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Gurken pflanzen und pflegen: Tipps für eine reiche Ernte

Standort, Sorten, Bewässerung und mehr – so gelingt der Gurkenanbau
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 18.07.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Wählen Sie einen sonnigen, windgeschützten Standort mit lockerem, nährstoffreichem Boden. Pflanzen Sie Gurken nach den Eisheiligen, gießen Sie regelmäßig und düngen Sie alle zwei Wochen. Mit Rankhilfen und regelmäßiger Ernte steigern Sie den Ertrag.

Gurken pflanzen: Der richtige Standort und Boden

Gurken lieben Wärme und Sonne. Wählen Sie einen Standort, der täglich mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht bekommt. Windgeschützt ist ideal – eine Hauswand oder ein Folientunnel halten die Pflanzen warm.

Der Boden sollte locker, humusreich und tiefgründig sein. Schwere Lehmböden verbessern Sie mit Sand und reifem Kompost. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist optimal. Arbeiten Sie vor der Pflanzung gut verrotteten Mist oder Gründünger ein.

Wichtiger Hinweis Gurken sind Starkzehrer. Düngen Sie den Boden bereits im Herbst mit Kompost oder pflanzen Sie eine Gründüngung wie Gelbsenf. So stellen Sie Nährstoffe für die nächste Saison bereit.

Wichtiger Hinweis

Pflanzen Sie Gurken niemals nach anderen Kürbisgewächsen (Zucchini, Kürbis, Melone). Es droht Bodenmüdigkeit und Krankheitsübertragung. Halten Sie eine Fruchtfolge von mindestens drei Jahren ein.

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Gurken Sorten: Welche ist die richtige für Sie?

Die Wahl der Sorte bestimmt den Erfolg. Für den Freilandanbau eignen sich robuste Einlegegurken wie die Vorgebirgstrauben

oder die resistente Libelle F1 . Beide liefern viele kleine Früchte für Salate und Einmachgläser.

Salatgurken wie die Salatgurke

wachsen im Gewächshaus besser. Sie werden länger, glatter und schmecken mild. Für Balkon und Kübel eignen sich Mini-Gurken oder Snackgurken, die kompakt bleiben.

„Die richtige Sorte ist die halbe Ernte. Wählen Sie krankheitsresistente F1-Hybriden für den Freiland, dann haben Sie kaum Ausfälle.“

Sabine Müller, Hobbygärtnerin und Autorin des „Gurkenbuchs“

Besuchen Sie unsere Kategorie Gurken + Zucchini für eine große Auswahl an Saatgut.

Gurken anbauen: Aussaat und Pflanzung

Gurken können Sie ab Mitte April auf der Fensterbank vorziehen oder ab Mitte Mai direkt ins Beet säen. Die Keimtemperatur liegt bei 20–25 °C. Verwenden Sie Anzuchterde und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht.

Pflanzen Sie die Jungpflanzen nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Beet. Der Abstand sollte 40–60 cm in der Reihe betragen, zwischen den Reihen 100–120 cm. Setzen Sie die Pflanzen etwas tiefer, damit sie zusätzliche Wurzeln bilden.

Profi-Tipp

Legen Sie vor der Pflanzung eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt aus. Das hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und schützt die Früchte vor Bodenkontakt.

Ein rankendes Gerüst oder ein stabiles Netz erleichtert die Ernte und verbessert die Durchlüftung. In der Kategorie Garten + Pflanzenzubehör finden Sie passende Rankhilfen.

Gurken pflegen: Gießen, Düngen, Ranken

Bewässerung

Gurken bestehen zu 95 % aus Wasser. Sie brauchen täglich eine gleichmäßige Wasserversorgung. Gießen Sie morgens direkt am Wurzelbereich, niemals über die Blätter – das beugt Pilzkrankheiten vor. Eine Tropfbewässerung ist ideal. In der Kategorie Gartenbewässerung finden Sie passende Systeme.

Düngung

Gurken sind Starkzehrer. Düngen Sie alle zwei Wochen mit einem kaliumbetonten Gemüsedünger. Organische Flüssigdünger oder Brennnesseljauche wirken sanft und fördern die Bodenaktivität. In der Kategorie Pflanzendünger & Blumendünger erhalten Sie geeignete Produkte.

„Eine wöchentliche Gabe von verdünnter Brennnesseljauche versorgt die Gurken mit Stickstoff und stärkt gleichzeitig die Abwehrkräfte gegen Schädlinge.“

Gartenratgeber des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau, Ausgabe 2023

Rankhilfen und Schnitt

Ranken Sie die Haupttriebe an Fäden oder Netzen nach oben. Entfernen Sie die Seitentriebe bis zur ersten Frucht, danach lassen Sie zwei bis drei Seitentriebe wachsen. Schneiden Sie kranke oder welke Blätter regelmäßig weg.

