Kurz erklärt: Säen Sie robuste Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Dill ab März ins Freiland. Basilikum, Majoran und Zitronenmelisse ziehen Sie ab März auf der Fensterbank vor und pflanzen sie nach den Eisheiligen aus. Mehrjährige Kräuter wie Thymian, Salbei, Oregano und Bergbohnenkraut kommen im Frühjahr oder Herbst in durchlässige Erde.
Kurzantwort: Säen Sie robuste Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Dill ab März ins Freiland. Basilikum, Majoran und Zitronenmelisse ziehen Sie ab März auf der Fensterbank vor und pflanzen sie nach den Eisheiligen aus. Mehrjährige Kräuter wie Thymian, Salbei, Oregano und Bergbohnenkraut kommen im Frühjahr oder Herbst in durchlässige Erde.
Küchenkräuter brauchen wenig Platz und liefern trotzdem regelmäßig frische Blätter. Mit einem passenden Aussaatzeitpunkt, lockerer Erde und dem richtigen Standort gelingt der Kräuteranbau im Beet, Hochbeet, Topf und Balkonkasten.
Der Kalender richtet sich nach dem deutschen Gartenjahr. Frost, Bodenwärme und regionale Unterschiede verschieben einzelne Termine um einige Wochen. Prüfen Sie deshalb vor der Aussaat die Wetterlage und die Hinweise auf der Saatgutpackung.
Wann säen Sie Kräuter im Garten?
Der Aussaattermin hängt vor allem von der Keimtemperatur ab. Petersilie und Schnittlauch vertragen kühle Nächte. Basilikum und Majoran keimen erst zuverlässig, wenn Erde und Luft deutlich wärmer sind.
Im Freiland säen Sie robuste Arten direkt an ihren endgültigen Platz. Wärme liebende Kräuter ziehen Sie zunächst im Haus vor. So gewinnen Sie mehrere Wochen Vorsprung und schützen die empfindlichen Keimlinge vor Spätfrost.
Aussaatkalender für Kräuter von Januar bis Dezember
Die Monatsangaben gelten für normale Lagen in Deutschland. In kalten Regionen beginnen Sie später, in geschützten Weinbaugebieten oft früher.
| Monat | Kräuter aussäen | Pflanzen und Hinweise |
|---|---|---|
| Januar | Kresse, Microgreens und erste Basilikum-Saaten im Haus | Hell und warm auf der Fensterbank kultivieren. Freilandflächen ruhen. |
| Februar | Basilikum, Majoran, Oregano und Rosmarin vorziehen | Zusatzlicht verhindert lange, dünne Triebe. Staunässe vermeiden. |
| März | Petersilie, Schnittlauch, Kerbel und ab Monatsende Dill | Bei frostfreiem Boden direkt ins Beet säen. Frühbeet und Vlies verlängern die Saison. |
| April | Dill, Kerbel, Koriander, Petersilie und Bohnenkraut | Die Erde sollte locker und mindestens handwarm sein. Reihen markieren. |
| Mai | Basilikum und Majoran unter geschützten Bedingungen | Nach den Eisheiligen Jungpflanzen ins Beet, Hochbeet oder Gefäß setzen. |
| Juni | Dill, Koriander, Kerbel, Petersilie und Schnittlauch | Folgesaaten sichern frische Blätter bis zum Herbst. Bei Hitze morgens säen und feucht halten. |
| Juli | Dill, Kerbel, Koriander und weitere Folgesaaten | Heiße Beete leicht beschatten. Koriander schießt bei Trockenheit schnell in Blüte. |
| August | Petersilie, Schnittlauch und Kerbel | Späte Saaten liefern Herbst- und Winterblätter. Junge Pflanzen gleichmäßig wässern. |
| September | In milden Lagen noch Petersilie und Kerbel | Mehrjährige Kräuter pflanzen oder teilen. Der Boden bleibt meist noch warm. |
| Oktober | Keine empfindlichen Kräuter mehr ins Freiland säen | Thymian, Salbei, Oregano und Schnittlauch pflanzen. Wurzelbereich vor Staunässe schützen. |
| November | Kresse und Küchenkräuter im Haus | Topfkräuter hell stellen. Freilandbeete von abgestorbenen Pflanzenteilen befreien. |
| Dezember | Kresse, Microgreens und wenige Indoor-Kräuter | Saatgut prüfen, Beete planen und Töpfe für die neue Saison vorbereiten. |
Welche Kräuter sind für die frühe Aussaat geeignet?
