alter, die Größe des Wurzelballens und die Dauer der Kälte. Junge Pflanzen mit kleinen Wurzeln brauchen mehr Schutz als kräftige, gut eingewachsene Exemplare.

  • Winterhärte: Sie beschreibt die grundsätzliche Kältetoleranz einer Art oder Sorte.
  • Frosthärte: Sie bezieht sich auf die Fähigkeit, einzelne Frostperioden ohne größere Schäden zu überstehen.
  • Topfhärte: Sie zeigt, wie gut die Pflanze mit einem exponierten Wurzelballen im Gefäß zurechtkommt.
  • Standorttoleranz: Sie entscheidet, ob die Pflanze Wind, Wintersonne, Nässe oder trockene Luft verträgt.

Die Bezeichnung „Balkonpflanzen frosthart“ ersetzt deshalb keine Standortprüfung. Eine robuste Pflanze am geschützten Hausbalkon kann einen Winter problemlos überstehen, während dieselbe Art auf einem zugigen Dachbalkon zusätzlichen Schutz benötigt.

Welche Bedingungen braucht ein robuster Topf?

Beginnen Sie mit dem Gefäß. Es sollte frostfest, stabil und deutlich größer als der vorhandene Wurzelballen sein. Ein zu kleiner Topf friert schneller durch und bietet kaum Raum für isolierende Erde.

Prüfen Sie das Ablaufloch vor dem Bepflanzen. Wasser muss nach dem Gießen zügig ablaufen. Staunässe füllt die Zwischenräume im Substrat, verdrängt Sauerstoff und erhöht das Risiko von Wurzelfäule. Eine Drainageschicht hilft nur, wenn das Wasser anschließend tatsächlich aus dem Topf abfließen kann.

Auch der Standort beeinflusst die Frosthärte. Eine Hauswand schützt vor Wind, kann aber bei starker Wintersonne große Temperaturschwankungen verursachen. Ein überdachter Balkon hält Regen ab und senkt dadurch das Risiko von Staunässe, verlangt aber regelmäßige Kontrollen der Bodenfeuchte.

„Im Topf sind die Wurzeln stärker der Kälte ausgesetzt als im gewachsenen Boden. Deshalb braucht selbst eine winterharte Pflanze bei starkem Frost einen geschützten Wurzelbereich.“

Sinngemäß nach: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachinformationen zur Überwinterung von Kübelpflanzen

Welche winterharten Balkonpflanzen eignen sich für Töpfe?

Für eine dauerhafte Bepflanzung kombinieren Sie immergrüne Gehölze, wintergrüne Stauden und dekorative Gräser. So bleibt der Balkon auch dann attraktiv, wenn einzelne Pflanzen im Winter einziehen oder ihr Laub verlieren.

Immergrüne Gehölze für Struktur und Sichtschutz

Buchsbaum eignet sich für formale Töpfe, niedrige Hecken und klare Konturen. Er wächst langsam, bleibt ganzjährig grün und verträgt Sonne bis Halbschatten. Achten Sie auf einen durchlässigen Boden und vermeiden Sie einen dauerhaft nassen Wurzelballen.

Der kompakte Buchsbaum Buxus NewGen Freedom ist für kleine Pflanzungen interessant. Die jungen Pflanzen lassen sich zunächst in einzelnen Töpfen kultivieren oder zu einer wiederholten Reihe zusammenstellen. Bei kleinen Pflanzen schützt eine isolierte Topfwand den Wurzelballen besonders wirksam.

Skimmie und Japanische Stechpalme bringen ebenfalls immergrünes Laub auf den Balkon. Skimmien bevorzugen einen halbschattigen, geschützten Standort und humoses, eher saures Substrat. Ilex crenata wächst kompakt und eignet sich für klare Formen, benötigt aber eine gleichmäßige Wasserversorgung ohne Staunässe.

Zwergkiefern und kompakte Wacholder passen zu sonnigen, windigen Balkonen. Ihre Nadeln verdunsten auch im Winter Wasser, doch die Pflanzen kommen mit trockeneren Böden besser zurecht als viele breitblättrige Gehölze. Ein schwerer Topf verhindert, dass der Wind die Pflanze samt Gefäß umwirft.

Frostharte Pflanzen Balkon: Auswahl nach Licht und Feuchtigkeit

Wer nach „frostharte Pflanzen Balkon“ sucht, sollte zuerst den Standort messen. Beobachten Sie an einem klaren Tag, wie viele Stunden direktes Licht den Topf erreichen. Prüfen Sie außerdem, ob Regen den Balkon erreicht oder das Dach den Bereich trocken hält.

