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Holunderblütensirup selber machen: Einfaches DIY-Rezept

Verwandeln Sie die weißen Blütendolden in einen aromatischen Sirup für Sommergetränke.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 18.07.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Sie machen Holunderblütensirup, indem Sie frische Blüten mit einer heißen Zucker-Zitronen-Lösung übergießen und ziehen lassen. Die Basis bilden 1 Liter Wasser, 1 kg Zucker und 2 Bio-Zitronen für etwa 20-30 große Blütendolden. Nach 2-3 Tagen Ziehzeit sieben Sie die Flüssigkeit ab, erhitzen sie und füllen den Sirup heiß in sterile Flaschen. So konservieren Sie den Geschmack des Sommers.

Holunderblütensirup selber machen: Einfaches DIY-Rezept

Die weißen Blütendolden des Holunders duften nach Sommer. Sie können diesen Geschmack einfangen und konservieren. Mit einem einfachen Sirup-Rezept verwandeln Sie die Ernte in ein vielseitiges Getränkekonzentrat.

Das Prinzip ist klar. Sie übergießen die frischen Blüten mit einer heißen Zuckerlösung, die mit Zitrone angereichert ist. Nach einigen Tagen Ziehzeit filtern Sie die Flüssigkeit ab. Das Ergebnis ist ein goldener Sirup mit dem unverwechselbaren Aroma von Holunder.

Was benötigen Sie für das Basis-Rezept?

Die Zutatenliste ist kurz. Sie finden alles im Haushalt oder im nächsten Supermarkt. Qualität macht hier den Unterschied.

  • 20-30 große, frische Holunderblütendolden: Pflücken Sie sie an einem trockenen Tag.
  • 1 kg Zucker: Weißer Haushaltszucker eignet sich perfekt für einen neutralen, klaren Sirup.
  • 1 Liter Wasser: Verwenden Sie stilles Wasser.
  • 2 unbehandelte Bio-Zitronen: Sie liefern die notwendige Säure.
  • 40 g Zitronensäure (Pulver): Sie verstärkt den Geschmack und verbessert die Haltbarkeit.

Als Werkzeug brauchen Sie einen großen Topf, ein sauberes Sieb, einen Messbecher und mehrere Flaschen mit Schraubverschluss. Sterilisieren Sie die Flaschen vor der Benutzung mit kochendem Wasser.

Profi-Tipp

Pflücken Sie die Blütendolden um die Mittagszeit, wenn der Morgentau verdunstet ist und die ätherischen Öle am intensivsten duften. Schneiden Sie die gesamte Dolde mit einer Schere ab. Klopfen Sie sie vorsichtig über einem Tuch aus, um eventuelle kleine Insekten zu entfernen. Waschen Sie die Blüten nicht, sonst spülen Sie das Aroma weg.

Wie bereiten Sie die Blüten richtig vor?

Die Vorbereitung entscheidet über das Aroma. Gehen Sie sorgfältig vor.

Inspizieren Sie jede Dolde. Entfernen Sie braune oder welke Einzelblüten mit den Fingern. Große Stiele schmecken bitter. Schneiden Sie daher die dicken Hauptstiele so nah wie möglich an den Blüten ab.

Legen Sie die vorbereiteten Dolden locker in einen großen, sauberen Behälter. Eine Schüssel oder ein großer Topf aus Glas oder Edelstahl eignen sich. Metallbehälter können den Geschmack beeinflussen.

Der charakteristische Duft der Holunderblüte entsteht erst beim Welken. Deshalb ist die Ziehzeit so wichtig. In diesen Stunden geben die Blüten ihre flüchtigen Aromastoffe an den Sirup ab.

Dr. Anna Berg, Lebensmittelchemikerin

Wie stellen Sie den Zuckersud her?

Der Sud ist das Konservierungsmittel. Kochen Sie ihn präzise.

Geben Sie den Zucker und das Wasser in einen großen Topf. Erhitzen Sie die Mischung unter Rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Lassen Sie die Lösung einmal kurz aufkochen. Dann nehmen Sie den Topf sofort von der Herdplatte.

Waschen Sie die Bio-Zitronen gründlich ab. Schneiden Sie sie in dünne Scheiben. Geben Sie die Zitronenscheiben und die Zitronensäure in den heißen Zuckersud. Rühren Sie um, bis sich die Säure aufgelöst hat.