- Petersilie: Sie keimt langsam, verträgt kühle Temperaturen und kann von März bis August in mehreren Sätzen gesät werden.
- Schnittlauch: Er wächst mehrjährig und startet bei ausreichender Bodenfeuchte schon im frühen Frühjahr.
- Dill und Kerbel: Beide Kräuter keimen schnell. Folgesaaten im Abstand von drei bis vier Wochen verlängern die Ernte.
- Basilikum: Es braucht Wärme und Licht. Eine frühe Aussaat gelingt nur im Haus oder im beheizten Gewächshaus.
Profi-Tipp
Säen Sie Dill, Kerbel und Koriander nicht nur einmal im Frühjahr. Kleine Folgesaaten alle drei bis vier Wochen liefern zarte Blätter und verhindern, dass alle Pflanzen gleichzeitig blühen.
Wie wählen Sie den richtigen Standort und Boden?
Ein passender Standort entscheidet über Aroma, Wachstum und Krankheitsdruck. Die meisten Kräuter entwickeln bei sechs oder mehr Sonnenstunden pro Tag besonders viele ätherische Öle.
Wie viel Sonne brauchen Küchenkräuter?
Thymian, Salbei, Oregano, Rosmarin und Bergbohnenkraut stehen gern vollsonnig. Ein Platz an einer warmen Südwand eignet sich für diese mediterranen Arten. Achten Sie trotzdem auf ausreichenden Wasserabzug.
Petersilie, Schnittlauch, Kerbel und Minze kommen auch mit Halbschatten zurecht. In der prallen Mittagssonne trocknen Töpfe schneller aus. Ein heller Platz mit etwas Nachmittagsschatten kann dort die bessere Wahl sein.
Welche Erde passt zu welchem Kraut?
- Für mediterrane Kräuter: Mischen Sie Gartenerde mit Sand, Splitt oder mineralischem Substrat. Die Erde soll mager, locker und durchlässig bleiben.
- Für Blattkräuter: Petersilie, Schnittlauch, Dill und Kerbel wachsen in humoser, gleichmäßig feuchter Erde.
- Für Minze und Zitronenmelisse: Wählen Sie nährstoffreiche Erde und ein Gefäß mit ausreichend Raum. Beide Arten breiten sich stark aus.
- Für alle Kräuter: Staunässe vermeiden. Abflusslöcher im Topf und eine lockere Bodenstruktur schützen die Wurzeln.
Arbeiten Sie frischen Kompost nur sparsam ein. Zu viel Stickstoff erzeugt weiche, wässrige Triebe und kann das Aroma abschwächen. Eine dünne Kompostschicht im Frühjahr reicht bei vielen Kräutern aus.
Passende Erde, Saatgefäße und Pflanzhilfen finden Sie im Bereich Garten- und Pflanzenzubehör. Saatgut für klassische Küchenkräuter bündeln Sie in der Kategorie Kräuter und Gewürze.
Kräuter auf Balkon und Terrasse anordnen
Auf kleinem Raum hilft eine klare Einteilung. Stellen Sie trockenheitsliebende Arten nach oben oder an die sonnigste Stelle. Petersilie, Schnittlauch und Basilikum stehen tiefer und erhalten bei Bedarf häufiger Wasser.