  • Sonnig und trocken: Sedum, Fetthenne, Thymian, Zwergkiefer, Wacholder und viele winterharte Gräser kommen mit wenig Wasser zurecht.
  • Sonnig und windig: Kompakte Nadelgehölze und standfeste Gräser halten dem Wetter besser stand als hohe, weichtriebige Pflanzen.
  • Halbschattig: Buchsbaum, Bergenie, Purpurglöckchen, Skimmie und Efeu liefern Laub und Struktur.
  • Schattig und geschützt: Bergenien, Farne mit ausreichender Winterhärte und immergrüne Bodendecker füllen Gefäße ohne direkte Mittagssonne.
  • Saisonal farbig: Winterheide, Christrose und Stiefmütterchen ergänzen dauerhafte Gehölze mit Blüten.

Bergenien behalten in milden Wintern häufig ihr Laub und bilden kräftige Blattrosetten. Purpurglöckchen setzen farbige Akzente, brauchen im Topf aber Schutz vor austrocknendem Frost. Sedum speichert Wasser in seinen Blättern und passt besonders gut zu sonnigen, eher trockenen Gefäßen.

Ziergräser bringen Bewegung und Höhe in die Winterbepflanzung. Das Garten-Reitgras „Karl Foerster“ bleibt mit seinen aufrechten Halmen lange dekorativ. Schneiden Sie die trockenen Halme erst im späten Winter zurück, weil sie den Horst schützen und Insekten Rückzugsraum bieten.

Exotische Kübelpflanzen richtig einordnen

Exotische Kübelpflanzen wirken auf dem Balkon attraktiv, zählen aber nicht automatisch zu den winterharten Arten. Olive, Oleander, Zitrus, Bougainvillee und Engelstrompete benötigen in den meisten Regionen ein helles, frostfreies Winterquartier. Im Freien überstehen sie höchstens kurze milde Phasen mit zusätzlichem Schutz.

Einige Bambusarten, bestimmte Palmen und ausgewählte Faserbananen vertragen Frost. Im Topf bleibt ihre Wurzelzone trotzdem gefährdet. Prüfen Sie die Winterhärte der konkreten Sorte und schützen Sie das Gefäß bei längerem Frost mit einer isolierenden Hülle.

Profi-Tipp

Stellen Sie mehrere Töpfe dicht zusammen. Die Gruppe reduziert die Angriffsfläche für Wind und hält die Gefäße etwas wärmer. Platzieren Sie empfindlichere Pflanzen in die Mitte und robuste, niedrige Töpfe an den Rand.

Passende Produkte für die Winterbepflanzung

Für eine kleine, wiederholte Bepflanzung eignet sich

, der 2 x 6er-Pack Buxus NewGen Freedom. Die kompakten Buchsbäume geben Balkonkästen und einzelnen Gefäßen eine ruhige, immergrüne Grundstruktur.

Wenn Sie mehrere Töpfe, Kästen oder eine längere Reihe bepflanzen möchten, bietet

, der 4 x 6er-Pack Buxus NewGen Freedom, mehr Pflanzen für ein einheitliches Bild. Bei jungen Pflanzen zählt der Schutz des Wurzelballens besonders, weil die Gefäße noch wenig Erdvolumen enthalten.

Für Höhe und Bewegung ergänzt

, das Garten-Reitgras „Karl Foerster“, die Gehölze. Setzen Sie die Gräser in größere, standfeste Gefäße oder kombinieren Sie einzelne Pflanzen mit niedrigen immergrünen Arten.

Wie machen Sie Kübelpflanzen winterfest?

Kübelpflanzen winterfest zu machen beginnt nicht erst bei der ersten Frostnacht. Bereiten Sie Töpfe und Pflanzen im Herbst vor. Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile, kontrollieren Sie den Wasserabzug und stellen Sie die Gefäße rechtzeitig an den geschützten Platz.

Topf, Substrat und Drainage richtig vorbereiten

Wählen Sie für Gehölze und Gräser einen Topf, der dem Wurzelballen ausreichend Raum lässt. Das Gefäß darf nicht kippen, wenn Wind in die Halme oder Zweige greift. Schwere Terrakotta- oder Steingutgefäße stehen stabil, können bei starkem Frost aber springen. Frostfester Kunststoff ist leichter und oft unempfindlicher.