Wichtiger Hinweis

Kochen Sie die Holunderblüten nicht mit. Die hohe Hitze zerstört die feinen Aromen. Sie übergießen die Blüten nur mit der heißen Flüssigkeit. Der Sud kühlt dabei schnell ab und zieht schonend das Blütenaroma heraus.

Wie lange muss der Sirup ziehen?

Geduld ist der Schlüssel zum vollen Geschmack. Die Ziehzeit beträgt mindestens 48 Stunden.

Gießen Sie den heißen Sud direkt über die vorbereiteten Holunderblüten im Behälter. Drücken Sie die Blüten nicht unter. Decken Sie den Behälter mit einem sauberen Tuch oder einem Deckel ab. Stellen Sie ihn an einen kühlen, dunklen Ort wie die Speisekammer oder den Keller.

Rühren Sie die Mischung nach 24 Stunden einmal vorsichtig um. So verteilen sich die Aromen gleichmäßig. Nach zwei bis drei Tagen hat der Sirup sein volles Bukett entwickelt. Je länger er zieht, desto intensiver wird der Geschmack.

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Wie filtern und abfüllen Sie den Sirup?

Dieser Schritt sorgt für Klarheit und Haltbarkeit. Arbeiten Sie mit sauberem Equipment.

Stellen Sie ein feines Sieb über einen zweiten großen Topf oder einen Messbecher. Legen Sie ein sauberes Mulltuch oder ein Passiertuch in das Sieb. Gießen Sie die gesamte Mischung langsam hinein.

Lassen Sie den Sirup vollständig durchtropfen. Drücken Sie die Blütenreste im Tuch nicht aus, sonst wird der Sirup trübe. Die klare, gelbliche Flüssigkeit ist Ihr fertiger Sirupansatz.

Zusätzlicher Rat

Wenn Sie den Sirup besonders klar und lang haltbar möchten, erhitzen Sie ihn nach dem Abseihen noch einmal bis knapp unter den Siedepunkt. Füllen Sie ihn dann sofort in die vorbereiteten, heißen Flaschen ab. Dieser Schritt tötet eventuelle Hefesporen ab.

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Wie lagern und verwenden Sie den fertigen Sirup?

Richtige Lagerung verlängert den Genuss. Der Sirup gehört in den Keller oder Kühlschrank.

Füllen Sie den heißen Sirup bis zum Rand in sterile Flaschen. Verschließen Sie sie sofort fest. Lagern Sie die verschlossenen Flaschen dunkel und kühl. Nach dem Öffnen bewahren Sie die Flasche im Kühlschrank auf.

Verwenden Sie den Sirup für erfrischende Schorlen mit Mineralwasser oder Sprudel. Mischen Sie ihn mit Prosecco für einen sommerlichen Aperitif. Er verfeinert auch Joghurt, Quark oder Eiscreme. Entdecken Sie weitere Ideen für die Outdoor-Küche in unserer Rubrik BBQ + Räucherei.

Holunderblütensirup ist mehr als ein Getränk. Er ist eingefangener Sonnenschein. Die Kombination aus Blütenzucker und Säure aktiviert unsere Geschmackserinnerungen und verbindet uns direkt mit der blühenden Landschaft.

Markus Koch, Sommelier für alkoholfreie Getränke

Welche Variationen des klassischen Rezepts gibt es?

Experimentieren Sie mit Aromen. Das Basisrezept ist wandelbar.

Fügen Sie beim Aufkochen des Suds frische Ingwerscheiben hinzu. Sie geben eine würzige Schärfe. Ein Zweig frischer Zitronenmelisse oder einige Minzblätter intensivieren die Frische. Für eine florale Note können Sie einige Rosenblütenblätter mit den Holunderblüten mischen.

Ersetzen Sie einen Teil des Zuckers durch Honig. Verwenden Sie dafür einen milden Blütenhonig. Beachten Sie, dass Honig bei Hitze Aroma verliert. Geben Sie ihn erst in den abgekühlten Sud, bevor Sie die Blüten übergießen.

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Was tun, wenn der Sirup gärt oder schimmelt?