Ein Balkon-Kräuterbeet auf Beinen schafft eine angenehme Arbeitshöhe und trennt Kräuter von stark wuchernden Balkonpflanzen. Das anthrazitfarbene Modell wirkt modern. Die honigbraune Variante passt zu Holz und Naturmaterialien, während in Grau zurückhaltend bleibt.
Setzen Sie Kräuter mit ähnlichen Ansprüchen zusammen. Thymian und Salbei teilen sich gern einen trockenen Bereich. Basilikum und Petersilie brauchen dagegen mehr Feuchtigkeit und nährstoffreichere Erde.
„Die meisten Küchenkräuter lieben einen sonnigen und warmen Standort. Für mediterrane Arten ist ein durchlässiger Boden entscheidend.“
Wie gelingt die Kräuter-Aussaat im Beet und Topf?
Eine erfolgreiche Aussaat beginnt mit feinkrümeliger Erde und endet mit gleichmäßiger Feuchtigkeit. Große Samen lassen sich einfach verteilen. Feine Samen wie die von Thymian oder Majoran brauchen mehr Sorgfalt.
Direktsaat in sechs Schritten
- Beet vorbereiten: Lockern Sie die obere Erdschicht zehn bis fünfzehn Zentimeter tief. Entfernen Sie Wurzeln und grobe Steine.
- Rillen ziehen: Markieren Sie gerade Reihen mit einem Brett oder Pflanzholz. Halten Sie den Abstand auf der Saatguttüte ein.
- Samen verteilen: Säen Sie dünn. Zu dichter Stand führt zu schwachen Pflanzen und erhöht den Pilzdruck.
- Richtig bedecken: Lichtkeimer wie Thymian, Majoran und Kerbel nur andrücken oder hauchdünn übersieben. Größere Samen bedecken Sie etwa mit ihrer eigenen Samenstärke.
- Angießen: Verwenden Sie eine feine Brause oder sprühen Sie vorsichtig. Ein harter Wasserstrahl spült Samen weg.
- Keimlinge pflegen: Halten Sie die Oberfläche gleichmäßig feucht und entfernen Sie Unkraut früh. Sobald sich mehrere echte Blätter zeigen, vereinzeln Sie die Pflanzen.
Decken Sie frisch gesäte Reihen bei kalten Nächten mit einem leichten Vlies ab. Entfernen Sie die Abdeckung tagsüber, sobald die Sonne die Erde erwärmt. So bleibt die Feuchtigkeit im Boden, ohne dass sich die Luft darunter staut.
Wann ziehen Sie Kräuter auf der Fensterbank vor?
Das Vorziehen eignet sich für wärmebedürftige und langsam wachsende Kräuter. Füllen Sie Anzuchttöpfe mit nährstoffarmer, lockerer Erde und stellen Sie sie an einen hellen Platz. Eine Temperatur zwischen 18 und 24 °C unterstützt die Keimung vieler Arten.
Nach dem Auflaufen brauchen die Sämlinge viel Licht. Drehen Sie die Töpfe regelmäßig, damit die Triebe gerade wachsen. Gießen Sie von unten oder mit einer feinen Brause und lassen Sie die Oberfläche zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen.
Beim Pikieren setzen Sie die stärksten Pflanzen einzeln in kleine Töpfe. Härten Sie Jungpflanzen vor dem Umzug ins Beet ab. Stellen Sie sie zunächst tagsüber geschützt nach draußen und verlängern Sie den Aufenthalt über sieben bis zehn Tage.
Für das Vereinzeln und Pflanzen eignen sich kleine Gartenwerkzeuge mit schmaler Kelle. Arbeiten Sie bei feinen Wurzeln vorsichtig und fassen Sie die Pflanzen am Blatt, nicht am empfindlichen Stängel.
Warum keimen Kräutersamen nicht?
- Zu tiefe Saat: Feine Samen erreichen die Oberfläche nicht und bekommen zu wenig Licht.
- Ausgetrocknete Erde: Keimlinge sterben schon nach wenigen Stunden Trockenheit ab.