  • Setzen Sie den Topf auf Füße, Holzleisten oder eine isolierende Platte.
  • Halten Sie das Ablaufloch frei von Wurzeln und verdichtetem Substrat.
  • Verwenden Sie strukturstabiles Substrat mit mineralischen Anteilen.
  • Füllen Sie den Topf nicht bis zum Rand, damit Regenwasser kontrolliert ablaufen kann.
  • Vermeiden Sie Untersetzer, in denen Wasser über längere Zeit stehen bleibt.

Eine Mulchschicht aus Laub, Rindenstücken oder mineralischem Material kann die Oberfläche zusätzlich schützen. Decken Sie den Wurzelhals nicht dauerhaft luftdicht ab. Feuchtigkeit und fehlender Luftaustausch begünstigen Pilzprobleme.

Wurzeln, Topfwand und Krone schützen

Wickeln Sie den Topf mit Jute, Vlies, Kokosmatte oder einer speziellen Isolierhülle ein. Lassen Sie die Unterseite und das Ablaufloch frei. Eine zusätzliche Lage schützt bei Dauerfrost, darf aber nicht dazu führen, dass Wasser im Gefäß stehen bleibt.

Stellen Sie immergrüne Pflanzen möglichst windgeschützt auf. Ein Vlies über der Krone hilft bei starkem Frost und trockener Wintersonne, sollte aber nicht dauerhaft auf den Blättern liegen. Lüften Sie den Schutz an milden Tagen, damit sich keine feuchte, warme Hülle bildet.

Hohe Gräser können Sie locker zusammenbinden. So dringt weniger Nässe in den Horst ein. Schneiden Sie sie nicht im Herbst bodennah ab, weil die trockenen Halme den empfindlichen Austrieb schützen.

Wichtiger Hinweis

Gießen Sie niemals auf gefrorenen Boden und lassen Sie keinen gefüllten Untersetzer im Frost stehen. Überschüssiges Wasser kann im Topf gefrieren, sich ausdehnen und Wurzeln, Gefäß oder Pflanze beschädigen. Gießen Sie nur an frostfreien Tagen und prüfen Sie die Feuchtigkeit einige Zentimeter unter der Oberfläche.

Wasser und Nährstoffe im Winter steuern

Immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser. Bei frostfreiem Wetter prüfen Sie den Topf mit dem Finger. Trocknet der Wurzelballen aus, gießen Sie langsam und gezielt, bis etwas Wasser aus dem Ablaufloch austritt.

Gießen Sie nicht nach einem festen Kalender. Ein überdachter Balkon benötigt weniger Wasser als ein frei bewitterter Standort. Wind trocknet Blätter und Substrat aus, während kalter Dauerregen schnell zu nassen Wurzeln führt.

Ab Spätsommer reduzieren Sie stickstoffbetonten Dünger. Zu spätes, weiches Wachstum reift vor dem Frost nicht ausreichend aus. Hinweise zu geeigneten Nährstoffen finden Sie in der Kategorie Pflanzendünger & Blumendünger.

Wie gelingt eine Winterbepflanzung auf dem Balkon?

Eine gute Winterbepflanzung kombiniert dauerhafte Struktur mit saisonalen Farbtupfern. Planen Sie zuerst die Höhe und das Gewicht. Danach wählen Sie Pflanzen, die denselben Standort und einen ähnlichen Wasserbedarf haben.

Mit Struktur, Höhe und Farbe gestalten

Setzen Sie eine aufrechte Pflanze als Mittelpunkt. Ein Gras, eine Zwergkiefer oder ein kompakter Wacholder zieht den Blick nach oben. Immergrüne Gehölze bilden den Rahmen und bleiben auch dann sichtbar, wenn Stauden einziehen.

  • Hintergrund: Ziergras, Zwergkonifere oder eine schlanke, immergrüne Pflanze.
  • Mittlere Ebene: Buchsbaum, Bergenie, Skimmie oder Purpurglöckchen.
  • Vordergrund: Winterheide, Sedum, Efeu oder ein niedrig wachsender Bodendecker.
  • Farbakzent: Christrose, Stiefmütterchen, rote Beeren oder dekorative Zweige.

Wiederholen Sie eine Pflanzenart in mehreren Gefäßen. Drei gleiche Buchsbäume wirken ruhiger als viele einzelne Arten. Für einen natürlichen Stil setzen Sie Gräser, Bergenien und Sedum in lockeren Gruppen zusammen.