Beim Gurkenglück hilft auch der Gurkenglas-Butler mit Piekser

– ein praktisches Werkzeug für die spätere Einmachzeit.

Zusätzlicher Rat

Lockern Sie den Boden um die Pflanzen regelmäßig – aber vorsichtig, denn Gurkenwurzeln liegen flach. Eine Mulchschicht reduziert das Gießen und hält die Wurzeln kühl.

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Gurken Krankheiten erkennen und vorbeugen

Die häufigsten Gurkenkrankheiten sind Echter Mehltau (weißer, mehliger Belag auf Blättern) und Falscher Mehltau (gelbliche Flecken, später grauer Pilzrasen). Beide treten bei feuchter Witterung auf. Vorbeugen hilft: weite Pflanzabstände, morgendliches Gießen, resistente Sorten.

Gurkenwelke (Bakterienwelke) führt zum plötzlichen Welken der Triebe. Entfernen Sie befallene Pflanzen sofort. Grauschimmel zeigt sich an Früchten und Stängeln – verbessern Sie die Luftzirkulation.

Bei Befall helfen biologisch abbaubare Pflanzenschutzmittel. In der Kategorie Pflanzenschutz finden Sie natürliche Präparate wie Neemöl oder Schwefelpräparate.

Wichtiger Hinweis

Bei ersten Anzeichen von Mehltau entfernen Sie die befallenen Blätter sofort und entsorgen Sie im Restmüll – nicht auf den Kompost. Sonst verbreiten sich die Sporen weiter.

Schädlinge wie Spinnmilben und Blattläuse treten ebenso auf. Nützlinge wie Marienkäfer und Schlupfwespen helfen im Garten. Bei starkem Befall hilft ein gezielter Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln aus der Kategorie Ungeziefer- + Pflanzenschutz.

Gurken ernten und lagern

Ernten Sie Gurken regelmäßig, sobald sie die gewünschte Größe erreicht haben – bei Salatgurken 20–30 cm, bei Einlegegurken 5–10 cm. Lassen Sie keine überreifen Früchte hängen, das bremst die Bildung neuer Früchte.

Schneiden Sie die Gurken mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere ab. Ziehen oder drehen Sie nicht, sonst verletzen Sie die Triebe. Lagern Sie Gurken kühl, aber nicht unter 10 °C – sonst werden sie glasig. Im Kühlschrank halten sie etwa eine Woche.

Für die Einmachzeit empfehlen wir den Gurkenglas-Butler mit Piekser (). Damit können Sie die Gurken für das Einlegen vorbereiten – schnell und ohne Matsch.

„Regelmäßiges Ernten stimuliert die Pflanze, weiter Früchte zu produzieren. Im Hochsommer können Sie bei guter Pflege jeden zweiten Tag ernten.“

Gartenpraxis Magazin, Ausgabe Juli 2024

Mit den richtigen Tipps und etwas Pflege belohnen Sie Ihre Gurkenpflanzen mit einer reichen, knackigen Ernte. Starten Sie noch heute – besuchen Sie unsere Kategorie Gurken + Zucchini für Saatgut und Zubehör.

Häufige Fragen

Wann pflanzt man Gurken ins Freiland?
Gurken sind wärmeliebend. Pflanzen Sie sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn die Bodentemperatur über 12 °C liegt. Vorgezogene Jungpflanzen setzen Sie ab Ende Mai ins Beet.
Welcher Standort ist ideal für Gurken?
Gurken brauchen volle Sonne, Windschutz und humusreichen, lockeren Boden. Ein Standort an einer Hauswand oder im Folientunnel bietet Wärme und schützt vor Kälte.
Wie oft muss ich Gurken gießen?
Gurken benötigen viel Wasser, besonders während der Fruchtbildung. Gießen Sie täglich, am besten morgens, und vermeiden Sie Staunässe. Tropfbewässerung hält die Blätter trocken.
Welche Gurkenkrankheiten treten häufig auf?
Echter und Falscher Mehltau, Gurkenwelke und Grauschimmel sind typisch. Vorbeugung durch weite Pflanzabstände, ausreichende Belüftung und resistente Sorten hilft.
Kann ich Gurken auch im Kübel auf dem Balkon anbauen?
Ja, wählen Sie einen großen Kübel (mindestens 20 Liter), nährstoffreiche Erde und eine Rankhilfe. Gießen und düngen Sie regelmäßig. Mini-Gurken oder Snackgurken eignen sich besonders.
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