- Staunässe: Nasse Erde verdrängt Luft und begünstigt Fäulnis.
- Falsche Temperatur: Basilikum bleibt in kalter Erde liegen, während Kerbel bei großer Hitze schnell schießt.
- Altes Saatgut: Lagern Sie Samen trocken, dunkel und kühl. Prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Wichtiger Hinweis
Pflanzen Sie Basilikum, Majoran und Rosmarin nicht vor den letzten Nachtfrösten ins Freiland. Temperaturen um 0 °C beschädigen die Triebe. Auch ein geschützter Balkon ersetzt keinen Frostschutz, wenn die Nächte kalt bleiben.
Welche Kräuter pflanzen Sie wann?
Beim Pflanzen zählt nicht nur der Kalender. Entscheidend sind ein durchwurzelter Ballen, frostfreie Nächte und ein Standort, der zur jeweiligen Art passt. Gekaufte Jungpflanzen wachsen schnell an, wenn Sie sie vor dem Einsetzen gründlich wässern.
Welche einjährigen Kräuter pflanzen Sie im Frühjahr?
- Basilikum: Pflanzen Sie es ab Mitte Mai in warmen, humosen Boden. Ein Abstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern lässt die Triebe luftig wachsen.
- Majoran: Die wärmeliebende Pflanze steht gern sonnig und trocken. Setzen Sie vorgezogene Pflanzen erst nach den Eisheiligen aus.
- Dill: Säen Sie ihn direkt an Ort und Stelle. Umpflanzen verträgt er wegen seiner empfindlichen Pfahlwurzel schlecht.
- Koriander: Er wächst schnell und bildet bei Hitze rasch Blüten. Halbschatten und regelmäßige Folgesaaten verlängern die Blatt-Ernte.
- Bohnenkraut: Einjähriges Bohnenkraut passt zu sonnigen Gemüsebeeten. Säen oder pflanzen Sie es in gut erwärmte Erde.
Welche mehrjährigen Kräuter pflanzen Sie im Frühjahr oder Herbst?
Thymian, Salbei, Oregano, Rosmarin, Schnittlauch, Minze und Zitronenmelisse können mehrere Jahre am gleichen Platz wachsen. Frühjahr und Frühherbst bieten milde Temperaturen und ausreichend Bodenfeuchte. Im Hochsommer benötigen frisch gesetzte Pflanzen deutlich mehr Aufmerksamkeit.
Bergbohnenkraut bleibt ebenfalls mehrjährig. Das Bergbohnenkraut, mehrjährig von passt in ein sonniges Kräuterbeet mit durchlässiger Erde. Schneiden Sie die Triebe nach der Blüte leicht zurück, damit die Pflanze kompakt bleibt.
Minze pflanzen Sie am besten in einen eigenen Topf. Ihre unterirdischen Ausläufer wandern sonst schnell in benachbarte Beete. Zitronenmelisse breitet sich ebenfalls aus, lässt sich aber durch regelmäßigen Rückschnitt gut kontrollieren.
Welcher Pflanzabstand passt zu den wichtigsten Kräutern?
| Kraut | Pflanzabstand | Standort |
|---|---|---|
| Basilikum | 20 bis 30 cm | Sonnig, warm, humos |
| Petersilie | 15 bis 20 cm | Sonne bis Halbschatten, frisch |
| Schnittlauch | 20 cm | Sonne bis Halbschatten |
| Thymian | 20 bis 30 cm | Sonnig, trocken, mineralisch |
| Salbei | 40 bis 50 cm | Sonnig, durchlässig |
| Minze | 40 cm oder Einzelgefäß | Halbschatten, feucht |
Planen Sie den ausgewachsenen Umfang ein. Kleine Jungpflanzen wirken im Frühjahr weit auseinander, füllen die Fläche aber innerhalb einer Saison. Ein luftiger Stand hält Blätter trocken und erschwert Pilzkrankheiten.