Berücksichtigen Sie das Wachstum. Junge Gehölze sehen im ersten Jahr oft zierlich aus, brauchen aber später mehr Platz. Lassen Sie zwischen den Wurzelballen genügend Abstand und vermeiden Sie eine zu dichte Pflanzung, die Luftzirkulation und Pflege erschwert.

Der richtige Pflanzzeitpunkt

Der frühe Herbst eignet sich gut für eine Winterbepflanzung Balkon, weil die Erde noch warm ist. Die Wurzeln wachsen weiter und verankern die Pflanze, bevor der Frost einsetzt. Pflanzen Sie nicht in gefrorene oder völlig durchnässte Erde.

Lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig, ohne gesunde Wurzeln unnötig zu beschädigen. Setzen Sie die Pflanze so tief ein wie zuvor. Füllen Sie Hohlräume mit Substrat und drücken Sie die Erde leicht an.

Nach dem Pflanzen gießen Sie gründlich. Danach kontrollieren Sie den Wasserbedarf regelmäßig. Bei neuen Pflanzungen darf das Substrat nicht vollständig austrocknen, gleichzeitig müssen die Wurzeln ausreichend Luft erhalten.

Winterbepflanzung vor Wind und Nässe bewahren

Ein Balkon mit viel Wind braucht standfeste Gefäße. Stellen Sie leichte Töpfe in größere Übertöpfe oder beschweren Sie den unteren Bereich. Vermeiden Sie schmale, hohe Gefäße für Pflanzen mit großer Blatt- oder Halmausdehnung.

Auf einem überdachten Balkon kommt weniger Regen an. Kontrollieren Sie die Bodenfeuchte deshalb auch im Winter. Für mehrere Gefäße können Hilfsmittel aus der Kategorie Gartenbewässerung sinnvoll sein, allerdings sollten Sie automatische Systeme bei Frost nicht unkontrolliert weiterlaufen lassen.

Reinigen Sie Töpfe vor der neuen Bepflanzung und entfernen Sie alte Wurzelreste. Bei wiederverwendeten Gefäßen senken Sie mit sauberem Material und frischem Substrat das Risiko, Krankheiten und Schädlinge in die neue Winterbepflanzung einzuschleppen.

Zusätzlicher Rat

Fotografieren Sie Ihre bepflanzten Töpfe im Herbst. Im Frühjahr sehen Sie schnell, welche Kombinationen gut funktioniert haben und wo Wasser, Licht oder Platz gefehlt haben. Notieren Sie außerdem Pflanzenart, Standort und besondere Frostschutzmaßnahmen.

Wie pflegen Sie winterharte Balkonpflanzen bis zum Frühjahr?

Im Winter braucht der Balkon weniger Pflege, aber regelmäßige Kontrolle. Prüfen Sie nach Frost, Sturm und starken Niederschlägen die Standfestigkeit der Töpfe. Entfernen Sie Wasser aus Untersetzern und lösen Sie festgefrorene Abdeckungen nicht mit Gewalt.

Kontrollgänge bei Frost und Wintersonne

Gießen Sie an frostfreien Tagen, wenn der Wurzelballen trocken wirkt. Immergrüne Pflanzen verlieren über Blätter und Nadeln weiterhin Wasser. Besonders gefährdet sind sonnige Balkone mit Wind, weil die Verdunstung dort auch im Winter hoch bleibt.

Kontrollieren Sie Vlies und Jute nach stürmischem Wetter. Lockeres Material kann Zweige scheuern oder die Krone zusammendrücken. Befestigen Sie den Schutz so, dass Luft zirkuliert und Regenwasser ablaufen kann.

Schnee schützt niedrige Pflanzen vor Kälte, kann aber schwere Halme und Zweige belasten. Schütteln Sie nassen Schnee vorsichtig ab. Brechen Sie keine gefrorenen Zweige ab, sondern warten Sie auf einen frostfreien Tag.

Wann schneiden und düngen Sie?

Schneiden Sie trockene Ziergräser im späten Winter oder frühen Frühjahr zurück, kurz bevor der neue Austrieb erscheint. Buchsbaum und andere immergrüne Gehölze brauchen im Winter keinen Formschnitt. Entfernen Sie beschädigte Triebe erst, wenn Sie erkennen können, welche Teile tatsächlich abgestorben sind.

Starten Sie die Düngung im Frühjahr, sobald neues Wachstum einsetzt. Verwenden Sie einen Dünger, der zur Pflanzenart und zum Substrat passt. Eine Überversorgung fördert weiches Wachstum und erhöht den Pflegeaufwand.