Probleme entstehen meist durch Fehler bei der Hygiene. Sie können sie vermeiden.

Schimmel bildet sich auf der Oberfläche, wenn Blütenreste oder Fremdkörper im Sirup schwimmen oder die Flaschen nicht steril waren. Gärung erkennen Sie an Bläschenbildung und einem alkoholischen Geruch. Sie entsteht durch natürliche Hefen auf den Blüten, wenn der Sirup zu lange bei Raumtemperatur zog oder der Zuckergehalt zu niedrig war.

Werfen Sie vergorenen oder verschimmelten Sirup weg. Vorbeugung ist einfach: Arbeiten Sie sauber, verwenden Sie ausreichend Zucker und Säure, und erhitzen Sie den Sirup vor dem Abfüllen noch einmal. Ein Entsafter wie unser

hilft bei der schonenden Verarbeitung vieler Gartenfrüchte unter hygienischen Bedingungen.

Wie verarbeiten Sie Holunder später im Jahr weiter?

Aus den Blüten werden Beeren. Auch diese sind ein Schatz.

Im Spätsommer tragen die Holundersträucher dunkle Beeren. Sie können daraus Saft, Gelee oder Sirup kochen. Roh sind die Beeren unbekömmlich. Sie müssen sie immer erhitzen. Die Ernte der reifen, tiefvioletten Beeren ist eine natürliche Fortsetzung des sommerlichen Holunder-Projekts.

Viele weitere Projekte für den eigenen Garten und die Ernteverarbeitung warten in unserer großen Kategorie Garten + Outdoor auf Sie. Dort finden Sie Werkzeuge, Bewässerungslösungen und mehr.

Holunderblütensirup selbst zu machen ist ein einfaches Ritual. Es verbindet Sie mit der Jahreszeit und belohnt Sie mit einem puren Geschmackserlebnis. Beginnen Sie mit unserem Basisrezept. Finden Sie dann Ihre eigene Lieblingsvariation.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit, um Holunderblüten für Sirup zu pflücken?
Pflücken Sie Holunderblüten an einem trockenen, sonnigen Vormittag im späten Frühling oder Frühsommer, wenn die kleinen Einzelblüten voll geöffnet sind. Wählen Sie cremeweiße, duftende Dolden und vermeiden Sie bereits bräunliche oder welkende Blüten. Der optimale Zeitpunkt liegt meist zwischen Ende Mai und Ende Juni.
Kann ich Holunderblütensirup ohne Zitronensäure kochen?
Ja, Sie können Zitronensäure durch frischen Zitronensaft ersetzen. Verwenden Sie dafür den Saft von 3-4 Bio-Zitronen zusätzlich zu den Scheiben. Die Säure ist jedoch entscheidend für Geschmack, Haltbarkeit und die klare Farbe des Sirups. Ohne Säure schmeckt der Sirup flacher und verdirbt schneller.
Wie lange ist selbstgemachter Holunderblütensirup haltbar?
Heiß abgefüllt in sterile Flaschen und dunkel gelagert hält der Sirup etwa 6-12 Monate. Nach dem Öffnen bewahren Sie ihn im Kühlschrank auf und verbrauchen ihn innerhalb weniger Wochen. Trübung oder Bläschenbildung sind Zeichen für Gärung – dann sollten Sie den Sirup nicht mehr verwenden.
Welche Fehler sollte ich beim Sirup kochen unbedingt vermeiden?
Vermeiden Sie es, die Blüten mit Wasser zu waschen, da Sie so Aroma verlieren. Schütteln Sie sie stattdessen aus. Kochen Sie den Sud mit den Blüten nicht, sondern übergießen Sie sie nur mit der heißen Lösung. Verwenden Sie ausschließlich saubere, sterile Flaschen, um Schimmelbildung zu verhindern.
Für was kann ich Holunderblütensirup außer für Schorle verwenden?
Holunderblütensirup verfeinert Desserts, Marinaden und Cocktails. Beträufeln Sie Vanilleeis, geben Sie einen Schuss in Joghurt oder verwenden Sie ihn als Süße in selbstgemachtem Eistee. Er eignet sich auch als Grundlage für Gelee oder als Aroma für selbstgebraute Limonaden.
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