„Kräuter lassen sich auch auf kleinem Raum anbauen, wenn Gefäß, Standort und Wasserabzug zur jeweiligen Art passen.“
Wie pflegen und ernten Sie Kräuter dauerhaft?
Nach der Aussaat beginnt die eigentliche Arbeit. Gleichmäßige Wasserversorgung, maßvolle Düngung und regelmäßiger Schnitt halten Kräuter lange vital.
Wie oft gießen Sie Kräuter?
Prüfen Sie die Erde mit dem Finger. Ist die obere Schicht trocken, gießen Sie langsam direkt an die Wurzel. In kleinen Töpfen kann das im Hochsommer täglich nötig sein, während Kräuter im Beet deutlich seltener Wasser brauchen.
Thymian, Salbei, Oregano, Rosmarin und Bergbohnenkraut vertragen kurze Trockenheit. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Dill und Minze reagieren empfindlicher auf ausgetrocknete Erde. Gießen Sie morgens oder am frühen Abend und vermeiden Sie dauerhaft nasse Blätter.
Eine gezielte Versorgung gelingt mit passender Gartenbewässerung. Prüfen Sie bei Töpfen immer den Abfluss. Wasser im Untersetzer schütten Sie nach kurzer Zeit weg.
Wann brauchen Kräuter Dünger?
Viele mediterrane Kräuter kommen mit wenig Nährstoffen aus. Zu viel Dünger lässt sie weich wachsen und mindert oft das Aroma. Geben Sie Thymian, Salbei und Oregano im Frühjahr höchstens eine kleine Kompostgabe.
Basilikum, Minze, Zitronenmelisse und Schnittlauch haben einen höheren Bedarf. Eine schwache Flüssigdüngung während der Hauptwachstumszeit reicht im Topf meist alle drei bis vier Wochen. Beachten Sie die Dosierung des Produkts und düngen Sie nicht bei ausgetrockneter Erde.
Geeignete Produkte für die Saison finden Sie unter Pflanzendünger und Blumendünger. Bei essbaren Kräutern wählen Sie einen Dünger, der für Nutzpflanzen freigegeben ist.
Wie ernten Sie Kräuter richtig?
- Basilikum: Schneiden Sie ganze Triebspitzen knapp über einem Blattpaar. Einzelne Blätter zu zupfen führt schneller zu kahlen Stängeln.
- Petersilie: Ernten Sie die äußeren Stiele bodennah. Das Herz bleibt stehen und treibt weiter aus.
- Schnittlauch: Schneiden Sie die Halme einige Zentimeter über dem Boden ab. So wächst der Horst geschlossen nach.
- Dill und Kerbel: Ernten Sie junge Triebe vor der Vollblüte. Für Saatgut lassen Sie einzelne Dolden ausreifen.
- Thymian, Salbei und Oregano: Schneiden Sie Triebe regelmäßig, aber nicht bis ins alte, unbelaubte Holz.
Ernten Sie Kräuter möglichst am späten Vormittag, wenn die Blätter trocken sind. Verwenden Sie eine saubere Schere. Nach Regen enthalten viele Blätter weniger konzentrierte Aromastoffe und trocknen schlechter.
Wie überwintern Kräuter im Beet und Topf?
Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Salbei und Oregano überstehen normale Winter im Beet. Empfindliche Topfkräuter frieren dagegen schneller durch. Stellen Sie Gefäße geschützt an eine Hauswand und wickeln Sie sie bei starkem Frost mit Vlies oder isolierendem Material ein.
Rosmarin und Lorbeer brauchen einen hellen, frostfreien Platz. Gießen Sie im Winter sparsam, aber lassen Sie den Wurzelballen nicht vollständig austrocknen. Staunässe bleibt auch in der kalten Jahreszeit die häufigste Ursache für Wurzelschäden.
Welche Fehler bremsen den Kräuteranbau?
- Alle Kräuter gleich behandeln: Mediterrane Arten und feuchtigkeitsliebende Blattkräuter haben unterschiedliche Ansprüche.