Schädlinge und Krankheiten früh erkennen

Dichte Kronen, feuchte Blätter und schlecht belüftete Schutzhauben fördern Pilzkrankheiten. Entfernen Sie welke Blätter und lüften Sie die Abdeckung an milden Tagen. Kontrollieren Sie Buchsbaum, Skimmie und andere immergrüne Gehölze auf verfärbte Blätter, Gespinste und Fraßstellen.

Bei einem Befall handeln Sie früh. Die Kategorie Pflanzenschutz bietet passende Lösungen für verschiedene Schaderreger. Lesen Sie vor der Anwendung die Hinweise zur Kultur, Dosierung und Schutzkleidung.

Für Zubehör wie Untersetzer, Topffüße, Pflanzgefäße und Schutzmaterial lohnt sich ein Blick in Garten + Pflanzenzubehör. Dort finden Sie die praktischen Grundlagen, mit denen Sie Ihre Balkonpflanzen frosthart und dauerhaft gepflegt halten.

„Auch winterharte Pflanzen können im Topf Schaden nehmen, weil ihre Wurzeln den Außentemperaturen unmittelbar ausgesetzt sind. Entscheidend sind ein geschützter Standort, guter Wasserabzug und ein isolierter Wurzelbereich.“

Sinngemäß nach: Royal Horticultural Society, Protecting plants from frost

Wenn die Temperaturen im Frühjahr dauerhaft steigen, entfernen Sie den Winterschutz schrittweise. Nehmen Sie zuerst die äußere Isolierung ab und lassen Sie empfindliche Pflanzen noch einige Nächte geschützt. So vermeiden Sie einen abrupten Wechsel zwischen warmer Sonne, kaltem Wind und Spätfrost.

Mit der richtigen Auswahl bleiben winterharte Balkonpflanzen über viele Jahre attraktiv. Buchsbaum, Ziergräser, Stauden und kompakte Gehölze liefern die Grundstruktur. Ein passender Topf, kontrollierte Wassergaben und rechtzeitiger Frostschutz machen aus einer einfachen Bepflanzung einen robusten Topfschmuck für die kalte Jahreszeit.

Häufige Fragen

Welche Balkonpflanzen überstehen Frost im Topf?
Für Töpfe eignen sich unter anderem Buchsbaum, Zwergkiefer, Wacholder, Bergenie, Fetthenne und robuste Ziergräser. Die Art allein entscheidet nicht: Ein ausreichend großer Topf, ein Ablaufloch, durchlässiges Substrat und Schutz vor kaltem Wind sichern den Wurzelballen. Bei strengem Frost isolieren Sie das Gefäß zusätzlich.
Muss ich winterharte Balkonpflanzen einpacken?
Nicht jede Pflanze braucht eine Haube. Schützen Sie vor allem den Topf und damit die Wurzeln. Stellen Sie das Gefäß windgeschützt, wickeln Sie es mit Jute oder Vlies ein und setzen Sie es auf Füße. Immergrüne Blätter brauchen bei Wintersonne eventuell einen leichten Schutz vor Verdunstung.
Welche Pflanzen eignen sich für einen sonnigen Balkon im Winter?
Auf einem sonnigen, eher trockenen Balkon wachsen Zwergkiefer, Wacholder, Sedum, Thymian und viele Gräser gut. Achten Sie auf einen schweren, standfesten Topf und gießen Sie an frostfreien Tagen. Staunässe schadet stärker als kurze Trockenheit, besonders wenn der Wurzelballen wiederholt gefriert und auftaut.
Sind exotische Kübelpflanzen winterhart?
Die meisten exotischen Kübelpflanzen brauchen ein helles, frostfreies Winterquartier. Olive, Oleander, Zitrus und Engelstrompete stehen draußen nur in milden Phasen. Einige Bambusarten oder winterharte Palmen tolerieren Frost, benötigen im Topf aber Windschutz, eine isolierte Wurzelzone und bei Dauerfrost zusätzlichen Schutz.
Wann pflanze ich die Winterbepflanzung für den Balkon?
Setzen Sie die Winterbepflanzung am besten im frühen Herbst, solange der Boden im Topf noch nicht kalt ist. Die Pflanzen bilden dann neue Wurzeln. Auch im Frühjahr ist eine Bepflanzung möglich. Prüfen Sie nach dem Einsetzen den Wasserabzug und gießen Sie gründlich, ohne das Gefäß zu vernässen.
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