- Zu dicht säen: Vereinzeln Sie rechtzeitig, damit Luft zwischen den Pflanzen zirkuliert.
- Zu früh pflanzen: Warten Sie bei frostempfindlichen Arten auf stabile Nachttemperaturen.
- Blüte ignorieren: Bei Basilikum, Dill und Koriander verändert die Blüte das Aroma. Schneiden Sie rechtzeitig oder planen Sie Saatgut ein.
- Alte Erde wiederverwenden: Wechseln Sie Topferde regelmäßig und reinigen Sie Gefäße vor der neuen Aussaat.
Zusätzlicher Rat
Notieren Sie im Kalender, wann Sie gesät, gepflanzt und geerntet haben. Nach einer Saison sehen Sie, welche Sorten an Ihrem Standort früh keimen, schnell blühen oder besonders lange frische Blätter liefern.
Mit abgestimmten Aussaatterminen, passenden Standorten und regelmäßiger Ernte bleibt Ihr Kräuterbeet vom Frühjahr bis in den Herbst produktiv. Säen Sie lieber kleine Mengen nach, als ein ganzes Beet auf einmal zu füllen. So ernten Sie junge, aromatische Blätter, sobald Sie sie in der Küche brauchen.
Häufige Fragen
- Wann ist der beste Zeitpunkt, Kräuter zu säen?
- Der beste Zeitpunkt hängt von der Kräuterart und vom Standort ab. Robuste Arten wie Petersilie, Schnittlauch, Dill und Kerbel säen Sie meist ab März ins Freiland. Wärme liebende Kräuter wie Basilikum, Majoran und Zitronenverbene ziehen Sie ab März drinnen vor und pflanzen sie nach den Eisheiligen aus.
- Welche Kräuter kann man direkt ins Freiland säen?
- Petersilie, Dill, Kerbel, Koriander, Schnittlauch und Bohnenkraut eignen sich für die Direktsaat. Säen Sie Petersilie und Schnittlauch ab März, Dill und Kerbel ab April. Bohnenkraut keimt bei Wärme besser. In schweren Böden gelingt die Aussaat in einem lockeren, humosen Beet oder Topf zuverlässiger.
- Wann pflanzt man Basilikum ins Beet?
- Basilikum kommt erst nach den Eisheiligen, meist ab Mitte Mai, ins Freiland. Warten Sie auf Nachttemperaturen über 10 °C und einen warmen Boden. Ziehen Sie Jungpflanzen vorher hell vor, härten Sie sie mehrere Tage ab und setzen Sie sie in humose, gut drainierte Erde.
- Welche Kräuter wachsen gut im Topf?
- Im Topf wachsen Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Thymian, Salbei, Oregano, Minze und Rosmarin gut. Wählen Sie ein Gefäß mit Abflussloch und eine passende Erde. Setzen Sie Minze allein, weil sie sich stark ausbreitet. Mediterrane Kräuter brauchen weniger Wasser als Blattkräuter.
- Wie oft muss man Kräuter gießen?
- Gießen Sie Topfkräuter, sobald die obere Erdschicht trocken ist; im Sommer kann das täglich nötig sein. Geben Sie Wasser langsam an die Wurzel und leeren Sie den Untersetzer. Im Beet gießen Sie seltener, dafür durchdringend. Thymian, Salbei und Rosmarin vertragen kurze Trockenheit.
Das könnte Sie auch interessieren
- Kräuter anbauen: Von der Aussaat bis zur Ernte
- Aussaatkalender für Ihr Gartenjahr
- Kräuter pflanzen: Wann Sie Ihre Lieblinge ins Freie setzen
- Kräuter in der Küche: Ihr Weg zu mehr Aroma und Frische
- Kräutergarten anlegen: Duftende Vielfalt für Balkon & Garten
- Küchenkräuter im Überblick: Anbau, Pflege & Verwendung